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Wirtschaftspolitik, die deine Finanzen erreicht

Steuern, Abgaben, Zinsen, Vorsorge: was dein Geld bewegt, beim Verdienen, Ausgeben und Sparen. Wir ordnen es ein, bevor du es im Konto siehst.

Alle Meldungen

Markt & Investieren

KOSPI-Handel 20 Minuten ausgesetzt, was die Pause in Seoul mit einer Stop-Order macht

Die Börse in Seoul hat den Handel im KOSPI am 15. Oktober für 20 Minuten ausgesetzt, nachdem der Index 8 Prozent unter dem Vortag lag. Am Schluss stand er bei 5.554,22 Punkten, 7,57 Prozent unter dem Vortag. Die Pause hat niemand beschlossen, sie folgt einer Regel mit festen Schwellen. Und sie entscheidet, zu welchem Preis eine Stop-Order nach dem Neustart verkauft, auf Xetra genauso wie in Seoul, dort nur im Kleinen.

Betrifft: Anleger

Altersvorsorge

Frühstartrente im Finanzausschuss, was sich für Kinder ohne eigenes Depot ändert

Die Frühstartrente ist noch nicht beschlossen, aber der Finanzausschuss des Bundestags hat am 14. Oktober empfohlen, sie in geänderter Fassung anzunehmen. Für Kinder ohne eigenes Depot darf der Bund das Geld danach nur noch in weltweit gestreute Aktien anlegen, und bevor nicht abgerufenes Geld an den Haushalt zurückfließt, muss er die Berechtigten informieren. Die Pflicht gilt allerdings nur für Kinder, die er finden kann.

Betrifft: Eltern

Krankenversicherung

Der Schätzerkreis sieht den Zusatzbeitrag 2027 bei 2,9 Prozent und die Kassen verlangen schon 3,13

Der Schätzerkreis der gesetzlichen Krankenversicherung hat am 14. Oktober den durchschnittlichen Zusatzbeitrag der Krankenkassen für 2027 auf 2,9 Prozent geschätzt, genauso hoch wie in diesem Jahr. Erhoben werden im Schnitt aber schon 3,13 Prozent, und dieser Abstand verschwindet mit der neuen Schätzung nicht. Den amtlichen Wert gibt das Gesundheitsministerium bis zum 1. November bekannt, welchen Satz deine Kasse verlangt, entscheidet sie selbst.

Betrifft: Angestellte

Markt & Investieren

US-Renten steigen 2027 um 3,6 Prozent mit den Preisen, die deutschen folgen den Löhnen

Die amerikanische Sozialversicherung erhöht die Renten im Januar 2027 um 3,6 Prozent, weil ihre Rentenanpassung genau der Inflation des vergangenen Jahres folgt. Die deutsche Rente hängt dagegen an den Löhnen, und im Preisschub nach 2021 ist sie deshalb tiefer und länger zurückgefallen. Im Juni 2023 kaufte sie 6,7 Prozent weniger als im Juli 2021, erst seit Juli 2025 liegt sie wieder darüber. Inzwischen haben die Löhne die Preise überholt, und die deutsche Rente kauft heute etwas mehr als vor dem Schub. Die Monate, in denen die Preise schon gestiegen waren und die Rente noch nicht, erstattet allerdings keine der beiden Regeln.

Betrifft: Anleger

Steuern

Die Zuckersteuer soll ab Juli 2027 bis zu 32 Cent je Liter kosten und ist zum Teil schon verplant

Das Kabinett hat am 14. Oktober eine Zuckersteuer auf Limonaden, Eistees und Energydrinks auf den Weg gebracht, die ab Juli 2027 bis zu 32 Cent je Liter kosten soll. Für eine 1,5-Liter-Flasche sind das bis zu 48 Cent Steuer. Ein Teil des Geldes ist im Krankenkassen-Gesetz vom Juli schon fest verplant, als höherer Zuschuss des Bundes.

Markt & Investieren

Die Rendite steigt sofort, die Zinslast der Staaten erst mit jeder Anleihe, die ausläuft

Nach den neuen Zahlen des Internationalen Währungsfonds (IWF) steigt die Zinslast in Deutschland bis 2031 von 0,9 auf 1,6 Prozent der Wirtschaftsleistung. In den USA geht sie im selben Zeitraum von 3,2 auf 5,0 Prozent. Die Renditen für Staatsanleihen sind schon heute hoch, bei der Zinslast kommen sie aber nur langsam an, weil jeder Staat auf seine alten Anleihen den alten Kupon zahlt. Wie schnell der neue Zins durchschlägt, hängt an der Restlaufzeit, in Italien sind es knapp 7 Jahre, in Großbritannien gut 13 Jahre. Gemessen an der Rendite von heute sind deshalb in Italien bis 2031 gut zwei Fünftel der Lücke angekommen, in Großbritannien ein Achtel.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Chinas Fabriken verlangen 5 Prozent mehr, und im Laden kommen 0,9 Prozent an

