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Wirtschaftspolitik, die deine Finanzen erreicht

Steuern, Abgaben, Zinsen, Vorsorge: was dein Geld bewegt, beim Verdienen, Ausgeben und Sparen. Wir ordnen es ein, bevor du es im Konto siehst.

Alle Meldungen

Markt & Investieren

Bis zu 110 Billionen Won von Samsung, und nur ein Teil davon vergrößert deinen Anteil

Stand 24. August 2026. Samsung Electronics hat am Freitag die größte Ausschüttung beschlossen, die je ein koreanisches Unternehmen angekündigt hat, nämlich 90 bis 110 Billionen Won. Das sind rund 65 bis 80 Milliarden US-Dollar. Am ersten Handelstag danach verlor die Aktie 8,70 Prozent, während der direkte Wettbewerber SK hynix am selben Tag 3,41 Prozent abgab. Der Unterschied liegt nicht in der Höhe, denn Samsungs Betrag ist der größere. Er liegt darin, wie viel davon schon feststeht.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Die Kapitalerhöhung kostet den Altaktionär 0,3 Prozent, gefallen ist der Kurs um 8,5

Stand 24. August 2026. Alibaba hat 710 Millionen neue Aktien zu je 112,70 Hongkong-Dollar untergebracht. Der Bruttoerlös beträgt 80 Milliarden Hongkong-Dollar, rund 10,2 Milliarden US-Dollar. Es ist die größte Platzierung neuer Aktien, die ein in Hongkong notiertes Unternehmen je vorgenommen hat. Die Aktie schloss danach bei 112,50 und damit 8,54 Prozent unter dem Freitagsschluss. Rechnerisch kostet die Ausgabe den bisherigen Aktionär rund 0,3 Prozent. Der Rest ist etwas anderes.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Beide Seiten verzollen 20 Milliarden Dollar, und eine Wirtschaft ist dreizehnmal kleiner

Stand 24. August 2026. Seit dem 19. August erhebt die US-Regierung auf kanadische Waren im Wert von rund 20 Milliarden Dollar einen Zusatzzoll von 50 Prozent. Kanada hat angekündigt, ab dem 8. September Dollar für Dollar zu spiegeln. Am Handelsvolumen gemessen geht diese Rechnung auf, denn beide Länder kaufen einander ähnlich viel ab. An der eigenen Wirtschaftsleistung gemessen geht sie nicht auf. Kanada verkauft 16,5 Prozent seiner Wirtschaftsleistung in die USA, umgekehrt sind es 1,1 Prozent.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

145 Kilogramm Gold sind ein Lieferrekord, und sie passen in einen Eimer

Stand 21. August 2026. Die Hongkonger Börse hat am 19. August 145 Kilogramm Gold physisch ausgeliefert, den höchsten Wert seit Auflage ihres Dollar-Kontrakts im Jahr 2018. Der alte Rekord aus dem Dezember 2018 lag bei 63 Kilogramm. Gelesen wird die Zahl als Beleg dafür, dass Metall nach Asien wandert. Sie ist siebeneinhalb Liter groß und entspricht gut einem Prozent dessen, was in diesem Kontrakt an einem durchschnittlichen Handelstag umgeht. Ein Terminkontrakt ist ein Preisinstrument, und die Lieferung ist der Anker, der diesen Preis am Metall festhält.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Apple zahlt 40 Prozent seiner Steuern in Irland, und der größte Teil davon gehört alten Jahren

Stand 21. August 2026. Apple hat erstmals aufgeschlüsselt, in welchem Land wie viel Steuern gezahlt wurden. Für Irland stehen dort 17,1 Milliarden Dollar, zwei von fünf Steuerdollar des Konzerns weltweit. Ausgerechnet in dem Land, dessen Steuervorbescheide die Europäische Kommission 2016 beanstandet hat. Zwei Spalten weiter in derselben Aufstellung steht der Steueraufwand für dasselbe Land und dasselbe Jahr, und der beträgt 4,8 Milliarden. Beide Zahlen stimmen, sie beantworten nur verschiedene Fragen. In der ersten steckt Geld, das seit 2018 auf einem Sperrkonto lag und Jahre betrifft, die zwei Jahrzehnte zurückliegen.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Die deutsche Industrie meldet 54,1 Punkte, die Gesamtwirtschaft 51,0, und beide Zahlen stimmen

