Stand:

Markt & Investieren

Der Nasdaq 100 verliert im Oktober 3,3 Prozent, was davon im Welt-ETF ankommt

Der Nasdaq 100 hat im Oktober bis zum Schluss am 29. Oktober 3,3 Prozent verloren, der MSCI World hat in derselben Zeit in Dollar 0,7 Prozent gewonnen. Die zehn größten Werte im MSCI World, darunter Nvidia, Apple und Alphabet, wiegen dort zusammen 27,85 Prozent und haben den Welt-Index um rund einen Prozentpunkt gedrückt. Die übrigen 1.239 Werte haben das mehr als ausgeglichen, und in Euro lag der Index sogar 2,4 Prozent höher, weil der Dollar zulegte. Firma für Firma gerechnet heißt die Formel Gewicht mal Kursänderung, und mit ihr lässt sich jeder Rückgang an der Spitze auf das eigene Depot umlegen.

Endgültige Daten
Portora Redaktion13 Min Lesezeit

Der Oktober in vier Zahlen

-3,3 %
Nasdaq 100, Schluss 30. September bis Schluss 29. Oktober 2026
+0,7 %
MSCI World in Dollar im selben Zeitraum, in Euro plus 2,4 Prozent
27,85 %
Gewicht der zehn größten Werte im MSCI World am 30. September 2026
-1,02 Punkte
Beitrag dieser zehn Werte zur Änderung des MSCI World, in Prozentpunkten

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

ZahlBedeutung
30.408,50 PunkteNasdaq 100, Schluss am 30. September 2026
29.402,51 PunkteNasdaq 100, Schluss am 29. Oktober 2026, ein Rückgang um 3,31 Prozent
31.224,69 Punktehöchster Schluss des Nasdaq 100 in den letzten zwölf Monaten, am 6. Oktober 2026, am 29. Oktober 5,8 Prozent darunter
4.902,65 und 4.936,00 PunkteMSCI World in Dollar am 30. September und am 29. Oktober 2026, ein Anstieg um 0,68 Prozent
plus 2,44 ProzentMSCI World in Euro im selben Zeitraum
1,1355 und 1,1130 DollarReferenzkurs der EZB je Euro am 30. September und am 29. Oktober 2026, der Euro verlor rund 2 Prozent
27,85 ProzentGewicht der zehn größten Werte im MSCI World am 30. September 2026, von 1.249 Werten insgesamt
minus 1,02 ProzentpunkteBeitrag der zehn größten Werte zur Änderung des MSCI World in Dollar, 30. September bis 29. Oktober
plus 1,70 ProzentpunkteBeitrag der übrigen 1.239 Werte, im Schnitt ein Plus von 2,35 Prozent
90,4 Billionen DollarBörsenwert des MSCI World am 30. September 2026, gerechnet mit den frei handelbaren Aktien
minus 1,41 Billionen DollarÄnderung des frei handelbaren Börsenwerts der sieben Verlierer unter den zehn Größten bis zum 29. Oktober
plus 0,49 Billionen Dollardieselbe Änderung bei den drei Gewinnern Apple, Microsoft und Tesla
plus 0,83 und plus 0,60 ProzentMSCI USA und MSCI Europe in Dollar, 30. September bis 29. Oktober
minus 3,27 und minus 6,59 ProzentMSCI Japan und MSCI Emerging Markets in Dollar, 30. September bis 29. Oktober
minus 33 ProzentNasdaq 100 im Jahr 2022, der MSCI World verlor im selben Jahr mit Dividenden 17,73 Prozent

