50-30-20-Rechner: Budget nach der 50-30-20-Regel aufteilen
Gib dein monatliches Nettoeinkommen und deine tatsächlichen Ausgaben in den drei Bereichen ein. Wähle zwischen der klassischen 50-30-20-Regel, der Übergangsvariante 55-25-20 oder der Hochmiete-Variante 60-20-20 — passend zu deiner Wohn- und Einkommenssituation. Der Rechner zeigt dir für die gewählte Variante die Soll-Beträge, vergleicht sie mit deiner tatsächlichen Verteilung und ordnet deine Sparrate gegenüber dem deutschen Durchschnitt ein.
Das Wichtigste in Kürze
- Drei Regelvarianten wählbar: klassisch (50-30-20), Übergang (55-25-20) und Hochmiete (60-20-20).
- Zeigt konkrete Eurobeträge pro Bereich, vergleicht sie mit deiner tatsächlichen Verteilung und ordnet deine Sparrate gegenüber dem deutschen Durchschnitt (Destatis) ein.
- Umschichtungs-Szenario mit Schiebereglern, Jahresperspektive und optionale Sondertilgung getrennt erfassbar.
- Die Regel ist ein Orientierungsrahmen — Abweichungen sind in vielen Lebenslagen normal und sinnvoll.
- Ergebnis als PDF exportieren — zum Teilen oder für die eigene Ablage.
- Kein Login nötig. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
Dein Budget nach der 50-30-20-Regel prüfen
Welche Variante passt zu dir?
Die klassische 50-30-20-Regel stammt aus den USA. In Deutschland sind je nach Wohnort andere Aufteilungen realistischer — die Regel ist ein Orientierungsrahmen, kein starres Ziel.
Anleitung
Wie funktioniert der 50-30-20-Rechner?
Du wählst zuerst eine Regelvariante: klassisch (50-30-20), Übergang (55-25-20) oder Hochmiete (60-20-20). Dann trägst du dein monatliches Nettoeinkommen und deine tatsächlichen Ausgaben in den drei Kategorien ein — Grundbedürfnisse, persönliche Wünsche und Sparen. Optional kannst du eine Sondertilgung separat erfassen; sie wird dem Sparen zugerechnet, während die Mindest-Tilgung zu den Grundbedürfnissen gehört.
Der Rechner zeigt dir für jede Kategorie den Soll-Betrag der gewählten Variante und stellt ihn deiner tatsächlichen Verteilung als Balkenvergleich gegenüber. Zusätzlich siehst du die Jahresperspektive deiner Aufteilung, deine Sparrate im Vergleich zum deutschen Durchschnitt (Destatis) und ein Umschichtungs-Szenario mit Schiebereglern — so lassen sich Was-wäre-wenn-Fragen direkt durchspielen, ohne die Eingaben neu zu tippen. Je nach Ergebnis verlinkt der Rechner auf passende Folgerechner wie Notgroschen, Sparplan, Fixkostenquote oder Haushaltsrechner.
Hintergrund
Was ist die 50-30-20-Regel?
Die 50-30-20-Regel wurde von Elizabeth Warren und Amelia Warren Tyagi in ihrem Buch „All Your Worth" beschrieben. Sie bietet eine einfache Struktur: Maximal 50 % des Nettoeinkommens für Grundbedürfnisse, 30 % für persönliche Wünsche, mindestens 20 % für Sparen und Tilgung.
Die Idee dahinter: Wer mindestens 20 % spart und höchstens 50 % für Fixkosten ausgibt, behält langfristig einen finanziell stabilen Rahmen. Die Regel funktioniert besonders gut bei mittleren Einkommen — bei niedrigem Einkommen oder hohen Wohnkosten kann die Verteilung strukturell abweichen. Genau dafür bietet der Rechner die beiden Varianten 55-25-20 und 60-20-20, die den Grundbedürfnissen mehr Raum geben, ohne die Sparrate zu senken.
Zuordnung
Welche Ausgaben gehören in welche Kategorie?
Die Zuordnung hängt davon ab, ob eine Ausgabe notwendig oder optional ist. Die Grenze ist nicht immer scharf — ein Fitnessstudio-Abo kann für den einen Grundbedürfnis sein, für den anderen Wunsch.
Typische Zuordnungen
- Grundbedürfnisse (50–60 %, je nach Variante): Miete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, ÖPNV, Mindest-Tilgung von Krediten.
- Persönliche Wünsche (20–30 %, je nach Variante): Streaming, Essen gehen, Kleidung, Freizeit, Hobby.
- Sparen (20 %, konstant über alle Varianten): Notgroschen, ETF-Sparplan, Sondertilgung über die Mindestrate hinaus, Rücklagen für größere Ziele.