Stand 21. August 2026. Die Schnellschätzung der Einkaufsmanager-Umfrage für Deutschland zeigt zwei Bewegungen in verschiedene Richtungen. Der Index für die Industrie steht bei 54,1 Punkten nach 52,2 im Juli. Für die Privatwirtschaft insgesamt sind es 51,0 nach 51,3. Beides steht in derselben Veröffentlichung, und beides ist richtig. Der Grund liegt im Bau der Zahlen. Die Kopfzahl für die Industrie ist ein Korb aus fünf Teilindizes mit festen Gewichten, und zwei davon mit zusammen einem Viertel des Gewichts steigen auch dann, wenn Lieferungen stocken und Unternehmen vorsorglich Lager aufbauen. Der Gesamtindex verwendet diese Kopfzahl gar nicht, sondern greift auf einen anderen Teilindex zurück.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Alphabet zahlt 6,90 Prozent in Australien und 3,375 in Europa, und die Bonität ist beide Male dieselbe

Stand 21. August 2026. Alphabet hat am 19. August erstmals Anleihen in australischen Dollar begeben, 5,5 Milliarden australische Dollar über vier Laufzeiten. Die längste über 20 Jahre trägt einen Kupon von 6,90 Prozent, und daraus wurde eine Erzählung über die brutalen Kosten der KI-Finanzierung. Derselbe Konzern hat im Mai eine Euro-Tranche mit 3,375 Prozent begeben. Die Bonität war beide Male dieselbe, Aa2 bei Moody's und AA+ bei S&P. Ein Kupon misst eben nicht das Ausfallrisiko, sondern bündelt drei Dinge in einer Zahl, die Währung, die Laufzeit und den Aufschlag für die Bonität. Bei der australischen Tranche entfallen rund drei Viertel auf das Zinsniveau eines fremden Landes.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Die Gasspeicher stehen auf 49 Prozent, und Einspeichern wäre trotzdem ein Verlustgeschäft

Stand 21. August 2026. Die deutschen Gasspeicher waren zu 49 Prozent gefüllt, ein Jahr zuvor lag der Wert am selben Tag bei 67 Prozent. Der Speicherverband nennt das den tiefsten Stand seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 2011. Gelesen wird die Zahl als Versäumnis, als hätte jemand vergessen, rechtzeitig zu füllen. Ein Speicher füllt sich aber nicht nach dem Bedarf, sondern nach dem Abstand zwischen dem Preis heute und dem Preis im Winter. Dieser Abstand ist derzeit negativ, Winterware ist am Terminmarkt häufig billiger als Sommerware. Wer jetzt einlagert, schreibt den Verlust fest, bevor Speicherentgelt und Zinsen überhaupt anfallen. Der leere Speicher und der negative Abstand haben dieselbe Ursache, und wer nur einen von beiden sieht, zieht den falschen Schluss.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Eine Verordnung drückt den Umsatz, eine Zollerstattung hebt den Gewinn, und beides steht in derselben Quartalsmitteilung

Stand 20. August 2026. Walmart hat für das zweite Quartal 2,6 Prozent mehr Vergleichsumsatz im US-Geschäft ausgewiesen, nach 4,6 Prozent im Vorjahresquartal. In dieser Zahl steckt ein Abzug von 1,25 Prozentpunkten, den der Konzern selbst beziffert, und er stammt aus Arzneimittelpreisen, die seit dem 1. Januar staatlich festgesetzt sind. Die Zahl der Einkäufe wuchs dabei um 1,5 Prozent und damit stärker als der durchschnittliche Bonwert, was bei nachlassender Nachfrage nicht passieren würde. Auf der Ergebnisseite wirkt ein zweiter politischer Eingriff in die Gegenrichtung, denn eine Zollerstattung von knapp 2,9 Milliarden Dollar hebt das bereinigte Betriebsergebnis um rund 7,5 Prozentpunkte. Beide Zahlen dieses Quartals sind damit verzerrt, die eine nach unten und die andere nach oben.

Betrifft: Anleger

Ausbildungsförderung

Das BAföG steigt um 148 Euro, und für die, die zu Hause wohnen, um 29

Stand 20. August 2026. Die Bundesregierung hat dem Bundesrat am 14. August zwei Entwürfe zur Ausbildungsförderung zugeleitet. Der monatliche Bedarf für Studenten, die nicht bei ihren Eltern wohnen, steigt in drei Schritten von 855 auf 1.003 Euro. Wer bei den Eltern wohnt, kommt von 534 auf 563, weil derselbe Entwurf den Wohnzuschlag für diese Gruppe von 59 Euro über 41 auf null setzt. Neu ist außerdem eine jährliche Anhebung der Freibeträge um feste 1,5 Prozent, und für diesen Satz nennt die Begründung keinen Maßstab. Dieser Beitrag rechnet beide Wege durch und nimmt das Aufstiegs-BAföG dazu, wo der Erlass auf das Darlehen von 50 auf 60 Prozent steigt.