Die These, der Tech-Rückgang steckt jetzt im Welt-ETF

Am Donnerstag, dem 29. Oktober 2026, schloss der Nasdaq 100 bei 29.402,51 Punkten. Am 30. September hatte er bei 30.408,50 Punkten gestanden, der Rückgang über den Monat beträgt damit 3,31 Prozent. Vom höchsten Schluss des Monats, 31.224,69 Punkte am 6. Oktober, sind es 5,8 Prozent. Am Freitag, dem 30. Oktober, lag der Index am Nachmittag New Yorker Zeit noch einmal mehr als vier Prozent unter dem Schluss vom Donnerstag. Ein Schlusswert für diesen Tag lag bei Redaktionsschluss nicht vor, deshalb rechnet dieser Text bis zum 29. Oktober. Im Nasdaq 100 stehen die hundert größten Firmen der Technologiebörse Nasdaq ohne die Finanzbranche. An seiner Spitze stehen dieselben Namen, die auch einen Welt-ETF anführen, also Nvidia, Apple, Microsoft, Amazon, Alphabet und Meta.

Daraus entsteht eine naheliegende These. Wenn die großen amerikanischen Technologiekonzerne fallen und sie zugleich das größte Gewicht im Welt-ETF haben, dann muss der Welt-ETF mitfallen, und zwar deutlich. Rechnet man den Börsenwert der Konzerne zusammen, die im Oktober gefallen sind, kommt eine Summe von weit über einer Billion Dollar heraus. Diese Summe klingt nach einem Verlust, der in jedem Depot ankommt. Wer seit Jahren einen Sparplan auf einen Welt-ETF bespart, fragt sich nach so einem Monat, ob er in Wahrheit eine Wette auf eine Handvoll Konzerne hält.

Die These lässt sich nachrechnen, und zwar mit zwei Zahlen je Firma. Die erste ist ihr Gewicht im Index, die zweite ihre Kursänderung im Zeitraum. Das Gewicht steht im Factsheet, das MSCI jeden Monat zum MSCI World veröffentlicht, die Kursänderung in den Schlusswerten der Börse. Für den Oktober widerspricht das Ergebnis der These deutlich. Der MSCI World lag am 29. Oktober in Dollar 0,68 Prozent höher als am 30. September, während der Nasdaq 100 3,31 Prozent verloren hatte.

Gewicht mal Rückgang, die Rechnung für den Oktober

Ein Index, der nach Börsenwert gewichtet ist, bewegt sich genau so wie die Summe seiner Teile. Jede Firma trägt ihr Gewicht zu Beginn des Zeitraums mal ihre Kursänderung bei, und die Beiträge aller Firmen addieren sich zur Änderung des Index. Mehr steckt in der Rechnung nicht. Laut Factsheet von MSCI zum 30. September 2026 wiegen die zehn größten Werte im MSCI World zusammen 27,85 Prozent. Nvidia steht mit 5,81 Prozent vorn, dann folgen Apple mit 5,41 und Microsoft mit 4,00 Prozent. Amazon kommt auf 2,67 Prozent, Alphabet mit seinen zwei Aktiengattungen auf zusammen 3,99 Prozent. Meta und Broadcom wiegen je 1,76 Prozent, Micron 1,33 und Tesla 1,12 Prozent.

Im Oktober liefen diese zehn Werte weit auseinander. Gemessen wird an den Schlusskursen bei Nasdaq vom 30. September und vom 29. Oktober. In dieser Zeit fielen die beiden Alphabet-Aktien um gut 17 Prozent und Meta um 13,9 Prozent. Micron gab um 12,3 Prozent nach, Nvidia um 6,5 Prozent, Amazon und Broadcom um rund 2 Prozent. Apple stieg dagegen um 4,8 Prozent, Microsoft um 3,4 Prozent und Tesla um 13,7 Prozent. Multipliziert mit dem Gewicht ergibt das den Beitrag jeder Firma. Alphabet kostete den MSCI World 0,69 Prozentpunkte, Nvidia 0,37 und Meta 0,24 Prozentpunkte. Apple brachte 0,26 Prozentpunkte zurück, Tesla 0,15 Prozentpunkte und Microsoft 0,13 Prozentpunkte. Zusammen haben die zehn größten Werte den Index um 1,02 Prozentpunkte gedrückt.