Chinas Erzeugerpreise stiegen im September 2026 um 5,0 Prozent zum Vorjahr, so stark wie seit Juni 2022 nicht mehr, die Verbraucherpreise nur um 0,9 Prozent. Das Statistikamt in Peking hat beide Zahlen am 14. Oktober veröffentlicht. Daraus wird schnell die These, China liefere jetzt Inflation statt billiger Ware. Die Zerlegung in derselben Mitteilung zeigt etwas anderes. Die ganze Rate stammt aus Gütern für die nächste Fabrik, also aus Kohle, Öl, Metall und Chemie, während Konsumgüter ab Fabrik um 0,1 Prozent billiger wurden. Voll im Laden kommt der Aufschlag nur beim Kraftstoff an. Den Rest bezahlen bisher die Hersteller dazwischen aus ihrem Gewinn.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Von 703 überlebenden Welt-Aktienfonds in Euro schlugen nur 26 den Index

S&P Dow Jones Indices zählt im neuen SPIVA-Bericht für Europa, dass über zehn Jahre nur gut 2 von 100 aktiven Welt-Aktienfonds in Euro den Markt geschlagen haben. Der Bericht erschien am 13. Oktober und reicht bis Ende Juni 2026. Gegen solche Zahlen steht ein bekannter Einwand. Die Statistik zähle die Fonds mit, die unterwegs geschlossen wurden, und mache die aktiven Fonds damit schlechter, als sie sind. Der Bericht liefert selbst die Zahlen, um das nachzurechnen. Von 1.108 Welt-Aktienfonds aus dem Jahr 2016 existieren noch 703, und davon haben 26 den Index geschlagen. Ohne die geschlossenen Fonds sind es also knapp 4 von 100. Größer ist eine andere Zahl. Für den Käufer von 2016 war es etwa fünfzehnmal wahrscheinlicher, dass sein Fonds verschwindet, als dass er vorne liegt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Halb so viele chinesische Hybride für Europa, wohin der Aufpreis einer Mengengrenze fließt

Stand 13. Oktober 2026. Europa soll deutlich weniger Hybrid-Autos aus China bekommen. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič sprach am 9. Oktober in Peking von einer Verständigung, die Ausfuhren chinesischer Hybride und Plug-in-Hybride mehr als zu halbieren. Bloomberg berichtet aus einem Dokument der Kommission von einer Grenze von 350.000 Autos im ersten Jahr. Das klingt nach einem Zoll, der die Käufer etwas mehr zahlen lässt. Eine feste Menge wirkt aber anders. Der Preis steigt auch hier, nur geht der Aufschlag nicht an eine Staatskasse, sondern an den, der einen der knappen Plätze hat. Wer das sein wird, hat bisher niemand festgelegt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

KI-Boom im IWF-Ausblick: Amerika kauft die Server, Taiwan wächst um 10,7 Prozent

Stand 13. Oktober 2026. Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2026 ein Weltwachstum von 3,1 Prozent und nennt die Investitionen in künstliche Intelligenz als eine der Stützen. Für die USA stehen 2,3 Prozent in der Prognose, für Taiwan 10,7 Prozent. Das passt zusammen, denn die Wirtschaftsleistung zählt, wo etwas hergestellt wird. 2025 gaben Unternehmen in den USA 181 Milliarden Dollar mehr für Computer, Software und Rechenzentren aus, und netto kamen im selben Jahr 112 Milliarden Dollar mehr Computer und Teile ins Land.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Brent kostet als Ladung 125 Dollar und für Juni 2027 nur 93 Dollar, und ein Rohstoff-ETC lebt davon

Stand 13. Oktober 2026. Für ein Fass Brent gibt es gerade mehrere Preise, je nachdem, wann es geliefert wird. Eine Ladung zur sofortigen Verschiffung kostete am 6. Oktober laut der US-Energiebehörde EIA 125,44 Dollar. Der Terminvertrag für Dezember stand am selben Tag bei 100,58 Dollar. Am 12. Oktober kostete der Dezember 106,65 Dollar und der Vertrag für Juni 2027 nur 93,42 Dollar. Einen Rekord zeigt die Tagesreihe der EIA nicht, ihr Höchstwert von 143,95 Dollar stammt vom Juli 2008. Für Anleger zählt die Treppe nach hinten. Ein Rohstoff-ETC hält Terminverträge und tauscht sie vor dem Ablauf gegen spätere, und solange die späteren billiger sind, bringt jeder Tausch einen Aufschlag. Wie groß er ist, lässt sich nachrechnen, ebenso, wofür er bezahlt wird.

Betrifft: Anleger

Wohnen und Energie

OLG Hamm kippt Eons Fernwärme-Preisformeln in 3 von 23 Gebieten

Stand 12. Oktober 2026. Das Oberlandesgericht Hamm hält die Preisformeln, mit denen Eon die Fernwärme verteuert hat, in Erkrath-Hochdahl, Hamburg-Lohbrügge-Nord und Schwalbach-Limes für unwirksam. Für die übrigen 20 Gebiete der Klage hat es nichts festgestellt, und Geld fließt erst, wenn der Bundesgerichtshof entschieden hat.

