Sparen & Wachstum

Rechner

Sparziel berechnen: Wie viel musst du monatlich sparen?

Gib deinen Zielbetrag, die gewünschte Laufzeit und eine angenommene Rendite ein, optional mit vorhandenem Startkapital. Der Rechner zeigt die nötige monatliche Rate, vergleicht sie über drei Renditeszenarien und macht sichtbar, wie sich Laufzeit und Rate gegeneinander austauschen lassen. Auf Wunsch rechnet er Inflation in den Zielbetrag ein oder nimmt eine jährlich steigende Sparrate an.

Sparziel berechnen

Welchen Betrag möchtest du erreichen?
€
In wie vielen Jahren willst du dein Ziel erreichen?
Jahre
Wie viel hast du bereits zur Verfügung? (optional)
€
Angenommene jährliche Rendite, z. B. 4 % für breit gestreute ETFs.
%
Sparrate steigert sich jährlichoptional · senkt die nötige Startrate
Die Sparrate wächst zu jedem Jahresstart um diesen Prozentsatz, etwa im Tempo von Lohnsteigerungen.
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Zielbetrag in heutiger Kaufkraft haltenoptional · rechnet Inflation in den Zielbetrag ein
Langfristiger Durchschnitt: ~2 %. EZB-Zielgröße.
%

Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Deine Eingaben werden nicht an uns übertragen oder gespeichert.

Anleitung

Wie funktioniert der Sparziel-Rechner?

Du gibst vier Basiswerte ein: Zielbetrag, Laufzeit in Jahren, angenommene jährliche Rendite und ein optionales Startkapital. Der Rechner löst die Sparplanformel nach der monatlichen Rate auf und zeigt, wie viel du jeden Monat zurücklegen musst.

Darunter siehst du drei Renditeszenarien parallel (pessimistisch, deine Annahme, optimistisch). So wird sichtbar, wie stark deine Rate von der Renditeannahme abhängt. Die Tabelle „Laufzeit gegen Rate tauschen" zeigt, was passiert, wenn du das Ziel ein paar Jahre früher oder später erreichen willst.

Optional kannst du deinen Zielbetrag an die künftige Kaufkraft anpassen oder eine jährlich steigende Sparrate annehmen. Kapitalertragssteuer und Fondsgebühren bleiben außen vor. Der Rechner denkt vom Ziel zur Rate. Wer umgekehrt wissen will, was aus einer festen Rate wird, und dabei Steuern und Kosten einrechnen möchte, nutzt den Sparplan-Rechner.

Einordnung

Warum die Rendite bei kurzen Zielen kaum etwas ändert

Viele setzen eine hohe Rendite an, damit die nötige Rate kleiner wird. Das wirkt aber nur bei langen Laufzeiten, denn Zinsen auf Zinsen brauchen Zeit, bis sie spürbar werden. Bei einem Ziel in drei Jahren stammt fast das ganze Geld aus deinen eigenen Einzahlungen.

Je kürzer die Laufzeit, desto weniger hängt deine Rate von der Renditeannahme ab. Für kurze Ziele ist deshalb wichtiger, wie viel du jeden Monat verlässlich zurücklegen kannst, als welche Anlage die meisten Zinsen verspricht.

Nötige Monatsrate ohne Zinsen und mit 6 % Rendite, ohne Startkapital

  • 12.000 € in 3 Jahren: 333 € ohne Zinsen, 306 € mit 6 %, also rund 8 % weniger.
  • 20.000 € in 5 Jahren: 333 € ohne Zinsen, 288 € mit 6 %, rund 14 % weniger.
  • 60.000 € in 12 Jahren: 417 € ohne Zinsen, 289 € mit 6 %, rund 31 % weniger.
  • 100.000 € in 20 Jahren: 417 € ohne Zinsen, 221 € mit 6 %, rund 47 % weniger.
Die Werte setzen eine gleichmäßige Rendite ohne Schwankungen und ohne Steuern voraus. Wie verlässlich eine solche Annahme ist, hängt wiederum von der Laufzeit ab.

Hintergrund

Welche Rendite zu welcher Laufzeit passt

Breit gestreute Aktien-ETFs haben historisch im langjährigen Durchschnitt 6 bis 7 % pro Jahr erzielt, vor Inflation. Einzelne Jahre sahen ganz anders aus, 2008 verlor ein weltweiter Aktienindex mehr als ein Drittel seines Werts. Wer ein Ziel in drei Jahren hat, kann einen solchen Einbruch kaum aufholen. Wer 20 Jahre Zeit hat, hatte dafür in der Vergangenheit meist genug Zeit.

