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Fünf offizielle Gewinnzahlen für dasselbe Quartal, und sie reichen von minus 14 bis minus 75 Prozent
Stand 20. August 2026. Alibaba hat für das Quartal bis zum 30. Juni einen Rückgang des Nettogewinns um 75 Prozent ausgewiesen, auf 10,4 Milliarden Yuan. In derselben Mitteilung stehen vier weitere Gewinngrößen für dieselben drei Monate, und die kleinste Veränderung darunter ist ein Minus von 14 Prozent. Der Unterschied zwischen beiden Enden sind keine verschiedenen Schätzungen, sondern verschiedene Abgrenzungen, und der Konzern benennt selbst, was in welcher Stufe steckt. Die Ausgaben für künstliche Intelligenz tauchen dabei erst auf der drittkleinsten Stufe auf. Zugleich sind im selben Quartal 67,7 Milliarden Yuan für Anlagen abgeflossen, während 11,8 Milliarden als Abschreibung durch die Gewinnrechnung liefen.
Die Zahlen des Quartals
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
| Zahl | Bedeutung |
|---|---|
| 268.953 Mio Yuan | Umsatz im Quartal bis 30.6.2026, plus 9 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal |
| 10.444 Mio Yuan | Nettogewinn, minus 75,4 Prozent nach 42.382 Mio im Vorjahresquartal |
| 15.161 Mio Yuan | Betriebsergebnis, minus 56,7 Prozent nach 34.988 Mio |
| 20.715 Mio Yuan | Nettogewinn nach eigener Bereinigung, minus 38,2 Prozent nach 33.510 Mio |
| 27.329 Mio Yuan | Bereinigtes EBITA, minus 29,6 Prozent nach 38.844 Mio, hier sitzt der Technik-Aufwand |
| 39.143 Mio Yuan | Bereinigtes EBITDA, minus 14,4 Prozent nach 45.735 Mio, die kleinste Veränderung |
| 8.541 Mio Yuan | Abschreibung auf Firmenwerte und Sonstiges, im Vorjahresquartal war die Position leicht negativ |
| 67.678 Mio Yuan | Investitionen in Anlagen im Quartal, plus 75 Prozent nach 38.676 Mio |
| 11.814 Mio Yuan | Abschreibung auf Sachanlagen im Quartal, plus 71,4 Prozent nach 6.891 Mio |
| 22.945 Mio Yuan | operativer Mittelzufluss, plus 11 Prozent nach 20.672 Mio |
| −44.670 Mio Yuan | freier Mittelzufluss, nach minus 18.815 Mio im Vorjahresquartal |
| 48.437 Mio Yuan | Umsatz mit Rechenleistung und Cloud-Diensten, plus 45 Prozent, Vorjahr auf neue Segmente umgestellt |
| 474.505 Mio Yuan | Zahlungsmittel und liquide Anlagen zum Stichtag 30.6.2026 |
| 6,7851 | Umrechnungskurs Yuan je US-Dollar, den der Konzern für das Quartal verwendet, Stand 30.6.2026 |
Was die Zahl zu sagen scheint
Ein Konzern wächst beim Umsatz um 9 Prozent, sein Geschäft mit Rechenleistung um 45 Prozent, und im selben Atemzug bricht der Gewinn um 75 Prozent ein. Daraus entsteht eine Geschichte, die sich von selbst erzählt. Das Unternehmen verbrennt gerade sein Ergebnis, um im Wettlauf um künstliche Intelligenz mitzuhalten, und die 75 Prozent sind der Preis dafür. Wer das liest, hat eine Zahl für die Kosten dieses Wettlaufs und rechnet mit ihr weiter.
Die Zahl stimmt, und sie taugt trotzdem nicht als Preisschild. Das liegt nicht daran, dass sie geschönt wäre, sondern daran, dass sie vier Geschwister hat. In derselben Mitteilung stehen für exakt dieselben drei Monate fünf verschiedene Gewinngrößen, alle offiziell, alle vom selben Wirtschaftsprüfer begleitete Rechnung oder offengelegte Überleitung. Ihre Veränderungen gegenüber dem Vorjahresquartal reichen von minus 14,4 bis minus 75,4 Prozent.