Markt & Investieren

Indiens Ölkonzerne bekommen ihre Dollar von der Notenbank, warum der Rupienkurs dann weniger verrät

Stand 10. Oktober 2026. Indiens Notenbank verkauft den drei staatlichen Ölkonzernen ab Montag, dem 12. Oktober, ihren gesamten täglichen Dollarbedarf direkt und nicht mehr über den Devisenmarkt. Dort fehlt damit ein großer Käufer, und der Kurs der Rupie entsteht nur noch aus dem Rest. Die Dollar selbst kommen aus der Währungsreserve, die am 2. Oktober bei 734,6 Milliarden Dollar stand. Beim selben Schritt im August 2013 liehen sich die Konzerne das Geld nur, diesmal kommt es nicht zurück.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Yuan auf dem höchsten Korbstand seit 2022, und gegen den Euro rund 11 Prozent billiger als damals

Stand 9. Oktober 2026. Der Yuan steht gegen seinen Währungskorb so hoch wie seit Juli 2022 nicht mehr, der amtliche Korbindex lag Ende September bei 103,20 Punkten. Gegen den Euro ist er seit damals trotzdem um 10,8 Prozent billiger geworden, gegen den Dollar fast unverändert. Wer chinesische Aktien im Depot hat, rechnet in Euro, und dieser Kurs folgte in den vier Jahren vor allem dem Euro selbst.

Betrifft: Anleger

Altersvorsorge

Der Entwurf zur Frühstartrente lässt offen, worin der Bund das Geld ohne eigenes Depot anlegt

Stand 9. Oktober 2026. Die Frühstartrente ist noch nicht beschlossen, der Bundestag hat den Entwurf am 25. September in erster Lesung beraten. Für Kinder, deren Eltern kein eigenes Depot eröffnen, legt der Bund das Geld ab 2028 selbst an, und worin, sagt die Bundesregierung auch auf Nachfrage nicht. Klarer ist sie bei den Kosten der privaten Depots und bei der Grundsicherung.

Betrifft: Eltern

Markt & Investieren

Ein Drittel der Zollkosten im US-Laden steckt in Ware aus heimischen Fabriken

Stand 8. Oktober 2026. Ein Zoll trifft nicht nur die Ware, auf die er erhoben wird. Nach einer Auswertung der New York Fed macht ein Zoll von 10 Prozent auf alle Einfuhren die Konsumgüter in den USA nach einem Jahr um rund 2,6 Prozent teurer. Zwei Drittel davon kommen über die importierte Ware selbst. Das letzte Drittel entsteht in amerikanischen Fabriken, die ihre Teile im Ausland teurer einkaufen und ihre Preise anheben, weil die ausländische Konkurrenz teurer geworden ist. Dieser Teil braucht sechs bis zwölf Monate bis in den Laden und bleibt länger in den Preisen, wenn der Zoll an der Grenze schon gesenkt ist.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Gold-ETFs kauften im September 67 Tonnen dazu und verloren trotzdem 7 Prozent an Wert

Stand 8. Oktober 2026. Die physisch hinterlegten Gold-ETFs weltweit hielten Ende September 4.256 Tonnen Gold, 67 Tonnen mehr als einen Monat zuvor und so viel wie nie. Anleger zahlten dafür im September rund 10 Milliarden Dollar ein. Trotzdem sank das Vermögen dieser Fonds um 7 Prozent auf 574 Milliarden Dollar. Der Grund ist der Goldpreis, der im selben Monat um 8,5 Prozent nachgab. Zerlegt in Menge und Preis zeigt die Rechnung, dass der Preis gut fünfmal so viel Wert abgezogen hat, wie die zugekauften Tonnen hinzugefügt haben, und dass diesen Preis andere gesetzt haben als die Fondskäufer.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Japans TOPIX streicht 683 Firmen, die zusammen knapp 2 Prozent wiegen

Stand 7. Oktober 2026. Die Japan Exchange Group hat die erste Überprüfung des TOPIX nach neuen Regeln veröffentlicht. Von 1.636 Werten verfehlen 683 Werte die Kriterien, mit denen ein Wert im Index bleibt. Ihr Gewicht sinkt bis Ende Juli 2028 in acht Stufen auf null. Diese 683 Werte sind 42 Prozent der Mitglieder, tragen nach eigener Rechnung aus den Summen der Börse aber nur knapp 2 Prozent des Indexgewichts. Ein Indexfonds schichtet diesen Anteil in die übrigen Werte um, Geld aus Japan zieht er dabei nicht ab.

