Unternehmensanalyse
Oracle Corporation
ORCLNYSEUnternehmenssoftware und Cloud-InfrastrukturQ1 Geschäftsjahr 2027
Oracle verkauft Datenbanken und Unternehmenssoftware, vermietet Rechenleistung aus eigenen und angemieteten Rechenzentren und lässt sich die Wartung beider Angebote jährlich bezahlen. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 lag der Umsatz bei 19,3 Mrd. USD und damit 30 Prozent über dem Vorjahresquartal, während die Investitionen mit 28,5 Mrd. USD über dem operativen Cashflow von 23,1 Mrd. USD lagen.
Wie man diesen Artikel liest
Portora bereitet den Geschäftsbericht auf: die 10-K-Jahresmeldung, die Oracle bei der US-Börsenaufsicht SEC einreicht. Die Kennzahlen darin rechnen wir selbst aus. Der Artikel ist rein beschreibend, er ordnet ein, bewertet aber nicht und gibt keinen Rat. Oracles Geschäftsjahr endet am 31. Mai; „Geschäftsjahr 2026“ meint das am 31. Mai 2026 geendete Jahr. Ganz oben steht der Zwischenstand für Q1 Geschäftsjahr 2027 aus der Quartalsmeldung (Form 10-Q). Quartalszahlen sind nicht testiert und schwanken saisonal, deshalb vergleichen wir sie immer mit demselben Quartal des Vorjahres, nicht mit dem Vorquartal. Alles darunter stammt weiter aus dem geprüften Jahresbericht und ändert sich mit einem Quartal nicht. Im Abschnitt „Bewertung selbst berechnen“ stellst du die Annahmen selbst ein und rechnest damit ein eigenes Szenario. Portora veröffentlicht dort keine eigene Wertaussage.
Zwischenstand: Q1 Geschäftsjahr 2027
Datenstand dieses Abschnitts: Q1 Geschäftsjahr 2027 · nicht testiert
Für Q1 Geschäftsjahr 2027 (1. Juni 2026 bis 31. August 2026) weist Oracle einen Umsatz von 19,3 Mrd. USD aus, +29,6 % gegenüber den 14,9 Mrd. USD in Q1 Geschäftsjahr 2026. Das Betriebsergebnis lag bei 6,7 Mrd. USD nach 4,3 Mrd. USD (+57,3 %). Der Nettogewinn erreichte 4,8 Mrd. USD nach 2,9 Mrd. USD (+62,6 %). Die operative Marge betrug 34,8 % nach 28,7 %. Diese Zahlen stammen aus dem Zwischenbericht und sind nicht testiert. Alles darunter steht unverändert auf dem geprüften Geschäftsjahr 2026.
Der Umsatz des ersten Quartals lag bei 19,3 Mrd. USD und damit 30 Prozent über demselben Quartal des Vorjahres, ein Zuwachs von 4,4 Mrd. USD. Davon entfallen laut Bericht 4,3 Mrd. USD auf Cloud und Software, und innerhalb dieses Segments stieg der Umsatz der Cloud-Infrastruktur von 3,3 auf 7,4 Mrd. USD. Der Umsatz mit Softwarelizenzen ging im selben Zeitraum um 15 Prozent auf 0,7 Mrd. USD zurück. In Sachanlagen investierte Oracle 28,5 Mrd. USD nach 8,5 Mrd. USD im Vorjahresquartal, und im operativen Cashflow von 23,1 Mrd. USD stehen 11,4 Mrd. USD Vorauszahlungen von Kunden, die der Bericht mit einer Finanzierungskomponente ausweist und die es im Vorjahresquartal nicht gab. Die Zahlen stammen aus dem Zwischenbericht und sind nicht testiert.
Auf die Geschäftsbereiche entfielen Cloud und Software 17,2 Mrd. USD (+32,9 %), Hardware 0,8 Mrd. USD (+15,5 %), Dienstleistungen 1,4 Mrd. USD (+4,8 %), jeweils gegen dasselbe Quartal des Vorjahres. Die Segmentergebnisse summieren sich auf 10,3 Mrd. USD. Nach zentralen Kosten von 3,5 Mrd. USD, die der Bericht keinem Geschäftsbereich zuordnet, bleibt das Konzern-Betriebsergebnis von 6,7 Mrd. USD.
Über die vier zuletzt gemeldeten Quartale (2026Q2, 2026Q3, 2026Q4, 2027Q1) summiert sich der Umsatz auf 71,8 Mrd. USD und der operative Cashflow auf 46,9 Mrd. USD. Diese rollierende Zwölfmonats-Basis lässt sich im Bewertungsrechner weiter unten als Rechenbasis wählen, während er voreingestellt und der Artikeltext darunter das Geschäftsjahr 2026 nennt. Beide Angaben sind richtig, sie beziehen sich auf verschiedene Zeiträume; wer die eine in ein Feld tippt, das die andere erwartet, rechnet an der Frage vorbei.
Konzernzahlen Q1 Geschäftsjahr 2027
Jeweils gegen Q1 Geschäftsjahr 2026, also gegen dasselbe Quartal des Vorjahres. Aus dem Zwischenbericht, nicht testiert.
- Umsatz
- 19,3 Mrd. USD
- +29,6 % gegenüber 14,9 Mrd. USD in Q1 Geschäftsjahr 2026
- Betriebsergebnis (EBIT)
- 6,728 Mrd. USD
- +57,3 % gegenüber 4,277 Mrd. USD in Q1 Geschäftsjahr 2026
- Nettogewinn
- 4,760 Mrd. USD
- +62,6 % gegenüber 2,927 Mrd. USD in Q1 Geschäftsjahr 2026
- Operativer Cashflow
- 23,10 Mrd. USD
- +183,8 % gegenüber 8,14 Mrd. USD in Q1 Geschäftsjahr 2026
- Investitionen (Capex)
- 28,5 Mrd. USD
- +235,2 % gegenüber 8,5 Mrd. USD in Q1 Geschäftsjahr 2026
- Freier Cashflow
- -5,396 Mrd. USD
- -1.390,6 % gegenüber -0,362 Mrd. USD in Q1 Geschäftsjahr 2026
Margen Q1 Geschäftsjahr 2027
Margen werden in Prozentpunkten verglichen, nicht relativ.
- Operative Marge (EBIT)
- 34,8 %
- +6,1 Prozentpunkte gegenüber 28,7 % in Q1 Geschäftsjahr 2026
- Nettomarge
- 24,6 %
- +5,0 Prozentpunkte gegenüber 19,6 % in Q1 Geschäftsjahr 2026
Segmente Q1 Geschäftsjahr 2027
Aus dem Zwischenbericht (10-Q, eingereicht 11. September 2026). Die Segmentergebnisse summieren sich auf 10,3 Mrd. USD. Nach zentralen Kosten von 3,5 Mrd. USD, die der Bericht keinem Geschäftsbereich zuordnet, bleibt das Konzern-Betriebsergebnis von 6,7 Mrd. USD.
- Cloud und Software
- 17,2 Mrd. USD
- +32,9 % gegenüber 12,9 Mrd. USD · Segmentergebnis 9,4 Mrd. USD (Marge 54,5 %)
- Hardware
- 0,774 Mrd. USD
- +15,5 % gegenüber 0,670 Mrd. USD · Segmentergebnis 0,5 Mrd. USD (Marge 58,4 %)
- Dienstleistungen
- 1,414 Mrd. USD
- +4,8 % gegenüber 1,349 Mrd. USD · Segmentergebnis 0,4 Mrd. USD (Marge 31,5 %)
- Zentrale Kosten
- -3,5 Mrd. USD
- keinem Geschäftsbereich zugeordnet · Segmentergebnisse zusammen 10,3 Mrd. USD, Konzern-Betriebsergebnis 6,7 Mrd. USD
Rollierende zwölf Monate
Summe der vier Quartale 2026Q2, 2026Q3, 2026Q4, 2027Q1. Eigene Achse, kein Bestandteil der Zehnjahres-Reihe; sie ist die aktuellere Rechenbasis im Bewertungsrechner weiter unten.
- Umsatz (rollierend)
- 71,8 Mrd. USD
- rollierend bis Q1 Geschäftsjahr 2027
- Betriebsergebnis (rollierend)
- 23,1 Mrd. USD
- rollierend bis Q1 Geschäftsjahr 2027
- Nettogewinn (rollierend)
- 18,9 Mrd. USD
- rollierend bis Q1 Geschäftsjahr 2027
- Operativer Cashflow (rollierend)
- 46,9 Mrd. USD
- rollierend bis Q1 Geschäftsjahr 2027
So liest du das Der kräftige Balken ist das Berichtsquartal, der blaue dasselbe Quartal des Vorjahres: nur diese beiden sind vergleichbar, weil das Geschäft im Jahresverlauf schwankt. Die gestrichelte Kontur markiert Werte, die nicht so berichtet, sondern aus zwei kumulierten Meldungen berechnet wurden.
So liest du das Je Geschäftsbereich zwei Balken nebeneinander: das Berichtsquartal und dasselbe Quartal des Vorjahres. Die Zahlen stammen aus dem Zwischenbericht und sind nicht testiert.
