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Grundlagen

Monatliche Ausgaben nach Leistungsmonat: warum dein Kontoauszug zwei Mieten zeigt

Im Kontoauszug steht jede Zahlung an dem Tag, an dem die Bank sie gebucht hat. Gilt sie für einen anderen Monat, etwa die Miete, die nach einem Wochenende erst im nächsten Monat abgeht, oder das Gehalt, das erst nach Silvester ankommt, vermischt der Kontomonat zwei Monate. Am Gehaltstermin, an der Frist für die Miete und an verschobenen Abbuchungen siehst du, wann Buchungsmonat und Leistungsmonat auseinanderfallen und wie du das korrigierst.

Portora Redaktion14 Min LesezeitAktualisiert

Grundlage

Buchungsmonat und Leistungsmonat, zwei Monate für dieselbe Zahlung

Jede Zahlung auf deinem Konto gehört zu zwei Monaten. Der Buchungsmonat ist der Monat, in dem die Bank sie ins Konto schreibt, so wie sie im Kontoauszug steht. Der Leistungsmonat ist der Monat, für den die Zahlung gilt, also der Mietmonat bei der Miete und der Arbeitsmonat beim Gehalt. Meist fallen beide zusammen. Wer seine monatlichen Ausgaben aus dem Kontoauszug zusammenzählt, rechnet aber immer im Buchungsmonat, ob er will oder nicht.

Auseinander laufen die beiden an den Tagen um den Monatswechsel. Das Gehalt kommt um das Monatsende, die Miete ist am Monatsanfang fällig, und ein Termin, der auf einen Samstag, Sonntag oder Feiertag fällt, wandert auf den nächsten Tag, an dem die Bank arbeitet. Liegt so ein Termin in den letzten Tagen eines Monats, landet er im nächsten. Dann zeigt ein Kontomonat zwei Mieten und der davor keine, oder ein Monat kommt ganz ohne Gehaltseingang aus. Jede einzelne Buchung stimmt, und die Monatssumme vermischt trotzdem zwei Monate.

Zwei verwandte Verschiebungen haben eigene Artikel. Warum eine Kartenzahlung erst vorgemerkt und Tage später gebucht wird und warum die Kreditkarte erst im Folgemonat vom Girokonto abgeht, steht im Artikel über Kontostand und verfügbaren Betrag. In welche Bereiche du Ausgaben sortierst, klärt der Artikel zum Kategorisieren von Ausgaben. Hier geht es nur um die Frage, in welchen Monat eine Zahlung gehört.

Gehalt

Wann das Gehalt kommt und welchen Monat es bezahlt

Ohne besondere Vereinbarung wird das Gehalt erst nach getaner Arbeit fällig. § 614 BGB bestimmt, dass eine nach Zeitabschnitten bemessene Vergütung nach Ablauf des jeweiligen Abschnitts zu zahlen ist, beim Monatsgehalt also nach dem Monatsende. Ein Arbeits- oder Tarifvertrag kann einen anderen Zahltag festlegen. Wann dein Gehalt kommt, steht deshalb in deinem Vertrag und nicht im Gesetz.

Ein Beispiel für einen solchen Zahltag ist der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst. Nach § 24 TVöD wird das Entgelt am letzten Tag des Monats gezahlt, und zwar für den laufenden Monat. Fällt dieser Tag auf einen Samstag, einen Wochenfeiertag oder den 31. Dezember, gilt der Werktag davor als Zahltag, fällt er auf einen Sonntag, der zweite Werktag davor. Für Dezember 2026 ist das Mittwoch, der 30. Dezember, für Januar 2027 Freitag, der 29. Januar. Die Regel zieht den Termin nach vorn und nie nach hinten, das Gehalt bleibt also im Monat, für den es gezahlt wird.

