Markt & Investieren
Derselbe Index ist am selben Tag im Bullenmarkt und im Bärenmarkt, und beide Etiketten stimmen
Stand 13. August 2026. Der südkoreanische Leitindex Kospi schloss heute bei 6.813,34 Punkten, den vierten Tag in Folge im Plus und 21,81 Prozent über seinem Schlusstief vom 30. Juli. Damit ist die übliche Zwanzig-Prozent-Schwelle für einen Bullenmarkt gerissen. Gemessen vom Schlusshoch am 22. Juni steht derselbe Index am selben Tag 25,25 Prozent im Minus, und damit ist dieselbe Schwelle in die andere Richtung ebenfalls gerissen. Beide Etiketten gelten gleichzeitig, weil sie von verschiedenen Punkten aus messen.
Die Zerlegung in Zahlen
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
| Zahl | Bedeutung |
|---|---|
| 9.114,55 | Schlusshoch des Kospi am 22.06.2026, erster Schluss über 9.100 Punkten |
| 9.385,59 | Höchster jemals erreichter Stand im Handelsverlauf, am 19.06.2026, also drei Handelstage vor dem Schlusshoch |
| 5.593,56 | Schlusstief am 30.07.2026, der Tiefpunkt der Korrektur auf Schlusskursbasis |
| 5.262,77 | Tiefster Stand im Handelsverlauf, am 29.07.2026, an einem Tag mit 5,98 Prozent Schlussverlust |
| 6.813,34 | Schlussstand am 13.08.2026, plus 234,30 Punkte oder 3,56 Prozent, vierter Gewinntag in Folge |
| -38,63 % | Rückgang vom Schlusshoch zum Schlusstief. Auf Basis der Handelsverlaufs-Werte wären es 43,93 Prozent |
| +62,95 % | Gewinn, der nötig wäre, um einen Verlust von 38,63 Prozent wieder auszugleichen |
| +33,78 % | Was vom Stand am 13.08. aus noch fehlt, um das Schlusshoch vom 22.06. wieder zu erreichen |
| +17,91 % | Tagesgewinn am 31.07.2026, der größte Einzeltag in der Geschichte des Index |
| 3.079,27 bis 9.385,59 | Spanne der letzten 52 Wochen, der Stand liegt damit in der oberen Hälfte |
| 29,2 Bio. Won | Rekordstand der ausstehenden Wertpapierkredite im koreanischen Markt vor dem Absturz, rund 20,6 Milliarden Dollar |
| 1,2 Mio. Konten | Zahl der gehebelten Privatanleger-Konten mit Nachschussforderung bis zum 13.07.2026, davon 320.000 bis 360.000 zwangsliquidiert |
| 20 % | Die übliche Schwelle für Bärenmarkt und Bullenmarkt, ohne gesetzliche oder aufsichtsrechtliche Grundlage |
Was das Wort Bullenmarkt behauptet
Ein Index gilt üblicherweise als im Bärenmarkt (Bear Market), wenn er 20 Prozent oder mehr unter seinem letzten Hoch steht. Und er gilt als im Bullenmarkt (Bull Market), wenn er 20 Prozent oder mehr über seinem letzten Tief steht. Beide Begriffe sind griffig, beide werden ständig verwendet, und beide klingen nach einem Zustand, in dem sich ein Markt befindet. Genau da steckt der Denkfehler. Ein Zustand hat immer nur eine Ausprägung, ein Punkt auf einer Kurve kann nicht gleichzeitig hoch und tief sein. Ein Abstand dagegen braucht zwei Punkte, und wenn man den zweiten Punkt austauscht, ändert sich das Ergebnis.
Der südkoreanische Leitindex Kospi zeigt das gerade in Reinform. Er schloss am 13. August 2026 bei 6.813,34 Punkten, ein Plus von 234,30 Punkten oder 3,56 Prozent und der vierte Gewinntag hintereinander. Sein Schlusstief lag am 30. Juli bei 5.593,56 Punkten. Von dort bis heute sind es 21,81 Prozent nach oben, die Schwelle ist also gerissen und die Bezeichnung technischer Bullenmarkt ist korrekt angewendet. Sein Schlusshoch lag am 22. Juni bei 9.114,55 Punkten. Von dort bis heute sind es 25,25 Prozent nach unten, und damit ist auch die Bärenmarkt-Schwelle gerissen. Beide Aussagen beschreiben denselben Index am selben Handelstag.