Steckbrief
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft), Kurs vom 25. September 2026
- Unternehmen
- Oracle Corporation
- Ticker / Börse
- ORCL · NYSE
- ISIN
- US68389X1054
- Sektor
- Unternehmenssoftware und Cloud-Infrastruktur
- Sitz
- Austin, Texas, USA
- Gegründet
- 1977
- Geschäftsjahresende
- 31. Mai
- Berichtswährung
- USD
- Umsatz (GJ 2026)
- 67,4 Mrd. USD
- Marktkapitalisierung
- 415 Mrd. USD
- Aktienzahl (Stichtag)
- 3,02 Mrd. Stück (Form 10-Q, 7. September 2026)
- Mitarbeiter
- 141.000
- Rechnungslegung
- US-GAAP
Womit Oracle Geld verdient
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Oracle verdient sein Geld auf drei Wegen. Der älteste ist Software, vor allem die Datenbank und Anwendungen für Buchhaltung, Personal und Einkauf, die Kunden als Lizenz kaufen und danach gegen eine jährliche Wartungsgebühr weiter betreuen lassen. Diese Wartung brachte im Geschäftsjahr 2026 19,8 Mrd. USD Umsatz, die Lizenzen selbst 4,7 Mrd. USD. Der zweite Weg ist die Cloud, und sie besteht aus zwei sehr verschiedenen Geschäften. Die Cloud-Anwendungen sind dieselbe Unternehmenssoftware im Abonnement und brachten 15,9 Mrd. USD. Die Cloud-Infrastruktur ist vermietete Rechenleistung samt Speicher und Netzwerk in Rechenzentren und brachte 18,1 Mrd. USD, 77 Prozent mehr als im Vorjahr. Zusammen stellte die Cloud rund die Hälfte des Konzernumsatzes von 67,4 Mrd. USD. Der dritte Weg sind Server und Speichersysteme sowie Beratung und Einführungsprojekte, zusammen 8,8 Mrd. USD. Der Bericht fasst Cloud und Software zu einem Segment zusammen, das bis zum Jahresbericht 2025 „cloud and license“ hieß und seither „cloud and software“ heißt. Es stand im Geschäftsjahr 2026 für 87 Prozent des Umsatzes. Mit demselben Bericht hat Oracle auch die Umsatzzeilen neu geschnitten. Die Wartung verkaufter Lizenzen steht jetzt in der Zeile Software, früher stand sie mit den Cloud-Diensten in einer gemeinsamen Zeile. Für das Geschäftsjahr 2025 wies der alte Bericht dort 44,0 Mrd. USD aus, der neue zeigt für dasselbe Jahr 24,5 Mrd. USD Cloud. Cloud-Umsätze aus älteren Berichten sind deshalb nicht mit den heutigen vergleichbar. Für die Cloud-Infrastruktur muss Oracle Rechenzentren anmieten, Server kaufen und Strom einkaufen, bevor die Kunden die Leistung nutzen und bezahlen. Die Investitionen in Sachanlagen stiegen deshalb von 21,2 auf 55,7 Mrd. USD, und zum Jahresende standen zusätzlich Mietverträge für Rechenzentren über 260 Mrd. USD aus, die erst zwischen dem ersten Quartal des Geschäftsjahres 2027 und dem Geschäftsjahr 2029 beginnen.
Umsatz und Wachstum
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr 2026 auf 67,4 Mrd. USD nach 57,4 Mrd. USD im Vorjahr, ein Plus von 17,3 %. Das ist mehr als in den längeren Fenstern. Über die verfügbaren neun Jahre seit dem Geschäftsjahr 2017 wuchs der Umsatz im Schnitt um 6,6 % pro Jahr, über fünf Jahre um 10,7 % und über drei um 10,5 %. Den größten Teil steuerte Cloud und Software bei, 58,5 Mrd. USD oder 86,9 %. Dienstleistungen folgen mit 5,7 Mrd. USD (8,5 %), Hardware mit 3,1 Mrd. USD (4,6 %).
Von 2024 bis 2026 legte Cloud und Software mit +31,6 % am schnellsten zu, vor Dienstleistungen mit +5,7 % und Hardware mit +0,6 %.
Wie viel vom Umsatz als Segmentergebnis übrig bleibt, unterscheidet sich je Segment. Bei Cloud und Software sind es 58,9 %, bei Hardware 65,4 % und bei Dienstleistungen 26,7 %. In diesen Segmentergebnissen stehen weder Forschung noch Verwaltung noch aktienbasierte Vergütung, die Oracle zentral verbucht. Die drei Segmente zusammen weisen deshalb mehr aus als das Konzern-Betriebsergebnis, und zwar um genau diese zentralen Kosten. Ein Anteil der einzelnen Segmente am Betriebsergebnis lässt sich so nicht sinnvoll bilden und steht deshalb nicht hier.
Wie viel Umsatz auf einen Kopf entfällt, sagt der Bericht nicht selbst, es lässt sich aber aus zwei seiner Angaben rechnen. Über zehn erfasste Geschäftsjahre stieg der Umsatz je Mitarbeiter von 0,27 auf 0,48 Mio. USD. Die Belegschaft lag am Anfang und am Ende dieses Fensters fast gleich hoch, bei 138.000 und 141.000 Beschäftigten. Dazwischen stieg sie bis auf 164.000 im Geschäftsjahr 2023 und fiel allein im Geschäftsjahr 2026 von 162.000 auf 141.000.
So liest du das Die Balken sind je Jahr gestapelt: die volle Höhe ist der Konzernumsatz, die Abschnitte sind die Segmente.
So liest du das Je Geschäftsbereich läuft der Umsatz von links ein. Der kräftige obere Teil des Balkens ist das Segmentergebnis, der gedämpfte untere Teil sind die Kosten. Die Ergebnisse führen im Pool zusammen; davon bleibt nach zentralen Kosten das Konzern-Betriebsergebnis.
So liest du das Je Jahr zwei Balken: links der Auftragsbestand zum Stichtag, rechts der Umsatz des Jahres. Ist der linke Balken höher, ist mehr vertraglich zugesagt, als im ganzen Jahr erlöst wurde. Der Abstand zeigt, ob der Bestand schneller wächst als das Geschäft.
Umsatz nach Regionen
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Derselbe Umsatz lässt sich statt nach Geschäftsbereichen auch nach Regionen schneiden. Für das Geschäftsjahr 2026 weist der Bericht drei Regionen aus. Den größten Teil trägt die Region Amerika mit 44,5 Mrd. USD (66 %). Es folgen die Regionen Europa, Naher Osten und Afrika mit 15,3 Mrd. USD (23 %) und Asien-Pazifik mit 7,6 Mrd. USD (11 %). Am stärksten bewegt hat sich gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 der Anteil der Region Amerika, um +2,7 Prozentpunkte.
Wo Oracle verkauft, ist nicht dasselbe wie der Ort, an dem das Anlagevermögen steht. Von den langfristigen Vermögenswerten stehen zum Stichtag 102,7 Mrd. USD in den USA, das sind 77 %. Alle Länder ohne eigene Angabe kommen zusammen auf 21,0 Mrd. USD (16 %). Einzeln ausgewiesen sind außerdem das Vereinigte Königreich mit 3,9 Mrd. USD und Japan mit 3,2 Mrd. USD, Deutschland folgt mit 2,4 Mrd. USD.
Der Jahresbericht hält fest, dass in den Geschäftsjahren 2026, 2025 und 2024 kein einzelner Kunde 10 Prozent oder mehr des Umsatzes ausmachte. Neu steht direkt dahinter, dass Oracle große, langfristige Cloud-Verträge eingeht, die erhebliche Investitionen in Rechenzentren verlangen, und dass deren Ertrag davon abhängt, ob die wichtigsten Kunden ihre Verträge erfüllen. Im Risikoteil heißt es, bei bestimmten Angeboten der Cloud-Infrastruktur sei Oracle auf eine Reihe großer Kunden konzentriert, eine Zahl dazu nennt der Bericht nicht. Der Zwischenbericht zum ersten Quartal 2027 macht zur Kundenkonzentration keine Angabe. (10-K FY2026, Note 1 Concentrations of Risk und Item 1A)
Margen und Ergebnis je Aktie
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Auf jeder Stufe der Rechnung bleibt ein anderer Teil des Umsatzes hängen. Eine Bruttomarge lässt sich für Oracle nicht bilden, weil die Gewinn- und Verlustrechnung seit dem Geschäftsjahr 2019 keine Umsatzkosten mehr ausweist, sondern Aufwand je Geschäftsbereich. Die operative Marge (EBIT) lag im Geschäftsjahr 2026 bei 30,6 % (Median 32,2 %), die Nettomarge bei 25,4 % (Median 23,3 %). Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug 5,83 USD nach 4,34 USD im Vorjahr. Oracle berichtet nach US-GAAP, die Werte hier sind berichtete Zahlen und nicht bereinigt.
Zwischen operativer Marge und Nettomarge liegen Finanzergebnis und Steuern. Über die Geschäftsjahre 2017 bis 2026 reichte die operative Marge von 25,7 % bis 37,6 %, die Nettomarge von 9,1 % bis 34,0 %. Die effektive Steuerquote reichte von -5,7 % (2021) bis 68,6 % (2018, wegen der einmaligen Übergangssteuer der US-Steuerreform TCJA) und lag zuletzt bei 12,6 %. Der tiefste Wert der Nettomarge liegt im selben Geschäftsjahr 2018 wie die höchste Steuerquote. Der Forschungs- und Entwicklungsaufwand entspricht 15,3 % des Umsatzes (Zehnjahres-Median 16,2 %).
So liest du das Zwei Balken je Jahr: das operative Ergebnis und der Gewinn nach Steuern, beide in absoluten Zahlen (der Umsatz steht als eigene Kurve in der Umsatz-Sektion).
So liest du das Drei Linien von oben nach unten: was nach den direkten Kosten, nach allen operativen Kosten und nach Steuern übrig bleibt.
Cashflow und Investitionen
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Der operative Cashflow erreichte 32,0 Mrd. USD, die Investitionen (Capex) 55,7 Mrd. USD. Übrig bleibt ein freier Cashflow von -23,7 Mrd. USD, eine FCF-Marge von -35,2 % gegen einen Zehnjahres-Median von 26,0 %. Die Investitionen sind binnen zwei Jahren von 6,9 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2024 auf 55,7 Mrd. USD gestiegen. Die Investitionsquote liegt damit bei 82,6 % des Umsatzes, der Zehnjahres-Median bei 8,0 %. Der operative Cashflow wuchs im Geschäftsjahr 2026 um 53,6 % und damit schneller als der Umsatz mit 17,3 %, der freie Cashflow fiel trotzdem von -0,4 auf -23,7 Mrd. USD. Im operativen Cashflow stehen außerdem 4,6 Mrd. USD Vorauszahlungen von Kunden, die der Bericht mit einer Finanzierungskomponente ausweist und die es in den Vorjahren nicht gab.
Ein Teil des operativen Cashflows ist nicht zahlungswirksam: die aktienbasierte Vergütung (Stock-based Compensation). Sie betrug im Geschäftsjahr 2026 4,8 Mrd. USD, in zehn Jahren von 1,4 Mrd. USD gestiegen, und entspricht 15,0 % des operativen Cashflows. Sie mindert den Gewinn, kostet aber kein Geld und entlastet so den Cashflow; im Gegenzug verwässert sie die Aktionäre (siehe Aktionärsrückflüsse). Rechnet man sie gegen, bleiben vom freien Cashflow -28,5 Mrd. USD statt -23,7 Mrd. USD.