Ausgegeben wird ein Gehalt vom Monatsende aber im nächsten Monat. Das Januargehalt vom 29. Januar bezahlt die Februarmiete, den ersten Einkauf im Februar und die Lastschriften der ersten Februartage. Für die Frage, was der Januar gekostet hat und ob du im Januar etwas zurückgelegt hast, gehört es in den Januar. Für die Frage, wie weit das Geld reicht, zählt dagegen die Zeit von einem Gehaltseingang bis zum Tag vor dem nächsten. Beide Fragen sind berechtigt, und der Kalendermonat des Kontoauszugs beantwortet keine von beiden zuverlässig, sobald ein Gehalt über die Monatsgrenze rutscht.

Die Lohnsteuer ordnet das Gehalt dem Arbeitsmonat zu. Laufender Arbeitslohn gilt nach § 38a EStG in dem Kalenderjahr als bezogen, in dem der Lohnzahlungszeitraum endet. Ein Dezembergehalt, das erst im Januar ankommt, zählt für die Lohnsteuer deshalb noch zum alten Jahr.

Miete

Die Miete ist bis zum dritten Werktag fällig, und der Samstag zählt nicht mit

Für die Wohnungsmiete gilt § 556b Abs. 1 BGB. Die Miete ist zu Beginn, spätestens bis zum dritten Werktag der Zeitabschnitte zu entrichten, nach denen sie bemessen ist, bei einer Monatsmiete also bis zum dritten Werktag des Monats. Gezahlt wird im Voraus, für den Monat, der gerade beginnt. Die Miete, die am 2. März abgeht, ist die Märzmiete.

Ob der Samstag dabei als Werktag zählt, hat der Bundesgerichtshof am 13. Juli 2010 entschieden (VIII ZR 129/09 und VIII ZR 291/09). Er zählt nicht. Nach der Mitteilung des Gerichts soll die Frist von drei Werktagen dem Mieter voll zur Verfügung stehen, damit eine Überweisung, die er am Monatsende nach dem Gehaltseingang in Auftrag gibt, rechtzeitig ankommt. Banken arbeiteten bei Einführung der Regel nur montags bis freitags. Für die Kündigungsfrist im Mietrecht zählt der Samstag dagegen mit, das hat der Bundesgerichtshof ausdrücklich unterschieden.

Der Kalender verschiebt die Frist um Wochenenden und Feiertage. Im Oktober 2026 ist der 3. Oktober ein Samstag und Feiertag, der dritte Werktag ist Montag, der 5. Oktober. Im Januar 2027 fällt Neujahr auf einen Freitag, gezählt wird ab Montag, dem 4. Januar, und der dritte Werktag ist der 6. Januar. In Baden-Württemberg, Bayern und Sachsen-Anhalt ist der 6. Januar Feiertag, dort ist es der 7.

Rechtzeitig ist die Miete nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs vom 5. Oktober 2016 (VIII ZR 222/15), wenn du deiner Bank den Überweisungsauftrag bis zum dritten Werktag erteilst und das Konto gedeckt ist. Dass das Geld bis dahin beim Vermieter eingegangen ist, verlangt das Gesetz nicht, eine Klausel im Formularmietvertrag, die auf den Eingang abstellt, ist unwirksam. Für den Buchungsmonat heißt das, eine pünktliche Miete geht irgendwann zwischen dem Ersten und dem dritten Werktag ab und steht damit immer im Mietmonat. Aus dem Monat fällt sie nur, wenn du sie früher zahlst, in den letzten Tagen des Vormonats.

Wochenende und Feiertag

Was mit einem Termin passiert, an dem die Bank nicht arbeitet

Überweisungen und Lastschriften laufen an Geschäftstagen, also an den Tagen, an denen eine Bank den Zahlungsverkehr betreibt (§ 675n BGB). Welche Tage das sind, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank. Die Stadtsparkasse München nennt dort alle Werktage außer Samstagen, Heiligabend und Silvester, Echtzeitüberweisungen ausgenommen, die an jedem Tag laufen. Die Bundesbank führt den 24. und den 31. Dezember als geschäftsfreie Bankfeiertage.

