Strom-Mehrkosten-Rechner: Was kostet ein Gerät wirklich pro Jahr?
Gib die Wattzahl deines Geräts ein, wie lange es täglich oder wöchentlich läuft, und deinen Strompreis. Der Rechner zeigt dir die Stromkosten pro Tag, pro Monat und pro Jahr — und ordnet sie gegen den durchschnittlichen Jahresstromverbrauch eines deutschen Haushalts ein. Wer nicht weiß, wie viel Watt das eigene Gerät zieht, findet im Rechner Presets für die häufigsten Verdächtigen.
Das Wichtigste in Kürze
- Berechnet Stromkosten eines einzelnen Geräts auf Tag, Monat und Jahr — aus Wattzahl, Nutzungsdauer und Strompreis.
- Presets für die häufigsten Stromfresser: Trockner, Wärmepumpentrockner, Gaming-PC, Standby-Geräte, Kühlschrank, Backofen, Heizlüfter.
- Strompreis-Vorbelegung mit dem aktuellen deutschen Mittelwert — anpassbar an deinen tatsächlichen Tarif.
- Vergleich mit dem Jahresstromverbrauch eines durchschnittlichen Haushalts — zeigt dir, ob ein einzelnes Gerät wirklich der Treiber ist.
- Kein Login nötig. Deine Eingaben werden nicht gespeichert.
Stromkosten eines Geräts berechnen
Anleitung
Wie funktioniert der Strom-Mehrkosten-Rechner?
Du wählst ein Preset (z. B. „Trockner") oder gibst die Werte direkt ein: Wattzahl deines Geräts, Nutzungsdauer pro Tag oder pro Woche und deinen Strompreis pro Kilowattstunde. Der Rechner berechnet daraus die Stromkosten pro Tag, pro Monat und pro Jahr.
Wer den eigenen Strompreis nicht im Kopf hat, findet ihn auf der letzten Jahresabrechnung des Stromanbieters. In Deutschland liegt der Durchschnittspreis 2026 bei rund 0,40 € pro Kilowattstunde — der Rechner nutzt diesen Wert als Vorbelegung. Wer einen Ökostromtarif oder einen alten Bestandstarif hat, sollte den eigenen Wert eintragen.
Grundlage
Wie wird der Stromverbrauch berechnet?
Die Formel ist einfach: Verbrauch (kWh) = Leistung (W) × Nutzungsdauer (h) ÷ 1.000. Multipliziert mit dem Strompreis ergibt das die Kosten. Beispiel: Ein Gaming-PC mit 300 W läuft 4 Stunden pro Tag — das sind 1,2 kWh pro Tag oder 438 kWh pro Jahr. Bei 0,40 €/kWh kostet das rund 175 € pro Jahr.
Die Wattzahl steht meist auf dem Typenschild des Geräts oder im Datenblatt. Bei modernen Geräten ist auch die Nutzlastangabe in kWh pro Jahr üblich (Energielabel-Klasse) — wer das hat, kann sie direkt mit dem Strompreis multiplizieren. Bei älteren Geräten ohne Angabe hilft ein Strommessgerät (kostet rund 15–25 €) oder die Recherche im Datenblatt des Modells.
Einordnung
Welche Geräte sind im Haushalt die größten Treiber?
Nicht alle Geräte ziehen gleich viel Strom — und nicht alle sind gleich oft im Einsatz. Die größten Hebel im Haushalt sind meist Geräte mit hoher Wattzahl bei häufiger oder dauerhafter Nutzung. Der typische Deutsche Drei-Personen-Haushalt verbraucht laut BDEW rund 3.500 kWh pro Jahr — bei 0,40 €/kWh sind das rund 1.400 €.
Typische Stromfresser im Haushalt (Richtwerte)
- Trockner (klassisch): 3 kWh pro Wäsche × 4 Wäschen/Woche = ~625 kWh/Jahr → ~250 €/Jahr.
- Wärmepumpentrockner: 1,5 kWh pro Wäsche × 4 Wäschen/Woche = ~310 kWh/Jahr → ~125 €/Jahr.
- Gefrierschrank (alt, B/C-Klasse): ~300–400 kWh/Jahr → 120–160 €/Jahr.
- Kühlschrank (modern, A/B-Klasse): ~120–180 kWh/Jahr → 50–70 €/Jahr.
- Standby-Geräte (gesamter Haushalt): 100–300 kWh/Jahr → 40–120 €/Jahr.
- Gaming-PC (4 h/Tag): ~440 kWh/Jahr → 175 €/Jahr.
- Heizlüfter (2 h/Tag, Wintersaison): 240 kWh/Jahr → 95 €/Jahr.
- WLAN-Router (24/7): 90 kWh/Jahr → 35 €/Jahr.
Anwendung
Wann lohnt sich der Rechner?