So liest du das Je Jahr drei Balken nebeneinander: was hereinkam, was investiert wurde, was übrig blieb.
Bilanz und Kapitalstruktur
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft) und Q1 Geschäftsjahr 2027 (nicht testiert)
Zum 31. Mai 2026 stehen bei Oracle 137,2 Mrd. USD Finanzschulden gegen 31,9 Mrd. USD liquide Mittel. Die liquiden Mittel bestehen aus 31,3 Mrd. USD Zahlungsmitteln und 0,6 Mrd. USD kurzfristigen Geldanlagen, die Nettoverschuldung beträgt damit 105,3 Mrd. USD. In den Finanzschulden stecken 7,7 Mrd. USD Finanzierungsleasing (5,6 % davon). Die als Operating-Leasing geführten Mietverträge zählen nicht dazu, ebenso wenig die noch nicht begonnenen Mietverträge für Rechenzentren über 260 Mrd. USD, die der Anhang gesondert nennt. Die Eigenkapitalquote liegt bei 16,2 %, die Zinsdeckung (EBIT je Zinsaufwand) bei 4,5x. Der Goodwill machte zum Geschäftsjahresende 23,8 % der Bilanzsumme aus. Zum 31. August 2026 lag er bei 62,3 Mrd. USD und entfiel zum Geschäftsjahresende mit 57,1 Mrd. USD fast vollständig auf Cloud und Software. Der jährliche Test zum 1. März 2026 ergab keine Wertminderung.
- Netto-Verschuldung / EBITDA
- 3,5x
- Zinsdeckung (EBIT / Zinsen)
- 4x
- Eigenkapitalquote
- 16,2 %
- Current Ratio (kurzfristige Deckung)
- 1,1x
So liest du das Zwei Balken je Jahr: die liquiden Mittel gegen die Finanzschulden. Ist der linke Balken höher, hält das Unternehmen mehr Liquidität als Schulden (Nettoliquidität), sonst überwiegt die Verschuldung.
So liest du das Die Linie ist eine Reichweite: wie viele Tage Umsatz beziehungsweise Umsatzkosten in dem jeweiligen Posten stecken.
Kapitalrendite (ROCE und ROE)
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Die Kapitalrendite ROCE (EBIT geteilt durch das eingesetzte Kapital aus Eigenkapital und verzinslichen Schulden) lag im Geschäftsjahr 2026 bei 11,5 %; der Zehnjahres-Median beträgt 15,5 %. Nach Steuern gerechnet (ROIC: Betriebsergebnis abzüglich der effektiven Steuerquote, auf dasselbe eingesetzte Kapital) ergeben sich 10,0 % (Median 13,6 %). Wir verwenden hier durchgehend verzinsliche Schulden statt Nettofinanzschulden, damit die Reihe über die Jahre vergleichbar bleibt (siehe Methodik im Fuß). Die Eigenkapitalrendite (ROE, Nettogewinn je Eigenkapital) lag bei 40,2 % (Median 60,8 %). Die beiden Größen stehen auf verschiedenen Seiten der Steuer, der ROCE davor und der ROE dahinter. Die zum ROE passende Vergleichsgröße ist deshalb der oben genannte Nachsteuerwert, und erst was zwischen ihm und dem ROE bleibt, geht auf die verzinslichen Schulden zurück, die im Nenner des ROCE stecken und im Nenner des ROE fehlen.
So liest du das ROCE misst die Rendite auf das gesamte eingesetzte Kapital, ROE nur die auf das Eigenkapital.
Dividende, Rückkäufe und Aktienzahl
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Die Dividende je Aktie stieg auf 2,00 USD und wurde damit in mindestens 9 aufeinanderfolgenden Geschäftsjahren erhöht, so weit das Datenfenster ab dem Geschäftsjahr 2017 zurückreicht. Eine Ausschüttungsquote auf den freien Cashflow ist in diesem Jahr nicht sinnvoll zu lesen, weil der freie Cashflow negativ ist. Rechnerisch ergibt sich für die Dividende allein -24,4 %, gegen einen Zehnjahres-Median von 22,9 %. Einschließlich der Rückkäufe sind es -24,8 %, gegen einen Median von 82,4 %. Die Zahl der verwässerten Aktien sank von 4,22 Mrd. im Geschäftsjahr 2017 auf 2,91 Mrd. im Geschäftsjahr 2026, Rückkäufe und aktienbasierte Vergütung wirken darauf gegenläufig.
In absoluten Zahlen flossen im Geschäftsjahr 2026 5,8 Mrd. USD als Dividende und 0,1 Mrd. USD als Aktienrückkäufe an die Aktionäre, zusammen 5,9 Mrd. USD. Die verwässerte Aktienzahl stieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2025 um 1,7 % auf 2,91 Mrd. Stück. Die Rückkäufe waren zu klein, um die aktienbasierte Vergütung auszugleichen. Zieht man die Vergütung von den Rückkäufen ab, bleiben -4,7 Mrd. USD, rechnerisch also eine Zunahme der Aktien und keine Verringerung.
Das Management, wörtlich
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Sechs wörtliche Stellen aus dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2026. Keine davon steht in dieser Form im Vorjahresbericht. Sie drehen sich um das, was neben den Verkauf von Software getreten ist, nämlich langfristige Cloud-Verträge mit großen Kunden, für die Oracle vorab Rechenzentren anmietet. Zum Geschäftsjahresende standen dafür 638 Mrd. USD Auftragsbestand und 260 Mrd. USD noch nicht begonnene Mietverträge im Bericht. Wie viele Kunden hinter den Verträgen stehen, sagt er nicht, er spricht von „einer Reihe großer Kunden“.
Remaining performance obligations were $638 billion and $138 billion as of May 31, 2026 and 2025, respectively.
The increase in remaining performance obligations as of May 31, 2026 in comparison to May 31, 2025 was primarily attributable to certain significant cloud contracts that were entered into during the period.
The economic returns on these investments are dependent on customer demand and the ability of our key customers to meet their contractual obligations.
In certain OCI offerings, we are more concentrated among a number of large customers, which could increase these risks.
In addition, the terms, renewal options and pricing adjustments in our long-term data center leases typically do not align with the duration and pricing of customer contracts, and if customers do not renew their contracts, we may be unable to re-lease, repurpose or assign such capacity on acceptable terms, if at all.
If our cloud infrastructure buildout takes longer than expected, our cloud revenue forecasts will be affected.
Der Jahresbericht enthält keine bezifferte Prognose für Umsatz, Ergebnis oder Investitionen. Er erwartet, dass die Investitionen im Geschäftsjahr 2027 und in den Folgejahren weiter steigen. Der Zwischenbericht zum ersten Quartal schreibt, sie würden im Geschäftsjahr 2027 höher liegen als im Geschäftsjahr 2026, als es 55,7 Mrd. USD waren, und nennt ebenfalls keinen Betrag.
Risiko-Delta und Sonderposten
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft) und Q1 Geschäftsjahr 2027 (nicht testiert)
Verglichen wurden die Risikofaktoren im 10-K für das Geschäftsjahr 2026 mit denen des Vorjahresberichts, 35 gegen 31 Faktoren. Der Überschriften-Vergleich weiter unten zählt sechs neue und zwei entfallene Faktoren. Zwei der sechs neuen ersetzen aber eine entfallene Überschrift zum selben Thema, bei der Cybersicherheit und bei Störungen des Geschäftsbetriebs. Inhaltlich neu sind damit vier Faktoren, drei davon zu den im Februar 2026 ausgegebenen Vorzugsaktien und zum Verkauf eigener Aktien über die Börse. Eine Änderung zeigt der Überschriften-Vergleich nicht, weil die Überschrift gleich geblieben ist. Der Faktor zu den Rechenzentren trägt neue Passagen zu Kunden, die nicht zahlen könnten, zu Mietlaufzeiten, zur Stromversorgung und zum Bedarf an externer Finanzierung. Neu ist außerdem eine Zusammenfassung der Risikofaktoren am Anfang, die es im Vorjahresbericht nicht gab.
Neben den Änderungen, die der Bericht selbst nennt, lässt sich die Liste der Risikofaktoren aus Item 1A mit der des Vorjahres vergleichen. Für das Geschäftsjahr 2026 führt der Bericht 35 Risikofaktoren auf, nach 31 im Geschäftsjahr 2025. Sechs Faktoren kamen hinzu, zwei entfielen und sieben wurden umformuliert. 22 Überschriften blieben wortgleich. Umformuliert heißt hier, dass derselbe Faktor mit anderem Wortlaut steht; die Überschriften bleiben im englischen Original.
- Der Faktor zu den Rechenzentren beschreibt jetzt ausdrücklich, was passiert, wenn große Kunden nicht zahlen. Oracle könne dann über Jahre an Mietflächen, Investitionen und deren Finanzierung gebunden sein, ohne dafür Umsatz zu erhalten. Neu genannt werden außerdem Kunden, die selbst hoch verschuldet sein können, Bauverzögerungen bei Dritten, die Rechenzentren für Oracle errichten, und die weltweit knappe Stromversorgung. (10-K FY2026, Item 1A Risk Factors, Faktor zur Rechenzentrums-Kapazität; im 10-K FY2025 unter derselben Überschrift ohne diese Passagen.)
- Neu ist der Hinweis, dass Oracle bei bestimmten Angeboten der Cloud-Infrastruktur auf eine Reihe großer Kunden konzentriert ist. Eine Zahl dazu nennt der Bericht nicht. (10-K FY2026, Item 1A: "In certain OCI offerings, we are more concentrated among a number of large customers, which could increase these risks.")
- Drei Faktoren sind neu zu den Vorzugsaktien und zum Verkaufsprogramm für eigene Aktien über 20 Mrd. USD. Sie beschreiben die Verwässerung der Stammaktien, eine mögliche Wirkung auf deren Kurs und den Nachrang der Stammaktien gegenüber den Vorzugsaktien bei Dividenden und im Liquidationsfall. Das Programm war zum Jahresende noch nicht genutzt. Im ersten Quartal 2027 hat Oracle es vollständig ausgeschöpft und dafür rund 141 Mio. neue Aktien ausgegeben. (10-K FY2026, Item 1A, Risks Related to Our Common and Preferred Stock (drei neue Faktoren); 10-Q Q1 FY2027, Note 7 Stockholders' Equity: "we fully utilized the ATM Program and issued 141 million shares of common stock under the ATM Program for net proceeds of $ 19.9 billion".)
