Rücklage

Notgroschen berechnen: Wie viel Rücklage brauchst du?

Gib deine monatlichen Gesamtausgaben, optional deine Fixkosten, eine Zielspanne und deine vorhandene Rücklage ein. Der Rechner zeigt dir zwei Ziele parallel — eine konservative Mindestbasis aus den Fixkosten und ein Komfort-Ziel aus den Gesamtausgaben. Ein Assistent schlägt dir eine passende Zielspanne vor und erklärt transparent, wie sich die Empfehlung zusammensetzt. Die Szenarien berücksichtigen auf Wunsch Lohnersatzleistungen (ALG I, Krankengeld, Besoldung), und nach Erreichen zeigt der Rechner, was du gegen den Kaufkraftverlust durch Inflation zurücklegen solltest. Ein Wiederaufbau-Block beantwortet die Frage, wie lange es dauert, wenn du einen Teil des Notgroschens tatsächlich brauchst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Zwei Ziele parallel: Mindestbasis aus reinen Fixkosten und Komfort-Ziel aus Gesamtausgaben — so siehst du Untergrenze und Vollschutz gleichzeitig.
  • Individuelle Zielspanne von 3 bis 12 Monaten — ein Assistent schlägt einen Wert vor und erklärt transparent, welche Faktoren zu welcher Anpassung führen.
  • Szenario-Check mit Lohnersatz: ALG I, Krankengeld oder Besoldung werden auf Wunsch von Einkommensausfall-Szenarien abgezogen — realistisch für Angestellte, Beamte oder Selbstständige.
  • Split-Empfehlung mit getrennten Zinssätzen für sofort-verfügbares Konto und Tagesgeld — inklusive jährlichem Zinsertrag je Topf.
  • Wiederaufbau-Rechner: Wie lange dauert es, bis der Notgroschen nach einer Entnahme wieder am Ziel ist?
  • Inflations-Nachpflege nach Erreichen: Wie viel musst du über die Jahre nachlegen, um die Kaufkraft zu halten?
  • Ergebnis als PDF exportieren — zum Teilen oder für die eigene Ablage.
  • Kein Login nötig. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.

Deinen Notgroschen berechnen

Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Mobilität, Freizeit — alles, was du in einem typischen Monat ausgibst.
Nur Miete, Versicherungen, Abos — Beträge, die bei Einkommensausfall weiterlaufen. Rechner zeigt dann parallel eine Mindestbasis.
Wie viele Monatsausgaben soll dein Notgroschen abdecken?
Empfehlung aus deiner Lebenssituationoptional · 3 Monate empfohlen
Lebenssituation
So setzt sich die Empfehlung zusammen
  1. Basis3 Monate
  2. Empfehlung= 3 Monate
ALG I ≈ 60 %, Krankengeld ≈ 70 %, Besoldung bei Beamten nahezu 100 %, Selbstständige 0 %. Vorbelegt aus deiner Beschäftigung — Wert anpassbar.
Empfehlung: 3 Monate
Wie viel hast du bereits als Notgroschen zurückgelegt?
Was möchtest du wissen?
Wie viel kannst du pro Monat zusätzlich zurücklegen?
Zins und Inflationoptional · realistischere Prognose
Zins auf dem Tagesgeld, wo der tiefere Puffer liegt. Aktuell realistisch 2–3 %.
%
Zins auf dem Konto mit Sofortzugriff (Giro 0 %, Tagesgeld 2–3 %). Leer lassen = gleicher Zins wie oben.
%
Zeigt, wie viel du am Zieldatum brauchst, um die heutige Kaufkraft zu sichern.
%

Grundlage

Was ist ein Notgroschen — und warum braucht man ihn?

Ein Notgroschen ist eine finanzielle Rücklage für unerwartete Ausgaben oder Einkommensausfälle. Er liegt getrennt von anderen Sparzielen auf einem jederzeit verfügbaren Konto — typischerweise Giro- oder Tagesgeldkonto.

Der Sinn ist nicht Rendite, sondern Sicherheit. Der Notgroschen soll verhindern, dass du bei einer kaputten Waschmaschine, einer Nachzahlung oder einem Jobverlust auf Dispo, Kredit oder Aktienverkauf im falschen Moment angewiesen bist. Erst wenn die Rücklage steht, lohnt es sich, darüber hinaus gezielt zu sparen oder zu investieren.

Einordnung

Wie hoch sollte dein Notgroschen sein?

