Sparplan-Rechner: Was bringt dein monatlicher Sparplan?
Gib deine monatliche Sparrate, die Laufzeit und eine angenommene jährliche Rendite ein — optional mit Startkapital oder steigender Sparrate. Der Rechner zeigt dir das voraussichtliche Endkapital, vergleicht drei Szenarien rund um deine Renditeannahme (±3 Prozentpunkte) und schlüsselt auf, wie viel aus Einzahlungen und wie viel aus Rendite stammt.
Das Wichtigste in Kürze
- Zeigt das voraussichtliche Endkapital eines monatlichen Sparplans — mit Jahresübersicht.
- Vergleicht drei Szenarien rund um deine Renditeannahme — pessimistisch, deine Annahme, optimistisch (jeweils ±3 Prozentpunkte).
- Optional: Sicht nach Inflation, Kapitalertragsteuer und Fondskosten — die ehrliche Kaufkraft-Perspektive.
- Optional: jährlich steigende Sparrate — modelliert, dass deine Rate mit dem Einkommen wächst.
- Ergebnis als PDF exportieren — zum Teilen oder für die eigene Ablage.
- Kein Login nötig. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
Sparplan berechnen
Anleitung
Wie funktioniert der Sparplan-Rechner?
Du gibst vier Werte ein: monatliche Sparrate, Laufzeit in Jahren, eine angenommene jährliche Rendite und ein optionales Startkapital. Der Rechner simuliert die monatliche Einzahlung und Verzinsung und zeigt das voraussichtliche Endkapital.
Die Rendite-Presets (Tagesgeld, Festgeld, Anleihen-ETF, Weltaktien-ETF) liefern Richtwerte für typische Anlageformen. Die Szenario-Bandbreite zeigt dir parallel, wie sich dein Sparplan entwickelt, wenn die tatsächliche Rendite 3 Prozentpunkte niedriger oder höher ausfällt als angenommen — die reale Rendite ist selten eine Punktlandung.
Einordnung
Nominal, real, nach Steuern — was ist der Unterschied?
Die Standardansicht ist eine nominale Projektion: Sie zeigt, wie viele Euro nach der Laufzeit auf dem Konto liegen — ohne Inflation, ohne Steuern, ohne Fondskosten.
Über den Schalter „Nach Steuern und Inflation" rechnet der Rechner diese drei Effekte mit ein: Die Fondskosten (TER) werden von der Bruttorendite abgezogen, die Kapitalertragsteuer (25 % + Soli = 26,375 %) greift auf den Zinsertrag, und die Inflation reduziert die reale Kaufkraft des Endkapitals. Das Ergebnis ist deutlich niedriger — aber ehrlicher.
Einordnung
Wie unterscheidet sich der Sparplan-Rechner vom Sparziel-Rechner?
Der Sparplan-Rechner beantwortet die Frage: „Ich spare X € pro Monat — was kommt am Ende heraus?" Er zeigt die voraussichtliche Entwicklung deines Kapitals.
Der Sparziel-Rechner dreht die Perspektive um: „Ich will Betrag Y in Z Jahren haben — wie viel muss ich monatlich sparen?" Beide nutzen dieselbe Berechnungslogik, setzen aber unterschiedliche Eingaben voraus.
Wie viel sollte man monatlich in einen Sparplan einzahlen?
Eine pauschale Antwort gibt es nicht — die richtige Sparrate hängt von deinem Einkommen, deinen Fixkosten und deinen Zielen ab. Die 50-30-20-Regel empfiehlt, 20 % des Nettoeinkommens zu sparen. Das ist ein guter Richtwert, aber kein Muss.
Wichtiger als die Höhe ist die Regelmäßigkeit. Schon kleine Beträge summieren sich über die Zeit — besonders mit Rendite. Wenn dein Einkommen mit der Zeit steigt, lohnt es sich, die Sparrate parallel zu erhöhen: Die Funktion „jährliche Steigerung" im Rechner modelliert das direkt.
Orientierungswerte für die Sparrate
- 50–100 €/Monat: Einstieg oder knappes Budget.
- 100–300 €/Monat: Solide Basis für langfristigen Vermögensaufbau.
- 300–500 €/Monat: Ambitioniertes Sparen bei mittlerem Einkommen.
- 500+ €/Monat: Zügiger Vermögensaufbau oder kurzfristiges Ziel.
Verhalten
Was kostet es, später anzufangen?