Für einen Dauerauftrag oder eine Terminüberweisung regelt § 675n Abs. 2 BGB, was an einem solchen Tag passiert. Ist der vereinbarte Tag kein Geschäftstag, gilt der folgende Geschäftstag als der Tag, an dem der Auftrag bei der Bank eingeht. Von da an darf die Überweisung nach § 675s BGB bis zum Ende des nächsten Geschäftstags unterwegs sein. Ein Dauerauftrag zum 28. Februar 2027, einem Sonntag, wird also am Montag, dem 1. März, ausgeführt.

Bei der SEPA-Lastschrift gibt der Zahlungsempfänger einen Fälligkeitstag vor, und an diesem Tag wird dein Konto belastet. Fällt er nicht auf einen Geschäftstag deiner Bank, erfolgt die Belastung am nächsten Geschäftstag. So steht es etwa in den Bedingungen der Sparkasse Hannover für das SEPA-Basislastschriftverfahren.

Für die Zuordnung reicht eine einfache Regel. Ein Termin, der rutscht, rutscht nach hinten. Ein Termin am Monatsanfang bleibt deshalb im Monat, aus dem Ersten werden höchstens ein paar Tage später. Ein Termin in den letzten Tagen des Monats springt dagegen in den nächsten, sobald das Monatsende auf ein Wochenende oder einen Bankfeiertag fällt. Ausnahmen sind Zahltage, die ein Vertrag nach vorn zieht, wie das Gehalt im TVöD.

Wann typische Zahlungen fällig sind und wohin sie sich verschieben, wenn der Termin auf ein Wochenende oder einen Feiertag fällt.

ZahlungFälligWenn der Tag kein Geschäftstag istTypischer Effekt im Kontoauszug
Gehalt ohne besondere Vereinbarungnach Ablauf des Monats (§ 614 BGB)regelt der Arbeitsvertragkommt im Folgemonat an und gehört zum Vormonat
Gehalt im öffentlichen Dienst (TVöD)letzter Tag des Monats, für den laufenden Monat (§ 24 TVöD)Samstag, Wochenfeiertag oder 31. Dezember der Werktag davor, Sonntag der zweite Werktag davorrückt vor und bleibt im Monat
Gehalt per Terminüberweisung zum Monatsletztenvereinbarter Ausführungstagnächster Geschäftstag (§ 675n Abs. 2 BGB)springt in den Folgemonat, der Vormonat bleibt ohne Gehalt
Miete per Dauerauftrag zum Erstenbis zum dritten Werktag, Samstag zählt nicht (§ 556b Abs. 1 BGB)nächster Geschäftstagbleibt im Mietmonat
Miete per Dauerauftrag Ende des Vormonatsvom Mieter gewählt, vor der Fälligkeitnächster Geschäftstagspringt in den Mietmonat, dort stehen dann zwei Mieten
SEPA-LastschriftFälligkeitstag des ZahlungsempfängersBelastung am nächsten Geschäftstagam Monatsende über die Grenze, am Monatsanfang innerhalb des Monats
Kreditkarte mit MonatsabrechnungEinzugstag der Kartenbanknächster GeschäftstagKäufe eines Monats gehen erst im Folgemonat vom Girokonto ab
Welche Tage Geschäftstage sind, legt jede Bank in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis fest. Bei der Stadtsparkasse München etwa sind Heiligabend und Silvester keine Geschäftstage, die Bundesbank führt beide als Bankfeiertage.