Für dich als Anleger ist das keine Wortklauberei, sondern eine Frage danach, welche der beiden Zahlen zu deiner Lage passt. Wer am 30. Juli gekauft hat, hat 21,81 Prozent gewonnen. Wer am 22. Juni gekauft hat, liegt 25,25 Prozent hinten. Der Markt hat für beide dasselbe getan, und keines der beiden Etiketten sagt, wo du selbst stehst. Dafür zählt allein der Abstand zwischen deinem Kaufkurs und dem heutigen Stand.
Zwei Messlatten an demselben Punkt
Die drei Anker liegen fest und lassen sich nachrechnen. Vom Schlusshoch bei 9.114,55 auf das Schlusstief bei 5.593,56 sind es 38,63 Prozent Verlust. Vom Schlusstief auf den heutigen Stand bei 6.813,34 sind es 21,81 Prozent Gewinn. Multipliziert man beide Bewegungen, kommt man bei minus 25,25 Prozent heraus, also genau beim Abstand zwischen Hoch und heutigem Stand. Die Rechnung geht auf, es steckt kein Fehler in einer der Zahlen. Was auseinandergeht, ist nicht die Arithmetik, sondern das, was zwei verschiedene Sätze über dieselbe Arithmetik behaupten.
Das ist der Grund, warum ein Etikett nach einem heftigen Absturz besonders irreführend wird. Je tiefer der Fall, desto leichter ist die Zwanzig-Prozent-Schwelle nach oben zu reißen, ohne dass viel vom Verlorenen zurückkommt. Bei einem Rückgang von zehn Prozent wäre ein Bullenmarkt-Signal fast schon der volle Ausgleich. Bei einem Rückgang von 38,63 Prozent bringt dasselbe Signal den Anleger gerade einmal auf minus 25 Prozent. Dieselbe Meldung trägt in beiden Fällen dasselbe Wort und bedeutet etwas völlig Verschiedenes.
Ein kurzes Beispiel macht es greifbar. Angenommen, du hast am 22. Juni 10.000 Euro in den Index gelegt. Am 30. Juli waren daraus 6.137 Euro geworden. Heute sind es 7.475 Euro. Der Zuwachs seit dem Tief beträgt 1.338 Euro, das sind die 21,81 Prozent. Die Lücke zu deinem Einsatz beträgt immer noch 2.525 Euro. Beide Beträge sind echt, beide beschreiben denselben Zeitraum aus verschiedenen Blickwinkeln, und nur einer davon steht auf deinem Depotauszug.

Warum ein Minus ein größeres Plus braucht
Hinter der Verwirrung steckt eine Eigenschaft der Prozentrechnung, die im Alltag selten auffällt. Ein Verlust und der Gewinn, der ihn ausgleicht, sind nie gleich groß. Der Grund ist der Nenner. Der Verlust wird vom hohen Ausgangswert aus gerechnet, der Ausgleich vom niedrigen Zwischenwert aus. Zehn Prozent Verlust brauchen 11,1 Prozent Gewinn. Zwanzig Prozent brauchen 25. Dreißig Prozent brauchen 42,9. Und die 38,63 Prozent, die der Kospi zwischen dem 22. Juni und dem 30. Juli abgegeben hat, brauchen 62,95 Prozent.
Deshalb hilft die Zwanzig-Prozent-Schwelle nach oben so wenig. Sie ist ein fester Prozentsatz auf einer beweglichen Basis, und je kleiner die Basis geworden ist, desto weniger Substanz steckt in derselben Prozentzahl. Von 5.593,56 Punkten aus sind 21,81 Prozent rund 1.220 Punkte. Vom Hoch bei 9.114,55 aus wären dieselben 21,81 Prozent rund 1.988 Punkte gewesen. Dieselbe Prozentzahl, zwei sehr verschiedene Punktemengen, und das ist der ganze Trick.
Praktisch heißt das, ein Bullenmarkt-Signal nach einem tiefen Absturz sagt mehr über die Tiefe des vorherigen Falls als über die Stärke der Erholung. Je härter es vorher nach unten ging, desto früher springt das Etikett wieder um. Wiederverwendbar ist diese Rechnung überall dort, wo eine Prozentzahl auf einen vorher gefallenen Wert bezogen wird, von der Erholung eines Einzelwerts über Umsatzwachstum nach einem Einbruchsjahr bis zu Fondsvergleichen nach einem schlechten Quartal.