Der Zinseszinseffekt braucht Zeit — und jedes Jahr, das du später startest, fehlt am Ende. Der Rechner zeigt dir unter „Was kostet es, später anzufangen?" parallel, was passiert, wenn du erst in 1, 5 oder 10 Jahren beginnst — bei gleichem Enddatum und entsprechend verkürzter Spardauer.
Die Verdopplungszeit (72er-Regel) zeigt dir, wann sich dein angelegtes Kapital rein durch die Rendite verdoppelt — eine nützliche Orientierung, um ein Gefühl für die Größenordnung des Zinseszinseffekts zu bekommen.
Beispiel: 200 € monatlich über 15 Jahre
Eine Person spart 200 € pro Monat und rechnet mit einer jährlichen Rendite von 4 %. Startkapital ist keines vorhanden.
- Monatliche Sparrate: 200 €.
- Startkapital: 0 €.
- Laufzeit: 15 Jahre, angenommene Rendite: 4 % p.a.
- Endkapital: ca. 48.930 €.
- Davon Einzahlungen: 36.000 € — Zinsertrag: ca. 12.930 €.
- Der Zinsertrag macht rund 26 % des Endkapitals aus — bei längerer Laufzeit steigt dieser Anteil deutlich.
Häufige Fragen
- Was ist der Unterschied zum Zinseszins-Rechner?
- Der Sparplan-Rechner ist auf regelmäßige monatliche Einzahlungen ausgelegt und zeigt, wie sich ein laufender Sparplan entwickelt. Der Zinseszins-Rechner betont den Effekt der Verzinsung über die Zeit und eignet sich besonders für Einmalanlagen oder um den Zinseszinseffekt isoliert zu verstehen.
- Was zeigt die Szenario-Bandbreite?
- Drei parallele Projektionen rund um deine eingegebene Rendite: pessimistisch liegt 3 Prozentpunkte darunter, optimistisch 3 Prozentpunkte darüber. Bei 4 % Annahme also 1 % / 4 % / 7 %. So siehst du, wie stark das Endkapital von der tatsächlichen Marktphase abhängt — die reale Rendite liegt selten genau auf dem Erwartungswert.
- Wofür ist die Option „Nach Steuern und Inflation"?
- Sie zieht drei Effekte ab: Fondskosten (TER, standardmäßig 0,2 %) werden von der Bruttorendite abgezogen, die Kapitalertragsteuer (26,375 %) wirkt auf den Zinsertrag, und die Inflation (standardmäßig 2 %) reduziert die reale Kaufkraft. Das Ergebnis zeigt, wie viel Kaufkraft dein Endkapital in heutigen Euro hat — deutlich näher an der Realität als die Bruttozahl.
- Wie funktioniert die jährliche Sparraten-Steigerung?
- Die monatliche Rate wächst zu jedem Jahresstart um den angegebenen Prozentsatz. Typischer Wert: 2–3 % pro Jahr, ungefähr im Tempo von Lohnsteigerungen. So wird dein Sparplan nicht über die Jahre real immer kleiner.
- Kann ich den Rechner auch ohne Rendite nutzen?
- Ja. Setze die Rendite auf 0 %. Dann zeigt der Rechner die reine Sparleistung ohne Zinseffekt. Das ist die konservativste Annahme — hilfreich, wenn du nur mit sicheren Werten rechnen willst.
- Ist das Ergebnis eine Garantie?
- Nein. Der Rechner arbeitet mit festen Renditeannahmen. Die tatsächliche Entwicklung hängt von der Anlageform ab und kann davon abweichen — sowohl nach oben als auch nach unten. Die Szenario-Bandbreite macht diese Unsicherheit sichtbar.
- Kann ich das Ergebnis als PDF speichern?
- Ja. Nach der Berechnung erscheint unter dem Ergebnis ein Button „Als PDF speichern". Die Datei wird lokal in deinem Browser erstellt und enthält deine Eingaben (Sparrate, Laufzeit, Startkapital, Rendite), das Endkapital mit Aufteilung in Einzahlungen und Zinsertrag, die Szenario-Bandbreite, die Verdoppelungs-Zeit und — falls aktiviert — die Sicht nach Kosten, Steuer und Inflation. Es werden keine Daten an Portora oder Dritte übertragen.
Vom Rechner in die Praxis
Deine Sparrate im Blick behalten
Portora zeigt dir, wie viel du tatsächlich sparst — Monat für Monat. So erkennst du, ob dein Sparplan auf Kurs ist oder ob du nachjustieren solltest.