Betrifft: Eltern

Markt & Investieren

Mehrere waren dafür, drei stimmten dagegen, und beide Sätze stehen im selben Protokoll

Stand 20. August 2026. Die Federal Reserve hat am 19. August das Protokoll ihrer Sitzung vom 28. und 29. Juli veröffentlicht. In einem Absatz steht, mehrere Teilnehmer hätten eine Anhebung um 25 Basispunkte bei dieser Sitzung befürwortet. Einige Absätze weiter steht, drei Mitglieder hätten gegen den Beschluss gestimmt und dabei eine Anhebung um 25 Basispunkte bei dieser Sitzung vorgezogen. Der Rest beider Sätze ist wortgleich. Verschieden sind nur zwei Dinge, das Zahlwort und die Gruppe, über die es spricht.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

5,06 Prozent Entnahme aus 2,94 Prozent Rendite, und die Differenz ist der Kalender

Stand 20. August 2026. Die dreißigjährige reale Rendite amerikanischer Staatsanleihen stand am 19. August bei 2,94 Prozent, zwei Tage zuvor bei 3,06 Prozent und damit so hoch wie nie seit Beginn dieser Reihe im Februar 2010. Daraus wird gerade eine sichere Entnahmerate von fünf Prozent abgeleitet, und die Rechnung dahinter stimmt sogar auf die Nachkommastelle. Nur misst sie etwas anderes, als die meisten lesen. Eine Rendite sagt, was ein Kapital abwirft. Eine Entnahmerate sagt, was du entnehmen kannst, bis nichts mehr da ist. Zwischen 2,94 und 5,06 Prozent steht keine zusätzliche Ertragsquelle, sondern eine Jahreszahl.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Fünf offizielle Gewinnzahlen für dasselbe Quartal, und sie reichen von minus 14 bis minus 75 Prozent

Stand 20. August 2026. Alibaba hat für das Quartal bis zum 30. Juni einen Rückgang des Nettogewinns um 75 Prozent ausgewiesen, auf 10,4 Milliarden Yuan. In derselben Mitteilung stehen vier weitere Gewinngrößen für dieselben drei Monate, und die kleinste Veränderung darunter ist ein Minus von 14 Prozent. Der Unterschied zwischen beiden Enden sind keine verschiedenen Schätzungen, sondern verschiedene Abgrenzungen, und der Konzern benennt selbst, was in welcher Stufe steckt. Die Ausgaben für künstliche Intelligenz tauchen dabei erst auf der drittkleinsten Stufe auf. Zugleich sind im selben Quartal 67,7 Milliarden Yuan für Anlagen abgeflossen, während 11,8 Milliarden als Abschreibung durch die Gewinnrechnung liefen.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Vierzig Billionen Dollar Schulden, und drei Antworten auf die Frage, wie hoch sie sind

Stand 20. August 2026. Der amerikanische Schuldenstand hat am 18. August die Marke von 40 Billionen Dollar überschritten, genau 40.047.425.768.420 Dollar nach dem täglichen Ausweis des Finanzministeriums. Dieselbe Tabelle nennt eine Zeile tiefer 32.265.798.542.898 Dollar, und das ist der Teil, der bei Anlegern liegt. Der Rest steht auf Konten des Staates selbst. Für die Rendite, die diese Woche die Märkte bewegt hat, zählt allein der erste Betrag. Und wer den Bestand der Notenbank ebenfalls herausrechnet, landet noch einmal 4,5 Billionen tiefer.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Europas Gewinne wachsen um 24,1 Prozent, und ein Sektor liefert die Hälfte davon

Stand 19. August 2026. Die Unternehmen im STOXX Europe 600 kommen für das zweite Quartal 2026 auf ein erwartetes Gewinnwachstum von 24,1 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Ohne die Energiebranche bleiben davon 13,1 Prozent. Dahinter steckt eine Rechnung, die sich nachvollziehen lässt, denn die Energiebranche stellte 8,8 Prozent der Gewinnbasis des Vorjahres und liefert gut die Hälfte des gesamten Zuwachses. Wer die 24,1 Prozent als Aussage über Europas Unternehmen liest, liest die Zahl breiter, als sie gebaut ist.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Die Regel für den besten Preis schützt nur bestimmte Kurse, und an den übrigen wird in 15 bis 18 Prozent der Fälle vorbei ausgeführt

Stand 19. August 2026. Am 11. Juni 2026 hat die US-Börsenaufsicht vorgeschlagen, die Regel zu streichen, die einem Handelsplatz verbietet, schlechter auszuführen als der beste Kurs eines anderen Platzes. Die Kommentarfrist lief am 17. August ab. Wer daraus liest, der beste Preis sei bisher garantiert gewesen und werde es künftig nicht mehr sein, hat den Kern der Regel nicht getroffen. Sie schützt nämlich nicht jeden besseren Kurs, sondern nur eine eng definierte Sorte davon. Wo sie greift, wird in 0,1 bis 0,3 Prozent der Fälle an einem besseren Kurs vorbei ausgeführt. Bei den Kursen, die sie nicht kennt, sind es 15 bis 18 Prozent.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Japan hat seinen Haushaltszins von 2 auf 3 Prozent gesetzt, als der Markt bei 1,9 stand, und der Abstand ist fast weg