Woher die zwanzig Prozent kommen
Es liegt nahe, hinter einer so verbreiteten Schwelle eine Vorschrift zu vermuten. Es gibt keine. Weder eine Börse noch eine Aufsichtsbehörde noch ein Standardsetzer hat die Zwanzig-Prozent-Marke je festgelegt. Die Einteilung, wonach ein Rückgang zwischen zehn und zwanzig Prozent eine Korrektur heißt und alles darüber ein Bärenmarkt, geht auf den Analysten Alan Shaw bei Smith Barney zurück, der sie in den 1960er Jahren geprägt hat. Sie ist seither unverändert geblieben, obwohl sich Marktstruktur, Handelsgeschwindigkeit und Schwankungsbreite in sechs Jahrzehnten erheblich verändert haben.
Der Zweck der Schwelle erklärt, warum sie trotzdem nützlich ist. Sie liefert einen einheitlichen Vergleichspunkt, an dem sich Marktphasen über Jahrzehnte hinweg gegenüberstellen lassen, ohne dass jeder Beobachter seine eigene Definition mitbringt. Für diese Aufgabe ist eine willkürliche, aber allgemein akzeptierte Grenze besser als gar keine. Was sie ausdrücklich nicht leistet, ist eine Aussage über Bewertung, über Risiko oder über die Frage, ob eine Bewegung weitergeht. Eine Schwelle ohne ihren Zweck ist eine Zahl zum Auswendiglernen, mit ihrem Zweck ist sie ein Werkzeug mit klar begrenztem Einsatzgebiet.
Dazu kommt eine zweite Unschärfe, die selten mitgenannt wird. Nirgends ist festgelegt, ob man Schlusskurse oder die Stände im Handelsverlauf nimmt. Beim Kospi macht das einen erheblichen Unterschied. Auf Schlusskursbasis lief die Bewegung von 9.114,55 am 22. Juni auf 5.593,56 am 30. Juli, also minus 38,63 Prozent. Auf Basis der Handelsverlaufs-Werte lief sie von 9.385,59 am 19. Juni auf 5.262,77 am 29. Juli, also minus 43,93 Prozent. Der Ausgleich bräuchte im ersten Fall 62,95 Prozent, im zweiten 78,34. Wer zwei Darstellungen desselben Absturzes nebeneinander sieht und unterschiedliche Zahlen findet, hat es meist mit dieser Wahl zu tun und nicht mit einem Fehler.
Wie der Absturz zustande kam
Der Fall selbst war kein normaler Rücksetzer. Der Kospi hatte im ersten Halbjahr 2026 rund 101 Prozent zugelegt, getragen von Samsung Electronics und SK Hynix und damit vom Halbleiterzyklus. Parallel dazu waren die ausstehenden Wertpapierkredite im koreanischen Markt auf einen Rekordstand von 29,2 Billionen Won gestiegen, rund 20,6 Milliarden Dollar. Im Mai 2026 hatten die koreanischen Börsen zusätzlich zweifach gehebelte Fonds auf Samsung Electronics und SK Hynix zugelassen, also Produkte, die die Tagesbewegung eines einzelnen Titels verdoppeln.
Als die Kurse drehten, wirkte diese Konstruktion in beide Richtungen. Bis zum 13. Juli hatten über 1,2 Millionen gehebelte Privatanleger-Konten eine Nachschussforderung erhalten, zwischen 320.000 und 360.000 davon wurden von den Brokern glattgestellt. In zweieinhalb Monaten summierten sich die Zwangsverkäufe auf 2,3 Billionen Won. Dazu kommt die tägliche Anpassung gehebelter Fonds, die im fallenden Markt zusätzliche Verkäufe auslöst. Verkäufe aus Nachschussforderungen und Verkäufe aus der Fondsmechanik verstärkten sich gegenseitig. Der Handel wurde mehrfach durch Notbremsen unterbrochen, erstmals an zwei aufeinanderfolgenden Handelstagen.
Danach kam die Gegenbewegung genauso abrupt. Am 31. Juli stieg der Index um 17,91 Prozent, der größte Einzeltag seiner Geschichte. Ein solcher Tag ist typisch für das Ende einer erzwungenen Verkaufswelle und nicht für eine ruhige Neubewertung. Wer verkaufen musste, hatte verkauft, und danach traf ein dünnes Angebot auf zurückkehrende Käufer. Genau das ist der Hintergrund, vor dem die aktuelle Zwanzig-Prozent-Marke gerissen wurde.