Quelle: BGB §§ 556b, 614, 675n, 675s; § 24 TVöD; Bedingungen für das SEPA-Basislastschriftverfahren der Sparkasse Hannover; BGH VIII ZR 129/09

Praxisbeispiel

Janas Winter, fünf Kontomonate gegen fünf Leistungsmonate

Jana verdient 2.640 Euro netto. Ihr Arbeitgeber lässt die Gehälter als Terminüberweisung zum letzten Kalendertag des Monats ausführen. Ihre Warmmiete von 780 Euro zahlt sie per Dauerauftrag am 28., jeweils für den folgenden Monat, damit sie sicher pünktlich ist. Für alles andere gibt sie in diesem Beispiel jeden Monat gleich viel aus, 1.550 Euro. Rechnerisch bleiben ihr damit in jedem Monat 310 Euro.

Von November 2026 bis März 2027 trifft der Kalender beide Termine. Der 31. Oktober ist ein Samstag, das Oktobergehalt kommt erst am Montag, dem 2. November. Der 31. Dezember ist bei der Bank ihres Arbeitgebers ein Bankfeiertag, nach Neujahr und dem Wochenende kommt das Dezembergehalt am 4. Januar. Ende Januar und Ende Februar fällt der Monatsletzte jeweils auf einen Sonntag, beide Gehälter kommen am folgenden Montag. Beim Dauerauftrag springt nur der 28. Februar über die Monatsgrenze, er wird am 1. März ausgeführt. Der 28. März ist Ostersonntag, die Aprilmiete geht nach dem Ostermontag am 30. März ab und bleibt damit im März.

Im Kontoauszug sieht der Winter dann wild aus. Der November hat zwei Gehälter und endet mit 2.950 Euro Plus. Der Dezember hat keins und endet mit 2.330 Euro Minus, ausgerechnet im Monat der Weihnachtseinkäufe. Der Februar kommt ohne Miete aus, der März hat zwei Mieten und zwei Gehälter. Über die fünf Monate stehen sechs Gehälter im Auszug, weil das Oktobergehalt im November gebucht ist. Gespart hat Jana in jedem dieser Monate genau 310 Euro.

Die Korrektur kostet sie eine Spalte im Haushaltsbuch. Bei Gehalt und Miete trägt sie neben dem Buchungstag den Monat ein, für den die Zahlung gilt, beim Gehalt vom 4. Januar also Dezember und bei der Miete vom 1. März den März. Alle anderen Ausgaben lässt sie beim Buchungstag, denn bei kleinen Beträgen ändert ein Tag Versatz nichts am Bild. Rechnet sie nach dem Leistungsmonat, stehen in jeder Zeile ein Gehalt, eine Miete und 310 Euro Rest.

Beträge in Euro. Gehalt 2.640 Euro netto, Warmmiete 780 Euro, übrige Ausgaben 1.550 Euro in jedem Monat. Angenommen ist, dass eine Überweisung am Tag ihrer Ausführung ankommt.

MonatGehälter im KontoauszugMieten im KontoauszugErgebnis laut KontoauszugErgebnis nach Leistungsmonat
November 20262 (2.11. und 30.11.)1 (30.11.)+2.950+310
Dezember 202601 (28.12.)-2.330+310
Januar 20271 (4.1.)1 (28.1.)+310+310
Februar 20271 (1.2.)0+1.090+310
März 20272 (1.3. und 31.3.)2 (1.3. und 30.3.)+2.170+310
Zusammen65+4.190+1.550
Die Miete vom 30. November gilt für Dezember, die vom 28. Dezember für Januar. Die Differenz der Summen ist genau ein Gehalt, das Oktobergehalt vom 2. November.

Quelle: Eigene Beispielrechnung, Beträge ausgedacht, Kalender 2026 und 2027

Kalender

Jahreswechsel und Monate mit fünf Samstagen

Am Jahreswechsel kommen die Verschiebungen zusammen. Eine Bank, die Heiligabend und Silvester ausnimmt, hat zwischen dem 23. Dezember 2026 und dem 4. Januar 2027 nur drei Geschäftstage, den 28., 29. und 30. Dezember. Was zum 31. Dezember terminiert ist, steht deshalb im Kontoauszug des neuen Jahres. Ein Kalenderjahr nach Kontoauszug ist damit nicht ganz dasselbe wie das Jahr, für das die Zahlungen gelten.