Betrifft: Anleger

Sozialversicherung

Beitragsgrenzen 2027 kosten Gutverdiener rund 97 Euro im Monat, gut die Hälfte bei der Krankenkasse

Das Kabinett hat am 7. Oktober beschlossen, bis zu welchem Monatslohn 2027 Beiträge zur Sozialversicherung fällig werden. Wer mehr als 8.850 Euro brutto verdient, zahlt ab Januar rund 97 Euro im Monat mehr, und in der Krankenkasse bekommt er dafür kaum etwas zurück.

Betrifft: Angestellte

Markt & Investieren

Indiens Zinserhöhung stützt sich auf eine Kernrate, die zu fast einem Drittel Schmuck ist

Stand 7. Oktober 2026. Indiens Notenbank hat den Leitzins zum ersten Mal seit Februar 2023 erhöht, um einen Viertelpunkt auf 5,50 Prozent. Als Zeichen für breiter werdenden Preisdruck nennt sie die Kernrate, also die Inflation ohne Lebensmittel und Energie, die im August bei 4,2 Prozent lag. In dieser Zahl steckt Schmuck aus Gold und Silber, und ohne ihn waren es 2,9 Prozent. Gewachsen ist seit Januar aber gerade der Teil ohne Schmuck, und dazu kommen Kredite, die deutlich schneller wachsen als vor einem Jahr.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Amerikas Importe auf Rekord, und preisbereinigt kamen 38 Prozent mehr Investitionsgüter ins Land

Stand 6. Oktober 2026. Die USA haben im August Waren und Dienstleistungen für 420,8 Milliarden Dollar eingeführt, so viel wie in keinem Monat zuvor, und das Handelsdefizit stieg auf 105,6 Milliarden. Den Zuwachs tragen Computer, Chips und andere Investitionsgüter, von denen preisbereinigt 38 Prozent mehr ins Land kamen als vor einem Jahr. In der Wachstumsrechnung stehen diese Importe mit einem Minus, aber dieselbe Ware steht dort schon mit einem Plus bei den Investitionen. Wer nur das Minus liest, hält für eine Bremse, was vor allem zeigt, wo die Ausrüstung gebaut wurde.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Ein Stopp des EZB-Abbaus kauft so viele deutsche wie französische Anleihen

Stand 6. Oktober 2026. Die Europäische Zentralbank lässt Anleihen in ihrem Bestand auslaufen, ohne sie zu ersetzen, und ein Stopp dieses Abbaus soll Frankreich mit seinen Zinsen Luft verschaffen. In den zwölf Monaten bis August liefen ihr im Schnitt 36,5 Milliarden Euro öffentliche Anleihen im Monat aus. 7,8 Milliarden davon waren französische, 8,2 Milliarden deutsche. Ein Stopp würde also fast genauso viele Bundesanleihen kaufen wie französische, während Frankreichs Sorge genau der Abstand zwischen beiden ist.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Industrieaufträge minus 10,6 Prozent, und ohne Großaufträge ist es der fünfte Rückgang in Folge

Stand 6. Oktober 2026. Der Auftragseingang der deutschen Industrie lag im August nach vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamts 10,6 Prozent unter dem Juli. Ohne Großaufträge über 50 Millionen Euro waren es nur 0,1 Prozent. Fast der ganze Rückgang kommt aus dem Bau von Schiffen, Zügen, Flugzeugen und Militärfahrzeugen, wo einzelne Riesenbestellungen den Juli mehr als verdoppelt hatten. Über drei Monate gerechnet kippt das Bild, mit Großaufträgen liegen die Bestellungen 1,3 Prozent über dem Frühjahr, ohne sie 2,6 Prozent darunter.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Anleihen ohne Kupon, warum der britische Steuervorteil hier in fünf Jahren 21 Euro bringt

Stand 5. Oktober 2026. In Großbritannien kaufen Sparer gezielt Staatsanleihen mit sehr niedrigem Kupon, denn dort ist der Kursgewinn auf solche Anleihen steuerfrei und nur der Kupon wird besteuert. Auch der Bund hat Anleihen ohne Kupon im Umlauf, 16 Stück über rund 420 Milliarden Euro. Steuerfrei ist der Gewinn in Deutschland aber nicht, er wird nur später besteuert. Auf 10.000 Euro über fünf Jahre bringt das rund 21 Euro, und wer seinen Sparer-Pauschbetrag nicht ausschöpft, liegt sogar 183 Euro schlechter.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Der Euro fällt, doch gegen Frankreich gerechnet schrumpft der Zinsvorsprung des Dollar

Stand 5. Oktober 2026. Der Euro hat seit der Zinserhöhung der EZB am 10. September 3,4 Prozent gegen den Dollar verloren. Der Referenzkurs der EZB fiel von 1,1616 auf 1,1225 Dollar, so tief stand er zuletzt im Mai 2025. Die übliche Erklärung ist der Zinsabstand zu Amerika, und ob sie trägt, hängt am Land auf der Euro-Seite. Gegen die zweijährige Bundesanleihe ist der Vorsprung des Dollar um 0,29 Prozentpunkte gewachsen, gegen die französische um 0,18 Prozentpunkte geschrumpft. Den Unterschied macht Geld, das in unsicheren Wochen innerhalb des Euroraums nach Deutschland wandert und dort den Zins drückt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Frankreichs Aufschlag wuchs um 0,41 Prozentpunkte, und am Freitag kam alles aus Deutschland