Der faire Gegenpunkt
Beide Etiketten wirken kleiner, wenn man das Fenster aufzieht. Über zwölf Monate bis zum 13. August 2026 steht der Kospi 111,22 Prozent im Plus. Die Spanne der letzten 52 Wochen reicht von 3.079,27 bis 9.385,59 Punkten, der aktuelle Stand liegt also deutlich in der oberen Hälfte. Wer im August 2025 gekauft und seither nichts getan hat, hat seinen Einsatz trotz des Absturzes mehr als verdoppelt. Weder das Wort Bärenmarkt noch das Wort Bullenmarkt bildet diesen Anleger ab, denn beide messen von Punkten, die er nie berührt hat.
Die Schwelle selbst hat außerdem eine Berechtigung, die über Sprachhygiene hinausgeht. Ein einheitlicher Maßstab erlaubt es, den Juli 2026 in Seoul mit dem Herbst 2008 oder dem Frühjahr 2020 zu vergleichen, ohne dass jede Untersuchung ihre eigene Grenze zieht. Wer die Marke ganz verwirft, verliert diese Vergleichbarkeit und gewinnt nichts, denn eine schärfere Definition gibt es nicht. Die Kritik richtet sich deshalb nicht gegen die Schwelle, sondern gegen die Lesart, die aus einem Abstand einen Zustand macht.
Und schließlich ist der Anker, von dem aus gemessen wird, in beiden Fällen eine sinnvolle Größe. Der Abstand zum Hoch beschreibt, wie viel Buchwert seit dem Höchststand verschwunden ist, und das ist für jeden relevant, der damals schon investiert war. Der Abstand zum Tief beschreibt, wie weit sich der Markt von seinem Panikpunkt entfernt hat, und das ist für die Einschätzung der Marktlage nicht wertlos. Falsch wird es erst, wenn eine der beiden Zahlen als Aussage über den Markt insgesamt verkauft wird.
Ob der Absturz überhaupt in deinem Depot war
Für einen deutschen Anleger hängt die Antwort auf diese Frage an etwas, das mit Korea wenig zu tun hat, nämlich an der Wahl des Indexanbieters. MSCI führt Südkorea weiterhin als Schwellenland und hat das in der jährlichen Länderprüfung im Juni 2026 erneut bestätigt, ohne das Land überhaupt auf die Beobachtungsliste für eine Höherstufung zu setzen. Als Begründung nannte MSCI ungelöste Zugangsfragen, darunter das strenge Investoren-Identifikationssystem und Beschränkungen bei Übertragungen außerhalb der Börse. Der praktisch wichtigste Punkt ist die Währung, denn der Won lässt sich anders als die Währungen aller anderen als entwickelt eingestuften Märkte im Wesentlichen nur während der Geschäftszeiten in Seoul handeln.
FTSE Russell sieht das seit 2009 anders und führt Südkorea als entwickelten Markt. Daraus folgt etwas sehr Konkretes. Ein Welt-ETF auf den MSCI World, der ausschließlich entwickelte Märkte abbildet, enthält kein einziges koreanisches Papier. Ein Welt-ETF auf den FTSE All-World enthält Korea im entwickelten Block. Zwei deutsche Anleger, die beide sagen würden, sie hätten einen Welt-ETF, waren von diesem Absturz also unterschiedlich betroffen, und der Unterschied stand in keiner der beiden Produktbeschreibungen als Länderentscheidung, sondern ergibt sich aus der Klassifizierung des Indexanbieters.
Wer Korea über einen Schwellenländer-Fonds hält, hat eine dritte Lage. Dort ist Südkorea eines der schwersten Länder überhaupt, und innerhalb des koreanischen Blocks ist die Konzentration extrem. Im MSCI Korea Index kamen Samsung Electronics auf 32,24 Prozent und SK Hynix auf 21,68 Prozent Gewicht, Stand 30. April 2026. Zwei Titel machen dort also mehr als die Hälfte aus, und beide hängen am selben Halbleiterzyklus. Das erklärt, warum die Bewegung so heftig ausfiel, und es ist eine Eigenschaft der Konstruktion und keine Besonderheit dieses Sommers.
Was das für Anleger heißt
Die erste praktische Folgerung betrifft das Lesen. Wenn ein Index als im Bullenmarkt oder im Bärenmarkt beschrieben wird, lautet die erste Frage nicht, ob das stimmt, sondern von welchem Punkt aus gemessen wurde. Beide Angaben gehören zusammen, der Prozentwert und sein Anker, und ohne den Anker ist der Prozentwert nicht interpretierbar. Beim Kospi sind es am 13. August 2026 plus 21,81 Prozent vom 30. Juli und minus 25,25 Prozent vom 22. Juni, und beide Angaben sind vollständig erst mit ihrem Datum.
