Von Dividenden leben, und warum zehn Prozent Ausschüttung nur auf dem Papier Kapital sparen
Um von Dividenden zu leben, brauchst du für 1.000 Euro netto im Monat aus einem Weltaktien-ETF mit 1,5 Prozent Ausschüttung rund 960.000 Euro Kapital. Ein Fonds mit 10 Prozent Ausschüttung kommt rechnerisch mit 144.000 Euro aus, aber jede Ausschüttung geht am selben Tag vom Wert deines Fondsanteils ab. Ob das Kapital ein Leben lang trägt, entscheidet deshalb, was der Fonds insgesamt verdient, und die Höhe der Auszahlung sagt darüber wenig.
Die Frage
Wie viel Kapital braucht man, um von Dividenden zu leben?
Für 1.000 Euro netto im Monat brauchst du je nach Fonds zwischen rund 144.000 und rund 960.000 Euro Kapital. Die Spanne entsteht aus einer einzigen Rechnung. Das Kapital ist die Ausschüttung, die du im Jahr brauchst, geteilt durch die Ausschüttungsrendite, also den Anteil des Fondswerts, den der Fonds im Jahr an dich überweist. Zahlt er 3 Euro auf einen Anteil von 100 Euro, sind das 3 Prozent.
Die drei Stufen in der Tabelle sind keine erfundenen Werte. 1,5 Prozent entsprechen der Dividendenrendite des Weltaktienindex MSCI World, die das Factsheet von MSCI zum 30. September 2026 mit 1,52 Prozent angibt. 3 Prozent entsprechen einem Index, der nur Aktien mit hoher Dividende aufnimmt, für den FTSE All-World High Dividend Yield nennt das Factsheet von FTSE Russell zum selben Stichtag 3,10 Prozent. Ein ETF auf diese Indizes überweist meist etwas weniger, weil er seine laufenden Kosten aus den Dividenden bezahlt.
10 Prozent und mehr weisen Fonds aus, die neben Dividenden auch Optionsprämien oder Teile ihres eigenen Vermögens ausschütten. Wie weit Auszahlung und Ertrag dort auseinanderliegen können, zeigt die Analyse zu einem Optionsfonds mit 26,73 Prozent Ausschüttung und 1,62 Prozent Ertrag. Für die Rechnung hier genügt die Zahl selbst.
Kapitalbedarf für 1.000 Euro netto im Monat aus Ausschüttungen, je nach Ausschüttungsrendite
| 1,5 Prozent | 3 Prozent | 10 Prozent | |
|---|---|---|---|
| Ausschüttung brutto im Jahr | 14.394 Euro | 14.394 Euro | 14.394 Euro |
| Davon netto im Monat | 1.000 Euro | 1.000 Euro | 1.000 Euro |
| Nötiges Kapital | rund 959.600 Euro | rund 479.800 Euro | rund 143.900 Euro |
Quelle: Eigene Rechnung, Steuerstand 2026, Dividendenrenditen laut Factsheets von MSCI und FTSE Russell zum 30.09.2026
Die Rechnung
Aus 12.000 Euro netto im Jahr werden 14.394 Euro brutto
Die 1.000 Euro im Monat sind ein Nettobetrag, und vor dem Netto steht die Steuer. Auf Kapitalerträge fallen in Deutschland 25 Prozent Abgeltungsteuer an, dazu 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag auf diese Steuer, zusammen 26,375 Prozent. Den Solidaritätszuschlag zahlt auf Kapitalerträge auch, wer ihn auf sein übriges Einkommen längst nicht mehr zahlt, eine Freigrenze gibt es dafür nicht.
Zwei Regeln senken den Betrag, auf den die Steuer fällt. Bei einem Aktienfonds sind nach Paragraf 20 des Investmentsteuergesetzes 30 Prozent der Ausschüttung steuerfrei. Der Grund ist, dass der Fonds auf die Dividenden seiner Aktien schon selbst Steuern gezahlt hat, und die Teilfreistellung gleicht das pauschal aus. Dazu bleiben nach Paragraf 20 Absatz 9 des Einkommensteuergesetzes 1.000 Euro Kapitalertrag im Jahr steuerfrei, bei Ehepaaren 2.000 Euro.