Ein Beispiel macht das greifbar. Wer am 30. September 10.000 Euro in einem Welt-ETF auf den MSCI World hielt, hatte darin rund 2.785 Euro in den zehn größten Werten und rund 7.215 Euro in den übrigen 1.239 Werten.Die zehn Großen kosteten im Oktober zusammen rund 102 Euro, gerechnet mit ihren Kursänderungen in Dollar. Die übrigen Firmen brachten in derselben Zeit rund 170 Euro dazu, im Schnitt ein Plus von gut 2,3 Prozent. Unterm Strich standen rund 68 Euro mehr im Depot, und mit dem stärkeren Dollar waren es in Euro gerechnet sogar rund 244 Euro. Der Rückgang bei den Technologiewerten war echt und ist in jedem Welt-ETF angekommen. Er war aber ein Posten von rund einem Prozent, und der Rest der Welt hat ihn in diesem Monat mehr als ausgeglichen.

Balkendiagramm zum MSCI World, Beitrag zur Kursänderung in Dollar vom 30.09. bis 29.10.2026 in Prozentpunkten. Alphabet minus 0,69, Nvidia minus 0,37, Meta minus 0,24, Micron minus 0,16, Amazon minus 0,06, Broadcom minus 0,03, Microsoft plus 0,13, Tesla plus 0,15, Apple plus 0,26. Die zehn größten zusammen minus 1,02, die übrigen 1.239 Werte plus 1,70, MSCI World insgesamt plus 0,68.
Quelle MSCI, MSCI World Index Factsheet zum 30. September 2026 (Gewichte) und Tagesschlüsse des MSCI World in Dollar; Schlusskurse der zehn Aktien bei Nasdaq vom 30. September und 29. Oktober 2026. Beitrag gleich Gewicht am 30. September mal Kursänderung. Der Beitrag der übrigen Werte ist die Differenz zur Änderung des Index.

Was eine Billionen-Summe beim Börsenwert zählt

Die zweite Hälfte der These ist die Summe in Dollar. Der Börsenwert einer Firma ist ihr Kurs mal die Zahl ihrer Aktien, und wenn der Kurs fällt, fällt der Börsenwert für alle Aktien zugleich, auch für die, die an diesem Tag niemand verkauft hat. Am Beispiel des Goldes steht die Rechnung Preis mal Bestand ausführlich, und für Aktien gilt sie genauso. Die Summe sagt, wie stark sich der Preis bewegt hat, hochgerechnet auf alles, was es gibt. Dass Geld aus dem Markt abgeflossen wäre, sagt sie nicht, denn zu jeder verkauften Aktie gehört ein Käufer, der dafür bezahlt hat.

Im Factsheet von MSCI steht der Börsenwert der zehn größten Werte, gerechnet nur mit den frei handelbaren Aktien, mit zusammen 25,18 Billionen Dollar am 30. September. Bei den sieben Firmen unter ihnen, die im Oktober fielen, schrumpfte dieser Wert bis zum 29. Oktober um rund 1,41 Billionen Dollar. Die drei, die stiegen, also Apple, Microsoft und Tesla, legten um rund 0,49 Billionen Dollar zu. Unterm Strich verloren die zehn zusammen rund 0,92 Billionen Dollar. Der ganze MSCI World war am 30. September rund 90,4 Billionen Dollar wert und lag am 29. Oktober, überschlagen mit der Änderung des Index, rund 0,6 Billionen Dollar höher.

Je nachdem, welche Firmen man zusammenzählt, kommt man also auf ein Minus von 1,4 Billionen Dollar, ein Minus von 0,9 Billionen oder ein Plus von 0,6 Billionen, und alle drei Zahlen stimmen für ihren Ausschnitt. Wer den Börsenwert aller Aktien zählt, also auch die Pakete von Gründern und anderen festen Großaktionären, kommt bei den Verlierern auf eine noch größere Summe, weil der Index nur den frei handelbaren Teil zählt. Für einen Anleger mit einem Welt-ETF ist keine dieser Summen die richtige Größe. Sein Fonds hält von jeder Firma genau ihr Gewicht, und deshalb zählt für ihn die Prozentrechnung aus dem vorigen Abschnitt.