Der typische Einsatz ist eine Kaufentscheidung oder Verhaltensänderung: Lohnt sich der teurere Wärmepumpentrockner gegenüber dem klassischen Modell? Was kostet es, den Gaming-PC nachts laufen zu lassen? Was zieht eigentlich der Standby-Strom aller Geräte zusammen?
Typische Anlässe
- Kaufentscheidung: Lohnt sich ein effizienteres Gerät über die Lebensdauer?
- Verhaltensänderung: Was kostet es, ein Gerät häufiger oder seltener zu nutzen?
- Standby-Audit: Wie viel zieht der gesamte Haushalt im ausgeschalteten Zustand?
- Wintersaison: Was kostet zusätzliche Heizung mit Heizlüfter oder Klimaanlage?
- Sommersaison: Was kostet eine Klimaanlage, die täglich läuft?
Beispiel: Wärmepumpentrockner statt klassischer Trockner
Ein Haushalt nutzt einen Trockner viermal pro Woche, eine Stunde pro Wäsche, bei einem Strompreis von 0,40 €/kWh.
- Klassischer Trockner: 3.000 W × 1 h = 3 kWh pro Wäsche.
- Pro Jahr: 3 kWh × 4 Wäschen × 52 Wochen = 624 kWh.
- Stromkosten klassisch: 624 × 0,40 € = ~250 € pro Jahr.
- Wärmepumpentrockner: 1.500 W × 1 h = 1,5 kWh pro Wäsche → 312 kWh/Jahr → ~125 €/Jahr.
- Differenz: ~125 € pro Jahr — über 8 Jahre Lebensdauer 1.000 €.
- Mehrpreis Wärmepumpentrockner gegenüber klassischem Modell: typisch 200–400 €. Amortisation: 2–4 Jahre.
Häufige Fragen
- Wie genau sind die Berechnungen?
- Die Formel selbst ist exakt — sie nutzt nur Wattzahl, Stundenzahl und Preis. Die Genauigkeit hängt also davon ab, wie genau du die Werte eingibst. Die Wattzahl auf dem Typenschild ist die Nennleistung; die tatsächliche Leistung im Betrieb kann darunter liegen. Für eine grobe Schätzung ist das ausreichend, für präzise Werte hilft ein Strommessgerät.
- Welcher Strompreis ist 2026 realistisch?
- Der Durchschnittspreis für Haushaltsstrom in Deutschland liegt 2026 bei rund 0,40 € pro Kilowattstunde. Bestandstarife können günstiger sein (0,30–0,35 €), Sondertarife oder Ökostrom-Premium-Tarife teils teurer (0,42–0,48 €). Den eigenen Wert findest du auf der Jahresabrechnung des Stromanbieters.
- Was unterscheidet diesen Rechner vom Wissensartikel „Stromkosten berechnen"?
- Der Wissensartikel erklärt das Konzept und die Methodik allgemein. Dieser Rechner ist das interaktive Werkzeug dazu — du gibst konkrete Werte ein und siehst sofort die Kosten. Beide ergänzen sich: Erst verstehen, dann rechnen.
- Lohnt es sich wirklich, alte Geräte zu ersetzen?
- Bei großen Haushaltsgeräten oft ja. Ein alter Kühl-Gefrierkombi kann 400 kWh mehr pro Jahr ziehen als ein modernes Gerät — das sind 160 € pro Jahr. Über 10 Jahre summiert sich das auf 1.600 €. Bei kleineren Geräten ist die Amortisationszeit oft länger als die Restnutzungsdauer — hier lohnt der Tausch erst beim Defekt.
- Sind die Standby-Werte wirklich so hoch?
- In einem typischen Haushalt mit vielen elektronischen Geräten (TV, Hi-Fi, Konsolen, Drucker, Router, Mikrowelle, Kaffeemaschine) summiert sich Standby auf 100–300 kWh pro Jahr. Das sind 40–120 € — meist mehr als die Stromkosten der einzelnen aktiv genutzten Geräte. Eine schaltbare Steckdosenleiste löst das Problem oft komplett.
- Warum nicht direkt eine Empfehlung für effiziente Geräte?
- Wir empfehlen keine konkreten Produkte. Der Rechner zeigt dir die Kostenstruktur — die Gerätewahl ist deine Entscheidung. Verbraucherzentrale, Stiftung Warentest und unabhängige Vergleiche liefern Produktempfehlungen, die wir hier nicht ersetzen wollen.
Vom Rechner in die Praxis
Stromkosten dauerhaft im Blick
Eine Schätzung für ein Gerät ist hilfreich. Was tatsächlich abgebucht wird, zeigt dein Stromanbieter erst einmal pro Jahr. Mit Portora kannst du die Stromkosten als Kategorie laufend mitführen und sofort erkennen, wenn ein Monat aus dem Rahmen fällt.