Sparen & Wachstum

Zinseszins-Rechner: Wie sich dein Geld über die Zeit vermehrt

Gib Anfangskapital, Zinssatz und Laufzeit ein — optional mit monatlicher Sparrate. Der Rechner zeigt dir Endkapital, Einzahlungen und Zinseszins-Ertrag im Überblick. So erkennst du, wie viel dein Geld über die Zeit tatsächlich durch Zinsen auf Zinsen wächst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zeigt, wie sich ein Anfangsbetrag mit Zinseszins über Jahre entwickelt — mit oder ohne regelmäßige Einzahlungen.
  • Das Ergebnis schlüsselt Endkapital, Einzahlungen, Zinseszins-Ertrag und Wachstumsfaktor auf.
  • Geeignet für Einmalanlagen, ETF-Sparpläne und alle, die den Zinseszinseffekt für ihre Situation durchrechnen wollen.
  • Kein Login nötig. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.

Zinseszins berechnen

Wie viel Geld legst du einmalig an?
Angenommener Zinssatz oder durchschnittliche Rendite p.a.
%
Über wie viele Jahre soll das Kapital wachsen?
Jahre

Anleitung

Wie funktioniert der Zinseszins-Rechner?

Du gibst drei Werte ein: dein Anfangskapital, den angenommenen jährlichen Zinssatz und die Laufzeit in Jahren. Optional kannst du eine monatliche Sparrate ergänzen — etwa für einen laufenden Dauerauftrag oder ETF-Sparplan.

Der Rechner berechnet daraus, wie sich dein Kapital Monat für Monat entwickelt. Dabei werden Zinsen nicht nur auf dein eingezahltes Geld berechnet, sondern auch auf die bereits angesammelten Zinsen — das ist der Zinseszinseffekt. Das Ergebnis ist eine nominale Projektion: Steuern, Gebühren und Inflation sind nicht eingerechnet.

Ergebnis

Was sagen dir die Ergebniswerte?

Nach dem Klick auf „Berechnen" zeigt der Rechner vier Kennzahlen. Zusammen geben sie dir ein vollständiges Bild davon, wie sich dein Kapital zusammensetzt und wie stark der Zinseszins gewirkt hat.

Die vier Kennzahlen im Überblick

  • Endkapital: Der Gesamtbetrag nach Ablauf der Laufzeit — deine Einzahlungen plus der gesamte Zinsertrag.
  • Einzahlungen: Was du selbst eingezahlt hast — Anfangskapital plus alle monatlichen Beiträge über die gesamte Laufzeit.
  • Zinseszins-Ertrag: Der Betrag, den allein der Zinseszinseffekt beigesteuert hat. Der Prozentwert zeigt, welchen Anteil am Endkapital die Zinsen ausmachen.
  • Wachstumsfaktor: Endkapital geteilt durch Einzahlungen. Ein Faktor von 2,0× bedeutet: Dein Geld hat sich verdoppelt.
Unterhalb der Kennzahlen findest du eine Jahres-Tabelle, die das Wachstum Jahr für Jahr aufschlüsselt.

Grundlage

Was ist der Zinseszinseffekt?

Beim Zinseszins werden nicht nur auf das ursprüngliche Kapital Zinsen gezahlt, sondern auch auf die bereits angesammelten Zinsen. Dadurch wächst das Vermögen exponentiell statt linear — der Zuwachs beschleunigt sich von Jahr zu Jahr.

Ein Beispiel verdeutlicht den Unterschied: 10.000 € bei 5 % Zinsen ergeben nach einem Jahr 10.500 €. Im zweiten Jahr werden die 5 % auf 10.500 € berechnet — nicht mehr auf 10.000 €. Nach 20 Jahren hättest du mit einfachem Zins (ohne Verzinsung der Zinsen) 20.000 €. Mit Zinseszins sind es über 26.500 € — rund ein Drittel mehr, allein durch Zinsen auf Zinsen.

Einordnung

Warum ist die Laufzeit so wichtig?

Der Zinseszinseffekt braucht Zeit, um seine volle Wirkung zu entfalten. In den ersten Jahren ist der Unterschied zum einfachen Zins gering. Nach 20 oder 30 Jahren kann sich das Ergebnis aber verdoppeln oder verdreifachen.

Deshalb ist früh anfangen oft wichtiger als der exakte Zinssatz. Wer zehn Jahre früher beginnt, profitiert überproportional — auch bei kleinen Beträgen.

Vergleich

Sparrate oder Einmalanlage — was wirkt stärker?