Die gängige Empfehlung liegt bei drei bis sechs Netto-Monatsausgaben. Wer ein stabiles Angestelltenverhältnis hat, einen zweiten Verdiener im Haushalt und wenig Verpflichtungen, kommt oft mit drei Monaten aus. Selbstständige, Alleinverdienende oder Haushalte mit Kindern planen eher sechs bis neun Monate ein.

Der Assistent im Rechner nimmt diese Faktoren auf und schlägt dir einen individuellen Wert zwischen drei und zwölf Monaten vor. Die Empfehlung ist transparent aufgeschlüsselt — du siehst Basis plus jede angewandte Anpassung und ihre Begründung. So kannst du die Empfehlung nicht nur annehmen, sondern auch bewusst abweichen.

Die Empfehlung ist eine Orientierung, kein individuelles Gutachten — sie ersetzt keine Beratung, hilft aber, die eigene Situation realistisch einzuordnen.

Einflussfaktoren

  • Beschäftigungsform: Angestellt, verbeamtet, teilzeit, selbstständig oder in Ausbildung — jede Form bringt andere Absicherungen und Kündigungsrisiken mit.
  • Zweitverdiener: Ein zweites Einkommen im Haushalt federt einen Ausfall teilweise ab.
  • Einkommensstabilität: Variable Einkommen (Provision, Saisonarbeit, Selbstständigkeit) brauchen mehr Puffer als feste Monatsgehälter.
  • Abhängige: Jedes Kind oder mitversorgte Haushaltsmitglied erhöht den Bedarf.

Zwei Perspektiven

Mindestbasis und Komfort-Ziel parallel

Bei Einkommensausfall laufen nicht alle Ausgaben weiter — Miete, Strom, Versicherungen und Abos schon, Lebensmittel und Freizeit lassen sich kurzfristig reduzieren. Wenn du im Rechner neben den Gesamtausgaben zusätzlich nur die Fixkosten einträgst, berechnet er zwei Ziele parallel: eine Mindestbasis, die ausschließlich die weiterlaufenden Fixkosten für deine Zielspanne abdeckt, und das Komfort-Ziel, das den gewohnten Lebensstil absichert.

Beides hat seinen Sinn: Die Mindestbasis ist der konservative Notpuffer — ab hier weißt du sicher, dass die laufenden Verträge über deine Zielspanne bedient werden können. Das Komfort-Ziel ist der realistische Vollschutz für einen Ausfall ohne Alltagseinschnitte. Wer aus dem Haushaltsrechner kommt, kann beide Werte mit einem Klick übernehmen.

Lohnersatz

Was im Ernstfall tatsächlich fehlt

Viele rechnen mit „drei Monate Einkommensausfall = drei Monatsausgaben aus der Rücklage". Das überschätzt den Bedarf für Angestellte und Beamte und unterschätzt ihn für Selbstständige. In Deutschland greifen typischerweise Lohnersatzleistungen: Arbeitslosengeld I ersetzt etwa 60 % des letzten Nettos (67 % mit Kind), Krankengeld rund 70 % und verbeamtete Beschäftigte erhalten bei Krankheit nahezu die volle Besoldung. Selbstständige ohne freiwillige Versicherung bekommen nichts.

Der Rechner kann diese Quote in den Einkommensausfall-Szenarien berücksichtigen. Vorbelegt wird ein grober Richtwert passend zu deiner Beschäftigung, den du selbst anpassen kannst. Dann zeigt das Szenario nur noch die Lücke, die der Notgroschen tatsächlich schließen muss — bei einem angestellten Haushalt mit 1.800 € Ausgaben und 60 % Lohnersatz sind das 720 € pro Monat statt 1.800 €. Für Selbstständige bleibt der volle Bedarf stehen.

Nach der Nutzung

Wiederaufbau statt Einmalrechnung

Ein Notgroschen wird benutzt. Genau dafür ist er da — aber nach einer Entnahme steht die Rücklage nicht mehr vollständig. Sobald dein Ziel erreicht oder fast erreicht ist, zeigt der Rechner einen Wiederaufbau-Block: Du wählst einen typischen Entnahmebetrag (500 €, 1.000 €, 2.500 €, 5.000 €) oder trägst einen eigenen ein — der Rechner berechnet, wie lange es bei deiner aktuellen Sparrate dauert, bis du wieder am Zielbetrag bist. Mit und ohne Tagesgeldzins.

Der Block ist kein akademisches Feature, sondern eine Planungshilfe: Wer weiß, dass eine 2.000-€-Entnahme bei 200 € Sparrate zehn Monate Wiederaufbau bedeutet, kann Entscheidungen im Ernstfall realistisch einordnen — etwa ob eine Reparatur lieber über Raten laufen sollte oder ob der Notgroschen selbst die beste Option ist.