Am Ende steht die Zahl, die in fast jeder Tabelle zu diesem Thema fehlt. Wer 2026 netto 12.000 Euro im Jahr aus Ausschüttungen behalten will, braucht brutto 14.394 Euro. Davon gehen rund 2.394 Euro an das Finanzamt, im Monat sind das 1.199 Euro brutto für 1.000 Euro netto. Den Steuersatz regelt Paragraf 32d des Einkommensteuergesetzes, die Kirchensteuer ist in dieser Rechnung nicht enthalten.
Der Ex-Tag
Was am Tag der Ausschüttung mit deinem Fondsanteil passiert
Eine Ausschüttung kommt nicht zum Wert des Fonds hinzu, sie wird aus ihm herausgenommen. Ab dem sogenannten Ex-Tag wird der Anteil ohne Anspruch auf die Ausschüttung gehandelt, und sein Wert sinkt an diesem Tag um genau den ausgeschütteten Betrag je Anteil. Aus einem Anteil von 100 Euro und einer Ausschüttung von 3 Euro werden so zwei Dinge. Der Anteil ist danach 97 Euro wert, und die 3 Euro liegen auf deinem Konto. Was sich sonst an diesem Tag an der Börse bewegt, kommt dazu oder geht ab, wie an jedem anderen Tag.
Bei einer einzelnen Aktie startet der Kurs am Ex-Tag rechnerisch um die Dividende tiefer, danach entscheiden Angebot und Nachfrage. Warum ein Kursindex diesen Abschlag als Rückgang verbucht und ein Performanceindex nicht, steht in Kursindex und Performanceindex. Die Überweisung sieht jeder auf seinem Konto, den kleineren Anteilswert am selben Morgen sieht kaum jemand, und genau dort steht die zweite Hälfte der Rechnung.
Für die Frage, wie viel Kapital du brauchst, heißt das etwas Unbequemes. Ein Fonds mit 10 Prozent Ausschüttung braucht nur rund 15 Prozent des Kapitals, weil er dir jedes Jahr einen größeren Teil dieses Kapitals überweist. Die Tabelle teilt dieselbe Ausschüttung durch eine größere Zahl, über den Ertrag des Fonds sagt sie damit nichts. Auch wie oft gezahlt wird, ändert an der Summe nichts, bei einem ETF mit wöchentlicher Ausschüttung sind 52 Zahlungen nicht mehr Geld als vier.
Der Gesamtertrag
Was der Fonds verdient, entscheidet, ob das Kapital bleibt
Was ein Fonds dir in einem Jahr bringt, ist sein Gesamtertrag, also die Ausschüttung plus die Veränderung des Anteilswerts. Schüttet er mehr aus, als er insgesamt verdient, schrumpft der Anteilswert um die Differenz. Mit dem Wert schrumpft auch die nächste Ausschüttung, denn sie wird wieder als Prozentsatz dieses Werts gezahlt.
Die Tabelle rechnet das mit einer festen Annahme durch, 6 Prozent Gesamtertrag im Jahr für alle drei Fonds, vor Kosten und Steuer und nominal, also ohne die Inflation herauszurechnen. Beim Fonds mit 10 Prozent Ausschüttung sinkt der Anteilswert dann um 4 Prozent im Jahr. Nach zehn Jahren liegen aus 143.900 Euro noch rund 95.700 Euro im Depot, und die Ausschüttung darauf ist auf rund 9.570 Euro brutto im Jahr gefallen. Beim Fonds mit 1,5 Prozent wächst das Depot im selben Modell auf rund 1,49 Millionen Euro.
Die Annahme gleicher Gesamterträge ist eine Vereinfachung, und sie gilt in beide Richtungen. Ein Fonds mit hoher Ausschüttung kann auch mehr verdienen als ein breiter Weltindex, die Ausschüttungsrendite verrät das nur nicht. Wie lange ein Vermögen bei einer festen Entnahme reicht, hängt zudem am Zeitraum, das zeigt die Rechnung zu 5,06 Prozent Entnahme aus 2,94 Prozent Rendite.