Wo der Rest der Welt im Oktober stand

Woher die 1,7 Prozentpunkte der übrigen Werte kamen, zeigen die Regionen, die MSCI getrennt rechnet. In Dollar und jeweils vom 30. September bis zum 29. Oktober stieg der MSCI USA um 0,83 Prozent, obwohl alle zehn größten Werte dort notiert sind. Die übrigen amerikanischen Firmen haben den Rückgang an der Spitze also schon innerhalb des Landes mehr als ausgeglichen. Der MSCI Europe lag 0,60 Prozent im Plus. Japan lief schwächer, der MSCI Japan verlor in Dollar 3,27 Prozent, und ein Teil davon ist die Bewegung des Yen. Außerhalb des MSCI World fielen die Schwellenländer am stärksten, der MSCI Emerging Markets verlor 6,59 Prozent, und dort wiegen Chiphersteller aus Taiwan und Korea schwer.

Für einen Anleger im Euroraum kommt eine zweite Bewegung dazu. Der Referenzkurs der EZB lag am 30. September bei 1,1355 Dollar je Euro und am 29. Oktober bei 1,1130 Dollar. Der Euro hat damit rund 2 Prozent gegenüber dem Dollar verloren, und weil knapp drei Viertel des MSCI World auf amerikanische Firmen entfallen, ist jeder Dollar im Fonds in Euro mehr wert geworden. MSCI rechnet den Index auch in Euro, dort stieg er im selben Zeitraum um 2,44 Prozent. Dass der Dollar in schwachen Monaten des Index oft steigt und den Rückgang in Euro dämpft, ist ein Muster der letzten Jahre mit Ausnahmen. Im Oktober hat er ein kleines Plus in Dollar zu einem größeren in Euro gemacht.

Der Oktober war damit kein Monat, in dem die Börsen insgesamt fielen. Einige der größten Firmen der Welt fielen deutlich, andere große Firmen stiegen, und der breite Rest legte zu. Am schwächsten liefen Japan und die Schwellenländer, also gerade die Märkte, in denen die amerikanischen Technologiekonzerne keine Rolle spielen.

Wie die zehn Größten auf 28 Prozent kamen

Dass zehn von 1.249 Firmen fast 28 Prozent eines Welt-Index ausmachen, folgt aus der Gewichtung nach Börsenwert. Niemand kauft diese Firmen gezielt nach. Der Index hält von jeder so viel, wie sie an der Börse wert ist, und wer stark steigt, wiegt danach mehr. Wie sich diese Konzentration aufgebaut hat und was sie für die Streuung bedeutet, steht in einer Analyse vom Juli, damals mit rund 27 Prozent für die zehn Größten. Am 30. September 2026 stand der Wert bei 27,85 Prozent. Die Informationstechnik kam als Branche auf 31,78 Prozent und die Vereinigten Staaten als Land auf 72,94 Prozent.

Die Gewichtung wirkt in beide Richtungen. Sie hat die Großen in den Jahren ihres Anstiegs immer schwerer gemacht, und sie sorgt dafür, dass ein Rückgang bei ihnen stärker durchschlägt als bei einer kleinen Firma. Ein Rückgang um 17 Prozent bei einer Firma mit einem Gewicht von 0,05 Prozent wäre im Index kaum zu sehen. Bei Alphabet mit knapp 4 Prozent Gewicht sind es 0,69 Prozentpunkte. Das Gewicht ändert sich zudem mit jedem Kurs. Wer am 29. Oktober nachsieht, findet Alphabet mit einem kleineren Gewicht als am 30. September und Tesla mit einem größeren. Für die Rechnung über einen Zeitraum zählt deshalb immer das Gewicht vom Anfang.