Aufbau

Wie baust du den Notgroschen sinnvoll auf?

Der Rechner zeigt dir die Aufbauzeit in zwei Richtungen: Entweder gibst du eine monatliche Sparrate ein und siehst, wann du das Ziel erreichst — oder du legst ein Zieldatum fest und bekommst die dafür nötige Sparrate zurückgerechnet. Die Meilensteine (Starter-Puffer, 1 Monatsausgabe, halbes Ziel, volles Ziel) teilen den Weg in greifbare Zwischenschritte auf.

Wenn dein Notgroschen auf einem verzinsten Tagesgeldkonto liegt, trägt der Zins einen kleinen Teil zum Aufbau bei. Inflation wirkt in die andere Richtung: Ein Ziel von heute 5.400 € entspricht in zwei Jahren bei 2 % Inflation rund 5.620 € nominal, die du brauchst, um dieselbe Kaufkraft zu halten. Beide Werte sind Annahmen, keine Prognosen — sie helfen bei der Planung, ersetzen aber keine regelmäßige Anpassung an die reale Entwicklung.

Nach dem Ziel

Kaufkraft halten, auch wenn der Betrag schon steht

Ein erreichter Notgroschen ist kein Endzustand. Jedes Jahr erodiert seine Kaufkraft durch Inflation — bei 2 % pro Jahr entspricht ein heute ausreichendes Ziel von 5.400 € in drei Jahren nominalen 5.730 €, um dieselben Rechnungen bezahlen zu können. Wer nach Erreichen nichts nachlegt, hat in fünf Jahren real weniger Schutz als heute.

Sobald dein Ziel erreicht ist, zeigt der Rechner eine kleine Projektion: Wie viel ist in einem bis zehn Jahren bei der eingetragenen Inflationsrate zusätzlich nötig, und welcher monatliche Topf reicht dafür aus? Der Betrag ist oft klein (ein mittlerer Notgroschen braucht bei 2 % Inflation rund 10 € pro Monat Nachschub), aber er lohnt sich — er ist der Unterschied zwischen „einmal aufgebaut" und „dauerhaft tragend".

Aufteilung

Wo legst du den Notgroschen am besten an?

Der Notgroschen muss verfügbar sein — das ist sein eigentlicher Zweck. Deshalb sind Tagesgeldkonto oder Girokonto die üblichen Orte. Festgeld, Aktien oder ETFs sind nicht geeignet, weil du im Ernstfall entweder nicht oder nur mit Verlust an das Geld kommst.

Sinnvoll ist eine Zweiteilung: Eine Monatsausgabe als Liquiditätsreserve direkt auf dem Girokonto oder Tagesgeld mit Sofortzugriff, der Rest als tieferer Puffer auf einem separaten Tagesgeldkonto mit besserem Zins. So hast du die erste Überraschung sofort griffbereit und musst für den Rest nur eine einfache Überweisung machen. Im Rechner kannst du für beide Töpfe getrennte Zinssätze eintragen — dann siehst du neben der Aufteilung auch den tatsächlichen Zinsertrag pro Jahr je Konto und in Summe.

Beispiel: Lisa, Angestellte mit 1.800 € Ausgaben und 1.100 € Fixkosten

Lisa ist 32, fest angestellt, lebt in einer Partnerschaft mit zweitem Einkommen und hat keine Kinder. Sie gibt monatlich 1.800 € für notwendige Ausgaben aus (Miete, Lebensmittel, Versicherungen, Mobilität), davon 1.100 € Fixkosten (Miete, Versicherungen, Abos). Sie hat bereits 2.000 € zurückgelegt und nutzt den Assistenten.

  1. Lebenssituation: Angestellt, Zweitverdiener, stabiles Einkommen, keine Abhängigen → Empfehlung 3 Monate (Basis 3 + keine Anpassungen).
  2. Komfort-Ziel: 3 × 1.800 = 5.400 €. Mindestbasis (nur Fixkosten): 3 × 1.100 = 3.300 €.
  3. Vorhandene Rücklage 2.000 € → Komfort-Deckung 37 %, Mindestbasis-Deckung 61 %.
  4. Meilensteine: Starter-Puffer (1.000 €) und 1 Monatsausgabe (1.800 €) erreicht; halbes Ziel (2.700 €) und voll abgesichert (5.400 €) offen.
  5. Szenario-Check mit 60 % Lohnersatz (ALG I): Autoreparatur, Haushaltsgroßgerät, Zahnersatz und Steuernachzahlung heute gedeckt. Drei Monate Einkommensausfall reduzieren sich von 5.400 € auf 2.160 € — damit ebenfalls gedeckt. Sechs Monate (4.320 € nach Lohnersatz → Lücke 2.320 €) und Umzug mit Kaution noch offen.
  6. Bei 200 € Sparrate pro Monat: 17 Monate bis zum Komfort-Ziel. Mit 2,5 % Tagesgeldzins: 16 Monate.
  7. Nach Erreichen: Bei 2 % Inflation braucht Lisa in drei Jahren ≈ 5.730 €, also rund 9 € Nachschub pro Monat, um die Kaufkraft zu halten.