- Der Faktor zur Verschuldung nennt jetzt 129,5 Mrd. USD ausstehende Finanzschulden zum 31. Mai 2026 nach 92,6 Mrd. USD ein Jahr zuvor. Neu ist der Hinweis, dass eine Herabstufung der Bonität auch die langfristigen Zusagen einschließlich der Mietverträge für Rechenzentren berühren und höhere Sicherheiten verlangen könnte. (10-K FY2026 gegen 10-K FY2025, jeweils Item 1A, Faktor zur Verschuldung.)
- Im Faktor zu schwankenden Quartalsergebnissen steht neu, dass ein längerer Ausbau der Cloud-Infrastruktur die Umsatzerwartungen für die Cloud beeinflusst, und der Zeitpunkt der Investitionen ist als eigener Einflussfaktor genannt. Der Absatz zur früheren Beteiligung an Ampere ist entfallen, Oracle hat sie im November 2025 an SoftBank verkauft. (10-K FY2026, Item 1A, Financial Risks; der Verkauf aus Note 1: Ampere an SoftBank Group Corp. am 25. November 2025, Veräußerungsgewinn 2,7 Mrd. USD.)
- Der Faktor zu Personal nennt neu einen Stellenabbau im Zuge des Einsatzes von KI. Die Zahl der Beschäftigten fiel im Geschäftsjahr 2026 von rund 162.000 auf rund 141.000, und der Restrukturierungsplan 2026 ist auf Kosten von bis zu 2,1 Mrd. USD angelegt. Nach dem Quartalsstichtag hat das Management ihn um rund 700 Mio. USD erweitert. (10-K FY2026, Item 1A und Note 7 Restructuring; Item 1, Human Capital Resources (Mitarbeiterzahlen FY2025 und FY2026); 10-Q Q1 FY2027, Note 4: "our management supplemented the 2026 Restructuring Plan by approximately $ 700 million".)
- We are subject to business, financial and reputational risks related to cybersecurity incidents and data breaches (Item 1A, neu gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- If our accounting estimates and judgments turn out to be inaccurate, our future financial results could fall short of expectations, which could have a material adverse effect on our stock price (Item 1A, neu gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- Conversion of our Mandatory Convertible Preferred Stock (and our depositary shares), or the payment of dividends on Mandatory Convertible Preferred Stock in shares of common stock, or the issuance of shares of our common stock under the ATM Program will dilute the ownership interest of the holders of our common stock (Item 1A, neu gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- The ATM Program, the Mandatory Convertible Preferred Stock or our depositary shares may adversely affect the market price of our common stock, and we cannot guarantee that our ATM Program will be fully implemented (Item 1A, neu gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- Our common stock ranks junior to our Mandatory Convertible Preferred Stock with respect to the payment of dividends and amounts payable in the event of our liquidation, winding-up or dissolution (Item 1A, neu gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- Significant events in certain geographic locations could adversely affect our operating results and disrupt our business (Item 1A, neu gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- If our security measures for our products and services are compromised and as a result, our data, our customers’ data or our IT systems are accessed improperly, made unavailable, or improperly modified, our products and services may be perceived as vulnerable, our brand and reputation could be damaged, the IT services we provide to our customers could be disrupted, and customers may stop using our products and services, any of which could reduce our revenue and earnings, increase our expenses and expose us to legal claims and regulatory actions (Item 1A, entfallen gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- Business disruptions could adversely affect our operating results (Item 1A, entfallen gegenüber Geschäftsjahr 2025)
- Bestätigungsvermerkuneingeschränkt
- Ernst & Young LLP erteilte am 22. Juni 2026 ein uneingeschränktes Testat, sowohl zum Konzernabschluss als auch zur Wirksamkeit der internen Kontrolle über die Rechnungslegung.10-K FY2026, Report of Independent Registered Public Accounting Firm, San Jose, Kalifornien, 22. Juni 2026.
- Wechsel des Abschlussprüfersnicht vorhanden
- Kein Wechsel. Der Prüfer hält fest, dass er das Unternehmen seit 2002 prüft, und Item 9 meldet keine Meinungsverschiedenheiten mit dem Prüfer.10-K FY2026, Report of Independent Registered Public Accounting Firm ("auditor since 2002"); Item 9 Changes in and Disagreements with Accountants: "None".
- Kritische Prüfungssachverhalteeiner
- Die Bilanzierung unsicherer Steuerpositionen, vor allem zu konzerninternen Verrechnungspreisen. Der Prüfer begründet das mit dem Ermessen bei der Auslegung von Steuergesetzen und Urteilen in mehreren Ländern. Einen Betrag nennt er dabei nicht. Im Anhang stehen unsichere Steuerpositionen von 10,1 Mrd. USD. Derselbe Sachverhalt war schon im Vorjahr der einzige.10-K FY2026, Critical Audit Matters, Uncertain Tax Positions; Betrag aus Note 12 Income Taxes (gross unrecognized tax benefits 10.126 Mio. USD).
- Going Concernnicht vorhanden
- Der Bericht enthält keinen Hinweis auf Zweifel an der Unternehmensfortführung.10-K FY2026, Report of Independent Registered Public Accounting Firm; kein Going-Concern-Absatz.
- Laufende Rechtsstreitigkeitenvorhanden
- Zwei Verfahren. In den Niederlanden klagt eine Stiftung seit 2020 wegen Datenschutzverstößen und verlangt unter anderem 500 Euro je niederländischem Internetnutzer. Der Oberste Gerichtshof hat den Fall am 17. Juli 2026 an das Berufungsgericht zurückverwiesen. In den USA läuft seit dem 3. Februar 2026 eine Wertpapier-Sammelklage vor dem Bundesgericht in Delaware wegen Aussagen zur Cloud-Infrastruktur. Die Klageschrift wurde am 14. Juli 2026 geändert. Für keines der beiden Verfahren nennt der Bericht eine Rückstellung, Oracle erwartet in beiden Fällen keine wesentlichen Auswirkungen.10-K FY2026, Note 15 Legal Proceedings; Aktualisierungen aus 10-Q Q1 FY2027, Note 11 Legal Proceedings.
- Offene Steuerverfahrenvorhanden
- US-Bundes- und Landessteuerbehörden prüfen die Steuererklärungen für Jahre bis einschließlich des Geschäftsjahres 2024. Dazu kommen Verfahren in zwölf namentlich genannten Ländern, darunter Indien, Irland und Spanien, in denen die strittigen Beträge laut Bericht erheblich sind, ohne dass er sie beziffert. In der Bilanz stehen unsichere Steuerpositionen einschließlich Zinsen und Strafen von 13,2 Mrd. USD.10-K FY2026, Note 12 Income Taxes; Item 7, Contractual Obligations (13,2 Mrd. USD einschließlich Zinsen und Strafen).
- Wertminderung auf den Goodwillkeine Wertminderung
- Der Geschäfts- oder Firmenwert lag zum 31. Mai 2026 bei 62,3 Mrd. USD. Der jährliche Werthaltigkeitstest zum 1. März 2026 ergab keine Wertminderung, ebenso wenig in den beiden Vorjahren.10-K FY2026, Consolidated Balance Sheets (Goodwill 62.261 Mio. USD); Note 1: "Our most recent goodwill impairment analysis was performed on March 1, 2026" ohne Wertminderung.
Was der Bericht nicht ausweist
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft) und Q1 Geschäftsjahr 2027 (nicht testiert)
Was ein Bericht nicht sagt, gehört zur Einordnung dazu. Die folgenden Punkte sind keine Kritik, sondern die Grenzen, innerhalb derer die Zahlen oben gelten.
- Eine bezifferte Prognose enthalten weder der Jahres- noch der Zwischenbericht. Für die Investitionen im Geschäftsjahr 2027 heißt es nur, sie würden höher liegen als die 55,7 Mrd. USD des Geschäftsjahres 2026. (10-Q Q1 FY2027, Item 2, Capital Expenditures)
- Den Anstieg des Auftragsbestands auf 664 Mrd. USD führt der Bericht auf bestimmte bedeutende Cloud-Verträge zurück. Vertragspartner, Anzahl der Verträge und ihr Anteil am Bestand stehen nicht darin. (10-Q Q1 FY2027, Item 2, Remaining Performance Obligations)
- Für die Mietverträge über 288 Mrd. USD nennt der Bericht weder Vermieter noch Standorte noch die Kapazität der Rechenzentren. Der Jahresbericht gibt nur an, dass Oracle rund 181 Rechenzentrums-Standorte betreibt, fast alle angemietet. (10-Q Q1 FY2027, Note 6; 10-K FY2026, Item 2 Properties)
- Von wem die Vorauszahlungen über 11,4 Mrd. USD stammen und zu welchen Bedingungen sie geleistet wurden, steht nicht im Bericht. (10-Q Q1 FY2027, Note 1, Customer Prepayments)
- Die im Jahresbericht genannte Bürgschaft über bis zu 3,3 Mrd. USD für die Kredite eines Vermieters, fällig im September 2026, kommt im Zwischenbericht nicht mehr vor. (10-K FY2026, Note 9; 10-Q Q1 FY2027, Note 6)
- Zum 31. August 2026 weist der Zwischenbericht erstmals 2,6 Mrd. USD zweckgebundene liquide Mittel aus, zum 31. Mai 2026 waren sie unwesentlich. Einen Zweck nennt er nicht. (10-Q Q1 FY2027, Note 1)
- Seit dem 1. Juni 2026 wendet Oracle eine neue Rechnungslegungsregel zur Aktivierung selbst entwickelter Software an (ASU 2025-06), prospektiv, also ohne Anpassung der Vorjahre. Sie ändert die Kriterien, nach denen Entwicklungskosten für Software als Investition aktiviert statt als laufender Aufwand gebucht werden. Der Bericht bezeichnet die Wirkung als nicht wesentlich und beziffert sie nicht, die Investitionen ab dem ersten Quartal 2027 sind deshalb nur eingeschränkt mit früheren Perioden vergleichbar. (10-Q Q1 FY2027, Note 1)
- Eine Aufteilung der Segmentkosten in Umsatzkosten und laufenden Aufwand liefern die maschinenlesbaren Daten des Berichts nicht. Für die Segmente stehen deshalb nur Umsatz und Segmentergebnis nebeneinander. (10-K Geschäftsjahr 2026, Segmentangaben)
- Für den Auftragsbestand liefern die maschinenlesbaren Daten des Berichts erst ab dem Geschäftsjahr 2019 einen Wert, für die Geschäftsjahre 2017 bis 2018 keinen. Das Diagramm dazu beginnt deshalb später als die übrigen Reihen.