Stand 19. August 2026. Als Japan seinen Haushalt für das laufende Jahr aufstellte, hob das Finanzministerium den Zinssatz, mit dem es rechnet, von 2,0 auf 3,0 Prozent an. Der Markt zeigte zu dem Zeitpunkt 1,9 Prozent. Diese 1,1 Prozentpunkte Abstand waren kein Rechenfehler, sondern Absicht, und das Ministerium schreibt den Grund in dieselbe Zeile. Am 18. August 2026 schloss die zehnjährige japanische Staatsanleihe bei 2,934 Prozent. Vom Abstand sind damit noch sieben Hundertstel Prozentpunkte übrig.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Der US-Staat kauft eigene Anleihen zurück, und das ist kein Stützungskauf

Stand 19. August 2026. Das US-Finanzministerium hebt die Obergrenze seiner Rückkauf-Operationen für langlaufende Staatsanleihen von zwei auf mindestens vier Milliarden Dollar je Operation an, gültig ab dem 9. September. Ein Staat kauft eigene Anleihen, also stützt er ihren Markt, so lautet die naheliegende Lesart. Die Zerlegung zeigt etwas anderes. Wer kauft, entscheidet darüber, was ein Kauf mit dem Papier und mit dem ausstehenden Bestand macht, und im selben Monat hat dasselbe Haus im Bereich zehn bis dreißig Jahre 91 Milliarden Dollar neu begeben.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Microsoft und Oracle melden fast denselben Auftragsbestand, und im ersten Jahr werden daraus 205 gegen 77 Milliarden

Stand 19. August 2026. Microsoft weist zum 30. Juni 2026 einen Auftragsbestand von 684 Milliarden Dollar aus, Oracle zum 31. Mai 638 Milliarden. Die beiden Summen liegen sieben Prozent auseinander, und wer nur sie nebeneinander legt, hält die Firmen für ähnlich weit. Im ersten Jahr wird daraus etwas sehr Verschiedenes. Microsoft erwartet rund 30 Prozent davon als Umsatz in den nächsten zwölf Monaten, Oracle rund 12 Prozent. Das sind 205 gegen 77 Milliarden Dollar. Die Summe ist die bekanntere Zahl, die Jahresscheibe ist die, die im laufenden Geschäftsjahr ankommt.

Betrifft: Anleger

Haushaltsausgaben

3.257 Euro Konsumausgaben im Monat, aber die Zeitreihe dahinter hat Lücken

Das Statistische Bundesamt hat am 17. August die Konsumausgaben der privaten Haushalte für 2024 veröffentlicht, 3.257 Euro im Monat, davon 9,5 Prozent für Freizeit, Sport und Kultur. Als Vergleich steht 2022 daneben, mit 2.846 Euro und 8,6 Prozent. Zwischen diesen beiden Jahren liegt ein Jahr ohne Erhebung, eine umgestellte Erhebungsmethode und eine neue Gütergliederung. Die Zahl für 2024 ist belastbar. Die Entwicklung, die sich aus dem Vergleich zu ergeben scheint, ist es nicht.

Haushaltskonsolidierung

Das Haushaltsbegleitgesetz senkt keinen Regelsatz und spart trotzdem 78 Millionen im Bürgergeld

Das Bundeskabinett hat am 12. August das Haushaltsbegleitgesetz 2027 beschlossen, am 14. August ging es an den Bundesrat. Es bündelt vier Sparmaßnahmen, und die wirksamste steht in keiner Eurozahl. Sie ändert die Formel, nach der die Regelsätze im Bürgergeld und in der Grundsicherung jedes Jahr neu berechnet werden. Kein Betrag sinkt dadurch, denn dafür gibt es eine Schutzregel. Was ausbleibt, ist die Erhöhung.

Steuerrecht

Ab 2027 verdoppelt sich der Zins auf Steuernachzahlungen, und das Steuerrecht macht ihn ungleich

Stand 18. August 2026. Das Bundeskabinett hat am 12. August das Jahressteuergesetz 2026 beschlossen. Darin steht ein Satz, der den Zinssatz auf Steuernachzahlungen und Steuererstattungen ab dem 1. Januar 2027 von 0,15 auf 0,3 Prozent je Monat anhebt, also von 1,8 auf 3,6 Prozent im Jahr. Der Satz gilt in beide Richtungen gleich, das Steuerrecht behandelt die beiden Richtungen aber verschieden.