Das ist kein Widerspruch und kein Streit zwischen Analysten. Es sind fünf verschiedene Abgrenzungen desselben Sachverhalts, und jede zieht eine andere Linie darum, was als Ergebnis des Geschäfts zählt und was nicht. Der Abstand zwischen den beiden Enden, gut 61 Prozentpunkte, besteht vollständig aus Posten, über deren Zugehörigkeit man streiten kann. Wer verstehen will, was das Geschäft in diesem Quartal getan hat, muss sich nicht für eine Zahl entscheiden, sondern die Treppe zwischen ihnen ansehen.
Fünf Zahlen, eine Treppe
Die fünf Größen bauen aufeinander auf, und jede Stufe nimmt etwas heraus oder legt etwas dazu. Ganz unten steht der Nettogewinn mit 10.444 Millionen Yuan, minus 75,4 Prozent. Eine Stufe darüber das Betriebsergebnis mit 15.161 Millionen, minus 56,7 Prozent. Es lässt Zinsen, Steuern und das Ergebnis aus Beteiligungen weg. Dann der vom Konzern selbst bereinigte Nettogewinn mit 20.715 Millionen, minus 38,2 Prozent. Darüber das bereinigte EBITA mit 27.329 Millionen, minus 29,6 Prozent, das zusätzlich die aktienbasierte Vergütung, die Abschreibung auf immaterielle Werte und die Abschreibung auf Firmenwerte herausnimmt. Ganz oben das bereinigte EBITDA mit 39.143 Millionen, minus 14,4 Prozent, das obendrein die Abschreibung auf Sachanlagen weglässt.
Ein Rechenbeispiel macht die oberste Stufe greifbar. Vom bereinigten EBITA zum bereinigten EBITDA kommt man, indem man 11.814 Millionen Yuan Abschreibung auf Sachanlagen wieder hinzuzählt. Im Vorjahresquartal waren es an derselben Stelle 6.891 Millionen. Diese eine Position ist also um 4.923 Millionen gewachsen, und weil sie beim EBITDA herausfällt, sieht dieselbe Geschäftsentwicklung dort um gut 15 Prozentpunkte besser aus als eine Stufe tiefer. Nichts daran ist unsauber, beide Zahlen sind korrekt hergeleitet und die Überleitung steht in der Mitteilung. Sie beantworten nur verschiedene Fragen.
Genau deshalb ist die Auswahl der Zahl schon die halbe Aussage. Wer den Aufwand für Rechenzentren als laufende Kosten des Geschäfts ansieht, nimmt die untere Stufe. Wer ihn als Aufbau von Kapazität ansieht, die noch Jahre trägt, nimmt die obere. Beide Positionen lassen sich vertreten, und keine von beiden ist eine Manipulation. Was man nicht darf, ist die eine Zahl nehmen und die Begründung der anderen dazuerzählen.

Wo die künstliche Intelligenz wirklich sitzt
Der Konzern erklärt jede Stufe selbst, und wer diese drei Sätze nebeneinanderlegt, sieht die Zuordnung. Zum bereinigten EBITA heißt es, der Rückgang sei vor allem auf die Investition in Technik zurückzuführen, teilweise ausgeglichen durch bessere Ergebnisse im Cloud-Geschäft und höhere Effizienz an anderer Stelle. Das ist die Stufe mit minus 29,6 Prozent, und dort steht der Aufwand für künstliche Intelligenz.
Zum Betriebsergebnis heißt es, der Rückgang beruhe auf dem geringeren bereinigten EBITA, einer Abschreibung auf Firmenwerte und einer in diesem Jahr gebildeten Rückstellung. Die Abschreibung auf Firmenwerte und Sonstiges beträgt 8.541 Millionen Yuan, während dieselbe Position im Vorjahresquartal leicht negativ war. Eine Abschreibung auf einen Firmenwert entsteht, wenn eine früher gekaufte Beteiligung weniger wert ist als der dafür gezahlte Preis. Mit dem Bau von Rechenzentren hat das nichts zu tun.
Zum Nettogewinn schließlich heißt es, der Rückgang komme aus dem geringeren Betriebsergebnis, aus geringeren Gewinnen beim Verkauf von Beteiligungen und aus geringeren Bewertungsgewinnen auf gehaltene Beteiligungen. Beide letzteren Posten hängen an den Börsenkursen anderer Unternehmen. Wer die 75 Prozent als Kosten des Wettlaufs um künstliche Intelligenz liest, rechnet dieser Sache also eine Abschreibung auf Firmenwerte, eine Rückstellung und die Kursentwicklung fremder Beteiligungen zu. Die eigentliche Technik-Zahl steht 45 Prozentpunkte weiter oben.
