Markt & Investieren
Ryanair hat sein Kerosin bis März 2027 gesichert, deshalb kommt der Ölschock später in die Flugpreise
Flugpreise steigen bei teurem Kerosin mit Verzögerung, weil Fluggesellschaften wie Ryanair den größten Teil ihres Treibstoffs Monate vorher zu festen Preisen sichern, bei Ryanair 80 Prozent bis März 2027 zu rund 67 Dollar je Barrel. Für das Geschäftsjahr ab April 2027 sind erst 25 Prozent gesichert, zu rund 95 Dollar, und Ryanair rechnet dafür mit rund 2 Milliarden Euro mehr für Treibstoff. Im Halbjahr bis September sank der Gewinn der Fluggesellschaft um 15 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro, und dabei kaufte sie nur ein Fünftel ihres Kerosins zum Marktpreis. Die Rechnung Anteil mal Preis zeigt, in welchem Jahr der teure Treibstoff in den Kosten ankommt, und dieselbe Verzögerung steckt in jedem Stromvertrag mit Preisgarantie.
Der Treibstoff von Ryanair in vier Zahlen
Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
| Zahl | Bedeutung |
|---|---|
| 80 Prozent zu rund 67 Dollar | gesicherter Anteil des Kerosins von Ryanair im Geschäftsjahr bis März 2027, Preis je Barrel |
| rund 130 Dollar | Preis je Barrel für die ungesicherten 20 Prozent im Halbjahr April bis September 2026, nach Angaben von Ryanair doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor |
| rund 80 Dollar | Schnitt je Barrel im laufenden Geschäftsjahr, Anteil mal Preis, Rechnung der Redaktion |
| 25 Prozent zu rund 95 Dollar | gesicherter Anteil für das Geschäftsjahr ab April 2027, Stand 2. November 2026 |
| 15 Prozent zu 85 Dollar | derselbe Anteil für das Geschäftsjahr ab April 2027 am 20. Juli 2026 |
| rund 121 Dollar | Schnitt je Barrel ab April 2027, wenn die offenen 75 Prozent 130 Dollar kosten, Annahme und Rechnung der Redaktion |
| rund 2 Milliarden Euro | erwartete Mehrkosten für Treibstoff ab April 2027 nach Ryanair, gerechnet mit heutigen Preisen für spätere Lieferungen |
| gut 9 Euro | diese Mehrkosten je Fluggast, umgelegt auf 214 Millionen Fluggäste, Rechnung der Redaktion |
| 2,15 Milliarden Euro | Gewinn nach Steuern im Halbjahr bis September 2026, 15 Prozent weniger als die 2,54 Milliarden im Vorjahr |
| 55,70 Euro | durchschnittlicher Ticketpreis im Halbjahr, 4 Prozent unter dem Vorjahr |
| 7,69 Milliarden Euro | Betriebskosten im Halbjahr, 10 Prozent mehr als die 6,96 Milliarden im Vorjahr |
| 4,39 Dollar je Gallone | Kerosin an der US-Golfküste im September 2026 laut EIA, rund 184 Dollar je Barrel, nach 2,09 Dollar je Gallone im September 2025 |
| 5,8 und 7,0 Prozent | Anstieg der Preise für Flüge im Euroraum und in Deutschland im September 2026 gegenüber dem Vorjahresmonat laut Eurostat |
Die These vom Ticket, das mit dem Ölpreis steigt
Seit dem Frühjahr 2026 ist Kerosin, international Jet Fuel, deutlich teurer geworden. Die US-Energiebehörde EIA weist für Kerosin an der US-Golfküste im September 2026 einen Monatsschnitt von 4,39 Dollar je Gallone aus. Umgerechnet sind das rund 184 Dollar je Barrel, ein Barrel hat 42 Gallonen. Im September 2025 waren es 2,09 Dollar je Gallone, der Preis hat sich also gut verdoppelt. Treibstoff ist für eine Fluggesellschaft ein großer Kostenblock, und daraus folgt eine naheliegende Erwartung. Wenn das Kerosin doppelt so viel kostet, müssten die Tickets jetzt deutlich teurer werden, solange der Ölpreis hoch ist.