Zinsen

Die Bundrendite steht wieder wie 2011, der Baukredit ist 0,4 Punkte billiger

Stand 18. August 2026. Die aus der Zinsstruktur abgeleitete Rendite zehnjähriger Bundeswertpapiere liegt bei 3,28 Prozent, so hoch wie zuletzt am 5. Mai 2011. Ein Baukredit mit langer Zinsbindung kostete damals 4,40 Prozent, zuletzt kostete er 3,98. Der Grund liegt in dem Aufschlag, den Banken auf die Rendite legen, denn der ist keine Konstante und wird kleiner, je höher das Zinsniveau steht.

Markt & Investieren

1997 übersprang die Bewertung das Niveau von 1929, und der Markt stieg 29 Monate weiter

Stand 18. August 2026. Fünf Ökonominnen und Ökonomen der EZB haben in einem Blog-Beitrag beschrieben, warum am Aktienmarkt eine Korrektur zu erwarten ist, und in denselben Text den Satz geschrieben, der genaue Zeitpunkt sei im Voraus nicht wissbar. Beides gehört zusammen. Das Bewertungsniveau der US-Börse liegt im August bei 41,18 und damit über 98,9 Prozent aller Monate seit 1881. Was diese Zahl trägt, ist eine Aussage über die kommenden zehn Jahre. Was sie nicht trägt, ist ein Datum. Im Juli 1997 stand sie schon einmal über ihrem Niveau von 1929, und danach stieg der Markt real noch 47 Prozent.

Betrifft: Anleger

Altersvorsorge

Der Bund rechnet die Frühstartrente auf 53.000 Euro hoch, heutige Kaufkraft rund 16.500

Stand 18. August 2026. Das Bundeskabinett hat am 12. August den Gesetzentwurf zur Frühstartrente beschlossen. Der Bund zahlt danach für jedes Kind ab dem sechsten Lebensjahr zwölf Jahre lang zehn Euro im Monat in ein Depot, und das Finanzministerium rechnet vor, dass daraus bis zum 65. Lebensjahr rund 53.000 Euro werden. Diese Zahl ist nominal gerechnet. In der Kaufkraft von heute bleiben bei zwei Prozent Teuerung rund 16.500 Euro davon übrig, und auch das ist noch gut das Zwölffache dessen, was der Bund einzahlt.

Betrifft: Eltern

Markt & Investieren

53 Basispunkte höhere Rendite, und drei davon kommen aus der Inflationserwartung

Stand 18. August 2026. Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen lag am 17. August bei 4,72 Prozent und damit 53 Basispunkte über ihrem Wert vom 2. Januar. Als Begründung wird regelmäßig die Inflation genannt. Das lässt sich nachrechnen, weil das US-Finanzministerium neben der gewöhnlichen Zinsstrukturkurve eine zweite für inflationsindexierte Papiere veröffentlicht. Aus der Differenz beider Kurven ergibt sich, welche Teuerung der Markt einpreist, und dieser Teil steht heute drei Basispunkte höher als im Januar. Die übrigen fünfzig entfallen auf den realen Zins.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Der amerikanische Staat zahlt 3,45 Prozent, der Markt verlangt 5,31

Stand 18. August 2026. Die Rendite dreißigjähriger US-Staatsanleihen lag am 17. August bei 5,31 Prozent, so hoch wie zuletzt im Juni 2007. Gleichzeitig zahlte der amerikanische Staat auf seinen gesamten zinstragenden Schuldenbestand im Juli im Schnitt 3,447 Prozent. Beide Zahlen stammen vom selben Schuldner und stimmen beide. Der Abstand zwischen ihnen ist keine Ungenauigkeit, sondern die Rechengröße, an der man abliest, wie viel von der Zinswende überhaupt schon angekommen ist.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Derselbe Index, dasselbe Jahr, und in den Tabellen stehen 22,87 und 7,9 Prozent

Stand 17. August 2026. Für das Jahr 2025 weist das Faktenblatt von MSCI dem Weltindex ACWI eine Wertentwicklung von 22,87 Prozent aus. In Euro gerechnet und nach Quellensteuer sind daraus 7,9 Prozent geworden. Beide Zahlen beschreiben denselben Index im selben Jahr, und zwischen ihnen liegen fast 15 Prozentpunkte. Wer eine Rendite mit einer anderen vergleicht, vergleicht deshalb zuerst vier Konventionen und erst danach eine Leistung.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Der VIX steht so tief wie zuletzt im Dezember, und was er misst, ist der Preis einer Absicherung