Das Geld ist weg, bevor der Gewinn fällt
Und selbst die Stufe mit minus 29,6 Prozent misst nicht, was die Investitionen kosten. Der Kauf eines Rechenzentrums ist in der Gewinnrechnung überhaupt kein Aufwand. Er verlässt das Konto in voller Höhe und landet als Vermögensgegenstand in der Bilanz. In die Gewinnrechnung kommt er erst später und stückweise, als Abschreibung, verteilt über die Jahre, in denen die Anlage genutzt wird. Was in einem Quartal an Abschreibung drücktm, stammt also aus früheren Käufen, nicht aus den heutigen.
Das Ausmaß dieser Verschiebung lässt sich in diesem Quartal an zwei Zahlen ablesen, die beide in derselben Mitteilung stehen. Für Anlagen flossen 67.678 Millionen Yuan ab, ein Plus von 75 Prozent gegenüber 38.676 Millionen im Vorjahresquartal. Als Abschreibung auf Sachanlagen liefen im selben Zeitraum 11.814 Millionen durch die Gewinnrechnung. Auf jeden Yuan, der als Abschreibung das Ergebnis belastete, kamen also 5,73 Yuan, die tatsächlich aus der Kasse gingen. Das ist keine Aussage darüber, wie lange es dauert, bis ein einzelner Kauf durchgelaufen ist, sondern ein Verhältnis zweier Ströme desselben Quartals.
Auf der Kassenseite sieht man dieselbe Sache ohne jede Bereinigung. Der operative Mittelzufluss stieg um 11 Prozent auf 22.945 Millionen Yuan, das Geschäft warf also mehr Geld ab als im Vorjahr. Der freie Mittelzufluss, der die Investitionen abzieht, war trotzdem mit 44.670 Millionen negativ, nach 18.815 Millionen im Vorjahresquartal. Der Konzern führt das ausdrücklich auf die gestiegenen Ausgaben für Cloud-Infrastruktur zurück. Wer wissen will, was der Aufbau gerade kostet, findet die Antwort dort und nicht in der Gewinnzeile.
Die Nutzungsdauer als stille Stellschraube
Wie schnell eine Investition in der Gewinnrechnung ankommt, hängt an einer Annahme, die das Unternehmen selbst trifft. Sie heißt Nutzungsdauer und legt fest, über wie viele Jahre der Kaufpreis verteilt wird. Wer für einen Server vier Jahre ansetzt, belastet jedes Jahr mit einem Viertel. Wer sechs Jahre ansetzt, belastet jedes Jahr mit einem Sechstel und weist damit einen höheren Gewinn aus, ohne dass sich am Geschäft, an der Hardware oder am abgeflossenen Geld irgendetwas geändert hätte.
Diese Annahme steht nicht in der Quartalsmitteilung. Sie wird im Jahresbericht offengelegt, zusammen mit den Bilanzierungsgrundsätzen, und sie ist damit genau einmal im Jahr sichtbar. Für den Leser einer Quartalszahl heißt das, dass er die Größe, die über die Verteilung entscheidet, in dem Dokument, das er gerade vor sich hat, nicht findet. Wird sie geändert, verschiebt sich die Abschreibung aller bestehenden Anlagen auf einen Schlag, und die Wirkung läuft durch jede Gewinngröße unterhalb des EBITDA.
Für die Beurteilung eines Rechenzentrums-Aufbaus ist das der Punkt, an dem es unbequem wird. Ob eine Grafikkarte, die heute gekauft wird, in vier Jahren noch wirtschaftlich betrieben wird, weiß niemand sicher, und die Annahme darüber entscheidet mit über den ausgewiesenen Gewinn. Das ist kein Vorwurf an ein bestimmtes Unternehmen, denn jede Firma mit langlebigem Anlagevermögen muss diese Annahme treffen, und ein Prüfer muss sie für vertretbar halten. Es ist ein Hinweis darauf, wo bei dieser Sorte Geschäft die Unsicherheit sitzt, nämlich nicht in den gemeldeten Zahlen, sondern in einer Annahme dahinter.
Was in Europa dafür gilt
Bereinigte Kennzahlen sind kein chinesisches und kein amerikanisches Phänomen. Jeder größere europäische Konzern nennt neben dem Ergebnis nach Bilanzrecht eigene Größen, oft bereinigtes EBIT, bereinigtes EBITDA oder ein bereinigtes Konzernergebnis. Der Unterschied liegt nicht darin, ob es sie gibt, sondern darin, welche Regeln für ihre Darstellung gelten.