- Für die kurzfristigen Geldanlagen liefern die maschinenlesbaren Daten des Berichts erst ab dem Geschäftsjahr 2018 einen Wert, für das Geschäftsjahr 2017 keinen. Die Nettoliquidität der betroffenen Jahre ist dadurch enger gerechnet.
- Für das Finanzierungsleasing liefern die maschinenlesbaren Daten des Berichts erst ab dem Geschäftsjahr 2024 einen Wert, für die Geschäftsjahre 2017 bis 2023 keinen. Die Finanzschulden der betroffenen Jahre sind dadurch enger abgegrenzt als die der späteren.
Bewertungs-Multiples gegen die eigene Historie
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft), Kurs vom 25. September 2026
Zum zugrunde gelegten Schlusskurs von 137,10 USD (NYSE (börsen-offizieller Schlusskurs), 25. September 2026) ergeben sich sechs Multiples, davon fünf dem Median der eigenen Historie gegenübergestellt. KGV 23,5 (Zehnjahres-Median 30,7), EV/EBIT 25,2 (Zehnjahres-Median 20,7), KBV 9,8 (Median (9 Geschäftsjahre) 15,5), FCF-Rendite -5,7 % (Zehnjahres-Median 4,7 %) und Dividendenrendite 1,5 % (Zehnjahres-Median 1,4 %). Für EV/EBITDA mit 17,4 steht kein Median daneben. Zwischen dem Kurstag und dem Geschäftsjahresende liegen rund 4 Monate. Zum Geschäftsjahresende lag der Kurs bei 225,78 USD, auf derselben Gewinnbasis ein KGV von 38,7. Ein KGV über seinem Median steht für mehr Kurs je Gewinn, eines darunter für weniger. Bei einer Rendite ist es umgekehrt, unter ihrem Median steht mehr Kurs je freiem Cashflow oder Dividende und darüber weniger. Alle Multiples sind trailing, auf Basis der berichteten Zahlen.
- KGV (Kurs / Gewinn)
- 23,5x
- EV / EBIT
- 25,2x
- EV / EBITDA
- 17,4x
- FCF-Rendite
- -5,7 %
- Dividendenrendite
- 1,5 %
- KBV (Kurs / Buchwert)
- 9,8x
Kennzahlen im Überblick
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Kennzahlen je Geschäftsjahr
| 2017 | 2018 | 2019 | 2020 | 2021 | 2022 | 2023 | 2024 | 2025 | 2026 | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Umsatz | 37,8 | 39,4 | 39,5 | 39,1 | 40,5 | 42,4 | 50,0 | 53,0 | 57,4 | 67,4 |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 12,9 | 13,3 | 13,5 | 13,9 | 15,2 | 10,9 | 13,1 | 15,4 | 17,7 | 20,6 |
| Nettogewinn | 9,5 | 3,6 | 11,1 | 10,1 | 13,7 | 6,7 | 8,5 | 10,5 | 12,4 | 17,1 |
| Ergebnis je Aktie, verwässert (USD) | 2,24 | 0,85 | 2,97 | 3,08 | 4,55 | 2,41 | 3,07 | 3,71 | 4,34 | 5,83 |
| Operativer Cashflow | 14,1 | 15,4 | 14,6 | 13,1 | 15,9 | 9,5 | 17,2 | 18,7 | 20,8 | 32,0 |
| Investitionen (Capex) | 2,0 | 1,7 | 1,7 | 1,6 | 2,1 | 4,5 | 8,7 | 6,9 | 21,2 | 55,7 |
| Freier Cashflow | 12,1 | 13,7 | 12,9 | 11,6 | 13,8 | 5,0 | 8,5 | 11,8 | -0,4 | -23,7 |
| Freier Cashflow nach Aktienvergütung | 10,8 | 12,0 | 11,2 | 10,0 | 11,9 | 2,4 | 4,9 | 7,8 | -5,1 | -28,5 |
| Bruttomarge | 60,9 % | 61,7 % | — | — | — | — | — | — | — | — |
| EBIT-Marge | 34,2 % | 33,7 % | 34,3 % | 35,6 % | 37,6 % | 25,7 % | 26,2 % | 29,0 % | 30,8 % | 30,6 % |
| Nettomarge | 25,0 % | 9,1 % | 28,1 % | 25,9 % | 34,0 % | 15,8 % | 17,0 % | 19,8 % | 21,7 % | 25,4 % |
| FCF-Marge | 32,0 % | 34,7 % | 32,6 % | 29,6 % | 34,0 % | 11,8 % | 17,0 % | 22,3 % | -0,7 % | -35,2 % |
| Investitionsquote | 5,3 % | 4,4 % | 4,2 % | 4,0 % | 5,3 % | 10,6 % | 17,4 % | 13,0 % | 37,0 % | 82,6 % |
| ROIC (nach Steuern) | 9,3 % | 3,9 % | 15,7 % | 14,0 % | 18,0 % | 13,8 % | 13,3 % | 14,3 % | 13,4 % | 10,0 % |
| Eigenkapitalquote | 39,9 % | 33,6 % | 20,0 % | 10,5 % | 4,0 % | -5,7 % | 0,8 % | 6,2 % | 12,1 % | 16,2 % |
| Working Capital / Umsatz | 13,2 % | 12,7 % | 12,3 % | 13,1 % | 11,9 % | 11,7 % | 12,0 % | 11,0 % | 6,5 % | — |
| Beschäftigte (Tsd.) | 138 | 137 | 136 | 135 | 132 | 143 | 164 | 159 | 162 | 141 |
| Umsatz je Beschäftigtem (Mio. USD) | 0,27 | 0,29 | 0,29 | 0,29 | 0,31 | 0,30 | 0,30 | 0,33 | 0,35 | 0,48 |
Umsatz
Betriebsergebnis (EBIT)
Nettogewinn
Ergebnis je Aktie, verwässert (USD)
Operativer Cashflow
Investitionen (Capex)
Freier Cashflow
Freier Cashflow nach Aktienvergütung
Bruttomarge
EBIT-Marge
Nettomarge
FCF-Marge
Investitionsquote
ROIC (nach Steuern)
Eigenkapitalquote
Working Capital / Umsatz
Beschäftigte (Tsd.)
Umsatz je Beschäftigtem (Mio. USD)
Beträge in Mrd. USD, sofern nicht anders angegeben; Quoten in Prozent. Alle Werte stammen aus den Geschäftsberichten und sind nicht bereinigt (reported, nicht adjusted).
Im Vergleich mit anderen Unternehmen
Datenstand dieses Abschnitts: Rollierende zwölf Monate je Unternehmen (nicht testiert), Kurse laut Tabelle; Jahresfundament Geschäftsjahr 2026
Bis hierher stand jede Zahl gegen die eigene Historie. Dieser Abschnitt stellt sie daneben zu anderen Unternehmen, gerechnet aus deren eigenen SEC-Berichten und nach denselben Definitionen. Neben Oracle stehen Amazon, Alphabet, Microsoft, IBM und Salesforce. Verglichen wird mit fünf großen US-Unternehmen, die ihren Abschluss nach US-GAAP bei der SEC einreichen: den drei großen Anbietern von Cloud-Infrastruktur Microsoft, Alphabet und Amazon sowie Salesforce und IBM als Häusern für Unternehmenssoftware und Dienstleistungen. Die Auswahl ist redaktionell und keine vollständige Liste der Branche. Sie hat eine Schwäche, die beim Lesen mitzudenken ist: Alphabet und Amazon verdienen den größten Teil ihres Umsatzes mit Werbung und Handel und nicht mit Cloud-Diensten. Die Geschäftsjahre enden nicht am selben Tag, jede Zeile trägt deshalb das Ende ihres eigenen Zwölfmonatszeitraums. Die Auswahl ist eine redaktionelle Entscheidung und verschiebt das Bild; eine andere Gruppe ergäbe andere Abstände. Sechs der neun verglichenen Größen stammen aus den SEC-Berichten der Unternehmen selbst. Die drei Bewertungszeilen am Ende (KGV, EV / EBIT und FCF-Rendite) stehen in keinem Bericht, weil sie einen Aktienkurs brauchen. Diese Kurse sind börsen-offizielle Schlusskurse, von Hand erfasst und der jeweiligen Börse zugeordnet, nicht aus einer Daten-API. Alle sechs Unternehmen stehen mit dem Schlusskurs vom 25. September 2026.