Die Halbjahreszahlen von Ryanair vom 2. November 2026 passen nicht zu dieser Erwartung. Der durchschnittliche Ticketpreis lag in den sechs Monaten bis September bei 55,70 Euro und damit 4 Prozent unter dem Vorjahr. Die Betriebskosten stiegen um 10 Prozent auf 7,69 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern fiel um 15 Prozent auf 2,15 Milliarden Euro. Ryanair hat also mehr bezahlt und weniger verlangt. Für das Geschäftsjahr ab April 2027 schreibt das Unternehmen dagegen, die Preise für Kurzstreckenflüge in Europa würden deutlich steigen, um den höheren Kerosinpreis abzubilden. Zwischen dem teuren Treibstoff und dem teureren Ticket liegt bei dieser Fluggesellschaft also rund ein Jahr. Der Grund steht in einer Zahl, die Ryanair gleich oben in seiner Mitteilung nennt.
Anteil mal Preis, zwei Geschäftsjahre
Ryanair kauft sein Kerosin nicht zum Preis des Tages, an dem getankt wird. Für 80 Prozent der Menge, die das Unternehmen im Geschäftsjahr bis März 2027 verbrauchen will, ist der Preis schon festgelegt, bei rund 67 Dollar je Barrel. Diese Absicherung, international Hedging, läuft über Verträge, die Monate vorher geschlossen werden und den Preis für eine bestimmte Menge Treibstoff festschreiben, egal was er später am Markt kostet. Nur die übrigen 20 Prozent kauft Ryanair zum Marktpreis. Dieser Preis hat sich im Halbjahr nach Angaben des Unternehmens auf rund 130 Dollar je Barrel verdoppelt.
Was ein Barrel im Schnitt kostet, ergibt sich aus Anteil mal Preis. Der gesicherte Teil trägt 0,8 mal 67 Dollar bei, also 53,60 Dollar. Der offene Teil trägt 0,2 mal 130 Dollar bei, also 26 Dollar. Zusammen sind das rund 80 Dollar je Barrel. Ohne Absicherung hätte jedes Barrel rund 130 Dollar gekostet, gut 60 Prozent mehr. Die Rechnung ist unsere eigene. Sie nimmt die gerundeten Werte des Unternehmens und den Halbjahrespreis für den offenen Teil und zeigt die Größenordnung, nicht die genaue Treibstoffrechnung.
Für das Geschäftsjahr ab April 2027 sieht die Rechnung anders aus. Gesichert sind dort bisher 25 Prozent der Menge, zu rund 95 Dollar je Barrel. Für die übrigen 75 Prozent steht noch kein Preis fest. Nimmt man an, dass sie so viel kosten wie der offene Teil in diesem Halbjahr, also 130 Dollar, liegt der Schnitt bei rund 121 Dollar je Barrel. Das wäre gut die Hälfte mehr als die 80 Dollar im laufenden Jahr. Kostet der offene Teil nur 95 Dollar, wären es 95 Dollar im Schnitt und damit immer noch knapp ein Fünftel mehr. Ryanair selbst rechnet mit den Preisen, zu denen Kerosin heute für spätere Lieferungen gehandelt wird, und kommt auf rund 2 Milliarden Euro mehr für Treibstoff im Geschäftsjahr ab April 2027.
Die 2 Milliarden Euro Mehrkosten lassen sich in die Einheit umrechnen, in der ein Fluggast denkt. Ryanair erwartet für das laufende Geschäftsjahr 214 Millionen Fluggäste. Auf diese Zahl umgelegt, wären die Mehrkosten gut 9 Euro je Fluggast. Der durchschnittliche Ticketpreis im Halbjahr lag bei 55,70 Euro, das wäre rund ein Sechstel davon. Die Rechnung überzeichnet etwas, weil Ryanair im nächsten Jahr mehr Fluggäste befördern will. Sie unterzeichnet etwas, weil der Sommer die teuerste Reisezeit ist und der Ticketpreis im ganzen Jahr niedriger liegt als im Halbjahr bis September.

Was gesichert ist und was nicht
Die Quote von 80 Prozent bezieht sich auf die Menge, die Ryanair zu verbrauchen plant, nicht auf die Menge, die am Ende wirklich getankt wird. Fliegt eine Fluggesellschaft weniger als geplant, steigt der gesicherte Anteil am tatsächlichen Verbrauch, fliegt sie mehr, sinkt er. Ryanair hat das Ziel für das laufende Geschäftsjahr von 216 auf 214 Millionen Fluggäste gesenkt. Bei zwei Millionen Fluggästen weniger verschiebt das die Rechnung kaum. Bei einem großen Ausfall, etwa wenn ganze Flugzeuge am Boden bleiben, kann eine Absicherung aber mehr Treibstoff zu einem festen Preis binden, als gebraucht wird, und dann wird sie selbst zum Risiko.