Im September lag der MSCI World laut Factsheet in Dollar und mit Dividenden 1,15 Prozent im Minus, seit Jahresbeginn 12,09 Prozent im Plus. Der Nasdaq 100 hatte am 6. Oktober seinen höchsten Schluss der letzten zwölf Monate erreicht, 31.224,69 Punkte, und lag am 29. Oktober noch 28 Prozent über seinem Tief vom 30. März 2026. Der Oktober war damit ein Rückgang von einem Hoch aus, kein Einbruch, der den Gewinn des Jahres aufgezehrt hätte.

Die zehn Größten fallen nicht im Gleichschritt

Die These behandelt die großen Technologiewerte als eine Einheit, und die Zahlen des Oktober sprechen dagegen. Zwischen Alphabet mit minus 17,5 Prozent und Tesla mit plus 13,7 Prozent liegen über 31 Prozentpunkte. Apple und Microsoft, zusammen 9,41 Prozent des Index, sind gestiegen. Von den zehn Größten haben drei im Oktober etwas gebracht und sieben etwas gekostet, und von diesen sieben trugen zwei, Alphabet und Nvidia, mehr als zwei Drittel des Verlusts. Der Rückgang lief also nicht gleichmäßig durch die ganze Gruppe, er lief durch einzelne Firmen, die alle an der Spitze stehen.

Für den Welt-ETF zählt genau dieser Unterschied. Ein Fonds, der nur den Nasdaq 100 abbildet, hält dieselben Namen mit deutlich größerem Gewicht und ohne den Rest der Welt daneben. Der Nasdaq 100 hat deshalb 3,31 Prozent verloren und der MSCI World nicht. Die beiden Indizes teilen ihre Spitze, aber nicht ihre Gewichte, und in den Gewichten steckt der ganze Abstand. Wer die beiden Fonds nebeneinander hält, hält zweimal dieselben Konzerne, nur in einem anderen Verhältnis zum Rest.

Und wenn beim nächsten Mal der Rest der Welt mitfällt

Der stärkste Einwand gegen diese Lesart lautet, der Oktober sei ein günstiger Monat gewesen. In einem echten Einbruch fallen nicht nur die Technologiewerte. Dann fallen Banken, Industrie und Schwellenländer mit, und der Rest der Welt, der im Oktober ausgeglichen hat, steht selbst im Minus. 2022 war so ein Jahr. Der MSCI World verlor laut Factsheet mit Dividenden 17,73 Prozent, der Nasdaq 100 nach den Schlusswerten bei Nasdaq rund 33 Prozent. Wer aus einem einzigen Monat ableitet, dass der Rest der Welt den Rückgang der Großen immer auffängt, zieht einen falschen Schluss.

Der Einwand trifft zu, und er begrenzt die These, ohne sie umzuwerfen. Die Rechnung Gewicht mal Rückgang gilt in jedem Monat, in guten wie in schlechten. Was sich ändert, ist das Vorzeichen des Rests. Fallen die zehn Größten um 20 Prozent, kostet das den MSCI World beim Gewicht vom 30. September rund 5,6 Prozentpunkte. Ob der Index am Ende 3 oder 10 Prozent tiefer steht, entscheidet der Rest der Welt. Ein Welt-ETF schützt also nicht vor dem Rückgang der Großen. Er begrenzt ihn auf ihr Gewicht und setzt den Anleger zugleich allen anderen Firmen aus, mit deren Gewinnen und mit deren Verlusten.

Zwei Grenzen der Rechnung gehören dazu. Exakt ist sie nur mit dem Gewicht vom Anfang des Zeitraums und solange MSCI den Index nicht umbaut, was jedes Quartal bei der Überprüfung geschieht. Und dieser Text rechnet mit Kursen ohne Dividenden, wie der Kursindex des MSCI World auch. Ein ETF, der Dividenden einbezieht, liegt um die im Zeitraum gezahlten Dividenden höher, über einen Monat sind das Bruchteile eines Prozents.