Drei Fonds mit demselben Gesamtertrag von 6 Prozent im Jahr, aber verschiedener Ausschüttung
| 1,5 Prozent | 3 Prozent | 10 Prozent | |
|---|---|---|---|
| Kapital am Anfang | 959.600 Euro | 479.800 Euro | 143.900 Euro |
| Veränderung des Anteilswerts im Jahr | plus 4,5 Prozent | plus 3 Prozent | minus 4 Prozent |
| Depotwert nach zehn Jahren | rund 1.490.200 Euro | rund 644.800 Euro | rund 95.700 Euro |
| Ausschüttung brutto im Jahr danach | rund 22.350 Euro | rund 19.340 Euro | rund 9.570 Euro |
Quelle: Eigene Rechnung
Für wen die Rechnung gilt
Ledig, Aktienfonds, Rentner-Krankenversicherung, und was sich sonst ändert
Die 14.394 Euro gelten für einen Ledigen, der einen Aktienfonds hält, keine Kirchensteuer zahlt und in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert ist. Für Ehepaare mit gemeinsamer Steuererklärung sinkt der Bedarf auf rund 14.070 Euro, weil der Sparerpauschbetrag doppelt so hoch ist. Wer statt eines Fonds einzelne Aktien deutscher Firmen hält, bekommt keine Teilfreistellung und braucht rund 15.941 Euro brutto.
Am stärksten weicht die Krankenversicherung ab. Wer in der Krankenversicherung der Rentner pflichtversichert ist, zahlt nach Paragraf 237 SGB V auf Dividenden, Zinsen und Kursgewinne keine Beiträge. Wer freiwillig gesetzlich versichert ist, zahlt sie dagegen auf alle Einnahmen, und nach den Beitragsgrundsätzen des GKV-Spitzenverbands werden dabei nur 51 Euro Werbungskosten im Jahr abgezogen, kein Sparerpauschbetrag.
Der ermäßigte Beitragssatz liegt bei 14,0 Prozent, dazu kommen 2026 im Schnitt 2,9 Prozent Zusatzbeitrag und für Eltern 3,6 Prozent Pflegeversicherung. Ein freiwillig Versicherter braucht damit für dieselben 12.000 Euro netto rund 17.452 Euro Ausschüttung. Das gilt, solange Rente und Ausschüttung zusammen unter der Beitragsbemessungsgrenze von 5.812,50 Euro im Monat bleiben. Wer privat versichert ist, zahlt einen Beitrag, der vom Einkommen nicht abhängt, für ihn gilt der Grundfall. Wie sich die beiden Systeme grundsätzlich unterscheiden, steht in PKV oder GKV.
Wie viel Ausschüttung für 12.000 Euro netto im Jahr nötig ist, je nach Lage
| Ausschüttung brutto im Jahr | Brutto im Monat | |
|---|---|---|
| Grundfall, ledig, Aktienfonds, Rentner-Krankenversicherung | 14.394 Euro | 1.199 Euro |
| Ehepaar, gemeinsame Steuererklärung | 14.070 Euro | 1.173 Euro |
| Mit Kirchensteuer von 9 Prozent | 14.576 Euro | 1.215 Euro |
| Aktien deutscher Firmen statt Aktienfonds | 15.941 Euro | 1.328 Euro |
| Freiwillig gesetzlich versichert, mit Kindern | 17.452 Euro | 1.454 Euro |
Quelle: Eigene Rechnung, Steuer- und Beitragsstand 2026
Was für Dividenden spricht
Der Vorteil liegt im Verhalten, und er ist echt
Wer von Ausschüttungen lebt, muss nie entscheiden, wann er Anteile verkauft. Das Geld kommt auf das Konto, das Depot bleibt unangetastet, und in einem Crash muss niemand zu schlechten Kursen verkaufen, um die Miete zu zahlen. Viele empfinden das als Ruhe, und diese Ruhe hat einen Wert, auch wenn er in keiner Renditetabelle steht.
Dass sich eine Dividende wie Einkommen anfühlt und ein Anteilsverkauf wie ein Griff ins Ersparte, ist gut untersucht. Die Psychologie dahinter steht in Mentale Buchführung, warum derselbe Euro je nach Konto anders zählt. Wer sich vornimmt, nur auszugeben, was ausgeschüttet wird, hat damit eine brauchbare Bremse gegen zu hohe Entnahmen. Mehr Geld entsteht durch die Regel nicht.