Für die Steuer gibt es zum Jahreswechsel eine eigene Regel. Ausgaben zählen nach § 11 EStG grundsätzlich in dem Jahr, in dem sie geleistet werden. Regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, die kurze Zeit vor Beginn oder nach Ende des Jahres abfließen, zu dem sie wirtschaftlich gehören, gelten aber als in diesem Jahr geleistet. Wie lang „kurze Zeit“ ist und welche Zahlungen darunter fallen, steht nicht im Gesetzestext. Für deine Steuererklärung ist das eine Frage an einen Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein, dieser Artikel ersetzt das nicht.

Der zweite Kalendereffekt hat mit verschobenen Terminen nichts zu tun. Was du jede Woche bezahlst, den Wocheneinkauf, das Training, das Taschengeld, fällt in manchen Monaten fünfmal an und in anderen viermal. Der Januar 2027 hat fünf Samstage, der Februar vier. Ein Wocheneinkauf von 90 Euro am Samstag kostet im Januar 450 Euro und im Februar 360 Euro, ohne dass sich an deinem Einkauf etwas geändert hat.

Ein Jahr hat 52 Wochen, ein Monat im Schnitt also gut 4,3 Wochen. Wöchentliche Ausgaben vergleichst du deshalb besser über Wochen als über Monate, oder du rechnest den Wochenbetrag mal 52 und teilst durch 12. Beim Wocheneinkauf von 90 Euro sind das 390 Euro im Monat.

Häufige Fehler

Fünf Fehler, die aus einem verschobenen Termin eine falsche Monatsbilanz machen

Die Buchungen im Kontoauszug stimmen alle. Schief wird das Bild erst, wenn man aus einem Kontomonat etwas ablesen will, das er nicht enthält, und jede dieser Verwechslungen hat Folgen.

Diese Verwechslungen kosten am meisten:

  • Einen Monat ohne Gehaltseingang für einen Verlustmonat halten. Jana hätte im Dezember 2.330 Euro Minus gesehen und im Januar vielleicht gekürzt, obwohl ihr Haushalt in jedem Monat aufgeht.
  • Den Monat mit zwei Gehältern für einen guten Monat halten. Fast das ganze Plus im November ist das Oktobergehalt, und wer es als Spielraum ausgibt, dem fehlt es im Dezember.
  • Zwei Mieten in einem Monat für eine doppelte Abbuchung halten. Wer eine davon zurückholt oder den Dauerauftrag aussetzt, zahlt den Folgemonat zu spät. Prüfe zuerst, für welchen Monat jede der beiden Zahlungen gilt.
  • Die Jahressumme des Kontos mit der Lohnsteuerbescheinigung vergleichen. Das Dezembergehalt vom 4. Januar fehlt in der Jahressumme des Kontos und steht trotzdem in der Bescheinigung des alten Jahres, weil laufender Arbeitslohn dem Jahr zugeordnet wird, in dem der Lohnzahlungszeitraum endet.
  • Wöchentliche Ausgaben im Monatsvergleich lesen. Ein Monat mit fünf Samstagen wirkt bei allem, was du jede Woche zahlst, um ein Viertel teurer als einer mit vier.
Ein Kontomonat ist eine Liste von Buchungstagen. Was ein Monat gekostet hat, ergibt sich erst, wenn die großen Posten in ihrem Monat stehen.

Entscheidungshilfe

Welche Zuordnung zu deiner Frage passt

Es gibt drei brauchbare Arten, das Jahr in Monate zu schneiden, und jede beantwortet eine andere Frage. Wichtiger als die Wahl ist, dass du sie jeden Monat gleich triffst, sonst vergleichst du am Ende zwei verschiedene Rechnungen.