Daraus folgt eine Faustregel. Für Ziele unter etwa fünf Jahren rechnest du besser mit Zinsen für Tagesgeld oder Festgeld als mit Aktienrenditen. Erst ab etwa zehn Jahren ist eine Aktienrendite als Annahme vertretbar, und auch dann lohnt ein Blick auf das pessimistische Szenario im Ergebnis. Über die Schaltflächen unter dem Eingabefeld übernimmst du typische Werte für Tagesgeld, Festgeld, Anleihen-ETF oder Weltaktien-ETF.

Typische Orientierungswerte vor Inflation und Steuern

  • 0 %: reine Sparleistung ohne Verzinsung, etwa auf dem Girokonto.
  • 1 bis 3 %: Tagesgeld oder Festgeld, passend für kurze Laufzeiten.
  • 4 bis 5 %: vorsichtige Annahme für breit gestreute ETFs bei langer Laufzeit.
  • 6 bis 7 %: historischer Durchschnitt globaler Aktienmärkte, nur für lange Laufzeiten sinnvoll.
Vergangene Renditen sind keine Garantie für die Zukunft, und die Faustregel ersetzt keine Anlageberatung. Die Szenario-Bandbreite im Ergebnis zeigt, wie stark deine Rate auf eine schwächere Rendite reagiert.

Kaufkraft

Wann du das Ziel an die Inflation anpassen solltest

Ein Zielbetrag in Euro verliert mit der Zeit an Kaufkraft. Sparst du heute für ein Auto, das 25.000 € kostet, kostet ein vergleichbares Auto in fünf Jahren bei 2 % Inflation rund 27.600 €. Mit der Option „Zielbetrag in heutiger Kaufkraft halten" rechnet der Rechner diesen Aufschlag ein. Bei 2 % Rendite steigt die nötige Rate dadurch von rund 397 € auf 438 € im Monat.

Die Anpassung lohnt sich bei Zielen, deren Preis mit dem allgemeinen Preisniveau steigt, etwa Auto, Renovierung oder Eigenkapital für eine Immobilie. Bei einem festen Eurobetrag, etwa einer im Kreditvertrag vereinbarten Sondertilgung, brauchst du sie nicht. Die 2 % entsprechen dem Inflationsziel der Europäischen Zentralbank. Wie hoch die Inflation tatsächlich ausfällt, weiß niemand im Voraus.

Beispiel: 50.000 € in 10 Jahren ansparen

Eine Person möchte in 10 Jahren 50.000 € ansparen. Sie hat bereits 5.000 € zur Verfügung und rechnet mit einer jährlichen Rendite von 4 %.

  1. Zielbetrag: 50.000 €.
  2. Startkapital: 5.000 €, Laufzeit: 10 Jahre, Rendite: 4 % p.a.
  3. Erforderliche Sparrate: ca. 290 € pro Monat.
  4. Davon Einzahlungen: ca. 39.800 €, Zinsertrag: ca. 10.200 €.
  5. Ohne Rendite (0 %) wäre die Rate ca. 375 €. Die Rendite spart rund 85 € pro Monat.
  6. Im pessimistischen Szenario (1 % p.a.) läge die Rate bei rund 353 €, im optimistischen (7 %) bei rund 235 €. Nach zehn Jahren hat die Rendite also bereits spürbaren Hebel.
  7. Soll die Kaufkraft von heute 50.000 € erhalten bleiben, steigt der nominale Zielbetrag bei 2 % Inflation auf rund 61.000 €, die Rate entsprechend auf rund 365 €.

