Einkommen & Gehalt

Brutto-Netto-Rechner: Was bleibt von deinem Gehalt?

Gib dein Bruttogehalt ein — oder wechsle die Richtung, um das nötige Brutto für ein gewünschtes Netto zu rechnen. Sechs Schnellstart-Profile decken typische Lebenslagen ab: Berufseinsteiger, Familie, Gutverdiener, Teilzeit, PKV-Versicherte und Rentner im Hinzuverdienst. Der Rechner schlüsselt Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag, Kirchensteuer und alle Sozialversicherungsbeiträge einzeln auf, zeigt die Aufteilung als Donut-Chart und rechnet auf Wunsch Teilzeit-Szenarien und Kaufkraft-Entwicklung durch.

Das Wichtigste in Kürze

  • Berechnet dein Nettogehalt aus dem Bruttogehalt — oder umgekehrt das Brutto für ein gewünschtes Netto.
  • Zeigt Lohnsteuer, Soli, Kirchensteuer und alle Sozialversicherungsbeiträge einzeln, inklusive Donut-Aufteilung.
  • Unterstützt GKV und PKV (mit automatischem AG-Zuschuss), Midijob-Übergangsbereich und Rentner-Modus.
  • Mit Grenzsteuersatz, Arbeitgeberkosten, Netto-Stundenlohn und Teilzeit-Szenario für Lebens-Entscheidungen.
  • Berücksichtigt Sonderzahlungen, bAV, Kirchensteuer-Kappung und -Halbierung sowie den Pendlerpauschale-Assistenten.
  • Optionaler Kaufkraft-Modus zeigt, wie Inflation dein Netto in 5/10/20 Jahren entwertet.
  • Schnellstart-Profile für Berufseinsteiger, Familie, Gutverdiener, Teilzeit, PKV und Rentner.
  • Ergebnis als PDF exportieren — zum Teilen oder für die eigene Ablage.
  • Berechnung nach den geltenden Steuer- und Beitragstabellen für Deutschland 2026. Kein Login, keine Speicherung.
Schnellstart

Brutto-Netto berechnen

Rechenrichtung
Bruttogehalt als
Dein monatliches Bruttogehalt.
Krankenversicherung

Anleitung

Wie funktioniert der Brutto-Netto-Rechner?

Für den schnellen Einstieg reicht ein Klick auf eines der sechs Schnellstart-Profile (Berufseinsteiger, Familie, Gutverdiener, Teilzeit, PKV-Versicherter, Rentner). Alternativ gibst du dein Bruttogehalt direkt ein und wählst Steuerklasse und — falls relevant — den Versicherungsmodus (GKV oder PKV). Über die Rechenrichtung oben kannst du auch umgekehrt rechnen: Zielnetto eingeben, der Rechner sucht das passende Brutto.

In den erweiterten Einstellungen kannst du Bundesland, Kirchensteuer (inkl. Halbierung bei Konfessionsmix in StKl III/V), Kinderzahl, Alter, Wochenstunden, individuelle Freibeträge, Entgeltumwandlung, Sonderzahlungen, Rentner-Modus und einen Kaufkraft-Modus mit Inflationsannahme ergänzen. Für die Pendlerpauschale gibt es einen kleinen Assistenten, der km und Arbeitstage in einen ELStAM-Freibetrag umrechnet.

Das Ergebnis zeigt Netto (oder Brutto, je nach Richtung), einen Donut der Brutto-Aufteilung, den vollständigen Abzugs-Breakdown, Grenzsteuersatz, Arbeitgeberkosten und optional Netto-Stundenlohn. Extra-Boxen erscheinen für Sonderzahlungen, bAV-Effekt, PKV-Zuschuss und Midijob-Reduktion, wenn die jeweiligen Eingaben gesetzt sind. Wenn du Wochenstunden angegeben hast, kannst du per Klick ein Teilzeit-Szenario durchrechnen. Die Berechnung basiert auf dem BMF-Programmablaufplan 2026.

Grundlage

Welche Abzüge fallen an?

Vom Bruttogehalt werden zwei Arten von Abzügen einbehalten: Steuern und Sozialversicherungsbeiträge. Die Steuern umfassen Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Die Sozialversicherung umfasst Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.