Den Aufwand hältst du klein, wenn du nur die großen, regelmäßigen Posten mit ihrem Leistungsmonat versiehst, also Gehalt, Miete, Kreditraten und große Lastschriften. Eine Liste mit Betrag und Abbuchungstag, wie sie die Anleitung zum Auflisten der monatlichen Kosten aufbaut, zeigt dir, welche Termine in den letzten Tagen eines Monats liegen und damit springen können.

Noch einfacher ist es, den Sprung gar nicht entstehen zu lassen. Termine am Monatsanfang bleiben auch dann im Monat, wenn sie sich verschieben, und ein Dauerauftrag zum Ersten ist nach § 556b BGB und dem Urteil des Bundesgerichtshofs von 2016 pünktlich, sofern das Konto dann gedeckt ist. Wer die festen Kosten am Gehaltstag auf ein eigenes Konto überträgt, wie im Mehrkontenmodell, sieht auf dem Alltagskonto außerdem nur noch, was nach den festen Kosten übrig ist. Zieht dein Vermieter die Miete per Lastschrift ein, bestimmt er den Fälligkeitstag, dann bleibt dir nur die Zuordnung im Haushaltsbuch.

Eine Grenze hat jede dieser Zuordnungen. Sie ändert nichts daran, wann Geld auf dem Konto fehlt. Ein Dezember ohne Gehaltseingang bleibt auf dem Konto ein Monat, in dem es knapp werden kann, und davor schützt ein Puffer, den du vorher anlegst.

So wählst du die Zuordnung:

  • Willst du wissen, was ein Monat gekostet hat und ob du etwas zurückgelegt hast? Dann ordne Gehalt und Miete ihrem Leistungsmonat zu und lass alles andere beim Buchungstag.
  • Willst du wissen, wie weit dein Geld bis zum nächsten Gehalt reicht? Dann rechne vom Tag eines Gehaltseingangs bis zum Tag vor dem nächsten. Dieser Zeitraum ist nicht jeden Monat gleich lang, und genau das gehört zu seiner Aussage.
  • Willst du Monate miteinander vergleichen? Dann vergleiche Leistungsmonate, und wöchentliche Ausgaben über Wochen statt über Monate.
  • Willst du nur das ganze Jahr sehen? Dann reicht der Kontoauszug. Prüfe aber, welche Zahlungen vom 28. bis 31. Dezember ins neue Jahr gerutscht sind und welche aus dem Vorjahr hereingekommen sind.
  • Liegt bei dir ein großer Termin regelmäßig in den letzten Tagen des Monats? Dann frag deine Bank oder deinen Vertragspartner, ob er sich auf den Monatsanfang legen lässt.