Für börsennotierte Unternehmen in der Europäischen Union hat die europäische Wertpapieraufsicht ESMA dafür Leitlinien erlassen, die seit dem 3. Juli 2016 gelten. Sie verlangen dreierlei. Jede selbst definierte Kennzahl muss rechnerisch auf die am nächsten liegende Position des geprüften Abschlusses übergeleitet werden, und die wesentlichen Überleitungsposten müssen einzeln benannt und erklärt sein. Die Kennzahl braucht eine aussagekräftige Bezeichnung, eine gleichbleibende Definition über die Zeit und Vergleichszahlen für die Vorperiode. Und, das ist der eigentliche Kern, sie darf nicht auffälliger dargestellt werden als die Zahl aus dem geprüften Abschluss.
Der Zweck dieser letzten Regel ist genau das Problem dieses Artikels. Wenn ein Unternehmen fünf Gewinngrößen nennen darf, entscheidet die Platzierung darüber, welche der Leser mitnimmt, und ohne eine Vorrangregel wäre das immer die freundlichste. Die Aufsicht hat mehrfach öffentlich festgestellt, dass es bei der Einhaltung Luft nach oben gibt. Für den Leser bleibt die praktische Folge dieselbe, ob europäisch oder nicht. Die Überleitung ist der Teil des Dokuments, in dem steht, was zwischen zwei Zahlen liegt, und sie ist meistens die letzte Tabelle.
Der faire Gegenpunkt
Gegen diese Lesart steht ein ernsthaftes Argument, und es lautet, dass der Nettogewinn nicht ohne Grund ganz unten steht. Er ist die einzige der fünf Zahlen, die dem Eigentümer wirklich zusteht. Alles, was die oberen Stufen herausnehmen, ist ja nicht verschwunden. Die aktienbasierte Vergütung verwässert seinen Anteil, die Abschreibung auf einen Firmenwert bedeutet, dass früher zu viel bezahlt wurde, und Beteiligungen, deren Kurs fällt, sind real weniger wert. Ein Anleger, der nur auf das bereinigte EBITDA schaut, blendet dauerhaft Kosten aus, die ihn dauerhaft treffen.
Der zweite Einwand betrifft die Abschreibung selbst. Sie aus dem Ergebnis herauszurechnen ist bei einem Geschäft, dessen Kern aus Hardware besteht, besonders fragwürdig. Ein Rechenzentrum verschleißt und veraltet, und der Ersatz ist keine Wahl, sondern die Bedingung dafür, dass das Geschäft weiterläuft. Eine Kennzahl, die genau diesen Posten weglässt, beschreibt ein Unternehmen, das seine Anlagen nie erneuern muss. Genau deshalb ist das bereinigte EBITDA bei anlagenintensiven Geschäften die am wenigsten aussagekräftige der fünf Größen und nicht die freundlichste Wahrheit.
Und drittens lässt sich die Zuordnung des Konzerns selbst hinterfragen. Dass die Abschreibung auf Firmenwerte nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun habe, ist die naheliegende Lesart, aber die Mitteilung sagt nicht, welche Beteiligung abgeschrieben wurde. Wenn dort ein Geschäft steckt, das durch den eigenen Technik-Umbau an Wert verloren hat, wäre der Zusammenhang enger, als die Trennung der Stufen vermuten lässt. Aus dem veröffentlichten Text lässt sich das nicht entscheiden.
Was das für Anleger heißt
Für die Anlageklasse großer Technologiewerte ist der Vorgang ein Beispiel dafür, dass die Gewinnzahl eines Quartals ohne die Angabe ihrer Abgrenzung kein Datenpunkt ist. Fünf Werte zwischen minus 14 und minus 75 Prozent beschreiben dieselben drei Monate. Wer Unternehmen dieser Sorte über Gewinnveränderungen vergleicht, muss prüfen, ob beide Seiten dieselbe Stufe verwenden, denn jede Firma bereinigt nach eigener Definition und die Definitionen sind nicht deckungsgleich.
Der zweite Punkt betrifft die Zeitachse und ist der teurere. Bei einem Geschäft, das gerade Anlagen aufbaut, läuft die Belastung der Gewinnrechnung den Ausgaben hinterher. In diesem Quartal standen 5,73 Yuan Mittelabfluss gegen einen Yuan Abschreibung. Das heißt, der heute sichtbare Gewinnrückgang bildet einen kleineren Aufbau ab als den, der gerade läuft, und die Abschreibung auf die heutigen Käufe kommt erst in den nächsten Jahren dazu. Wer aus der aktuellen Gewinnzahl auf die künftige schließt, unterschätzt diesen Nachlauf systematisch, und zwar unabhängig davon, ob sich das Geschäft gut oder schlecht entwickelt.