Sozialversicherungsbeiträge 2026 (Arbeitnehmeranteil)

  • Krankenversicherung: ca. 8,15 % + kassenindividueller Zusatzbeitrag.
  • Pflegeversicherung: 1,7 % (kinderlos ab 23: 2,3 %).
  • Rentenversicherung: 9,3 %.
  • Arbeitslosenversicherung: 1,3 %.
Die Beitragssätze und Beitragsbemessungsgrenzen können sich jährlich ändern. Dieser Rechner verwendet die Regelwerte für 2026.

Einordnung

Was beeinflusst dein Nettogehalt am stärksten?

Die Steuerklasse hat den größten Einfluss auf die Lohnsteuer. Steuerklasse I gilt für Ledige, Steuerklasse III für verheiratete Alleinverdiener. Der Unterschied kann mehrere Hundert Euro pro Monat ausmachen.

Auch Kirchensteuerpflicht, Kinderfreibeträge und der Zusatzbeitrag deiner Krankenkasse verändern das Ergebnis. Bei hohen Bruttoeinkommen greifen zudem die Beitragsbemessungsgrenzen der Sozialversicherung.

Hintergrund

Wie funktioniert das progressive Steuersystem?

Deutschland besteuert Einkommen progressiv: Der erste Teil deines Einkommens bleibt steuerfrei (Grundfreibetrag 12.348 € jährlich in 2026), danach steigt der Steuersatz stufenweise an. Das bedeutet, dass nicht dein gesamtes Gehalt mit dem gleichen Satz besteuert wird — nur der jeweils darüber liegende Teil.

Der Grenzsteuersatz beschreibt, wie viel Steuer auf den nächsten verdienten Euro anfällt. Der Durchschnittssteuersatz zeigt dagegen, wie viel Prozent deines gesamten Einkommens tatsächlich an Steuern abfließen. Diese Unterscheidung ist wichtig — viele überschätzen ihre tatsächliche Steuerbelastung, weil sie den Grenzsteuersatz mit dem Durchschnittssteuersatz verwechseln.

Arbeitgeberkosten

Was kostest du deinen Arbeitgeber wirklich?

Dein Bruttogehalt ist nicht das, was dein Arbeitgeber insgesamt für dich ausgibt. Zusätzlich fallen die Arbeitgeber-Anteile zur Sozialversicherung an — in fast allen Bereichen paritätisch, also in etwa gleich hoch wie dein eigener Anteil. Nur in Sachsen trägst du einen etwas größeren Teil der Pflegeversicherung.

Der Rechner weist diese Kosten aus, weil sie in zwei Situationen praktisch relevant werden: In Gehaltsverhandlungen gibt dir der Blick auf die Gesamtkosten Kontext dafür, was ein „Bruttosprung" aus Arbeitgebersicht bedeutet. Und wenn du über Selbstständigkeit nachdenkst, erkennst du, welche Abgabenlast du als Arbeitnehmer gar nicht selbst trägst.

Nicht enthalten: Umlagen (U1 Krankheit, U2 Mutterschutz, Insolvenzgeldumlage) und die gesetzliche Unfallversicherung. Die tatsächlichen Gesamtkosten liegen deshalb einige Prozent höher als der hier ausgewiesene Wert.

Entgeltumwandlung

Betriebliche Altersvorsorge — wann lohnt sie sich?

Bei der Entgeltumwandlung zahlst du einen Teil deines Bruttogehalts direkt in einen Altersvorsorge-Vertrag. Die Einzahlung bleibt bis 8 % der Rentenversicherungs-Beitragsbemessungsgrenze (2026: rund 676 €/Monat) steuerfrei und bis 4 % (rund 338 €/Monat) sozialversicherungsfrei. Das heißt konkret: Wenn du 200 €/Monat umwandelst, sinkt dein Netto um deutlich weniger als 200 € — der Staat und die Sozialversicherung „bezahlen mit".

Die Kehrseite: In der Rente wird die spätere Auszahlung mit deinem persönlichen Steuersatz nachgelagert besteuert. Außerdem sinkt deine gesetzliche Rente minimal, weil du jetzt weniger RV-Beiträge zahlst. Rechnerisch lohnt sich bAV besonders, wenn du einen hohen Grenzsteuersatz hast (also später im Ruhestand vermutlich weniger) oder wenn dein Arbeitgeber einen Zuschuss zahlt — gesetzlich sind 15 % verpflichtend, viele Firmen geben mehr.