Beispiel: 2.800 € netto aufteilen
Eine Person verdient 2.800 € netto im Monat und möchte die 50-30-20-Regel anwenden.
- Nettoeinkommen: 2.800 € pro Monat.
- Grundbedürfnisse (50 %): 1.400 € — Miete, Strom, Versicherungen, Lebensmittel, Mobilität.
- Persönliche Wünsche (30 %): 840 € — Freizeit, Abos, Essen gehen, Kleidung.
- Sparen (20 %): 560 € — Notgroschen aufbauen, Sparplan oder Sondertilgung.
- Tatsächliche Grundbedürfnisse: 1.550 € → 55,4 % des Einkommens. In der klassischen 50-30-20-Regel ein leichter Überschuss — in der Variante 55-25-20 liegt die Verteilung im Rahmen.
Häufige Fragen
- Welche Variante soll ich wählen?
- Als Ausgangspunkt eignet sich die klassische 50-30-20-Regel — sie funktioniert bei mittleren Einkommen und moderaten Wohnkosten. Liegen deine Grundbedürfnisse regelmäßig zwischen 50 und 60 Prozent des Einkommens, ist die Übergangsvariante 55-25-20 realistischer. Bei hohen Mieten in Großstädten oder niedrigen Einkommen passt die Hochmiete-Variante 60-20-20 am besten. In allen drei Varianten bleibt die Sparrate bei 20 Prozent — angepasst wird nur das Verhältnis zwischen Bedürfnissen und Wünschen.
- Ist die 50-30-20-Regel für jedes Einkommen geeignet?
- Die Regel funktioniert am besten als Orientierungsrahmen. Bei niedrigem Einkommen oder hohen Fixkosten ist es normal, dass die Verteilung strukturell abweicht — in diesen Fällen sind die Varianten 55-25-20 oder 60-20-20 die realistischere Orientierung. Entscheidend ist nicht die exakte Einhaltung, sondern ein bewusster Umgang mit den drei Bereichen.
- Was zählt als Nettoeinkommen?
- Das Nettoeinkommen ist der Betrag, der nach Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen auf deinem Konto eingeht. Kindergeld oder andere regelmäßige Zuflüsse kannst du dazurechnen.
- Was ist, wenn ich mehr als 50 % für Grundbedürfnisse ausgebe?
- Das kommt häufig vor — besonders in Städten mit hohen Mieten oder bei niedrigen Einkommen. Für genau diesen Fall bietet der Rechner die Variante Hochmiete (60-20-20): Sie räumt den Grundbedürfnissen mehr Raum ein, ohne die Sparrate zu senken. Alternativ bleibt die klassische 50-30-20-Regel als Ziel — dann lohnt ein Blick auf Wünsche oder einzelne Fixkosten, wo sich oft etwas reduzieren lässt. Die Regel zeigt die Richtung, nicht die Pflicht.
- Wie gehe ich mit Schuldentilgung um?
- Die Regel unterscheidet zwischen Mindest-Tilgung und Sondertilgung. Die Mindest-Tilgung eines Kredits ist vertraglich festgelegt und gehört zu den Grundbedürfnissen (50–60 %). Alles, was du freiwillig darüber hinaus tilgst, ist Vermögensaufbau und zählt zum Sparen (20 %). Der Rechner hat dafür ein separates Feld für Sondertilgung — so bleibt deine Sparrate ehrlich ausgewiesen.
- Wie unterscheidet sich dieser Rechner vom Haushaltsrechner?
- Der Haushaltsrechner zeigt, was nach allen Ausgaben übrig bleibt. Der 50-30-20-Rechner ordnet deine Ausgaben bewusst in drei Kategorien ein und vergleicht sie mit dem Richtwert der gewählten Regelvariante. Das hilft nicht nur beim Rechnen, sondern beim Priorisieren.
- Kann ich das Ergebnis als PDF speichern?
- Ja. Nach der Berechnung erscheint unter dem Ergebnis ein Button „Als PDF speichern". Die Datei wird lokal in deinem Browser erstellt und enthält dein Nettoeinkommen, deine aktuelle Verteilung auf die drei Kategorien, die empfohlene Verteilung der gewählten Variante, die Jahresperspektive und den Sparquoten-Benchmark gegen den deutschen Durchschnitt. Es werden keine Daten an Portora oder Dritte übertragen.
Vom Rechner in die Praxis
Deine Aufteilung laufend im Blick behalten
Wenn du nicht nur einmal rechnen, sondern dein Budget laufend verfolgen willst, ist Portora der nächste Schritt. Du siehst, wie sich deine Ausgaben auf Grundbedürfnisse, Wünsche und Sparen verteilen — automatisch und aktuell.