Was daraus für ein einzelnes Depot folgt, hängt vom Depot ab und nicht von diesem Text. Nachrechnen lässt sich beides, weil die Überleitungen und die Mittelflussrechnung in der Mitteilung stehen. Die Risiken liegen dabei in beide Richtungen. Der Aufbau kann sich als Kapazität erweisen, die sich später bezahlt macht, oder als Hardware, deren angenommene Nutzungsdauer zu lang war. Beide Fälle zeigen sich zuerst in der Abschreibungszeile und erst danach in der Zahl, über die berichtet wird.
Quellen
Stand der Daten. Alle Unternehmenszahlen stammen aus der Mitteilung von Alibaba Group zum Quartal bis zum 30. Juni 2026, veröffentlicht am 20. August 2026, im Volltext als PDF von der Investorenseite des Konzerns gezogen. Der Vergleichszeitraum ist jeweils das Quartal bis zum 30. Juni 2025. Der Konzern rechnet im Dokument mit einem Kurs von 6,7851 Yuan je US-Dollar zum 30. Juni 2026. Die Angaben zu den europäischen Regeln stammen von der Europäischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde.
Wie die Überleitungszahlen gelesen wurden. Die Tabelle mit der Überleitung vom Nettogewinn zum bereinigten EBITA und EBITDA verrutscht beim maschinellen Auslesen des PDF in den Spalten. Die Zuordnung wurde deshalb über vier Additionsproben abgesichert. Für das Vorjahresquartal ergeben 34.988 plus 3.194 plus 807 minus 145 die ausgewiesenen 38.844, und 38.844 plus 6.891 die ausgewiesenen 45.735. Für das Berichtsquartal ergeben 15.161 plus 2.962 plus 665 plus 8.541 die ausgewiesenen 27.329, und 27.329 plus 11.814 die ausgewiesenen 39.143. Die im Fließtext genannten Werte für Betriebsergebnis und bereinigtes EBITA stimmen zusätzlich mit dem laufenden Text der Mitteilung überein.
Was eigene Rechnung ist. Drei Werte stehen so in keiner Quelle. Erstens die Verhältniszahl 5,73, gerechnet als 67.678 geteilt durch 11.814. Sie ist ein Verhältnis zweier Ströme desselben Quartals und keine Aussage über die Dauer, bis ein einzelner Kauf abgeschrieben ist. Zweitens der Abstand von gut 61 Prozentpunkten zwischen der kleinsten und der größten der fünf Veränderungen. Drittens die Angabe, dass die eigentliche Technik-Zahl 45 Prozentpunkte über dem Nettogewinn steht, gerechnet aus 75,4 minus 29,6.
Grenzen dieser Einordnung. Die Nutzungsdauer, über die der Konzern seine Anlagen abschreibt, steht nicht in der Quartalsmitteilung, sondern im Jahresbericht, und wird in diesem Text deshalb nur als Mechanismus beschrieben und nicht beziffert. Die Mitteilung nennt außerdem nicht, auf welche Beteiligung sich die Abschreibung auf Firmenwerte über 8.541 Millionen Yuan bezieht, und beziffert die erwähnte Rückstellung im zitierten Abschnitt nicht gesondert. Die Segmentgliederung wurde in diesem Quartal neu geschnitten, die Vorjahreswerte sind laut Mitteilung auf die neue Struktur umgestellt, der Zuwachs von 45 Prozent im Geschäft mit Rechenleistung ist damit auf vergleichbarer Grundlage berechnet.
Zur Nennung des Unternehmens. Der Konzern wird namentlich genannt, weil er der Anlass dieser Analyse ist und alle Zahlen aus seiner eigenen Quartalsmitteilung stammen. Diese Nennung ist rein beschreibend. Es wird kein Urteil über den Kurs, die Bewertung oder die Attraktivität des Wertpapiers abgegeben.
Keine Anlageberatung. Dieser Beitrag ist eine journalistische Analyse und Einordnung zu allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlage- oder Anlagestrategieempfehlung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung (EU) 596/2014 dar, ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Wertpapiere, Indizes oder Anlageklassen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Jede Anlageentscheidung liegt in eigener Verantwortung.
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