Stand 5. Oktober 2026. Frankreich zahlt für zehnjährige Anleihen so viel mehr als Deutschland wie seit November 2011 nicht. Nach den Tageswerten der Banque de France und der Bundesbank wuchs der Abstand in der Woche bis zum 2. Oktober von 1,00 auf 1,41 Prozentpunkte. Bis Donnerstag kam der Anstieg fast vollständig aus der französischen Rendite. Am Freitag kam er ganz aus Deutschland, denn die Bundesrendite fiel an einem Tag um 0,17 Prozentpunkte. Für Frankreichs Zinskosten zählt nur das erste Bein, für ein Depot mit beiden Anleihen beide.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Fonds mit Volatilitätsziel verkaufen in zwei Tagen, was sie in Monaten zurückkaufen

Stand 1. Oktober 2026. Fonds, die ihren Aktienanteil nach der Schwankung der Kurse steuern, halten laut Barclays derzeit rund 88 Prozent in Aktien, bei leicht schwächeren Märkten könnten sie über 100 Milliarden Dollar verkaufen. Nachgerechnet mit der veröffentlichten Regel der S&P-Indizes ergibt sich zum 30. September ein Aktienanteil von 89 Prozent. Die Regel teilt ein Schwankungsziel von 10 Prozent durch die gemessene Schwankung, und ein einziger Tag mit minus 3 Prozent drückt den Anteil auf 65 Prozent. Zurück auf den alten Stand kommt sie bei ruhigen Kursen erst nach rund zwei Monaten. Hundert Milliarden Dollar sind ein Zehntel dessen, was an einem gewöhnlichen Tag an amerikanischen Börsen gehandelt wird. Entscheidend ist, dass sie nach derselben Regel und zur selben Zeit fließen würden.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Was Amazons Rückmiete der Nvidia-Chips an der Bilanz wirklich ändert

Stand 2. Oktober 2026. Amazon verhandelt nach einem Bericht der Financial Times darüber, Nvidia-Chips für rund 8 Milliarden Dollar an eine eigene Gesellschaft zu verkaufen und zurückzumieten. Die Chips laufen schon in Amazons Rechenzentren, bezahlt sind sie auch. Nach US-Bilanzrecht steht eine Miete seit 2019 als Verbindlichkeit in der Bilanz, und läuft die Miete über den größten Teil der Lebensdauer der Chips, gilt der Verkauf nicht einmal als Verkauf. Verschieben kann sich vor allem eine Zahl, auf die Anleger gerade genau schauen, der freie Mittelzufluss, der über zwölf Monate bei minus 7,6 Milliarden Dollar liegt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Pfandbriefbank-Anleihe ohne Laufzeit: Was ein Kurs von 78 Prozent misst

Stand 2. Oktober 2026. Die Nachranganleihe der Deutschen Pfandbriefbank, die als zusätzliches Kernkapital (AT1) zählt, kostete an der Börse Frankfurt zuletzt 78,05 Prozent ihres Nennwerts. Das sieht nach Angst vor einem Ausfall aus, doch diese Anleihe hat gar kein Rückzahlungsdatum. Die Bank darf sie nur alle fünf Jahre kündigen, das nächste Mal im April 2028, und das lohnt sich für sie nur, wenn sie sich das Geld dann billiger leihen kann. Beim heutigen Preis rechnet damit kaum noch jemand, und dann zählt allein der feste Zins von 8,474 Prozent, der beim Kurs von 78 rund 10,9 Prozent im Jahr ergibt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Warum 29.000 neue Stellen in den USA kein Einbruch sein müssen

Stand 2. Oktober 2026. In den USA sind im September 29.000 Stellen dazugekommen, die Arbeitslosenquote liegt bei 4,2 Prozent. Vor drei Jahren hätte das nach einem Einbruch ausgesehen. Damals brauchte die Wirtschaft nach einer Studie der Fed rund 155.000 neue Stellen im Monat, nur damit die Quote stehen blieb. Seit die Zuwanderung eingebrochen ist und die geburtenstarken Jahrgänge in Rente gehen, liegt diese Schwelle viel tiefer. Wo genau, weiß auch die Fed nicht, ihre Schätzungen für 2026 reichen von fast null bis 87.000 Stellen im Monat.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