Verglichen wird für jedes Unternehmen ein Zeitraum von zwölf Monaten, und zwar der letzte, der spätestens mit der Berichtsperiode dieses Artikels endet. Sein Ende steht in der Tabelle. Bei Microsoft fällt dieser Zeitraum mit dem geprüften Geschäftsjahr zusammen; bei Oracle, Amazon, Alphabet, IBM und Salesforce liegt das Geschäftsjahr quer dazu, diese Spalten sind deshalb aus Quartalsberichten zusammengesetzt und nicht testiert. Deckungsgleich sind die Zeiträume damit nicht: zwischen dem frühesten und dem spätesten Ende liegen rund zwei Monate, weil die Geschäftsjahre und damit die Quartalsraster auseinanderlaufen. Für die Bewertungszeilen zählt dieser Rest: zwischen dem Ende des Zwölfmonatszeitraums und dem Kurstag liegen je nach Unternehmen rund ein bis drei Monate. Zwei Felder der Tabelle sind leer, und dahinter stehen zwei verschiedene Gründe. Bei einer berichteten Größe heißt der Strich, dass das Unternehmen sie nicht gesondert ausweist, so bei der EBIT-Marge von IBM. Bei einer Größe, die erst aus mehreren Berichtsangaben gerechnet wird, heißt er, dass eine dieser Angaben fehlt, so beim EV / EBIT von IBM. In keinem der beiden Fälle heißt ein Strich, dass die Größe null ist. Kennzahlen, die weniger als zwei der verglichenen Unternehmen ausweisen, stehen gar nicht erst in der Tabelle; das sind hier Bruttomarge und ROIC (nach Steuern). Dieselbe Zeitgrenze trennt die drei Bewertungszeilen von den Vielfachen im Abschnitt „Bewertungs-Multiples": KGV, EV / EBIT und FCF-Rendite stehen hier auf diesem Zwölfmonatszeitraum, dort auf dem Geschäftsjahr 2026. Der zugrunde gelegte Kurs ist in beiden Fällen derselbe, die Bezugsgröße darunter nicht. Ein Wert fällt aus dem Rahmen der übrigen. Die Investitionsquote von Oracle liegt bei 105,4 %, die Werte der übrigen Unternehmen liegen zwischen 1,4 % und 34,9 %. Der Wert stammt aus demselben Bericht wie der Rest und ist nicht korrigiert. Warum er ausschert, sagt dieser Vergleich nicht. * Ein Wert steht auf einer ungewöhnlich ungleichen Quartalsverteilung: KGV von Alphabet (46 Prozent des Zwölfmonatswertes entfallen auf ein einzelnes Quartal, bisher waren es höchstens 30 Prozent). Gleichmäßig verteilt wären 25 Prozent. Der Wert hängt damit stärker als sonst an einem einzelnen Quartal. Woran das liegt, sagt dieser Vergleich nicht; es steht im Bericht des jeweiligen Unternehmens.
So liest du das Jeder Balken ist ein Unternehmen und steht für hundert Prozent seines Zwölfmonatswertes, geteilt in die vier Quartale von links (ältestes) nach rechts (jüngstes). Gleichmäßig verteilt wäre jedes Viertel gleich breit. Ein breiter Block allein ist dabei kein Befund: manche Unternehmen verdienen jedes Jahr in demselben Quartal auffällig viel, und das ist dann ihr Normalfall. Der Stern steht deshalb nur dort, wo die Verteilung stärker abweicht, als sie bei diesem Unternehmen bisher abgewichen ist, und markiert dieselbe Zeile wie in der Tabelle darüber.
Kennzahlen im Vergleich
| Oracle | Amazon | Alphabet | Microsoft | IBM | Salesforce | |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Zwölfmonatszeitraum bis | 31. August 2026 | 30. Juni 2026 | 30. Juni 2026 | 30. Juni 2026 | 30. Juni 2026 | 31. Juli 2026 |
| davon Geschäftsjahresende | 31. Mai 2026 | 31. Dezember 2025 | 31. Dezember 2025 | 30. Juni 2026 | 31. Dezember 2025 | 31. Januar 2026 |
| Umsatz | 71,8 Mrd. USD | 775,7 Mrd. USD | 445,9 Mrd. USD | 331,8 Mrd. USD | 69,1 Mrd. USD | 43,9 Mrd. USD |
| Umsatzwachstum p. a. (3 Jahre) | 12,1 % | 13,0 % | 15,5 % | 16,1 % | 4,5 % | 9,9 % |
| EBIT-Marge | 32,1 % | 12,1 % | 33,1 % | 46,8 % | — | 19,9 % |
| FCF-Marge | -40,0 % | -1,5 % | 11,9 % | 20,2 % | 20,0 % | 34,5 % |
| Investitionsquote | 105,4 % | 22,3 % | 29,7 % | 34,9 % | 1,6 % | 1,4 % |
| Eigenkapitalquote | 22,0 % | 50,3 % | 69,5 % | 58,3 % | 22,7 % | 35,0 % |
| KGV | 21,3x | 20,1x | 17,3x * | 28,8x | 20,0x | 21,3x |
| EV / EBIT | 16,8x | 29,0x | 27,6x | 24,9x | — | 25,7x |
| FCF-Rendite | -6,9 % | -0,4 % | 1,3 % | 1,7 % | 6,5 % | 7,9 % |
Zwölfmonatszeitraum bis
davon Geschäftsjahresende
Umsatz
Umsatzwachstum p. a. (3 Jahre)
EBIT-Marge
FCF-Marge
Investitionsquote
Eigenkapitalquote
KGV
EV / EBIT
FCF-Rendite
Jede Zahl ist aus dem jeweils eigenen SEC-Bericht des Unternehmens gerechnet, nach denselben Definitionen wie im übrigen Artikel. Verglichen wird je Unternehmen der letzte Zwölfmonatszeitraum, der spätestens mit der Berichtsperiode dieses Artikels endet; wo er nicht mit dem Geschäftsjahr zusammenfällt, ist er aus Quartalsberichten zusammengesetzt und nicht testiert. Bilanzkennzahlen wie die Eigenkapitalquote haben keinen Zeitraum, sondern einen Stichtag: sie stehen hier auf dem Ende des jeweiligen Fensters, für Oracle also auf dem 31. August 2026, während der Bilanz-Abschnitt weiter oben auf dem Geschäftsjahresende 31. Mai 2026 steht. Dieselbe Zeitgrenze trennt die drei Bewertungszeilen von den Vielfachen im Abschnitt „Bewertungs-Multiples": KGV, EV / EBIT und FCF-Rendite stehen hier auf diesem Zwölfmonatszeitraum, dort auf dem Geschäftsjahr 2026. Der zugrunde gelegte Kurs ist in beiden Fällen derselbe, die Bezugsgröße darunter nicht. Ein Strich bedeutet, dass das Unternehmen diese Größe nicht gesondert berichtet, nicht dass sie null ist.
Was sich verändert hat
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Gemessen an der Veränderung gegenüber dem Vorjahr haben sich im Geschäftsjahr 2026 fünf Größen am weitesten bewegt. Der Auftragsbestand stieg um 363,0 % von 137,8 auf 638,0 Mrd. USD. Die Investitionen stiegen um 162,4 % von 21,2 auf 55,7 Mrd. USD. Der freie Cashflow fiel von -0,4 auf -23,7 Mrd. USD, eine prozentuale Veränderung ist bei einem Ausgangswert nahe null ohne Aussage und steht deshalb nicht hier. Die liquiden Mittel stiegen um 184,7 % auf 31,9 Mrd. USD, das Eigenkapital um 107,9 % auf 42,51 Mrd. USD.
Gemessen am relativen Abstand zum eigenen Median liegen diese Quoten am weitesten von ihrem Median entfernt: Investitionsquote 82,6 % gegen 8,0 % (+74,6 Prozentpunkte), Eigenkapitalquote 16,2 % gegen 11,3 % (+4,9 Prozentpunkte), Goodwill-Quote 23,8 % gegen 37,4 % (-13,6 Prozentpunkte) und ROE 40,2 % gegen 60,8 % (-20,6 Prozentpunkte, Median aus 9 Geschäftsjahren). Der Median ist der mittlere Wert der letzten zehn Geschäftsjahre desselben Unternehmens, soweit sie einen Wert tragen; ein Vergleich mit anderen Unternehmen findet hier nicht statt.
Ein Mehrjahresschnitt sagt nicht, wie gleichmäßig der Weg dorthin war. Von den neun Jahresvergleichen seit dem Geschäftsjahr 2017 lag der Umsatz in acht, das Betriebsergebnis in acht, der operative Cashflow in sechs und der freie Cashflow in vier über dem jeweiligen Vorjahr. Im selben Zeitraum lag die EBIT-Marge zwischen 25,7 % und 37,6 % und die Investitionsquote zwischen 4,0 % und 82,6 %.
Innerhalb des vergleichbaren Fensters vom Geschäftsjahr 2024 bis 2026 haben sich die Umsatzanteile der Geschäftsbereiche so verschoben: Cloud und Software +2,9 Prozentpunkte (von 84,0 auf 86,9 %), Dienstleistungen -1,8 Prozentpunkte (von 10,3 auf 8,5 %) und Hardware -1,2 Prozentpunkte (von 5,8 auf 4,6 %). Anteile werden in Prozentpunkten verglichen, nicht relativ.
Eine Margenveränderung kann zwei Ursachen haben, und beide lassen sich trennen. Die Marge der Geschäftsbereiche zusammen lag im Geschäftsjahr 2025 bei 59,0 % ihres Umsatzes und im Geschäftsjahr 2026 bei 56,4 %, -2,6 Prozentpunkte. Rechnerisch entfallen davon +0,2 Prozentpunkte auf die veränderte Mischung der Bereiche, also darauf, dass sich die Umsatzanteile verschoben haben, und -2,8 Prozentpunkte auf die Margen innerhalb der Bereiche. Gerechnet ist auf der Summe der Geschäftsbereiche, nicht auf dem Konzern: zentrale, keinem Bereich zugeordnete Kosten sind darin nicht enthalten, weshalb die Konzern-EBIT-Marge mit 30,6 % daneben liegt.
Auftragsbestand und Investitionen weist der Bericht getrennt aus, und im Geschäftsjahr 2026 bewegten sich beide weit schneller als der Umsatz. Der Auftragsbestand, also vertraglich zugesagter und noch nicht verbuchter Umsatz, wuchs um 363,0 % auf 638,0 Mrd. USD. Das ist das 9,5-fache des Jahresumsatzes, und laut Anhang sollen davon rund 12 % in den nächsten zwölf Monaten Umsatz werden. Die Investitionen wuchsen um 162,4 % auf 55,7 Mrd. USD und erreichten damit 82,6 % des Umsatzes. Der Umsatz selbst legte um 17,3 % auf 67,4 Mrd. USD zu, der freie Cashflow fiel von -0,4 auf -23,7 Mrd. USD. Eine Zuordnung einzelner Investitionen zu einzelnen Verträgen enthält der Bericht nicht. Der Anhang hält nur allgemein fest, dass große, langfristige Cloud-Verträge erhebliche Investitionen in Rechenzentren verlangen.
Größte Bewegungen gegenüber dem Geschäftsjahr 2025
Sortiert nach der prozentualen Veränderung, nicht nach dem Betrag. Die Richtung ist eine Richtung, keine Wertung.