Häufige Fragen

Wo sollte ich meinen Notgroschen anlegen?
Am besten auf einem separaten Tagesgeldkonto, das jederzeit verfügbar ist. Der Notgroschen sollte nicht investiert sein — er muss schnell und ohne Verlustrisiko abrufbar sein, auch wenn die Börse gerade schlecht läuft. Festgeld oder ETFs sind für diesen Zweck ungeeignet.
Soll ich zuerst sparen oder zuerst Schulden tilgen?
In der Regel lohnt es sich, zuerst einen kleinen Notgroschen aufzubauen — etwa 1.000 € als Starter-Puffer — und dann hochverzinste Schulden wie Dispo oder Konsumkredite zu tilgen. Ohne jede Rücklage führt die nächste unerwartete Ausgabe sonst direkt zu neuen Schulden. Den vollen Notgroschen baust du parallel zur Tilgung oder danach auf.
Wie lange dauert es, einen Notgroschen aufzubauen?
Das hängt von deiner monatlichen Sparrate und deinem Startpuffer ab. Der Rechner zeigt dir zwei Perspektiven: Bei gegebener Sparrate die Aufbauzeit — bei festem Zieldatum die nötige Sparrate. Ein Tagesgeldzins verkürzt die Dauer geringfügig. Rechenbeispiel: Wer 5.400 € Ziel und bereits 2.000 € Rücklage hat, ist bei 200 € Sparrate pro Monat nach rund 17 Monaten am Ziel. Ohne Startpuffer wären es bei derselben Rate etwa 27 Monate.
Muss ich wegen Inflation mehr zurücklegen?
Wenn der Aufbau länger dauert, ja — aber nur geringfügig. Bei 2 % Inflation und 17 Monaten Aufbauzeit steigt der Kaufkraft-Betrag um etwa 3 %. Der Rechner zeigt dir diesen Aufschlag als eigenen Block im Ergebnis, sobald du einen Inflationswert eingibst. Bei realistischen Werten bleibt der Effekt klein, bei sehr langen Aufbauzeiten oder hoher Inflation wird er relevant.
Wie zuverlässig ist die Empfehlung aus meiner Lebenssituation?
Die Empfehlung ist eine Orientierung, kein individuelles Gutachten. Der Assistent wertet vier grobe Faktoren aus (Beschäftigung, Zweitverdiener, variables Einkommen, Abhängige) und kombiniert sie zu einem Richtwert zwischen drei und zwölf Monaten. Spezifische Themen wie Berufsunfähigkeitsversicherung, bevorstehende größere Anschaffungen oder Immobilienbesitz fließen nicht ein. Nutze den Wert als Ausgangspunkt und passe ihn bei Bedarf nach oben oder unten an.
Was sagt der Vergleich mit dem deutschen Durchschnitt aus?
Laut Statistischem Bundesamt (Erhebung Leben in Europa, EU-SILC 2024) konnten 32,2 % der Bevölkerung in Deutschland eine unerwartete Ausgabe von mindestens 1.250 € nicht aus eigenen Mitteln decken. Der Rechner zeigt dir, auf welcher Seite dieser Schwelle du aktuell stehst. Die Kennzahl ist kein Ziel, sondern eine Einordnung — sie macht deutlich, wie verbreitet fehlende Rücklagen sind.
Wie unterscheidet sich der Notgroschen-Rechner vom Sparrechner?
Der Notgroschen-Rechner bestimmt die empfohlene Rücklagenhöhe anhand deiner Ausgaben und Lebenssituation. Er beantwortet die Frage "Wie viel Sicherheitspuffer brauche ich und welche Notfälle kann ich heute abfangen?". Der Sparplan- und Sparziel-Rechner setzen dort an, wo der Notgroschen steht, und zeigen, wie sich eine Sparrate über viele Jahre entwickelt — typischerweise für Vermögensaufbau, nicht für Absicherung.
Wozu das Feld „Davon Fixkosten" — warum zwei Ziele?