Stand 17. August 2026. Der Cboe Volatility Index, kurz VIX, schloss am 14. August bei 14,25 Punkten und damit so tief wie an keinem anderen der 160 Handelstage dieses Jahres. Tiefer stand er zuletzt kurz vor Weihnachten 2025. Gelesen wird ein solcher Stand als Entwarnung, weil der Index den Spitznamen Angstbarometer trägt. Sein Eigner definiert ihn anders. Er misst, welche Schwankungsbreite die Optionen auf den S&P 500 für die kommenden 30 Tage einpreisen. Das ist der Preis einer Absicherung, und ein tiefer Stand heißt, dass diese Absicherung gerade billig ist.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Japans Wirtschaft wuchs um 0,3 Prozent im Quartal, und dieselbe Behörde schreibt 1,1

Stand 17. August 2026. Japans Wirtschaft ist im zweiten Quartal um 0,3 Prozent gewachsen, und in derselben Veröffentlichung des Kabinettsamts steht 1,1 Prozent. Beides ist richtig, denn die zweite Zahl ist die erste hoch vier. Wer die Jahresrate liest, liest jede Abweichung und jede Korrektur mit demselben Faktor mit, und genau das entscheidet, wofür diese Zahl taugt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Durch die Straße von Hormus fährt kaum noch ein Tanker, und dem Weltmarkt fehlt ein Bruchteil davon

Stand 17. August 2026. Durch die Straße von Hormus fahren seit Monaten fast keine Tanker mehr, und das Fass Brent kostet 88,40 Dollar, rund ein Viertel mehr als vor Kriegsbeginn Ende Februar. Wer beides nebeneinanderlegt, sucht den Fehler meist beim Markt. Er steckt in der Gleichsetzung von Durchfahrt und Förderung, denn eine Meerenge transportiert Öl und fördert keins.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Der Aluminiumbestand der Londoner Metallbörse hat sich halbiert, und das Metall ist nicht weg

Stand 14. August 2026. Der an der Londoner Metallbörse gemeldete Aluminiumbestand lag am 13. August bei 251.700 Tonnen, Anfang Januar waren es noch 506.750. Diese Zahl misst nicht, wie viel Aluminium es gibt, sondern wie viel davon in einem zugelassenen Lagerhaus auf einem gültigen Lagerschein liegt. Metall kann diesen Schein verlieren, ohne das Lagerhaus zu verlassen. Wie groß der Unterschied ist, zeigt der letzte öffentliche Vergleichsmonat, und noch deutlicher zeigt es der Blei-Bestand vom Juli.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Der US-Einzelhandel meldet 5 Prozent mehr Umsatz, real ist es gut ein Prozent

Stand 14. August 2026. Das US-Handelsministerium hat an diesem Vormittag die Einzelhandelsumsätze für Juli gemeldet, 763,6 Milliarden Dollar und damit 0,6 Prozent weniger als im Juni. Gegenüber dem Vorjahresmonat steht ein Plus von 5,0 Prozent. Beide Zahlen messen Dollar, nicht Waren, und das Amt schreibt es zweimal auf die erste Seite seiner Mitteilung. Preisbereinigt bleibt vom Jahresplus gut ein Prozent übrig, und ein einzelner Posten zieht die Zahl im Monat nach unten und im Jahr nach oben.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Was als Unternehmen im Index gilt, soll an fünf Kennzahlen hängen

Stand 14. August 2026. MSCI hat einen Vorschlag zur Abstimmung gestellt, der festlegt, welche Gesellschaft überhaupt als Unternehmen in einen Aktienindex gehört. Gemessen wird nicht, was eine Firma besitzt, sondern ob sie ein Geschäft betreibt. Ein Kernfilter fragt, ob das Betriebsvermögen mehr als die Hälfte der Bilanzsumme ausmacht, danach entscheiden fünf Kennzahlen. Wendet man den Vorschlag auf die Daten vom Mai 2026 an, fallen drei Gesellschaften aus dem MSCI ACWI IMI, darunter der größte börsennotierte Bitcoin-Halter und eine britische Gesellschaft, die Uranoxid einlagert.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Die Zahl, an der das Zwei-Prozent-Ziel hängt, wird ab dem 30. September anders gemessen

Stand 13. August 2026. Der amerikanische Erzeugerpreisindex für Juli blieb zum Vormonat unverändert, und der stärkste Treiber der Dienstleistungspreise darin war das Portfolio-Management mit plus 6,5 Prozent. Genau diese Preisreihe dient bis heute als Preisstab für einen Posten im Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCE), also in der Zahl, an der die Federal Reserve ihr Ziel von zwei Prozent im Wortlaut festgemacht hat. Ab dem 30. September ersetzt die amerikanische Wirtschaftsanalysebehörde dieses Verfahren durch ein anderes, rückwirkend bis Anfang 2021.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Derselbe Index ist am selben Tag im Bullenmarkt und im Bärenmarkt, und beide Etiketten stimmen