- Freier Cashflow
- -23,686 Mrd. USD
- -5.911,7 % gegenüber -0,394 Mrd. USD
- Auftragsbestand
- 638,0 Mrd. USD
- +363,0 % gegenüber 137,8 Mrd. USD
- Liquide Mittel
- 31,9 Mrd. USD
- +184,7 % gegenüber 11,2 Mrd. USD
- Investitionen (Capex)
- 55,7 Mrd. USD
- +162,4 % gegenüber 21,2 Mrd. USD
- Eigenkapital
- 42,51 Mrd. USD
- +107,9 % gegenüber 20,45 Mrd. USD
Am weitesten vom eigenen Median entfernt
Sortiert nach dem relativen Abstand zum Median, nicht nach den Prozentpunkten. Der Median ist der mittlere Wert der letzten zehn Geschäftsjahre desselben Unternehmens.
- Investitionsquote
- 82,6 %
- Zehnjahres-Median 8,0 % (+74,6 Prozentpunkte)
- Eigenkapitalquote
- 16,2 %
- Zehnjahres-Median 11,3 % (+4,9 Prozentpunkte)
- Goodwill-Quote
- 23,8 %
- Zehnjahres-Median 37,4 % (-13,6 Prozentpunkte)
- ROE
- 40,2 %
- Median (9 Geschäftsjahre) 60,8 % (-20,6 Prozentpunkte)
Umsatzanteile: Verschiebung vom Geschäftsjahr 2024 bis 2026
Nur das vergleichbare Fenster. Über einen Segment-Neuzuschnitt hinweg wäre die Verschiebung überwiegend eine Umgliederung.
- Cloud und Software
- 86,9 %
- +2,9 Prozentpunkte gegenüber 84,0 %
- Dienstleistungen
- 8,5 %
- -1,8 Prozentpunkte gegenüber 10,3 %
- Hardware
- 4,6 %
- -1,2 Prozentpunkte gegenüber 5,8 %
Szenarien, durchgerechnet
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft), Kurs vom 25. September 2026
Was diese Reihen zusammen ergeben, lässt sich durchrechnen. Die folgenden vier Rechnungen schreiben vorhandene Reihen um ein Geschäftsjahr fort und bewegen dabei jeweils eine einzige Annahme. Bliebe die Investitionsquote bei 82,6 % des Umsatzes und entwickelten sich Umsatz und operativer Cashflow weiter wie im Schnitt seit dem Geschäftsjahr 2017 (+6,6 % und +9,5 % pro Jahr), ergäbe sich ein freier Cashflow von -24,3 Mrd. USD nach -23,7 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2026. Läge die Quote stattdessen auf ihrem eigenen Zehnjahres-Median von 8,0 %, wären es bei denselben Wachstumsannahmen 29,3 Mrd. USD. Setzte sich die Bewegung der Quote aus dem letzten Jahr fort (von 37,0 auf 82,6 % und weiter auf 128,3 %), ergäben sich -57,1 Mrd. USD. Bliebe die Quote bei 82,6 % und liefen Umsatz und operativer Cashflow im Tempo der letzten drei Geschäftsjahre weiter (+10,5 % und +23,0 % pro Jahr), ergäben sich -22,1 Mrd. USD.
Dieselbe Gleichung lässt sich umdrehen und nach der Annahme auflösen. Damit der freie Cashflow bei unveränderter Investitionsquote von 82,6 % und einem Umsatzwachstum wie im Schnitt seit dem Geschäftsjahr 2017 (+6,6 % pro Jahr) auf dem Niveau von -23,7 Mrd. USD bliebe, müsste der operative Cashflow um 11,5 % wachsen; im Schnitt derselben Jahre wuchs er um 9,5 %. Umgekehrt gerechnet: entwickelte sich der operative Cashflow wie in diesem Schnitt, bliebe der freie Cashflow bis zu einer Investitionsquote von 81,7 % auf diesem Niveau.
Alle Rechnungen sind Fortschreibungen vorhandener Reihen, keine Prognose. Welcher Verlauf eintritt, sagt dieser Text nicht, und zu keiner der Zahlen wird eine Wahrscheinlichkeit angegeben. Variiert wird jeweils eine einzige Annahme, und beide Varianten der Investitionsquote stammen aus der eigenen Reihe: einmal ihr eigener Median, einmal die Bewegung des letzten Jahres fortgeschrieben. Die vier Rechnungen ergeben einen freien Cashflow zwischen -57,1 Mrd. USD und 29,3 Mrd. USD, nach -23,7 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2026. Auf einen Wert je Aktie wird keine der Zahlen umgerechnet; dafür gibt es den Rechner weiter unten, und dessen Annahmen setzt du selbst.
Freier Cashflow, ein Geschäftsjahr fortgeschrieben
Ausgangswert ist der freie Cashflow von -23,7 Mrd. USD im Geschäftsjahr 2026. Fortschreibung vorhandener Reihen, keine Prognose und keine Wahrscheinlichkeitsangabe.
- Investitionsquote bleibt bei 82,6 %
- -24,3 Mrd. USD
- Umsatz +6,6 %, operativer Cashflow +9,5 % pro Jahr wie im Schnitt seit dem Geschäftsjahr 2017
- Investitionsquote auf dem Zehnjahres-Median 8,0 %
- 29,3 Mrd. USD
- dieselben Wachstumsannahmen wie darüber
- Investitionsquote setzt ihre Bewegung fort (128,3 %)
- -57,1 Mrd. USD
- von 37,0 auf 82,6 % im letzten Jahr, um denselben Abstand weiter; dieselben Wachstumsannahmen
- Tempo der letzten drei Geschäftsjahre, Quote bei 82,6 %
- -22,1 Mrd. USD
- Umsatz +10,5 %, operativer Cashflow +23,0 % pro Jahr wie seit dem Geschäftsjahr 2023
Bewertung selbst berechnen
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft), Kurs vom 25. September 2026
Die Bausteine unten stammen aus dem Geschäftsbericht. Was die Aktie wert ist, hängt von Annahmen ab, und die setzt du selbst. Über die Eingabefelder lässt sich einstellen, wie sich der Wert ändert.
Vielfache gegen die eigene Historie: Wie hoch Kurs-Gewinn-Verhältnis und EV/EBIT gerade liegen und wo der jeweilige eigene Median steht, zeigt der Abschnitt "Bewertungs-Multiples gegen die eigene Historie" weiter oben. Dort steht auch, über wie viele Geschäftsjahre der Median je Kennzahl reicht. Diese Betrachtung rechnet allein mit berichteten Zahlen und trifft keine Zukunftsannahme.
DCF: Du zinst die künftigen freien Cashflows mit deinem Zinssatz auf heute ab. Startwachstum fällt linear auf das ewige Wachstum; der Terminalwert deckt die Zeit danach ab. Um wie viel Kapitalkosten und ewiges Wachstum das Ergebnis bewegen, steht beziffert in der Sensitivitätstabelle.
Alle Ergebnisse rechnest du aus deinen eigenen Annahmen. Sie sind keine Prognose und keine Empfehlung. Ein anderer Maßstab führt zu anderen Werten.
Modellrechner: Wert je Aktie selbst durchrechnen
Der Rechner bildet ein Discounted-Cashflow-Modell (DCF) ab: künftige freie Cashflows werden mit einem Diskontsatz auf heute abgezinst. Ändere die Annahmen und sieh, wie stark der Modellwert reagiert. Startpunkt sind die im Datensatz hinterlegten Annahmen.
Sensitivität: Wert je Aktie
Zeilen: Diskontsatz. Spalten: Langfrist-Wachstum. Die hervorgehobene Mitte entspricht genau deinen Annahmen; ringsum siehst du in kleinen Schritten, wie empfindlich der Modellwert auf Abweichungen reagiert.
| Diskont \ Wachstum | 1,5 % | 2,0 % | 2,5 % | 3,0 % | 3,5 % |
|---|---|---|---|---|---|
| 7,5 % | -209,52 $ | -222,54 $ | -238,15 $ | -257,22 $ | -281,02 $ |
| 8,5 % | -184,03 $ | -193,16 $ | -203,80 $ | -216,35 $ | -231,40 $ |
| 9,5 % | -164,95 $ | -171,65 $ | -179,28 $ | -188,09 $ | -198,34 $ |
| 10,5 % | -150,14 $ | -155,22 $ | -160,92 $ | -167,38 $ | -174,75 $ |
| 11,5 % | -138,30 $ | -142,27 $ | -146,66 $ | -151,57 $ | -157,07 $ |
Prognostizierte Cashflows
| Jahr | Wachstum | Freier Cashflow | Barwert |
|---|---|---|---|
| 1 | 7,0 % | -25,3 | -23,1 |
| 2 | 6,5 % | -27,0 | -22,5 |
| 3 | 6,0 % | -28,6 | -21,8 |
| 4 | 5,5 % | -30,2 | -21,0 |
| 5 | 5,0 % | -31,7 | -20,1 |
| 6 | 4,5 % | -33,1 | -19,2 |
| 7 | 4,0 % | -34,4 | -18,2 |
| 8 | 3,5 % | -35,7 | -17,2 |
| 9 | 3,0 % | -36,7 | -16,2 |
| 10 | 2,5 % | -37,6 | -15,2 |
Dies ist ein Rechenmodell zur Veranschaulichung, keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung und keine Bewertung durch Portora. Der Modellwert hängt sehr stark von den gewählten Annahmen ab und ist keine Prognose des Aktienkurses.
Wie die Datensatz-Annahmen zustande kommen
- Modell insgesamt
- Basis ist der berichtete freie Cashflow (operativer Cashflow minus Investitionen) des Geschäftsjahres 2026 von -23,7 Mrd. USD. Die FCF-Marge liegt bei -35,2 Prozent gegenüber einem Zehnjahres-Median von 26,0 Prozent; auf die Median-Marge gerechnet läge die Basis bei rund 17,5 Mrd. USD. Dass die Marge zu ihrem Median zurückkehrt, ist eine gesetzte Annahme und keine gemessene Größe, und die Szenarien-Sektion rechnet dieselbe Reihe auch in die Gegenrichtung. Der Basis-Fall rechnet mit dem berichteten Wert, die auf die Median-Marge gerechnete Variante ist zusätzlich ausgewiesen.