Die zweite betrifft das eigene Depot. Für deine Lage ist weder das Hoch noch das Tief des Index der richtige Bezugspunkt, sondern dein eigener Einstand. Wer über einen Sparplan gekauft hat, hat nicht einmal einen einzelnen Einstand, sondern einen Durchschnitt aus vielen Käufen, der sich mit jeder Rate verschiebt. Genau deshalb kann derselbe Index für zwei Anleger im selben Fonds gleichzeitig ein Gewinn und ein Verlust sein, ohne dass einer von beiden sich verrechnet hat.
Die dritte betrifft die Erwartung an eine Erholung. Nach einem Rückgang von 38,63 Prozent fehlen vom heutigen Stand aus noch 33,78 Prozent bis zum alten Schlusshoch, obwohl seit dem Tief schon 21,81 Prozent aufgeholt wurden. Ob dieser Weg zurückgelegt wird und in welcher Zeit, ist eine Frage, die dieser Text nicht beantworten kann und nicht beantworten will. Was er liefern kann, ist die Rechnung dahinter, damit eine Erholungsmeldung nicht mit einer Rückkehr zum Ausgangspunkt verwechselt wird. Ein Etikett beschreibt einen Abstand. Dein Depot beschreibt einen anderen.
Quellen
Stand der Daten. Alle Kospi-Werte beziehen sich auf den Handelsschluss am 13. August 2026 und die Tagestabelle bis zu diesem Datum. Die drei Anker sind Schlusskurse, das Schlusshoch vom 22. Juni bei 9.114,55, das Schlusstief vom 30. Juli bei 5.593,56 und der Stand vom 13. August bei 6.813,34. Wo im Text Werte aus dem Handelsverlauf verwendet werden, ist das ausdrücklich gekennzeichnet. Die Gewichte im MSCI Korea Index haben den Stichtag 30. April 2026 und verschieben sich mit jeder Indexüberprüfung.
Eigene Berechnungen. Sämtliche Prozentwerte dieses Beitrags sind eigene Rechnungen aus den drei genannten Punktständen, also minus 38,63 Prozent vom Hoch zum Tief, plus 21,81 Prozent vom Tief bis heute, minus 25,25 Prozent vom Hoch bis heute, die nötigen 62,95 Prozent zum Ausgleich und die verbleibenden 33,78 Prozent bis zum alten Hoch. Eine Kontrollrechnung über die Kette Hoch mal Tief mal heutiger Stand ergibt exakt die minus 25,25 Prozent und bestätigt damit die innere Widerspruchsfreiheit. Auch das Rechenbeispiel über 10.000 Euro ist eine eigene Umrechnung derselben Prozentwerte und kein realer Depotverlauf.
Was nicht geprüft werden konnte. Zum Gewicht Südkoreas im MSCI Emerging Markets Index kursieren für 2026 zwei abweichende Angaben zwischen rund 21 und rund 23 Prozent, je nach Stichtag und Quelle. Der Beitrag nennt deshalb keinen Prozentwert dafür, sondern beschreibt die Größenordnung ohne Zahl. Für das Gewicht Südkoreas im FTSE All-World Index lag keine belastbare, datierte Angabe vor, weshalb dort nur die Klassifizierung genannt wird und kein Anteil. Die Zahlen zu Wertpapierkrediten, Nachschussforderungen und Zwangsliquidationen stammen aus der koreanischen Finanzpresse und nicht aus einer Veröffentlichung der Börse selbst, sie sind als Größenordnung zu lesen.
KI-Einsatz. Recherche, Zahlenprüfung und Entwurf dieses Beitrags wurden mit Unterstützung eines KI-Systems erstellt. Alle tragenden Zahlen wurden gegen die oben verlinkten Quellen geprüft und die Rechnungen unabhängig nachvollzogen, die redaktionelle Verantwortung liegt bei der Portora Redaktion.
Rechtlicher Hinweis. Dieser Beitrag ist eine journalistische Analyse und Einordnung zu allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlage- oder Anlagestrategieempfehlung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung (EU) 596/2014 dar, ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Wertpapiere, Indizes oder Anlageklassen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Jede Anlageentscheidung liegt in eigener Verantwortung.
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