Was das für Anleger heißt

Den Anteil eines Rückgangs an der Spitze am eigenen Welt-ETF kann jeder Anleger mit zwei Zahlen selbst ausrechnen, und beide sind frei zugänglich. Das Gewicht der größten Positionen steht im Factsheet des Fonds oder des Index, die Kursänderung in den Schlusswerten der Börse. Gewicht mal Kursänderung ergibt den Beitrag in Prozentpunkten, und der Beitrag mal den Depotwert ergibt den Betrag in Euro. Bei 10.000 Euro kosteten die zehn Größten im Oktober rund 102 Euro, gerechnet in Dollar, während der ganze Fonds in Euro rund 244 Euro zulegte.

Zwei Seiten gehören dazu. Das Gewicht der zehn Größten ist mit 27,85 Prozent so hoch, dass ein starker Rückgang bei ihnen den ganzen Fonds spürbar bewegt, und ein Welt-ETF blendet den Rückgang einer Branche nicht aus. Zugleich verteilt er den Rest auf über 1.200 Firmen in 23 Ländern, und im Oktober war es dieser Rest, der den Monat getragen hat. Ob einem diese Verteilung an der Spitze zu schwer ist, hängt an den eigenen Zielen und lässt sich an einem einzelnen Monat nicht beantworten.

Übertragbar ist die Rechnung selbst. Nach jedem Tag, an dem eine Branche oder ein Land deutlich fällt, lohnt der Blick auf Gewicht und Rückgang, bevor man eine Summe in Dollar auf das eigene Depot bezieht. Für den Freitag, den 30. Oktober, lässt sie sich nachtragen, sobald die Schlusskurse feststehen. Was du daraus machst, bleibt deine Entscheidung.

Quellen

  1. MSCI World Index (USD), Index Factsheet, September 30, 2026 MSCI · indexanbieter ·
  2. End of Day Index Data Search, MSCI World, MSCI USA, MSCI Europe, MSCI Japan, MSCI Emerging Markets MSCI · indexanbieter ·
  3. NASDAQ-100 Index (NDX) Historical Data Nasdaq · boerse ·
  4. NASDAQ-100 Index, Index History Nasdaq Global Indexes · indexanbieter ·
  5. Alphabet Inc. Class A (GOOGL) Historical Data Nasdaq · boerse ·
  6. NVIDIA Corporation (NVDA) Historical Data Nasdaq · boerse ·
  7. Euro foreign exchange reference rates, US dollar (USD) Europäische Zentralbank (EZB) · notenbank ·

Zur Entstehung dieses Artikels

Dieser Beitrag wurde auf Basis der oben verlinkten Quellen mit KI-Unterstützung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Gewichte stammen aus dem Factsheet des MSCI World zum 30. September 2026, die Indexstände des MSCI World und seiner Regionen aus den Tagesschlüssen von MSCI (Kursindex, ohne Dividenden), die Kurse der zehn Aktien und des Nasdaq 100 aus den Schlusswerten bei Nasdaq, der Wechselkurs aus den Referenzkursen der EZB. Alle Zahlen reichen bis zum Schluss am 29. Oktober 2026, der 30. Oktober war bei Redaktionsschluss nicht beendet. Die Beiträge der einzelnen Firmen, der Beitrag der übrigen Werte als Differenz zum Index, die Änderungen des Börsenwerts und die Euro-Beträge auf 10.000 Euro sind Rechnungen der Redaktion. Die Änderung des Börsenwerts des ganzen Index ist eine Überschlagsrechnung mit der Änderung des Kursindex.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine journalistische Analyse und Einordnung zu allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlage- oder Anlagestrategieempfehlung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung (EU) 596/2014 dar, ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Wertpapiere, Indizes oder Anlageklassen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Jede Anlageentscheidung liegt in eigener Verantwortung.

Portora kennenlernen

Wenn dich Einordnung im Alltag interessiert, liest Portora deine eigenen Zahlen genauso ruhig.

Hier ordnen wir wirtschaftspolitische Entwicklungen sachlich ein. Im Cockpit siehst du, wie sie auf deine eigene Situation wirken.