Die Antwort hängt von der Laufzeit ab. Eine hohe Einmalanlage profitiert sofort vom Zinseszinseffekt — das gesamte Kapital arbeitet von Tag eins. Regelmäßige Sparraten bauen das Kapital dagegen schrittweise auf, wobei jede Einzahlung weniger Zeit hat, Zinsen zu sammeln.

In der Praxis ist die Kombination am wirkungsvollsten: Ein Startkapital sorgt für eine solide Basis, regelmäßige Einzahlungen für stetiges Wachstum. Schon 50 oder 100 € pro Monat machen über 20 Jahre einen erheblichen Unterschied — nicht wegen der einzelnen Beträge, sondern weil der Zinseszins auf jede Einzahlung wirkt.

Beispiel: 10.000 € über 20 Jahre bei 5 %

Eine Person legt 10.000 € an und zahlt monatlich 100 € ein, bei einer angenommenen jährlichen Rendite von 5 %.

  1. Eingaben: 10.000 € Anfangskapital, 100 € monatliche Sparrate, 5 % Rendite p.a., 20 Jahre Laufzeit.
  2. Gesamte Einzahlungen: 34.000 € — davon 10.000 € Startkapital und 24.000 € aus monatlichen Beiträgen (240 × 100 €).
  3. Endkapital nach 20 Jahren: ca. 67.600 €.
  4. Zinseszins-Ertrag: ca. 33.600 € — fast so viel wie die gesamten Einzahlungen.
  5. Ohne Rendite hättest du nur deine 34.000 € Einzahlungen. Der Zinseszins verdoppelt das Ergebnis nahezu.
  6. Wachstumsfaktor: ca. 1,99× — dein Geld hat sich in 20 Jahren fast verdoppelt.

Häufige Fragen

Welchen Zinssatz sollte ich annehmen?
Das hängt von der Anlageform ab. Tagesgeld bringt aktuell 2–3 %, breit gestreute ETFs haben historisch 6–8 % p. a. vor Inflation erzielt. Der Rechner arbeitet mit dem Wert, den du eingibst — er stellt keine Prognose dar.
Wie nutze ich den Rechner für meinen ETF-Sparplan?
Trage als Anfangskapital deinen bereits investierten Betrag ein (oder 0, wenn du neu startest). Die monatliche Sparrate entspricht deiner Sparplanrate, der Zinssatz deiner erwarteten Durchschnittsrendite — für globale Aktien-ETFs werden häufig 6–7 % p. a. vor Inflation angesetzt. Beachte: Reale ETF-Renditen schwanken jährlich. Der Rechner zeigt eine gleichmäßige Durchschnittsprojektion, keine Garantie.
Was sagt mir der Wachstumsfaktor?
Der Wachstumsfaktor zeigt, um wie viel sich dein Geld insgesamt vermehrt hat. Ein Faktor von 1,5× bedeutet 50 % Zuwachs durch Zinsen. Ab 2,0× hat sich dein eingesetztes Kapital verdoppelt. Je länger die Laufzeit und je höher der Zinssatz, desto größer fällt der Faktor aus.
Berücksichtigt der Rechner Steuern und Inflation?
Nein. Der Rechner zeigt den nominalen Zinseszinseffekt. Kapitalertragssteuer (ca. 26,4 % inkl. Soli) und Inflation reduzieren die reale Rendite. Für eine reale Einschätzung kannst du den Zinssatz entsprechend niedriger ansetzen — zum Beispiel 2–3 Prozentpunkte abziehen.
Ab welcher Laufzeit lohnt sich der Zinseszinseffekt?
Der Zinseszinseffekt wirkt ab dem ersten Tag, wird aber erst nach einigen Jahren spürbar. Ab etwa 10 Jahren macht er einen deutlichen Unterschied zum einfachen Zins. Nach 20 Jahren oder mehr dominiert der Zinseszins das Ergebnis — der Großteil des Vermögenszuwachses stammt dann aus Zinsen auf Zinsen, nicht aus den Einzahlungen selbst.
Wie unterscheidet sich dieser Rechner vom Sparplan-Rechner?
Der Zinseszins-Rechner zeigt, wie stark Zinsen auf Zinsen wirken — besonders bei Einmalanlagen oder langen Laufzeiten. Der Sparplan-Rechner ist auf regelmäßige monatliche Einzahlungen ausgelegt und beantwortet die Frage: „Ich spare X € pro Monat — was kommt dabei heraus?" Für eine Kombination aus Startkapital und Sparrate kannst du beide Rechner nutzen.

Vom Rechner in die Praxis

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