Stand 13. August 2026. Der südkoreanische Leitindex Kospi schloss heute bei 6.813,34 Punkten, den vierten Tag in Folge im Plus und 21,81 Prozent über seinem Schlusstief vom 30. Juli. Damit ist die übliche Zwanzig-Prozent-Schwelle für einen Bullenmarkt gerissen. Gemessen vom Schlusshoch am 22. Juni steht derselbe Index am selben Tag 25,25 Prozent im Minus, und damit ist dieselbe Schwelle in die andere Richtung ebenfalls gerissen. Beide Etiketten gelten gleichzeitig, weil sie von verschiedenen Punkten aus messen.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

26,73 Prozent Ausschüttung, 1,62 Prozent Ertrag, und der Unterschied ist dein eigenes Kapital

Stand 13. August 2026. Der NEOS Bitcoin High Income ETF wies zum 31. Juli eine Ausschüttungsrate von 26,73 Prozent aus. Im selben Datenblatt, zum selben Stichtag, steht seine standardisierte Ertragsrendite bei 1,62 Prozent. Beide Zahlen stimmen, sie messen nur Verschiedenes. Die eine ist ein Zahlungsplan, die andere ein Ertrag. Goldman Sachs hat am 12. August angekündigt, den Anbieter dieses Fonds für bis zu 2,3 Milliarden Dollar zu übernehmen, acht Monate nach dem Kauf eines zweiten Spezialisten für dieselbe Produktfamilie. Wer verstehen will, was in diesen Fonds passiert, braucht genau eine Unterscheidung.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Barquote bei 3,9 Prozent: warum an der Seitenlinie kein Geld auf Aktien wartet

Stand 12. August 2026. Globale Fondsmanager halten laut der August-Umfrage von Bank of America 3,9 Prozent ihres verwalteten Vermögens in Bargeld, und daraus wird regelmäßig eine Erwartung. Entweder wartet dieses Geld darauf, in Aktien zu fließen, oder die Munition ist verschossen. Beide Lesarten teilen dieselbe Annahme, und die hält weder der Buchhaltung noch dem gemessenen Geldbestand stand.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Flugtickets stiegen achtmal so stark wie die Wohnkosten und trugen zur Inflation vier Mal weniger bei

Stand 12. August 2026. Die amerikanischen Verbraucherpreise lagen im Juli 3,4 Prozent über dem Vorjahr. In derselben Tabelle stehen Flugtickets mit plus 25,5 Prozent und Benzin mit plus 24,6 Prozent, zwei fast identische Werte. Ihr Anteil an der Gesamtrate unterscheidet sich trotzdem um mehr als das Dreifache, und der Grund steht in einer Spalte, die kaum jemand liest.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Rekordgewinn beim größten Staatsfonds der Welt: warum der Rekord in Kronen steht und nicht in der Rendite

Stand 12. August 2026. Der norwegische Staatsfonds hat im ersten Halbjahr 9,4 Prozent Rendite erzielt, in seiner Rechnungswährung 1.753 Milliarden Kronen. Der Fonds selbst nennt das einen Rekord in Kronen, und dieses eine Wort trägt die ganze Einschränkung. Gewachsen ist der Fonds nämlich nur um 1.416 Milliarden, und was die Verwaltung selbst dazu beigetragen hat, sind 0,22 Prozentpunkte.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Ausländer verkauften für 739 Milliarden, und niemand fragt, wer gekauft hat

Stand 11. August 2026. Ausländische Anleger haben im Juli an der Börse Taipeh netto Aktien für 738,9 Milliarden NT-Dollar abgegeben, und der Leitindex TAIEX schloss den Monat 6,5 Prozent tiefer. Aus zwei Zahlen in dieselbe Richtung wird schnell eine Ursache. Die Zahlen der Börse selbst lassen diese Lesart aber nicht zu, denn im Juni verkauften dieselben Anleger 601,8 Milliarden, und der Index stieg in demselben Monat um 3,1 Prozent.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Die US-Ölreserve steht auf dem Stand von 1983, und deckt etwas anderes ab

Stand 11. August 2026. Die strategische Ölreserve der USA lag zum 31. Juli bei 304,8 Millionen Barrel und damit auf einem Niveau, das zuletzt Anfang 1983 erreicht wurde. Ein Vierzigjahres-Tief liest sich wie ein aufgezehrter Vorrat, und beim Rohölpreis um 90 Dollar klingt das nach einem schlechten Zeitpunkt. Zwei Dinge stehen dieser Lesart im Weg. Der Bestand ist nicht verbraucht, sondern verliehen, und die Größe, gegen die man ihn misst, hat seit 1983 das Vorzeichen gewechselt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Rechenleistung als Kreditsicherheit: was sie im Ausfall noch wert ist