Häufige Fragen

Kann ich den Rechner auch ohne Rendite nutzen?
Ja. Setze die Rendite auf 0 %. Dann zeigt der Rechner die reine Sparleistung, die du brauchst, ohne Zinseffekt. Das ist die konservativste Schätzung.
Was passiert, wenn mein Startkapital schon ausreicht?
Wenn dein Startkapital zusammen mit der erwarteten Rendite dein Ziel bereits erreicht, zeigt der Rechner eine Sparrate von 0 €. Du musst dann nichts zusätzlich zurücklegen.
Berücksichtigt der Rechner Steuern, Gebühren oder Inflation?
Inflation kannst du optional einrechnen, über die Option „Zielbetrag in heutiger Kaufkraft halten". Der Rechner passt den Zielbetrag dann an den Kaufkraftverlust über die Laufzeit an. Kapitalertragssteuer und Fondsgebühren sind hier nicht enthalten. Dafür ist der Sparplan-Rechner gedacht, der alle drei Effekte auf das Endkapital gemeinsam abbilden kann, inklusive 30 % Teilfreistellung für Aktien-ETFs.
Was zeigt die Renditebandbreite (pessimistisch, deine Annahme, optimistisch)?
Drei Renditeszenarien rund um deine Annahme, pessimistisch (−3 Prozentpunkte), deine Annahme und optimistisch (+3 Prozentpunkte). Für jedes Szenario rechnet der Rechner die nötige Sparrate aus. So wird greifbar, wie sensibel deine Rate auf die Renditeannahme reagiert. Tatsächliche Renditen schwanken (besonders bei Aktien) und die Bandbreite macht diese Unsicherheit sichtbar.
Wofür dient die Tabelle „Laufzeit gegen Rate tauschen"?
Sie zeigt, was sich an deiner Sparrate ändert, wenn du das Ziel ein paar Jahre früher oder später erreichen willst. Verlängert sich die Laufzeit um drei Jahre, sinkt die Rate oft deutlich. Der Zinseszinseffekt hat mehr Zeit zu wirken. Verkürzt sie sich, steigt die Rate überproportional. Eine schnelle Orientierung, wie flexibel dein Plan ist.
Wann sollte ich „Zielbetrag in heutiger Kaufkraft halten" aktivieren?
Immer dann, wenn du den Zielbetrag in heutigen Preisen gedacht hast, etwa „30.000 € für ein Auto" oder „100.000 € Eigenkapital". Bei 2 % Inflation verliert Geld über zehn Jahre rund 18 % seiner Kaufkraft. Mit aktiver Option passt der Rechner den nominalen Zielbetrag nach oben an, damit deine Rate tatsächlich den heutigen Gegenwert absichert und nicht einen realen Kaufkraft-Verlust.
Wie funktioniert die jährliche Steigerung der Sparrate?
Deine monatliche Rate wächst zu jedem Jahresstart um den angegebenen Prozentsatz, zum Beispiel 3 %, ungefähr im Tempo von Lohnsteigerungen. Der Rechner ermittelt daraus die nötige Startrate. Vorteil: Die Startrate fällt niedriger aus, und dein Sparplan verliert über die Jahre nicht an realem Gewicht. Ein typischer Wert liegt zwischen 2 % und 3 % pro Jahr.
Wie unterscheidet sich das vom Sparplan-Rechner?
Der Sparziel-Rechner berechnet die nötige monatliche Rate für ein Ziel. Der Sparplan-Rechner zeigt, wie viel am Ende herauskommt, wenn du eine bestimmte Rate sparst. Beide nutzen dieselbe Formel. Nur die Blickrichtung ist unterschiedlich. Sobald du die Rate im Sparziel-Rechner kennst, kannst du sie direkt in den Sparplan-Rechner übergeben und dort Szenarien, Inflation und Steuern auf das Endkapital anwenden.
Kann ich das Ergebnis als PDF speichern?
Ja. Nach der Berechnung erscheint unter dem Ergebnis ein Button „Als PDF speichern". Die Datei wird lokal in deinem Browser erstellt und enthält deine Eingaben (Zielbetrag, Laufzeit, Startkapital, Rendite), die nötige monatliche Sparrate, die Aufteilung in Einzahlungen und Zinsertrag, die Renditeszenarien, das Trade-off zwischen Laufzeit und Rate sowie (falls aktiviert) die Inflations-Anpassung. Es werden keine Daten an Portora oder Dritte übertragen.

Vom Rechner in die Praxis

Deine Sparrate im Alltag umsetzen

Eine Rate zu kennen ist der erste Schritt, sie jeden Monat zurückzulegen der zweite. In Portora hinterlegst du die Rate in der Planung als wiederkehrende Umbuchung auf dein Sparkonto, und der Saldoverlauf zeigt, wie das Konto wächst. Das Geld bewegt weiterhin deine Bank, zum Beispiel per Dauerauftrag.