Worauf du achten solltest

  • Arbeitgeberzuschuss: gesetzlich mindestens 15 %, oft mehr — ohne Zuschuss ist bAV weniger attraktiv.
  • Kostenquote des Vertrags: hohe Abschluss- und Verwaltungskosten können den Steuervorteil auffressen.
  • Flexibilität: bAV ist bis zum Rentenbeginn gebunden. Ein Jobwechsel erschwert die Fortführung oft.
  • Wahl des Durchführungswegs: Direktversicherung, Pensionskasse, Pensionsfonds und Unterstützungskasse unterscheiden sich deutlich.

Sonderzahlungen

Warum vom Bonus weniger bleibt

Sonderzahlungen wie das 13. Monatsgehalt, Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld oder ein Jahresbonus werden steuerlich als „sonstige Bezüge" behandelt. Die Berechnung nach §39b Abs. 3 EStG funktioniert so: Der Arbeitgeber ermittelt die Lohnsteuer einmal ohne und einmal mit der Sonderzahlung — die Differenz ist die Steuer auf die Einmalzahlung.

Der Effekt: Weil die Sonderzahlung dein Jahreseinkommen erhöht, wird sie oft mit dem Grenzsteuersatz besteuert, der höher liegt als der durchschnittliche Steuersatz deines Monatsgehalts. Je höher dein regulär Bruttogehalt, desto ungünstiger fällt dieser Effekt aus. Bei Sozialabgaben ist es einfacher: Sie fallen wie bei normalem Gehalt an, bis zur jeweiligen Jahres-Beitragsbemessungsgrenze. Liegt dein Jahresbrutto bereits am oder über dem Ceiling, sinkt der SV-Anteil auf die Sonderzahlung entsprechend.

Private Krankenversicherung

PKV: Wie der Arbeitgeber-Zuschuss wirkt

Wenn du privat krankenversichert bist (meist ab einem Jahresbrutto über der Versicherungspflichtgrenze oder als Beamter/Selbstständiger im Angestelltenverhältnis), zahlst du statt GKV-Beiträgen einen vertraglich vereinbarten PKV-Beitrag. Dein Arbeitgeber beteiligt sich bis zur Hälfte des Höchstbeitrags der GKV (2026: max. rund 424 € Gesundheit + 105 € Pflege).

Gib deinen monatlichen PKV-Gesamtbeitrag ein — der Rechner teilt ihn vereinfacht in 90 % Gesundheit und 10 % Pflege auf, zieht den maximalen AG-Zuschuss und zeigt deinen tatsächlichen Nettoabzug. Für eine exakte Berechnung verwendet dein Arbeitgeber die Aufteilung laut deiner PKV-Beitragsrechnung.

PKV lohnt sich nicht automatisch. Die Beiträge steigen im Alter, bei Rückkehr in die GKV ab 55 sind die Hürden hoch, und Familienmitglieder sind anders als in der GKV nicht mitversichert.

Midijob

Midijob: Weniger SV-Abzug im Übergangsbereich

Im Übergangsbereich (556,01–2.000 € brutto) greift der Midijob-Tarif: Dein Arbeitnehmer-Anteil zur Sozialversicherung ist reduziert. Bei 556,01 € trägst du fast gar nichts, bei 2.000 € den vollen Anteil — dazwischen wird linear interpoliert.

Wichtig: Deine Rentenansprüche sind trotzdem voll gesichert. Seit 2022 wird die Reduktion nicht mehr auf die Rentenhöhe angerechnet, sondern nur auf deinen laufenden Beitrag. Der Rechner aktiviert den Midijob-Modus automatisch, wenn dein Brutto in diesem Bereich liegt.

Rentner-Modus

Hinzuverdienst als Rentner: RV/AV entfallen

Bezieher einer Altersrente zahlen auf Erwerbseinkommen keine Beiträge mehr zur Rentenversicherung und Arbeitslosenversicherung — das erhöht das Netto auf der gleichen Bruttolohnbasis spürbar. KV und PV fallen dagegen weiter an, aus KV-Sicht unterscheidet sich die Beitragsberechnung nicht von regulären Angestellten.

