Budget & Sparquote

Rechner

Lebenshaltungskosten-Rechner: Was kostet dein Alltag in deiner Lebenssituation?

Wähle deinen Haushaltstyp und die Größe deines Wohnorts. Der Rechner zeigt dir eine Spanne für die monatlichen Lebenshaltungskosten und schlüsselt sie in fünf Blöcke auf: Wohnen, Ernährung, Mobilität, Freizeit und Sonstiges. Wenn deine Wohnkosten stark vom Schnitt abweichen, kannst du sie direkt überschreiben. Die übrigen Blöcke bleiben gleich.

Deine monatlichen Lebenshaltungskosten schätzen

Familien und Mehrgenerationen-Haushalte: Wähle die passende Personenzahl. Der Rechner nutzt dann den Schnitt aller Haushalte dieser Größe.
Einteilung nach dem Stadt- und Gemeindetyp des BBSR. Die Ortsgröße verändert nur die Miete. Innerhalb eines Typs schwanken die Mieten stark, deshalb lohnt es sich, die eigenen Wohnkosten einzutragen.

Alle Berechnungen laufen direkt in deinem Browser. Deine Eingaben werden nicht an uns übertragen oder gespeichert.

Anleitung

Wie funktioniert der Lebenshaltungskosten-Rechner?

Du wählst zwei Dinge: deinen Haushaltstyp und die Größe deines Wohnorts. Für den Haushaltstyp übernimmt der Rechner die durchschnittlichen Konsumausgaben aus den Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) 2024 des Statistischen Bundesamts. Für Alleinlebende, Alleinerziehende und Paare ohne Kind stammen die Werte aus der Auswertung nach Haushaltstyp, für Familien aus der nach Haushaltsgröße und für Rentner-Haushalte aus der Spalte „im Ruhestand“ nach sozialer Stellung.

Die Ortsgröße verändert nur die Miete. Der Rechner übernimmt den Abstand der durchschnittlichen Bruttokaltmiete je Quadratmeter zwischen Großstädten, Mittelstädten sowie Kleinstädten und Landgemeinden aus dem Mikrozensus 2022 und passt damit den Mietanteil im Wohnblock an. Energie und alle anderen Blöcke bleiben auf dem Bundesschnitt deines Haushaltstyps.

Die Spanne von 15 Prozent nach unten und oben ist keine amtliche Größe. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht Durchschnitte, aber keine Streuung je Haushaltstyp, deshalb zeigt der Rechner die Spanne nur als Orientierung. Wenn deine Wohnkosten deutlich abweichen, etwa weil du im Eigentum ohne Kreditrate wohnst oder in einer teuren Lage neu mietest, setzt du sie selbst.

Grundlage

Was zählt zu den Lebenshaltungskosten?

Das Statistische Bundesamt setzt Lebenshaltungskosten mit den privaten Konsumausgaben gleich. Dazu gehören Ausgaben für Lebensmittel, Kleidung, Wohnen und Energie, Verkehr, Kommunikation, Freizeit, Gaststätten, Einrichtung, Gesundheit und Bildung. Wer im Eigentum wohnt, bekommt in der Statistik einen unterstellten Mietwert angerechnet, so als würde er die eigene Wohnung mieten.

Nicht dazu zählen Versicherungsbeiträge, Steuern und Sozialabgaben, Zinsen und Tilgung von Krediten, Zahlungen an andere Haushalte wie Unterhalt oder Spenden sowie das Geld, das du sparst. So steht es im Glossar des Statistischen Bundesamts. Auf deinem Kontoauszug tauchen diese Posten trotzdem auf. Wer die Schätzung mit dem eigenen Konto vergleicht, rechnet sie deshalb vorher heraus oder legt sie obendrauf.

Die LWR 2024 hat das Statistische Bundesamt im August 2026 veröffentlicht. Seit 2024 schreiben die befragten Haushalte einen Monat lang ihre Ausgaben auf (bis 2022 waren es drei Monate), Haushalte von Selbstständigen sind nicht erfasst. Mit früheren Jahren sind die Ergebnisse deshalb nur eingeschränkt vergleichbar.

Einordnung

Wie stark verändert die Ortsgröße das Ergebnis?