Die Preise je Barrel sind Angaben des Unternehmens, gerundet und ohne Hinweis, auf welchen Handelsplatz sie sich beziehen. Sie lassen sich deshalb nicht eins zu eins neben eine öffentliche Preisreihe legen. Die EIA weist für Kerosin an der US-Golfküste im Schnitt der Monate April bis September 2026 umgerechnet rund 157 Dollar je Barrel aus, Ryanair nennt für seinen offenen Teil rund 130 Dollar. Europa ist ein anderer Markt als die Golfküste, und eine Fluggesellschaft kauft über Wochen verteilt, nicht zum Monatsschnitt. In diesem Artikel stehen beide Reihen deshalb nebeneinander, gerechnet wird nur mit den Zahlen von Ryanair.
Eine Absicherung legt außerdem einen Preis fest, keinen Gewinn. Fällt der Kerosinpreis bis zum Frühjahr 2027 deutlich, zahlt Ryanair für die schon gesicherten 25 Prozent des nächsten Jahres weiter rund 95 Dollar je Barrel, auch wenn der Markt dann darunter liegt. Wie so ein Fall in der Rechnung eines Unternehmens als Verlust auftauchen kann, obwohl die Absicherung getan hat, wofür sie da war, zeigt der Fall eines britischen Versicherers, über den wir in der Analyse zum Halbjahr von Standard Life geschrieben haben. Das Prinzip dahinter erklärt der Wissensartikel über den Hedger, der ein Risiko abgibt, statt zu wetten.
Wie der Preis für 2027 Schicht um Schicht entsteht
Im Februar 2026 kostete Kerosin an der US-Golfküste im Monatsschnitt 2,26 Dollar je Gallone, umgerechnet rund 95 Dollar je Barrel. Im März sprang der Preis auf 3,70 Dollar je Gallone. Nach einem Rücksetzer im Juni auf 3,04 Dollar stand er im September bei 4,39 Dollar. Ryanair nennt als Ursache den Konflikt im Nahen Osten. Kerosin ist dabei nicht dasselbe wie Rohöl. Es ist ein Produkt aus der Raffinerie und hat einen eigenen Preis, der sich vom Rohöl lösen kann, so wie es beim Diesel zu sehen war, als Rohöl flach lag und der Diesel stieg.
Die 80 Prozent für das laufende Geschäftsjahr hatte Ryanair zu rund 67 Dollar gesichert, bevor der Preis stieg. Am 20. Juli 2026 schrieb das Unternehmen zum ersten Quartal, der Preis für den offenen Teil habe sich auf 150 Dollar je Barrel verdoppelt. Für das Geschäftsjahr ab April 2027 waren damals 15 Prozent zu 85 Dollar gesichert. Bis zum 2. November ist dieser Anteil auf 25 Prozent gewachsen und der Preis im Schnitt auf rund 95 Dollar. Ryanair schreibt, man habe die Sicherung bei Preisrückgängen ausgeweitet. Bleiben die ersten 15 Prozent bei 85 Dollar, lässt sich der Preis der neuen Schicht zurückrechnen. Die zusätzlichen 10 Prozent müssen dann im Schnitt rund 110 Dollar gekostet haben, das ist eine Rechnung aus den beiden Angaben des Unternehmens.
Daran sieht man, wie sich der Preis für das nächste Jahr aufbaut. Jede neue Schicht wird zum Preis ihres Tages gesichert, und wer in einer Phase hoher Preise nachsichert, holt den hohen Preis in das gesicherte Jahr hinein, nur langsamer und geglättet. Eine Absicherung verhindert den Anstieg also nicht. Sie verteilt ihn über die Zeit und schiebt ihn nach hinten, in das erste Jahr mit kleinerer Quote. Das ist ihr Zweck, denn eine Fluggesellschaft verkauft Tickets Monate vor dem Flug und will beim Verkauf wissen, was der Treibstoff für diesen Flug kostet.