Bei Einkommensausfall laufen nicht alle Ausgaben weiter. Miete, Versicherungen und Abos schon, Lebensmittel und Freizeit lassen sich reduzieren. Wenn du neben den Gesamtausgaben auch die reinen Fixkosten einträgst, rechnet der Notgroschen-Rechner parallel zwei Ziele: eine Mindestbasis aus den Fixkosten (konservative Untergrenze) und ein Komfort-Ziel aus den Gesamtausgaben (Vollschutz ohne Alltagseinschränkungen). Das Feld ist optional — wer es leer lässt, bekommt wie bisher nur das Komfort-Ziel.
Was bedeutet „Lohnersatz" im Szenario-Check?
Bei Krankheit oder Arbeitslosigkeit fließt in Deutschland typischerweise Geld aus Lohnersatzleistungen weiter: Arbeitslosengeld I etwa 60 % vom letzten Netto (67 % mit Kind), Krankengeld rund 70 %, Besoldung bei Beamten nahezu 100 %. Selbstständige ohne freiwillige Versicherung bekommen nichts. Wenn du im Assistenten einen Prozentwert einträgst, reduziert der Rechner die Einkommensausfall-Szenarien um diesen Anteil — dann zeigt er nur die echte Lücke, nicht den Bruttobedarf.
Wofür ist der Wiederaufbau-Block im Ergebnis?
Sobald dein Notgroschen das Ziel (fast) erreicht hat, zeigt der Rechner einen Wiederaufbau-Block: Du wählst einen typischen Entnahmebetrag (500 €, 1.000 €, 2.500 € oder 5.000 €) oder trägst einen eigenen ein. Der Rechner berechnet daraus, wie lange es bei deiner aktuellen Sparrate dauert, bis die Rücklage wieder am Zielbetrag steht. Das ist keine akademische Spielerei, sondern eine Planungshilfe — wer die Wiederaufbau-Dauer kennt, kann im Ernstfall besser entscheiden, ob der Notgroschen angebrochen oder eine andere Option gewählt wird.
Warum kann ich zwei Zinssätze eintragen?
Die sinnvolle Aufteilung ist: Eine Monatsausgabe auf einem sofort verfügbaren Konto — Giro (typisch 0 %) oder Tagesgeld (aktuell 2–3 %) — der Rest auf einem separaten Tagesgeldkonto mit besserem Zins. Wenn beide Konten unterschiedlich verzinst sind, ergibt ein einzelner Zinssatz ein verzerrtes Bild. Mit getrennten Raten rechnet der Split-Block den tatsächlichen Zinsertrag pro Jahr je Topf aus und weist den gewichteten Gesamtzinssatz aus. Wer nur einen Satz angibt, verwendet ihn automatisch für beide Töpfe.
Muss ich den Notgroschen nach Erreichen weiter aufstocken?
Ja, aber meist nur geringfügig. Ein erreichter Notgroschen erodiert durch Inflation: Bei 2 % pro Jahr entspricht ein heute ausreichendes Ziel von 5.400 € in drei Jahren nominalen 5.730 €, um dieselben Rechnungen zahlen zu können. Der Rechner zeigt nach Erreichen einen Maintenance-Block mit einem Zeithorizont-Slider (1 bis 10 Jahre) und dem monatlichen Nachschub, der nötig ist, um die Kaufkraft konstant zu halten. Der Betrag ist oft klein (bei mittlerem Notgroschen rund 10 € pro Monat), aber strukturell wichtig.
Kann ich das Ergebnis als PDF speichern?
Ja. Nach der Berechnung erscheint unter dem Ergebnis ein Button „Als PDF speichern". Die Datei wird lokal in deinem Browser erstellt und enthält deine Eingaben (Gesamtausgaben, Fixkosten, Zielspanne, Sparrate oder Wunsch-Aufbaudauer), das Komfort-Ziel mit Deckungsgrad und Lücke, die Meilensteine sowie — falls eingegeben — die Mindestbasis aus reinen Fixkosten. Es werden keine Daten an Portora oder Dritte übertragen.

Vom Rechner in die Praxis

Deine Rücklage im Blick behalten

Ein Rechner zeigt dir die Ziellinie — die tägliche Entwicklung deiner Rücklage zeigt dir Portora. Im Dashboard siehst du den Kontostand im Zeitverlauf und erkennst frühzeitig, ob dein Notgroschen wächst oder durch laufende Ausgaben schrumpft.