Weniger, als viele erwarten, solange du mit Durchschnittsmieten rechnest. Laut Mikrozensus 2022 zahlten Mieterhaushalte in Großstädten im Schnitt 9,60 Euro Bruttokaltmiete je Quadratmeter, in Mittelstädten 8,10 Euro und in Kleinstädten und Landgemeinden 7,40 Euro, über alle Gemeinden 8,60 Euro. Bruttokaltmiete heißt Miete plus kalte Nebenkosten wie Wasser oder Müllabfuhr, ohne Heizung und Strom.

Für ein Paar ohne Kinder macht das zwischen Kleinstadt und Großstadt rund 270 Euro im Monat aus. Der Durchschnitt aller Großstädte verdeckt aber teure Lagen, und wer neu mietet, zahlt meist mehr als ein Haushalt mit altem Vertrag. In Großstädten lag die Bruttokaltmiete bei Einzug ab 2019 bei 11,00 Euro je Quadratmeter. Deshalb ist deine eigene Miete die bessere Zahl als jede Ortsklasse.

Was die Ortsgröße im Rechner bewegt und was nicht

  • Miete: in Großstädten rund 12 Prozent über dem Bundesschnitt, in Mittelstädten rund 6 Prozent darunter, in Kleinstädten und Landgemeinden rund 14 Prozent darunter.
  • Energie, Lebensmittel, Verkehr und alle anderen Blöcke: bleiben auf dem Bundesschnitt deines Haushaltstyps. Höhere Verkehrskosten, etwa weil auf dem Land eher ein Auto nötig ist, bildet der Rechner nicht ab.
  • Wohnungsgröße: Der Rechner überträgt den Abstand je Quadratmeter. Unterschiede bei der Wohnfläche berücksichtigt er nicht.

Anwendung

Wann lohnt sich der Rechner?

Der typische Einsatz ist eine Veränderungsphase: Du planst einen Umzug in eine andere Stadt, einen Jobwechsel mit Standortwechsel, den Auszug aus dem Elternhaus, das Zusammenziehen mit dem Partner oder die Familienplanung. In all diesen Fällen liefert der Rechner eine erste Orientierung, welcher Bedarf realistisch ist und wie er sich auf die großen Blöcke verteilt.

Typische Anlässe

  • Umzug in eine andere Region. Wie verändert sich mein Bedarf?
  • Jobwechsel mit Gehaltssprung. Bleibt bei höherem Bedarf netto noch genug für Sparen?
  • Familienplanung. Was ändert sich beim Wechsel von „Paar ohne Kinder“ auf „Familie mit 3 Personen“?
  • Auszug aus dem Elternhaus. Welches Mindesteinkommen brauche ich?
  • Renteneintritt. Wie verschiebt sich die Konsum-Struktur?
Wer einen einzelnen Monat detailliert planen will, ist im Haushaltsrechner besser aufgehoben. Er erfasst Einzelposten, auch Versicherungen und Kreditraten, und zeigt das tatsächliche Restgeld. Der Lebenshaltungskosten-Rechner ist die schnelle Schätzung für eine Lage, die du noch nicht im Detail kennst.

Beispiel: Paar zieht aus der Kleinstadt nach Köln

Ein Paar ohne Kinder lebt in einer Kleinstadt und überlegt, für eine neue Stelle nach Köln zu ziehen.

  1. Heute: Haushaltstyp „Paar ohne Kinder“, Ortsgröße „Kleinstadt oder Landgemeinde“. Schätzung rund 3.737 € pro Monat.
  2. Nach dem Umzug: gleicher Haushaltstyp, Ortsgröße „Großstadt“. Schätzung rund 4.009 € pro Monat, davon 1.477 € für Wohnen und Energie.
  3. Der Unterschied von rund 272 € pro Monat, gut 3.200 € im Jahr, entsteht allein bei der Miete. Alle anderen Blöcke bleiben gleich.
  4. Das Paar hat eine Wohnung in Aussicht und rechnet dort mit 1.800 € für Warmmiete und Strom. Diesen Betrag trägt es als Wohnkosten ein.
  5. Mit den eigenen Wohnkosten steigt die Schätzung auf rund 4.332 €. Das sind rund 595 € mehr als heute.
  6. Entscheidungsgrundlage: Trägt das neue Nettoeinkommen diese 595 € Mehrausgabe, ohne dass die Sparquote sinkt?