Denselben Betrag kann man auch aus einem Fonds holen, der nichts ausschüttet, indem man jeden Monat Anteile verkauft. Versteuert wird dann nur der Gewinnanteil des Verkaufs, nicht der ganze Betrag, und die Höhe lässt sich frei wählen. Wer Hochdividenden-Fonds wählt, kauft zudem eine andere Mischung. Im FTSE All-World High Dividend Yield machen Technologiewerte am 30. September 2026 knapp 6 Prozent aus, im breiten FTSE All-World gut 36 Prozent, und wie breit ein Welt-ETF tatsächlich streut, zeigt der Artikel zum Klumpenrisiko.
Praxisbeispiel
Ein Jahr mit 1.000 Euro im Monat aus einem Fonds mit 3 Prozent
Nimm den Rechen-Anker dieser Serie, 1.000 Euro netto im Monat zusätzlich zur gesetzlichen Rente, und einen ausschüttenden Fonds mit 3 Prozent. Dafür liegen rund 479.800 Euro im Depot. Viele ausschüttende Welt-ETFs zahlen vierteljährlich, hier also viermal rund 3.598 Euro brutto im Jahr.
Auf die erste Zahlung des Jahres fällt weniger Steuer, weil der Sparerpauschbetrag einen Teil davon aufnimmt, sofern bei der Bank ein Freistellungsauftrag liegt. Netto bleiben rund 3.198 Euro. Die drei späteren Zahlungen sind voll steuerpflichtig, abzüglich der Teilfreistellung, und bringen je rund 2.934 Euro. Zusammen sind es 12.000 Euro netto.
Ein Monatseinkommen ist das nicht von selbst. Zwischen zwei Zahlungen liegen drei Monate, also muss das Geld auf einem Konto liegen und in Raten ausgegeben werden. Und die 3.598 Euro stehen nur so lange fest, wie die Firmen im Fonds ihre Dividenden halten. In einem schlechten Jahr kürzen Unternehmen sie, und der Fonds gibt nur weiter, was er einnimmt.
Häufige Fehler
Wo die Rechnung mit Dividenden am häufigsten schiefgeht
Die meisten Fehler entstehen nicht beim Rechnen, sondern bei der Frage, was die Zahl misst. Eine Ausschüttungsrendite ist eine Auszahlungsquote, und wer sie wie einen Zins liest, hält das Kapital für sicherer, als es ist.
Diese Fehler kosten am meisten:
- Die Ausschüttungsrendite für den Ertrag halten. Sie sagt, wie viel der Fonds auszahlt, nicht wie viel er verdient, und die Differenz kommt aus deinem Kapital.
- Brutto und netto verwechseln. Für 1.000 Euro netto im Monat braucht es 2026 im Grundfall 1.199 Euro brutto, wer mit 1.000 Euro rechnet, hat sein Kapital um ein Sechstel zu klein angesetzt.
- Den Kapitalbedarf an der höchsten Ausschüttung ablesen. Ein Fonds mit 10 Prozent braucht weniger Geld am Anfang, ob es nach zehn Jahren noch da ist, steht in keiner Kapitaltabelle.
- Die Ausschüttung für garantiert halten. Firmen kürzen Dividenden, wenn die Gewinne einbrechen, und das trifft genau die Jahre, in denen auch die Kurse fallen.
- Die Krankenversicherung vergessen. Wer freiwillig gesetzlich versichert ist, braucht für dasselbe Netto rund 3.000 Euro mehr Ausschüttung im Jahr als ein Pflichtversicherter.
Entscheidungshilfe
Fünf Fragen, bevor du mit Dividenden als Einkommen rechnest
Ob Ausschüttungen zu dir passen, entscheidet keine einzelne Zahl. Diese Fragen ordnen die Rechnung für deine Lage.
Geh sie der Reihe nach durch:
- Wie viel brauchst du wirklich netto im Monat? Rechne mit deinen Ausgaben, dann mit dem Bruttobetrag aus der Tabelle für deine Lage.
- Bist du in der Krankenversicherung der Rentner, freiwillig gesetzlich oder privat versichert? Davon hängen im Grundfall rund 3.000 Euro Ausschüttung im Jahr ab.
- Was verdient der Fonds insgesamt, über zehn Jahre und mehr? Diese Zahl steht im Factsheet als Wertentwicklung, die Ausschüttung allein reicht nicht.
- Liegt die Ausschüttung über dem, was der Fonds verdient? Dann sinkt der Anteilswert, und mit ihm die künftigen Zahlungen.
- Brauchst du die feste Zahlung für deine Ruhe, oder würdest du auch Anteile verkaufen? Beides ist legitim, nur kostet es verschieden viel Steuer.