Stand 11. August 2026. Nvidia hat am 10. August Absichtserklärungen mit sechs großen Finanzhäusern unterzeichnet, um über 500 Milliarden Dollar Fremdkapital für den Ausbau von KI-Rechenzentren zu mobilisieren. Besichert werden soll mit der Rechenleistung selbst, die Nvidia in derselben Mitteilung mit Gewerbeimmobilien und Mautstraßen in eine Reihe stellt. Diese drei Anlagen unterscheiden sich aber an genau der Stelle, auf die es bei einer Kreditsicherheit ankommt, nämlich im Ausfall. Wer die Zahl als Nachfragebeweis liest, überspringt die Frage, die jede Bank vor jedem besicherten Kredit zuerst stellt.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Tokenisiertes Gold: was du eigentlich hältst, wenn im Depot Gold steht

Stand 10. August 2026. Die britische Finanzaufsicht arbeitet an Regeln für tokenisiertes Gold, London hält rund 70 Prozent des weltweiten Goldhandels. Gehandelt wird dort zu über 90 Prozent nicht Metall, sondern ein Anspruch auf Metall. Ein Token ändert daran nichts, denn er macht eine Forderung übertragbar, nicht zu einer Sache. Dieselbe Unterscheidung entscheidet im deutschen Depot über Insolvenzrang und Steuer.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Bitcoin-Positionierung: warum dieselbe Statistik netto long und netto short zeigt

Stand 10. August 2026. Es heißt, die Hedgefonds hätten ihre jahrelange Gegenposition zu Bitcoin aufgegeben und seien an der US-Terminbörse netto long. In Kontrakten gezählt stimmt das, dort steht seit dem 4. August ein Plus von 5.807. In Bitcoin gerechnet zeigt dieselbe Statistik 35.715 Bitcoin netto short, und diese Zahl ist in derselben Woche größer geworden statt kleiner.

Betrifft: Anleger

Markt & Investieren

Semi-liquide Kreditfonds: warum die Rücknahme eine Obergrenze ist und keine Zusage

Stand 10. August 2026. Im ersten Quartal 2026 wollten Anleger gut 20 Milliarden Dollar aus den großen semi-liquiden Kreditfonds abziehen, ausgezahlt wurde etwa die Hälfte. Das war kein Ausfall, sondern der Vertrag. Eine Rücknahmequote von fünf Prozent im Quartal ist eine Obergrenze, und sie wirkt auf einen Fondswert, den der Verwalter bei nicht gehandelten Krediten selbst schätzt.

Betrifft: Anleger

Preisstatistik

Im Warenkorb der Inflation wiegt eine Miete, die niemand überweist, schwerer als alle echten Mieten

In einer Antwort an den Bundestag hat die Bundesregierung Anfang August Zahlen zum Wägungsschema des Verbraucherpreisindex genannt, die selten öffentlich stehen. Auf die tatsächlich gezahlte Wohnungsmiete entfallen 75,56 Promille des Warenkorbs, auf die unterstellte Miete selbstnutzender Eigentümer 104,13 Promille. Der Posten, für den niemand Geld überweist, wiegt also schwerer als der, für den jeden Monat Mieten fließen.

Wohnen und Sozialleistungen

Wohngeld 2027, drei Kürzungen gleichzeitig und die unauffälligste wiegt am schwersten

Das Bundeskabinett hat Anfang Juli einen Gesetzentwurf beschlossen, der das Wohngeld zum 1. Januar 2027 an drei Stellen gleichzeitig absenkt. Nach der Modellrechnung der Bundesregierung verlieren dadurch rund 381.000 der etwa 1,2 Millionen Wohngeldhaushalte ihren Anspruch. Der wirksamste der drei Hebel steht in keiner Pressemitteilung, sondern als Buchstabe in einer Anlage zum Gesetz.

Markt & Investieren

Berkshires Gewinn verdoppelt sich, und 10,9 Milliarden davon hat niemand bezahlt

Stand 9. August 2026. Berkshire Hathaway hat für das zweite Quartal einen Nettogewinn von 25,7 Milliarden Dollar gemeldet, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Rund 10,9 Milliarden davon sind die Neubewertung von Aktien, die der Konzern weiter hält. Verkauft wurde davon nichts, geflossen ist kein Dollar. Das operative Ergebnis wuchs um 16 Prozent, und auch darin steckt ein Posten, der nichts mit dem laufenden Geschäft zu tun hat. Den Vorbehalt gegen die eigene Schlagzeile schreibt der Konzern selbst in seine Mitteilung.

Betrifft: Anleger

Vom Verstehen zur Anwendung

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