Häufige Fragen

Wie genau sind die Schätzwerte?
Die Werte sind Durchschnitte aus der amtlichen Statistik und keine Vorhersage für deinen Haushalt. Das Statistische Bundesamt veröffentlicht keine Streuung je Haushaltstyp, die Spanne von 15 Prozent nach unten und oben im Lebenshaltungskosten-Rechner ist deshalb eine Orientierung von Portora. Der größte Block sind die Wohnkosten, sie kannst du im Rechner selbst setzen. Wer eine genaue Zahl braucht, erfasst seine Ausgaben im Haushaltsrechner mit Einzelposten.
Welche Quellen liegen den Werten zugrunde?
Die Ausgaben je Haushaltstyp stammen aus den Laufenden Wirtschaftsrechnungen (LWR) 2024 des Statistischen Bundesamts, Statistischer Bericht 63111, mit den Auswertungen nach Haushaltstyp, Haushaltsgröße und sozialer Stellung. Für die Ortsgröße nutzt der Rechner die durchschnittliche Bruttokaltmiete je Quadratmeter nach Gemeindetyp aus dem Mikrozensus 2022. An den LWR nehmen rund 12.000 Haushalte teil, die einen Monat lang ihre Ausgaben aufschreiben, Haushalte von Selbstständigen sind nicht dabei.
Sind Versicherungen, Sparbeträge oder Tilgungen enthalten?
Nein. Das Statistische Bundesamt zählt Versicherungsbeiträge, Steuern, Kreditzinsen und Tilgung sowie Sparen nicht zu den privaten Konsumausgaben, also auch nicht zu den Lebenshaltungskosten in diesem Rechner. Im Block „Sonstiges“ stecken nur Gebühren für Finanzdienstleistungen, laut LWR 2024 je nach Haushaltstyp 4 bis 10 Euro im Monat. Wer das ganze Monatsbudget sehen will, legt Versicherungen, Kreditraten und Sparrate im Haushaltsrechner obendrauf.
Warum kann ich nicht eine konkrete Stadt auswählen?
Für einzelne Städte gibt es keine amtlichen Konsumdaten, die Laufenden Wirtschaftsrechnungen weisen nur Deutschland sowie West- und Ostdeutschland aus. Der Lebenshaltungskosten-Rechner arbeitet deshalb mit drei Ortsgrößen und lässt dich die Wohnkosten selbst setzen. Weil die Miete der größte Unterschied zwischen zwei Orten ist, ist das meist genauer als ein fester Wert je Stadt.
Was zählt als „Großstadt“?
Der Rechner folgt dem Stadt- und Gemeindetyp des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), den auch der Mikrozensus verwendet. Großstädte haben mindestens 100.000 Einwohner, Mittelstädte 20.000 bis unter 100.000 und Kleinstädte in der Regel 5.000 bis unter 20.000, kleinere Gemeinden zählen als Landgemeinden. Neben der Einwohnerzahl zählt die Versorgungsfunktion für das Umland, die Grenzen sind deshalb nicht ganz starr.
Wie unterscheidet sich der Rechner vom Haushaltsrechner?
Der Lebenshaltungskosten-Rechner schätzt einen typischen Bedarf für eine Lebenssituation, die du noch nicht im Detail kennst, etwa vor einem Umzug. Der Haushaltsrechner ist das Gegenteil: Er nimmt deine konkreten Einnahmen und Ausgaben mit Einzelposten auf und zeigt das tatsächliche Restgeld. Beide ergänzen sich, der eine für die Schätzung, der andere für die laufende Planung.
Kann ich das Ergebnis als PDF speichern?
Ja. Nach der Berechnung erscheint unter dem Ergebnis ein Button „Als PDF speichern“. Die Datei wird lokal in deinem Browser erstellt und enthält Haushaltstyp und Ortsgröße, den geschätzten Monats- und Jahresbedarf mit Bandbreite, die Aufteilung auf die fünf Konsum-Blöcke und den Wohnkostenanteil. Es werden keine Daten an Portora oder Dritte übertragen.

Vom Rechner in die Praxis

Aus der Schätzung wird ein Plan

Eine Schätzung zeigt, was zu erwarten ist. Portora zeigt dir, was tatsächlich passiert, Monat für Monat, mit deinen realen Konten und Ausgaben. So erkennst du früh, wenn dein tatsächlicher Bedarf vom Plan abweicht.