Häufige Fragen

Warum wurde meine Miete in einem Monat zweimal abgebucht?
Meist liegt ein Termin am Monatsende, der über ein Wochenende oder einen Bankfeiertag in den nächsten Monat gerutscht ist. Ein Dauerauftrag, dessen Tag kein Geschäftstag ist, wird nach § 675n Abs. 2 BGB am folgenden Geschäftstag ausgeführt. Dann stehen im neuen Monat die verschobene Miete und die reguläre. Prüfe, für welchen Monat jede Zahlung gilt, bevor du eine zurückholst. Gelten beide für denselben Monat, sprich mit deiner Bank und deinem Vermieter.
Zählt der Samstag als Werktag bei der Mietzahlung?
Bei der Frist für die Mietzahlung nach § 556b Abs. 1 BGB nicht. Das hat der Bundesgerichtshof am 13. Juli 2010 entschieden (VIII ZR 129/09 und VIII ZR 291/09), weil die drei Tage dem Mieter voll zur Verfügung stehen sollen und Banken bei Einführung der Regel nur montags bis freitags arbeiteten. Bei der Kündigungsfrist im Mietrecht zählt der Samstag dagegen als Werktag.
Ist meine Miete pünktlich, wenn ich sie am dritten Werktag überweise?
Ja, wenn du den Überweisungsauftrag bis zum dritten Werktag erteilst und dein Konto gedeckt ist. Das hat der Bundesgerichtshof am 5. Oktober 2016 für einen Wohnungsmietvertrag entschieden (VIII ZR 222/15). Ob das Geld bis dahin beim Vermieter eingegangen ist, spielt keine Rolle, eine Klausel im Formularmietvertrag, die auf den Eingang abstellt, ist unwirksam.
Wann wird eine Lastschrift abgebucht, wenn der Fälligkeitstag auf ein Wochenende fällt?
Am nächsten Geschäftstag deiner Bank. So steht es in den Bedingungen für das SEPA-Basislastschriftverfahren, etwa bei der Sparkasse Hannover. Welche Tage Geschäftstage sind, steht im Preis- und Leistungsverzeichnis deiner Bank. Die Bundesbank zählt als nationale Geschäftstage Montag bis Freitag, ohne gesetzliche Feiertage, Heiligabend und Silvester.
In welchen Monat gehört ein Gehalt, das am 30. eingeht?
Das hängt an deiner Frage. Willst du wissen, was ein Monat gekostet hat, gehört das Gehalt in den Monat, für den es gezahlt wird. Im öffentlichen Dienst ist das nach § 24 TVöD der laufende Monat, gezahlt am letzten Tag. Willst du wissen, wie weit das Geld reicht, rechnest du von einem Gehaltseingang bis zum Tag vor dem nächsten. Für die Lohnsteuer zählt nach § 38a EStG das Jahr, in dem der Lohnzahlungszeitraum endet.

Quellen & weiterführende Links

  1. Gesetze im Internet, § 556b BGB, Fälligkeit der Miete
  2. Gesetze im Internet, § 614 BGB, Fälligkeit der Vergütung
  3. Gesetze im Internet, § 675n BGB, Zugang von Zahlungsaufträgen
  4. Gesetze im Internet, § 675s BGB, Ausführungsfrist für Zahlungsvorgänge
  5. Gesetze im Internet, § 38a EStG, Höhe der Lohnsteuer
  6. Gesetze im Internet, § 11 EStG, Vereinnahmung und Verausgabung
  7. Bundesgerichtshof, Pressemitteilung Nr. 144/2010 zum Sonnabend bei der Frist zur Zahlung der Miete (VIII ZR 129/09, VIII ZR 291/09)
  8. Bundesgerichtshof, Urteil vom 5. Oktober 2016, VIII ZR 222/15, Rechtzeitigkeit der Mietzahlung
  9. Haufe, TVöD-AT § 24, Berechnung und Auszahlung des Entgelts (Normtext)
  10. Sparkasse Hannover, Bedingungen für Zahlungen mittels Lastschrift im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren, Fassung Mai 2026
  11. Stadtsparkasse München, Preis- und Leistungsverzeichnis, Fassung 1. Mai 2026, Geschäftstage
  12. Deutsche Bundesbank, Merkblatt unbarer Zahlungsverkehr an Feiertagen, Stand Dezember 2024

Zur Entstehung dieses Artikels

Dieser Beitrag wurde auf Basis der oben verlinkten Quellen mit KI-Unterstützung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft.

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Im Dashboard des Portora Cockpit wählst du den Zeitraum für Einnahmen, Ausgaben und Sparquote selbst, neben Vorgaben wie „Letzte 30 Tage“ auch benutzerdefiniert. Leg ihn vom Tag eines Gehaltseingangs bis zum Tag vor dem nächsten, dann stehen ein Gehalt und die Ausgaben, die es bezahlt, im selben Fenster. Einen Leistungsmonat vergibt das Cockpit nicht. Eine Miete, die über ein Wochenende in den nächsten Monat rutscht, zählt dort, wo sie gebucht ist, und welches Fenster passt, entscheidest du.

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