Steuerlich wird ab dem Jahr nach dem 64. Geburtstag der Altersentlastungsbetrag nach §24a EStG berücksichtigt. Die Staffel richtet sich nach dem Jahr, in dem du 64 wirst — für 1962 Geborene gilt beispielsweise 2026 eine Entlastung von 11,2 % des Arbeitslohns, höchstens 532 € jährlich.

Reverse-Rechnung

Netto → Brutto: Wie viel Brutto brauche ich?

Bei Gehaltsverhandlungen oder beim Abgleich mit einer Zielsumme ist die umgekehrte Frage oft wichtiger: „Wie viel Brutto muss der Arbeitgeber mir zahlen, damit X € netto ankommen?" Wechsle dafür oben die Rechenrichtung auf Netto → Brutto und gib dein gewünschtes Nettogehalt ein.

Der Rechner sucht per Binärsuche das passende Brutto. Weil Steuern progressiv sind, ist der benötigte Brutto-Aufschlag nicht linear — ab dem Grenzsteuersatz-Bereich brauchst du überproportional mehr Brutto, um ein bestimmtes Netto zu erreichen.

Teilzeit-Szenario

Was kostet Teilzeit wirklich?

Wenn du Wochenstunden angibst, kannst du im Ergebnis per Klick ein Teilzeit-Szenario simulieren: Der Rechner kürzt dein Brutto proportional und zeigt das neue Netto. Weil Steuern progressiv sind, sinkt das Netto weniger als das Brutto — pro gestrichener Stunde verlierst du also meist weniger Kaufkraft, als der Stundenlohn vermuten lässt.

Das ist nützlich vor Entscheidungen wie Elternzeit, Sabbatical oder einer Vier-Tage-Woche. Typisches Muster: Bei 20 % weniger Arbeitszeit bleiben oft nur 12–15 % weniger Netto, weil ein Teil des Bruttos in höheren Tarifzonen lag und daher mehr Steuer gespart wird.

Kaufkraft

Inflation: Was bleibt real in 10 Jahren?

Der optionale Kaufkraft-Modus rechnet dein heutiges Netto mit einer angenommenen Inflationsrate in die Zukunft ab. Bei 2,5 % jährlicher Inflation verliert dein Netto in 10 Jahren rund 22 % seiner heutigen Kaufkraft — selbst wenn der Nominalbetrag konstant bleibt.

Das Ergebnis zeigt keine Gehaltsprognose, sondern die reine Kaufkraft-Entwertung. Für realistische Planungen brauchst du zusätzlich eine Annahme über Gehaltssteigerungen — und die decken die Inflation oft nur teilweise ab, vor allem wegen der kalten Progression (Teile der Erhöhung rutschen in höhere Tarifzonen).

Pendlerpauschale

Freibetrag-Assistent für die ELStAM-Eintragung

Im Feld „Jahresfreibetrag" kannst du einen beim Finanzamt beantragten ELStAM-Freibetrag eintragen — typischerweise für Pendlerpauschalen, die über dem Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 € liegen. Der Rechner reduziert dann die monatliche Lohnsteuer entsprechend, was die Liquidität über das Jahr verbessert.

Der eingebaute Assistent rechnet für dich aus, wie hoch deine Pendlerpauschale ist: 0,30 € pro km für die ersten 20 km, 0,38 € pro km ab dem 21. km, multipliziert mit deinen Arbeitstagen. Vom Ergebnis wird der Pauschbetrag abgezogen — der Rest ist dein eintragbarer Freibetrag.

Kirchensteuer

Kappung und Halbierung bei Konfessionsmix

In den meisten Bundesländern gilt eine Kirchensteuer-Kappungsgrenze von 3–3,5 % des zu versteuernden Einkommens. Bei sehr hohen Einkommen bleibt die Kirchensteuer dadurch unter dem prozentualen Höchstsatz — der Rechner berücksichtigt diese Kappung automatisch pro Bundesland.

Bei einer Ehe mit unterschiedlicher Konfessionszugehörigkeit („Konfessionsmix") wird nur eine Hälfte der Bemessungsgrundlage zur Kirchensteuer herangezogen. Aktiviere dafür die Option „Konfessionsmix" in den erweiterten Einstellungen (nur relevant bei Steuerklasse III oder V).