US-Rendite wie 2002: damals über dem Wachstum, heute darunter

Stand 1. Oktober 2026. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentierten am 30. September mit 5,29 Prozent so hoch wie seit Mai 2002 nicht. Der Vergleich legt eine Last wie damals nahe, aber ob ein Zins schwer wiegt, entscheidet das Wachstum der Einnahmen, aus denen er bezahlt wird. Die amerikanische Wirtschaftsleistung lag im zweiten Quartal samt Preisen 6,3 Prozent über dem Vorjahr, damals waren es 2,7 Prozent. Derselbe Zins stand 2002 gut zwei Punkte über dem Wachstum und steht heute einen darunter. Leicht wird die Schuld dadurch nicht, denn sie ist im Verhältnis zur Wirtschaftsleistung dreimal so groß, und das laufende Defizit kommt obendrauf. Halten kann die Lücke nur, solange die Preise schneller steigen, als der Anleihemarkt für die kommenden zehn Jahre einrechnet.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Welt-ETF im September: minus 1,2 Prozent in Dollar, plus 1,1 Prozent in Euro

Stand 1. Oktober 2026. Der MSCI World hat im September in Dollar gerechnet 1,19 Prozent verloren, Dividenden eingerechnet. Wer denselben Index über einen Welt-ETF in Euro hält, sah im selben Monat ein Plus von 1,05 Prozent. Den Unterschied macht allein der Wechselkurs, denn der Dollar wurde gegenüber dem Euro um gut 2 Prozent mehr wert, und rund 72 Prozent des Index sind US-Aktien. Seit Januar 2022 fiel der Index in 20 Monaten in Dollar, und in 16 davon stand er in Euro besser da. In den guten Monaten kostete der Wechselkurs meist etwas, über die ganzen 57 Monate liegen beide Rechnungen fast gleichauf. Eine Ausnahme mit Gewicht gibt es, das Frühjahr 2025.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Europas Diesel-Notvorrat reicht 59 Tage, und Washington verlangt fast die Hälfte davon

Stand 1. Oktober 2026. Die US-Regierung verlangt von Deutschland und Frankreich, ihre Notvorräte an Diesel anzuzapfen, und droht sonst mit einem Exportverbot für amerikanischen Diesel, so berichtet es Reuters. Von der EU insgesamt sollen es 120 Millionen Barrel in sechs Monaten sein. In der EU lagen im Juni rund 36,9 Millionen Tonnen Gasöl und Diesel als Notvorrat, das reicht beim Verbrauch des Vorjahres 59 Tage. Die verlangte Menge entspricht 44 Prozent davon. Deutschland hat im März per Verordnung 150.000 Tonnen Diesel freigegeben, gut einen Tag Verbrauch, und kauft seit Juni schon wieder nach.

Betrifft: Anleger

Steuerrecht

Aktiendepot in die eigene GmbH: Der Umzug soll Steuer kosten wie ein Verkauf

Wer sein Aktiendepot gegen neue Anteile in eine eigene GmbH einbringt, soll auf die bis dahin aufgelaufenen Kursgewinne Steuer zahlen wie bei einem Verkauf. Das haben die Länder am 25. September 2026 zum Jahressteuergesetz vorgeschlagen, die Bundesregierung hat am 30. September zugestimmt. Die Finanzämter sehen das schon heute so, das Gesetz würde es festschreiben. Bei 120.000 Euro Kursgewinn geht es um rund 31.650 Euro.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Koreas Börse verlor im Quartal 19 Prozent, und drei von vier Kauftagen liegen trotzdem im Plus

Stand 30. September 2026. Der koreanische Leitindex Kospi fiel im dritten Quartal um 18,9 Prozent, gemessen bis zum 29. September. Einen stärkeren Rückgang in einem Quartal gab es zuletzt Anfang 2020. Zum Vorjahr steht derselbe Index trotzdem doppelt so hoch, denn im zweiten Quartal war er um 67,8 Prozent gestiegen. In den letzten zwölf Monaten schloss er nur an 62 von 241 Handelstagen höher als heute. Wer an einem der übrigen Tage gekauft hat, liegt im Plus. Dass der Index so springt, hat einen einfachen Grund. Zwei Chipkonzerne stellen fast zwei Drittel von Koreas Gewicht im Schwellenländer-Index.

Betrifft: Anleger

Pflegeversicherung

Pflegereform: Ab 2027 braucht ein Pflegegrad mehr Punkte, und es zählt der Tag des Antrags

Das Kabinett hat am 30. September den Entwurf der Pflegereform beschlossen. Ab 2027 braucht ein neuer Pflegegrad mehr Punkte in der Begutachtung, maßgeblich ist das Recht am Tag des Antrags. Kinderlose zahlen einen höheren Zuschlag, und die für 2028 vorgesehene Anhebung der Pflegeleistungen fällt aus.

Markt & Investieren

Bundesanleihen verloren im Quartal rund 6 Prozent Kurs, und die Zinsen brachten ein Achtel zurück

Stand 30. September 2026. Die Rendite zehnjähriger Bundeswertpapiere stieg im dritten Quartal von 2,93 auf 3,68 Prozent, gemessen bis zum 29. September. So weit ging es in einem Quartal zuletzt im Frühjahr 2022. Wer am 30. Juni eine neue zehnjährige Bundesanleihe zu 100 Euro gekauft hat, hielt Ende September rechnerisch ein Papier für 94,02 Euro. Dazu kamen 0,73 Euro aufgelaufene Zinsen, also rund ein Achtel des Kursverlusts. Über ein ganzes Jahr sieht dieselbe Rechnung anders aus. Bei heutiger Rendite gleicht ein Jahr Zinsen einen weiteren Anstieg von rund einem halben Prozentpunkt aus, und Ende 2021 lag diese Grenze bei null.