Wann die Flugpreise steigen
Die Flugpreise steigen bei einer stark gesicherten Fluggesellschaft wie Ryanair vor allem dann, wenn ein Geschäftsjahr mit kleinerer gesicherter Menge beginnt, bei Ryanair im April 2027. Bis dahin fängt die Absicherung den größten Teil des teureren Kerosins ab. Ryanair schreibt selbst, die Preise für Kurzstreckenflüge in Europa würden deutlich steigen, um den höheren Kerosinpreis abzubilden, und das werde die rund 2 Milliarden Euro trotzdem kaum ganz ausgleichen. Für das dritte Quartal bis Dezember liegen die Ticketpreise nach Angaben des Unternehmens leicht über dem Vorjahr. Für das vierte Quartal hat es nach eigener Aussage, wie zu dieser Jahreszeit üblich, noch keine Sicht.
In der Statistik der Verbraucherpreise sind die Flugpreise bisher weit langsamer gestiegen als der Treibstoff. Eurostat weist für Flüge im Euroraum im September 2026 einen Anstieg um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat aus, für Deutschland 7,0 Prozent. Im Schnitt der letzten zwölf Monate lag der Anstieg im Euroraum bei 1,6 Prozent, in Deutschland bei 5,9 Prozent. Kerosin an der US-Golfküste kostete im selben September gut doppelt so viel wie ein Jahr zuvor. Flugpreise schwanken außerdem von Monat zu Monat stark. Im Euroraum fielen sie von August auf September um 14,2 Prozent, mit dem Ende der Sommerferien. Aussagekräftig ist deshalb nur der Vergleich mit demselben Monat des Vorjahres.
Die Statistik mischt alle Fluggesellschaften, solche mit hoher und solche mit niedriger Absicherung, und Strecken jeder Länge. Eine Fluggesellschaft mit kleiner Quote spürt den Marktpreis sofort und muss früher reagieren, mit höheren Preisen oder weniger Flügen. Ryanair schreibt, Fluggesellschaften ohne Gewinn würden vom teuren Kerosin und vom starken Dollar belastet und stünden vor einem schwierigen Winter. Ein Teil des Anstiegs in der Statistik kann deshalb von Anbietern kommen, die weniger gesichert haben.
Und wenn der Ticketpreis gar nicht an den Kosten hängt
Gegen die ganze Rechnung gibt es ein ernstes Argument. Der Preis eines Flugtickets entsteht aus Angebot und Nachfrage an einem bestimmten Tag auf einer bestimmten Strecke, nicht aus einem Aufschlag auf die Kosten. Eine Fluggesellschaft verschiebt ihre Preise mit der Buchungslage, und ein Flug, der halb leer ist, wird billiger angeboten, egal was sein Kerosin gekostet hat. Das Halbjahr zeigt genau das. Die Preise fielen nach Angaben von Ryanair, weil Ostern nicht vollständig im April lag und weil der Konflikt im Nahen Osten Kunden zögern und später buchen ließ. Mit der gesicherten Quote hatte das nichts zu tun.
Der Einwand trifft den einzelnen Tag, aber nicht das Jahr. Kurzfristig setzt die Nachfrage den Preis, und deshalb kann eine Fluggesellschaft höhere Kosten nicht einfach aufschlagen. Über ein Jahr wirken die Kosten über die Menge. Eine Fluggesellschaft, deren Treibstoff um die Hälfte teurer wird, streicht Flüge, die sich zum neuen Preis nicht mehr rechnen, und weniger Sitze bei gleicher Nachfrage heißen höhere Preise. Ryanair erwartet zudem, dass das Angebot an Kurzstreckenflügen in Europa bis Anfang der 2030er-Jahre knapp bleibt, weil die Hersteller Flugzeuge zu spät liefern. Der Einwand begrenzt die These deshalb, er hebt sie nicht auf. Die Absicherung bestimmt, wann der teurere Treibstoff in den Kosten ankommt. Wie viel davon im Ticket landet, entscheidet die Nachfrage, und Ryanair rechnet selbst damit, dass ein Teil beim Gewinn hängen bleibt.
Dieselbe Verzögerung im eigenen Vertrag
Die Mechanik ist nicht auf Fluggesellschaften beschränkt. Ein Stromvertrag mit Preisgarantie über zwölf oder 24 Monate funktioniert genauso. Der Versorger hat den Strom für die Laufzeit vorher eingekauft und gibt den festen Preis an dich weiter. Beim Heizen zeigte sich im Sommer 2026, dass Heizöl um die Hälfte teurer war und Gas für Haushalte trotzdem billiger, weil Heizöl tankweise zum Tagespreis gekauft wird und Gas über einen Vertrag mit festem Preis.