Beispiel: 3.500 € brutto, Steuerklasse I, keine Kirchensteuer

Eine ledige Person in Nordrhein-Westfalen verdient 3.500 € brutto im Monat. Zusatzbeitrag der Krankenkasse: 2,9 %. Keine Kinder.

  1. Bruttogehalt: 3.500 € monatlich.
  2. Steuerklasse I (ledig), keine Kirchensteuer, Bundesland NRW.
  3. Lohnsteuer: 405,50 €, Solidaritätszuschlag: 0 €.
  4. Sozialversicherung: 761,25 € (KV 306,25 € + PV 84,00 € + RV 325,50 € + AV 45,50 €).
  5. Nettogehalt: 2.333,25 € — Gesamtbelastung: 33,3 % vom Brutto.
  6. Grenzsteuersatz: 23,3 % — so viel geht vom nächsten verdienten Euro an Steuern, während der Durchschnittssteuersatz nur 11,6 % beträgt.
  7. Arbeitgeberkosten: 4.240,25 € pro Monat — das ist, was du deinen Arbeitgeber vor Umlagen kostest.

Häufige Fragen

Wie genau ist der Rechner?
Für den Standardfall (regulär angestellt, GKV, StKl I–V) folgt der Rechner dem BMF-Programmablaufplan 2026 und stimmt mit dem amtlichen BMF-Steuerrechner überein. Drei Stellen sind bewusst vereinfacht: Bei PKV wird der Beitrag pauschal in 90 % Gesundheit und 10 % Pflege aufgeteilt (dein AG nutzt die Aufteilung aus deiner PKV-Beitragsrechnung), beim Midijob wird die Reduktion linear dargestellt (die SGB-IV-Formel hat zusätzliche Nuancen zwischen AN- und AG-Basis), und der Arbeitgeber-Anteil enthält keine Umlagen (U1, U2, Insolvenzgeld) und keine Unfallversicherung. Für eine endgültige Abrechnung ist die individuelle Steuererklärung maßgeblich.
Was ist der Unterschied zwischen Steuerklasse I und IV?
Steuerklasse I gilt für Ledige, Geschiedene und dauernd getrennt Lebende. Steuerklasse IV gilt für Verheiratete, bei denen beide Partner ähnlich verdienen. Die monatliche Lohnsteuer ist in beiden Klassen nahezu identisch.
Wird das 13. Gehalt oder Weihnachtsgeld berücksichtigt?
Ja. Gib deine jährlichen Sonderzahlungen (13./14. Gehalt, Weihnachts-/Urlaubsgeld, Bonus) im Feld „Sonderzahlungen" in den erweiterten Einstellungen ein. Der Rechner berechnet Steuer und Sozialversicherung auf die Einmalzahlung separat nach §39b Abs. 3 EStG und zeigt das Netto aus der Sonderzahlung in einer eigenen Ergebnis-Box. Vom Bonus bleibt netto meist weniger als vom regulären Monatsgehalt, weil er dein Jahreseinkommen in eine höhere Tarifzone schieben kann.
Wie unterscheidet sich dieser Rechner vom Gehaltserhöhungs-Rechner?
Der Brutto-Netto-Rechner zeigt die vollständigen Abzüge für ein einzelnes Gehalt. Der Gehaltserhöhungs-Rechner vergleicht zwei Gehälter und fokussiert auf die Frage, wie viel von einer Erhöhung netto ankommt. Für eine einmalige Gehaltsberechnung ist der Brutto-Netto-Rechner der richtige Einstieg.
Was ist der Unterschied zwischen Grenz- und Durchschnittssteuersatz?
Der Durchschnittssteuersatz zeigt, wie viel Prozent deines gesamten Bruttoeinkommens tatsächlich an Steuern abfließen. Der Grenzsteuersatz sagt dir, wie viel vom nächsten verdienten Euro an Steuern, Soli und Kirchensteuer verloren geht. Beide Werte sind unterschiedlich, weil das deutsche Steuersystem progressiv funktioniert: Niedrige Einkommensteile werden gar nicht oder nur gering besteuert, höhere Teile stärker. Der Grenzsteuersatz ist die wichtigere Größe, wenn du ausrechnen willst, was eine Gehaltserhöhung oder ein Nebenverdienst netto bringt.
Warum werden die Arbeitgeberkosten angezeigt?