Betrifft: Anleger

Energiepreise

Heizöl kostet die Hälfte mehr als vor einem Jahr, Gas für Haushalte weniger

Stand 30. September 2026. Haushalte zahlten im August 2,9 Prozent weniger für Gas als ein Jahr zuvor und 49,6 Prozent mehr für Heizöl. Im Einkauf ist Gas im selben Monat um 41,9 Prozent teurer geworden. Den Unterschied macht die Art, wie du kaufst, und sie entscheidet, wann ein teurer Einkauf auf deiner Rechnung steht.

Markt & Investieren

Frankreich leiht sich 2027 so viel wie nie, zum größten Teil für alte Schulden

Stand 29. September 2026. Die französische Schuldenagentur AFT will 2027 mittel- und langfristige Staatsanleihen über 340 Milliarden Euro verkaufen, so viel wie nie, nach 310 Milliarden in diesem Jahr. Als zusätzliche Schuld dürfen davon höchstens 160,5 Milliarden bleiben, der Rest ersetzt Anleihen, die fällig werden. Viele davon stammen aus der Pandemie, als Frankreich sich zu Zinsen unter null leihen konnte. Heute kosten neue zehnjährige Anleihen über 4 Prozent, und die Zinslast des Staates steigt 2027 auf 72,9 Milliarden Euro, 10,3 Milliarden mehr als in diesem Jahr.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Warum in den USA weniger Menschen arbeitslos sind und die übrigen länger suchen

Stand 29. September 2026. In den USA waren im August 7,0 Millionen Menschen arbeitslos, die Quote lag bei 4,1 Prozent nach 4,5 Prozent im November. Im selben Monat stieg die mittlere Dauer der Arbeitslosigkeit auf 11,4 Wochen, vor einem Jahr waren es 9,9 Wochen. Beides stimmt zugleich, weil die Zahl der Arbeitslosen an zwei Dingen hängt, wie viele neu dazukommen und wie schnell die anderen wieder eine Stelle finden. Zuletzt kamen weniger neu dazu, und das senkt die Quote. Wer arbeitslos ist, findet aber seltener eine Stelle als vor zwei Jahren, und das verlängert die Suche.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Nvidias Rückkäufe ersetzen zur Hälfte nur die Aktien für die eigenen Mitarbeiter

Stand 29. September 2026. Nvidia darf nach einer Erhöhung um 150 Milliarden Dollar bis Ende Januar 2028 eigene Aktien für bis zu 235 Milliarden Dollar zurückkaufen. Was davon beim Aktionär ankommt, steht nicht in der Genehmigung, sondern im Eigenkapitalspiegel. Seit Februar 2023 hat Nvidia 1.006 Millionen eigene Aktien für 124 Milliarden Dollar zurückgekauft. Im selben Zeitraum kamen netto 492 Millionen neue Aktien für die eigenen Mitarbeiter hinzu. Die Aktienzahl ist deshalb nur um 514 Millionen kleiner geworden, um 2,1 Prozent, und knapp die Hälfte der Rückkäufe hat lediglich die Bezahlung in Aktien ausgeglichen.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

S&P 500: Die Gewinnschätzung stieg um 37 Prozent, und gut ein Drittel davon ist nur der Kalender

Stand 29. September 2026. Die Analysten erwarten für die Unternehmen im S&P 500 in den nächsten zwölf Monaten Gewinne von rund 401 Dollar je Indexanteil, vor einem Jahr waren es rund 294 Dollar. Das sind 37 Prozent mehr, während der Index im selben Jahr um knapp 17 Prozent stieg. Es sieht aus, als liefen die Gewinne den Kursen davon. Gut ein Drittel des Zuwachses entsteht aber schon dadurch, dass das Zwölfmonatsfenster ein Jahr weitergerückt ist und jetzt vor allem 2027 umfasst statt 2026. Der Rest sind echte Hochstufungen, und die Lücke zum Kurs hat das KGV geschlossen, das im selben Jahr fiel, in dem die US-Rendite um einen Prozentpunkt stieg.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Halb so viel neuer Firmenkredit im August, warum die Jahresrate im Euroraum trotzdem kaum sinkt

Stand 28. September 2026. Die Banken im Euroraum haben im August netto 11,4 Milliarden Euro neue Kredite an Firmen vergeben, halb so viel wie im Juli. Das liegt zwei Monate nach der ersten Zinserhöhung der EZB seit 2023, und die Kredite sind seitdem teurer geworden. Die Jahresrate des Kreditbestands fiel dabei aber nur von 4,36 auf 4,22 Prozent. Warum das zusammenpasst, erklärt das andere Ende des Zwölfmonatsfensters, denn in jede Jahresrate fällt jeden Monat auch ein alter Monat heraus.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Eine Prämie für die Aktie im Depot, und bezahlt wird sie mit dem Gewinn über dem vereinbarten Preis