Für dich folgt daraus zweierlei. Ein teurer Großhandelspreis kommt erst dann auf deiner Rechnung an, wenn deine Preisbindung ausläuft, und das Datum steht in deinem Vertrag. Und die Verzögerung wirkt in beide Richtungen. Wer einen festen Preis in einer teuren Phase abschließt, zahlt ihn weiter, wenn der Markt später fällt, genau wie Ryanair für seine schon gesicherten 25 Prozent des nächsten Jahres.
Was das für Anleger heißt
Für das Depot zeigt der Fall, warum die Gewinne von Fluggesellschaften dem Ölpreis mit Verzögerung folgen. Wer nur auf den Kerosinpreis schaut, sieht den Anstieg im Frühjahr 2026. In den Zahlen einer stark gesicherten Fluggesellschaft steht er zum größeren Teil erst im folgenden Geschäftsjahr. Die Quote, die viele Fluggesellschaften in ihren Berichten nennen, ist deshalb die Zahl, an der sich ablesen lässt, wann ein Preisanstieg beim Treibstoff in den Kosten ankommt und wie groß er dort ist. Weil die Quoten verschieden sind, spüren Fluggesellschaften denselben Ölpreis zu verschiedenen Zeiten.
Zwei Grenzen gehören dazu. Kerosin wird in Dollar gehandelt, Ryanair rechnet aber in Euro, deshalb entscheidet auch der Wechselkurs mit, was ein Ölschock in Euro kostet. Und die rund 2 Milliarden Euro sind eine Rechnung mit den Preisen, zu denen Kerosin heute für spätere Lieferungen gehandelt wird. Diese Preise ändern sich jeden Tag, und wie weit sie vom Preis einer sofortigen Lieferung abweichen können, zeigt der Abstand der Liefermonate beim Rohöl Brent.
Nichts davon ist eine Aussage über die Aktie von Ryanair oder einer anderen Fluggesellschaft, und keine Zahl hier sagt, ob ein Wert zu hoch oder zu niedrig bewertet ist. Die Mechanik beschreibt die Branche, Ryanair ist das Beispiel, weil das Unternehmen seine Quoten offenlegt. Wie du Fluggesellschaften, Energiewerte oder Rohstoffe in deinem Depot gewichtest, hängt an deinen Zielen und deinem Zeitraum, und diese Entscheidung nimmt dir keine Absicherungsquote ab.
Quellen
- Ryanair H1 PAT falls 15% to €2.15bn as unhedged oil doubles & traffic grows 6% at lower fares
- Ryanair Q1 PAT falls 34% to €538m as unhedged oil prices spike, traffic grows 6% at lower fares
- U.S. Gulf Coast Kerosene-Type Jet Fuel Spot Price FOB, monthly
- HICP, ECOICOP ver. 2, Passenger transport by air (CP0733), monthly rates of change (prc_hicp_minr)
Zur Entstehung dieses Artikels
Dieser Beitrag wurde auf Basis der oben verlinkten Quellen mit KI-Unterstützung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Unternehmenszahlen stammen aus den Mitteilungen von Ryanair vom 20. Juli 2026 zum ersten Quartal und vom 2. November 2026 zum Halbjahr, die Kerosinpreise aus der Monatsreihe der US-Energiebehörde EIA bis September 2026, die Flugpreise aus dem harmonisierten Verbraucherpreisindex von Eurostat bis September 2026. Die Preise je Barrel sind gerundete Angaben des Unternehmens. Der Durchschnittspreis je Barrel, der Preis der zwischen Juli und November zusätzlich gesicherten 10 Prozent, der Betrag je Fluggast und die Umrechnung von Gallonen in Barrel (42 Gallonen je Barrel) sind Rechnungen der Redaktion. Der Preis von 130 Dollar für den offenen Teil ab April 2027 ist eine Annahme und keine Prognose.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine journalistische Analyse und Einordnung zu allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlage- oder Anlagestrategieempfehlung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung (EU) 596/2014 dar, ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Wertpapiere, Indizes oder Anlageklassen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Jede Anlageentscheidung liegt in eigener Verantwortung.
Portora kennenlernen
Wenn dich Einordnung im Alltag interessiert, liest Portora deine eigenen Zahlen genauso ruhig.
Hier ordnen wir wirtschaftspolitische Entwicklungen sachlich ein. Im Cockpit siehst du, wie sie auf deine eigene Situation wirken.