Die Arbeitgeberkosten umfassen dein Bruttogehalt plus die Arbeitgeber-Anteile zur Sozialversicherung. Dieser Wert ist in zwei Fällen praktisch wichtig: Erstens für Gehaltsverhandlungen, weil er zeigt, welche Gesamtbelastung auf Arbeitgeberseite durch eine Erhöhung entsteht. Zweitens für den Vergleich zwischen Angestellten- und Selbstständigkeits-Einkommen, weil Selbstständige die Sozialabgaben komplett selbst tragen müssen. Umlagen (U1/U2, Insolvenzgeld) und Unfallversicherung sind hier nicht eingerechnet — sie variieren je nach Arbeitgeber.
Warum muss ich mein Alter angeben?
Das Alter steuert den Kinderlosen-Zuschlag zur Pflegeversicherung. Arbeitnehmer ohne Kinder zahlen ab 23 Jahren zusätzlich 0,6 Prozentpunkte auf die Pflegeversicherung. Unter 23 entfällt dieser Zuschlag — das macht monatlich ein paar Euro Unterschied. Bei Personen mit Kindern spielt das Alter für die Sozialversicherung keine Rolle.
Wie werden Sonderzahlungen wie Weihnachtsgeld oder Bonus besteuert?
Einmalzahlungen werden nach §39b Abs. 3 EStG als „sonstige Bezüge" behandelt. Dabei rechnet der Arbeitgeber, wie hoch die Jahreslohnsteuer mit und ohne Sonderzahlung wäre — die Differenz ist die Steuer auf die Einmalzahlung. Weil Sonderzahlungen das Jahreseinkommen erhöhen, landen sie oft in einer höheren Tarifzone als das reguläre Monatsgehalt. Vom Bonus bleibt deshalb netto meist weniger übrig, als die prozentuale Belastung des Monatsgehalts vermuten lässt. Sozialabgaben fallen ebenfalls an, aber nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Was bringt mir die betriebliche Altersvorsorge (Entgeltumwandlung)?
Bei der Entgeltumwandlung fließt ein Teil deines Bruttogehalts direkt in einen Altersvorsorge-Vertrag — steuerfrei bis 8 % der Rentenversicherungs-Beitragsbemessungsgrenze (2026: rund 676 €/Monat) und sv-frei bis 4 % (rund 338 €/Monat). Das heißt: Für jeden Euro, den du per Entgeltumwandlung einzahlst, sinkt dein Netto um deutlich weniger als einen Euro — Steuer- und SV-Ersparnis tragen mit. Der Nachteil: In der Rente wird die Auszahlung mit dem persönlichen Steuersatz nachgelagert besteuert, und deine gesetzliche Rente fällt wegen der reduzierten SV-Beiträge leicht geringer aus. Für Durchschnittsverdiener ist bAV meist trotzdem attraktiv, besonders wenn der Arbeitgeber einen Zuschuss gibt.
Wofür ist das Feld „Jahresfreibetrag"?
Dort trägst du individuelle Freibeträge ein, die über die automatischen Pauschalen hinausgehen: Pendlerpauschale oberhalb von 1.230 € jährlich, tatsächliche Werbungskosten, außergewöhnliche Belastungen oder Sonderausgaben. Der Freibetrag muss beim Finanzamt beantragt sein (ELStAM) — dann reduziert er direkt die monatliche Lohnsteuer, statt erst über die Steuererklärung zurückzufließen. Das verbessert deine Liquidität, ohne den Gesamt-Netto-Betrag für das Jahr zu verändern.
Warum unterscheidet sich mein Netto in verschiedenen Bundesländern?
Zwei Effekte: Erstens liegt der Kirchensteuersatz in Bayern und Baden-Württemberg bei 8 %, in allen anderen Bundesländern bei 9 %. Zweitens tragen Arbeitnehmer in Sachsen einen höheren Anteil der Pflegeversicherung (2,3 % statt 1,8 %), weil dort der Buß- und Bettag als Feiertag erhalten blieb. Die Differenzen sind meist gering — bei einem mittleren Einkommen sprechen wir von wenigen Euro pro Monat. Für Umzugsentscheidungen ist das kein Leitkriterium, aber die Größenordnung zu kennen hilft.
Kann ich ausrechnen, wie viel Brutto ich für ein bestimmtes Netto brauche?