Stand 28. September 2026. Seit dem 22. September können Kunden der Consorsbank mit dem Angebot UpTrade auf Aktien im eigenen Depot eine Kaufoption verkaufen und dafür sofort eine Prämie erhalten. Die Bank nennt das „Passives Einkommen mit Aktien“. Die Prämie ist aber der Preis für einen Teil des Kursgewinns, den man für die Laufzeit abgibt. Im Beispiel der Bank bringen 100 Aktien zu je 101,90 Euro eine Prämie von 204 Euro. Dafür gehört jeder Euro Kurs über 112 Euro nach 90 Tagen dem Käufer der Option.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

942 Milliarden Dollar für US-Aktien, und die neuen US-Staatsanleihen braucht jetzt jemand anderes

Stand 28. September 2026. In den zwölf Monaten bis Juli 2026 hat das Ausland netto für 941,9 Milliarden Dollar amerikanische Aktien gekauft. Vor 2025 hatte der höchste Wert für zwölf Monate bei 405 Milliarden gelegen. Bei amerikanischen Staatsanleihen sanken die Käufe im selben Zeitraum von 706,5 auf 296,0 Milliarden Dollar. In der Summe kaufte das Ausland kaum mehr als ein Jahr zuvor, es kaufte nur etwas anderes. Die Anleihen, die es liegen lässt, müssen andere Käufer nehmen, und der Staat hat in diesen zwölf Monaten so viele neue ausgegeben wie selten.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Beim Vorgänger von Englands neuem Kaufdarlehen hätten 54 von 100 Käufern auch ohne gekauft

Stand 28. September 2026. Die britische Regierung will Erstkäufern in England wieder einen Teil des Kaufpreises leihen, 20 Prozent eines Neubaus bei nur 2,5 Prozent Eigenkapital. Am Vormittag des 28. September stiegen die Aktien der vier Hausbauer Persimmon, Barratt Redrow, Taylor Wimpey und Vistry um 13 bis 17 Prozent. Das Vorgängerprogramm Help to Buy lief zehn Jahre, und seine Abschlussauswertung ist knapp zwei Wochen alt. Danach hätten 54 von 100 geförderten Käufern auch ohne das Darlehen gekauft. Nur 15 von 100 Neubauten gehen auf das Programm zurück.

Betrifft: Anleger

Steuerrecht

Hausverkauf nach der Scheidung: Steuer zahlt, wer ausgezogen ist

Wer nach einer Trennung aus dem gemeinsamen Haus auszieht und seine Hälfte innerhalb von zehn Jahren nach dem Kauf verkauft, zahlt auf den Gewinn Einkommensteuer. Wer im Haus wohnen bleibt, verkauft steuerfrei. So hat der Bundesfinanzhof 2023 zweimal entschieden. Am 25. September 2026 hat der Bundesrat verlangt, solche Verkäufe auszunehmen, auch rückwirkend. Die Bundesregierung will den Vorschlag prüfen, entscheiden wird der Bundestag.

Markt & Investieren

SoftBank zahlt in Dollar einen Punkt mehr als im April, und der Aufschlag fürs Risiko sank

Stand 25. September 2026. SoftBank Group hat Anleihen über 11,1 Milliarden Dollar verkauft, um die letzte Rate seiner Beteiligung an OpenAI zu bezahlen, zu Zinsen von bis zu 9,75 Prozent. Im April hatte sich der Konzern mit demselben Rating schon einmal Geld geliehen. Auf fünfeinhalb Jahre in Dollar kostete das damals 8,25 Prozent, jetzt 9,25 Prozent. Der US-Staat zahlt für dieselbe Laufzeit aber 1,06 Punkte mehr als im April. Der Aufschlag, den SoftBank für sein eigenes Risiko zahlt, ist also nicht gestiegen, er ist leicht gesunken.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Offene Immobilienfonds: im Fonds 33,46 Euro wert, an der Börse 19,02 Euro

Stand 25. September 2026. Ein Anteil am offenen Immobilienfonds grundbesitz europa der DWS steht im Fonds mit 33,46 Euro in den Büchern. An der Börse wurde derselbe Anteil am selben Tag für 19,02 Euro gehandelt, 43 Prozent weniger. Der Preis im Fonds stammt aus Gutachten über die Gebäude, und wer ihn bekommen will, muss seine Anteile zwölf Monate vorher kündigen. An der Börse gibt es das Geld sofort, und dieser Unterschied kostet gerade fast die Hälfte.

Betrifft: Anleger

Vom Verstehen zur Anwendung

Wenn du wissen willst, was Entwicklungen für dich bedeuten

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