Tiefer
Warum bei 1,5 Prozent Ausschüttung noch eine Steuer dazukommen kann
Ein ausschüttender Fonds kann auch dann eine Vorabpauschale auslösen, wenn er ausschüttet. Nach Paragraf 18 des Investmentsteuergesetzes gilt als Mindestertrag eines Jahres der Wert des Anteils am Jahresanfang mal 70 Prozent des Basiszinses. Für 2026 hat das Bundesfinanzministerium den Basiszins am 13. Januar 2026 auf 3,20 Prozent festgelegt, der Mindestertrag liegt damit bei 2,24 Prozent des Anteilswerts.
Schüttet ein Fonds weniger aus, wird die Differenz zusätzlich besteuert, allerdings nur in einem Jahr, in dem der Anteilswert mindestens um diese Differenz gestiegen ist. Beim Fonds mit 1,5 Prozent und 959.600 Euro Kapital sind das rund 7.100 Euro Vorabpauschale. Nach der Teilfreistellung kostet sie rund 1.311 Euro zusätzliche Steuer. Sie fällt am ersten Werktag des Folgejahres an, und sie wird beim späteren Verkauf vom Gewinn abgezogen. Fonds mit 3 oder 10 Prozent Ausschüttung liegen 2026 über dem Mindestertrag und lösen keine Vorabpauschale aus.
Einordnung
Eine Ausschüttung ist eine Entnahme
Wer von Dividenden lebt, entnimmt seinem Vermögen jedes Jahr einen Teil, genau wie jemand, der Anteile verkauft. Der Unterschied liegt darin, wer den Betrag festlegt. Bei der Ausschüttung tun es die Firmen im Fonds, beim Verkauf tust du es selbst.
Die Kapitaltabelle beantwortet deshalb nur die erste Hälfte der Frage. Sie sagt, wie viel Geld du heute brauchst, um im ersten Jahr 1.000 Euro netto im Monat zu bekommen, in Euro von heute und vor jeder Inflation. Ob dieselbe Kaufkraft in zwanzig Jahren noch ankommt, entscheidet der Gesamtertrag des Fonds nach Kosten, Steuer und Preissteigerung.
Häufige Fragen
- Ist eine hohe Dividendenrendite schlecht?
- Nein. Sie sagt nur, wie viel ein Fonds oder eine Firma auszahlt, nicht wie viel verdient wird. Ob eine hohe Ausschüttung gut ist, hängt daran, ob der Gesamtertrag mithält.
- Muss ich auf Ausschüttungen Steuer zahlen, wenn ich unter 1.000 Euro im Jahr bleibe?
- Nein, solange der Sparerpauschbetrag nicht schon durch andere Kapitalerträge verbraucht ist und bei der Bank ein Freistellungsauftrag liegt. Ohne Auftrag behält die Bank die Steuer ein, und du holst sie über die Steuererklärung zurück.
- Kann ich 1.000 Euro im Monat auch aus einem thesaurierenden ETF bekommen?
- Ja, indem du jeden Monat Anteile verkaufst. Versteuert wird dann nur der Gewinnanteil am Verkaufserlös, und den Betrag legst du selbst fest.
- Gilt die Rechnung auch, wenn ich privat krankenversichert bin?
- Ja. Der private Beitrag hängt nicht vom Einkommen ab, Ausschüttungen erhöhen ihn also nicht. Es bleibt bei 14.394 Euro brutto für 12.000 Euro netto im Grundfall.
Quellen & weiterführende Links
- MSCI, MSCI World Index (USD), Index Factsheet, Stand 30.09.2026
- FTSE Russell, FTSE All-World High Dividend Yield Index, Factsheet, Stand 30.09.2026
- Investmentsteuergesetz, § 20 Teilfreistellung
- Investmentsteuergesetz, § 18 Vorabpauschale
- Einkommensteuergesetz, § 20 Kapitalvermögen (Sparer-Pauschbetrag)
- Einkommensteuergesetz, § 32d Gesonderter Steuertarif für Einkünfte aus Kapitalvermögen
- SGB V, § 237 Beitragspflichtige Einnahmen versicherungspflichtiger Rentner
- GKV-Spitzenverband, Beitragsverfahrensgrundsätze Selbstzahler, Stand 01.01.2025
Zur Entstehung dieses Artikels
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