Ja. Oben im Rechner kannst du die Rechenrichtung auf „Netto → Brutto" umstellen und dein Zielnetto eingeben. Der Rechner sucht per Binärsuche das passende Brutto. Nützlich bei Gehaltsverhandlungen, wenn du ein konkretes Netto im Kopf hast und wissen willst, was du vom Arbeitgeber fordern musst.
Wie rechnet der Rechner für privat Versicherte?
Wähle unter „Krankenversicherung" den Modus PKV und gib deinen monatlichen Gesamtbeitrag (KV + PV) ein. Der Rechner teilt den Beitrag vereinfacht in 90 % Gesundheit und 10 % Pflege auf, berechnet den maximal zulässigen Arbeitgeber-Zuschuss (gedeckelt auf den halben GKV-Höchstbeitrag) und zeigt deinen tatsächlichen Eigenanteil. Für eine exakte Berechnung richtet sich die Aufteilung nach deiner individuellen PKV-Beitragsrechnung.
Was bedeutet Midijob-Modus?
Im Übergangsbereich zwischen 556,01 € und 2.000 € monatlichem Brutto reduziert sich dein AN-Anteil zur Sozialversicherung. Bei 556,01 € zahlst du fast keinen SV-Anteil, bei 2.000 € den vollen — dazwischen linear interpoliert. Der Rechner erkennt das automatisch und zeigt einen Hinweis mit der ungefähren Ersparnis. Deine Rentenansprüche werden durch die Reduktion nicht gekürzt.
Wie funktioniert der Rentner-Modus?
Aktiviere „Rentner" in den erweiterten Einstellungen. Dann werden keine Beiträge zur Rentenversicherung und zur Arbeitslosenversicherung mehr einbehalten — das erhöht dein Netto spürbar. KV und PV bleiben identisch zum normalen Angestelltenverhältnis. Bei Angabe eines Geburtsjahrs berechnet der Rechner zusätzlich den Altersentlastungsbetrag nach §24a EStG, der dein zu versteuerndes Einkommen weiter reduziert.
Was zeigt das Teilzeit-Szenario?
Wenn du Wochenstunden angegeben hast, kannst du im Ergebnis per Klick eine Stundenreduzierung simulieren. Der Rechner nimmt an, dass dein Stundenlohn gleich bleibt, kürzt das Brutto proportional und zeigt das neue Netto. Weil die progressive Besteuerung bei geringerem Einkommen niedriger greift, sinkt das Netto weniger stark als das Brutto.
Was macht der Kaufkraft-Modus?
Er rechnet dein heutiges Netto mit einer angenommenen Inflationsrate in die Zukunft. Bei 2,5 % Inflation verliert dein Netto in 10 Jahren rund 22 % seiner Kaufkraft. Das Ergebnis ist keine Prognose, sondern eine Einordnung: Es zeigt, wie stark Gehaltserhöhungen ausfallen müssen, damit du real nicht schlechter dastehst als heute.
Wie funktioniert der Pendlerpauschale-Assistent?
Unter dem Feld „Jahresfreibetrag" findest du einen ausklappbaren Helfer. Gib deine einfache Entfernung zur Arbeit in km und deine jährlichen Arbeitstage ein. Der Rechner wendet die gesetzlichen Sätze an (0,30 €/km für die ersten 20 km, 0,38 €/km ab dem 21. km), zieht den Arbeitnehmer-Pauschbetrag (1.230 €) ab und übernimmt den Restbetrag auf Klick als ELStAM-Freibetrag.
Kann ich das Ergebnis als PDF speichern?
Ja. Nach der Berechnung erscheint unter dem Ergebnis ein Button „Als PDF speichern". Die Datei wird lokal in deinem Browser erstellt und enthält deine Eingaben (Brutto, Steuerklasse, Bundesland, Versicherungsmodus), die Hauptkennzahlen (Netto, Lohnsteuer, Sozialversicherung, Grenzsteuersatz), die Aufschlüsselung der Sozialversicherungsbeiträge und die Jahresperspektive. Es werden keine Daten an Portora oder Dritte übertragen.

Vom Rechner in die Praxis

Dein Nettoeinkommen sinnvoll einteilen

Du weißt jetzt, was auf deinem Konto landet. Portora hilft dir, diesen Betrag auf Fixkosten, flexible Ausgaben und Sparen aufzuteilen — automatisch und übersichtlich.