- Nettoliquidität
- Die Nettoverschuldung zum 31. Mai 2026 (Finanzschulden einschließlich Finanzierungsleasing minus liquide Mittel und kurzfristige Geldanlagen, rund 105,3 Mrd. USD) wird vom diskontierten operativen Wert abgezogen. Der Rechner steht damit auf dem Stand des Geschäftsberichts, nicht auf einem späteren Zwischenstand.
- Anfangs-Wachstum
- Startwachstum 7 Prozent im ersten Jahr, danach linear fallend bis zum ewigen Wachstum. Gesetzt ist er auf das durchschnittliche Umsatzwachstum seit dem Geschäftsjahr 2017 von 6,6 Prozent pro Jahr, auf volle Prozent gerundet. Eine Wachstumsrate des freien Cashflows lässt sich nicht bilden, weil er in den Geschäftsjahren 2025 und 2026 negativ war. Über die 10 Jahre der ersten Stufe sind das im Mittel 4,7 Prozent pro Jahr. Der Umsatz wuchs über fünf Jahre um 10,7 Prozent und über drei Jahre um 10,5 Prozent pro Jahr. Auf den freien Cashflow schlägt das nur durch, soweit die FCF-Marge konstant bleibt, und die bewegte sich im Geschäftsjahr 2026 von -0,7 Prozent auf -35,2 Prozent. Der Startwert ist eine Voreinstellung des Rechners, keine Aussage des Berichts.
- Diskontsatz
- Kapitalkosten aus dem Aufbau risikofreier Zins 4,0 Prozent (10-jährige US-Staatsanleihe) plus Beta 1,10 mal Marktrisikoprämie 5,0 Prozent, also rund 9,5 Prozent. Der risikofreie Zins ist eine gesetzte Voreinstellung und nicht zu einem Stichtag abgelesen; das Beta ist eine gesetzte Voreinstellung und nicht aus Kursreihen gemessen; die Marktrisikoprämie ist ein gesetzter Ansatz. Portora zieht dafür keine Marktdaten, der Diskontsatz ist im Rechner als Ganzes einstellbar.
- Langfrist-Wachstum
- Ewiges Wachstum 2,5 Prozent als Voreinstellung, also die Rate, mit der der freie Cashflow nach den ersten 10 Jahren unbegrenzt weiterwächst. Die Rate ist im Rechner einstellbar, die Sensitivitäts-Matrix rechnet Stufen darüber und darunter mit.
Woran sich die nächste Ausgabe messen lässt
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft)
Statt einer Erwartung stehen hier Messlatten. Jede nennt den heutigen Wert, an dem sie sich in der nächsten Ausgabe nachprüfen lässt. Der Text sagt nicht, wohin sich diese Größen bewegen, sondern nur, woran man es ablesen kann.
Fünf Größen lassen sich in der nächsten Ausgabe unmittelbar gegenprüfen: ob die Investitionsquote näher bei den 82,6 % dieses Geschäftsjahres oder näher am Zehnjahres-Median von 8,0 % liegt, ob die Eigenkapitalquote näher bei den 16,2 % dieses Geschäftsjahres oder näher am Zehnjahres-Median von 11,3 % liegt, ob die Goodwill-Quote näher bei den 23,8 % dieses Geschäftsjahres oder näher am Zehnjahres-Median von 37,4 % liegt, ob der freie Cashflow über oder unter den -23,7 Mrd. USD dieses Geschäftsjahres liegt (Vorjahr -0,4 Mrd. USD) und ob der Auftragsbestand weiter schneller als der Umsatz wächst (zuletzt +363,0 % gegen +17,3 %).
Messlatten für die nächste Ausgabe
Jede Messlatte nennt ihren heutigen Wert. Eine Richtung wird nicht angegeben.
- Investitionsquote
- 82,6 %
- Zehnjahres-Median 8,0 %
- Eigenkapitalquote
- 16,2 %
- Zehnjahres-Median 11,3 %
- Goodwill-Quote
- 23,8 %
- Zehnjahres-Median 37,4 %
- Freier Cashflow
- -23,7 Mrd. USD
- Vorjahr -0,4 Mrd. USD
- Auftragsbestand gegen Umsatz
- +363,0 % gegen +17,3 %
- Wachstum im Geschäftsjahr 2026
Fragen an den Bericht
Datenstand dieses Abschnitts: Geschäftsjahr 2026 (geprüft) und Q1 Geschäftsjahr 2027 (nicht testiert)
- Der Auftragsbestand lag zum 31. August 2026 bei 664 Mrd. USD, ein Jahr zuvor bei 455 Mrd. USD. Rund 13 Prozent davon will Oracle in den nächsten zwölf Monaten als Umsatz erfassen. Den Anstieg führt der Bericht auf „bestimmte bedeutende Cloud-Verträge“ zurück, ohne Vertragspartner, Anzahl oder Anteile zu nennen. An wie vielen Kunden hängt dieser Bestand?
- Im ersten Quartal flossen Oracle 11,4 Mrd. USD Vorauszahlungen von Kunden zu, die der Bericht mit einer Finanzierungskomponente ausweist, im ganzen Geschäftsjahr 2026 waren es 4,6 Mrd. USD und davor keine. Sie machen fast die Hälfte des operativen Cashflows von 23,1 Mrd. USD aus. Der Bericht weist sie als Vorauszahlungen mit einer wesentlichen Finanzierungskomponente aus, nennt aber weder die Kunden noch die Konditionen. Die abgegrenzten Umsätze, also bezahlte und noch nicht erbrachte Leistungen, verdoppelten sich laut Anhang in drei Monaten von 15,4 auf 30,8 Mrd. USD. Welche Kunden zahlen vorab, und zu welchen Konditionen?
- Noch nicht begonnene Mietverträge für Rechenzentren summierten sich zum 31. August 2026 auf 288 Mrd. USD nach 260 Mrd. USD drei Monate zuvor, mit Laufzeiten von 15 bis 19 Jahren. Cloud-Verträge mit Kunden laufen laut Bericht in der Regel ein bis fünf Jahre. Die Abnahmeverpflichtungen für Bauteile und Strom stiegen von 13,3 auf 34,2 Mrd. USD, wobei der Zwischenbericht nur noch solche mit mindestens einem Jahr Laufzeit zählt. Der Jahresbericht nennt dazu 19 Mrd. USD an Zusagen mit fünf Jahren Laufzeit, die Oracle nach dem Geschäftsjahresende eingegangen ist. Wie viel dieser Verpflichtungen ist durch Kundenverträge über dieselbe Laufzeit gedeckt?
- Im Quartal investierte Oracle 28,5 Mrd. USD, mehr als der operative Cashflow von 23,1 Mrd. USD. Im selben Quartal verkaufte Oracle rund 141 Mio. neue Aktien für 19,9 Mrd. USD und schöpfte das Verkaufsprogramm damit aus. Für das Geschäftsjahr 2027 erwartet Oracle höhere Investitionen als die 55,7 Mrd. USD des Vorjahres. Zur Finanzierung schreibt der Bericht nur allgemein, vorhandene Mittel, laufender Cashflow und verfügbare Finanzierungen reichten für die nächsten zwölf Monate, danach rechne Oracle mit Zugang zu weiterer Finanzierung. Aus welchen Quellen und in welcher Mischung soll der weitere Ausbau bezahlt werden?
- Der Jahresbericht nennt eine Bürgschaft über bis zu 3,3 Mrd. USD für die Kredite eines Vermieters, fällig im September 2026. Der Zwischenbericht erwähnt sie nicht mehr. Was ist aus der Bürgschaft geworden?
Transparenz
Quellen, Methodik und Hinweise
Primärquelle: Oracle Corporation Form 10-K, Geschäftsjahr 2026 (eingereicht 22. Juni 2026, Prüfer Ernst & Young LLP, uneingeschränktes Testat). Der Zwischenstand für Q1 Geschäftsjahr 2027 stammt aus dem Form 10-Q (eingereicht 11. September 2026, ungeprüfter Zwischenbericht).
Methodik: Alle Zahlen stammen aus den SEC-Pflichtberichten (Form 10-K für das Geschäftsjahr, Form 10-Q für den Zwischenstand) und werden von uns berechnet. EBITDA = EBIT + Abschreibungen + Amortisation immaterieller Vermögenswerte. Finanzschulden = verzinsliche Schulden einschließlich Finanzierungsleasing; Operating-Leasing bleibt außen vor. Nettoliquidität = Zahlungsmittel + kurzfristige Geldanlagen - Finanzschulden. ROCE = EBIT / (Eigenkapital + verzinsliche Schulden); wir weichen hier bewusst von der Nettoschulden-Variante ab, damit die Reihe über die Jahre vergleichbar bleibt. Segment-Zahlen sind halb-manuell aus dem 10-K übernommen.
Wichtiger Hinweis
Die Unternehmensanalysen von Portora sind ein redaktionelles, rein beschreibendes Format. Sie bereiten öffentlich zugängliche Geschäftsberichte auf und stellen Kennzahlen dar, die wir selbst aus den Originalberichten berechnet haben. Maßgeblich ist stets die Originalquelle; die verlinkten Berichte gehen diesen Angaben im Zweifel vor.
Diese Analyse ist keine Anlageberatung und keine Kauf-, Halte- oder Verkaufsempfehlung. Sie berücksichtigt keine persönlichen Verhältnisse und ersetzt keine eigene Prüfung oder fachkundige Beratung. Jede Anlageentscheidung triffst du eigenverantwortlich.
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Stand der Daten: 28. September 2026. Kurswert: NYSE (börsen-offizieller Schlusskurs), Schlusskurs vom 25. September 2026 (137,10 USD). Manuell erfasst und an die Börse attribuiert; kein automatischer Abruf. Alle Fundamentalzahlen stammen aus dem SEC-Pflichtbericht (gemeinfrei); es kommt keine kommerzielle Daten-API zum Einsatz.
Anbieter und verantwortlich für den redaktionellen Inhalt nach § 18 Abs. 2 Medienstaatsvertrag: Gregor Koletzki, GK-ITSolutions. Anschrift, Kontakt und vollständige Angaben im Impressum: portora.de/impressum.
Erzeugt mit Engine 0.3.2 (28ceefd). Der Methodenstand macht eine spätere Abweichung dem richtigen Verursacher zuordenbar: dem Unternehmen oder uns.
Vom Verstehen zur Anwendung
Dieselbe Klarheit für die eigenen Zahlen
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