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Markt & Investieren

Bei 110 von 129 Abgängen an der Tokioter Börse floss Geld an die Aktionäre

Stand 7. September 2026. Die Tokioter Börse führt eine Liste der Firmen, die sie verlassen, und in diesem Jahr stehen dort schon 129 Namen mit Termin in 2026. Im gesamten Vorjahr waren es 125, im Jahr davor 94. Neben jedem Namen steht allerdings auch der Grund, und diese Spalte erzählt etwas anderes als die Gesamtzahl. Bei 110 der 129 Firmen haben die Aktionäre für ihre Papiere Geld oder Anteile am Käufer bekommen. Nur 17 Firmen mussten gehen, weil sie die Regeln der Börse nicht mehr erfüllten.

Vorläufige Daten
Portora Redaktion11 Min Lesezeit

Die Zerlegung in Zahlen

129
Abgänge mit Termin im Jahr 2026, Stand 7. September
im gesamten Jahr 2025 waren es 125, im Jahr 2024 waren es 94
110
davon mit Geld oder Anteilen für die Aktionäre
80 gegen Bargeld, 30 im Anteilstausch
17
Abgänge wegen verfehlter Kriterien oder Regelverstößen
das sind 13 Prozent aller Abgänge dieses Jahres
-42
Firmen weniger an der Börse zwischen Ende Januar und dem 4. September
von 3.933 auf 3.891, denn es kamen auch neue hinzu

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

ZahlBedeutung
80Abgänge gegen Bargeld, also Übernahme, Management-Kauf oder Herauskauf durch einen Großaktionär
30Abgänge im Anteilstausch, also Verschmelzung, Aktientausch oder Übertragung in eine Holding
17Abgänge wegen verfehlter Kriterien oder Mängeln in der internen Kontrolle
2Abgänge auf eigenen Antrag der Firma
129Summe der Abgänge mit Termin in 2026, dazu ein bereits für Januar 2027 angekündigter
107 und 23davon bis zum 7. September vollzogen und mit späterem Termin bereits angekündigt
71, 46, 12Abgänge aus den Segmenten Standard, Prime und Growth
41Neuzugänge an den Hauptmärkten im Jahr 2026, Stand 7. September
3.933 auf 3.891notierte Firmen zwischen dem 31. Januar und dem 4. September 2026
1.549, 1.558, 597notierte Firmen in Prime, Standard und Growth am 4. September 2026
187notierte Firmen am professionellen Markt, Ende Januar waren es 163
40 bis 129Spanne der jährlichen Abgänge seit 2017, der niedrigste Wert fiel auf 2017

Was die Rekordzahl zu sagen scheint

Die Tokioter Börse veröffentlicht eine Liste aller Firmen, die sie verlassen, mit Datum, Wertpapierkennung und Marktsegment. Mit Stand 7. September 2026 stehen dort 129 Einträge mit einem Termin in diesem Jahr, dazu einer, der bereits für Januar 2027 angekündigt ist. Zum Vergleich, im gesamten Jahr 2025 waren es 125 und im Jahr 2024 waren es 94. Das laufende Jahr hat den Vorjahreswert also schon im September übertroffen, und drei Monate fehlen noch.

Wer diese Reihe über zehn Jahre verfolgt, sieht eine deutliche Bewegung. 2017 verließen 40 Firmen die Börse, 2019 waren es 42, 2021 dann 86, 2023 wieder 61. Ab 2024 geht es steil nach oben, 94, dann 125, dann die 129 dieses Jahres. Drei Jahre in Folge liegt der Wert über allem, was in den zehn Jahren davor gemessen wurde, und das ist die Zahl, an der sich die Sorge festmacht.

Die naheliegende Lesart geht so. Ein Markt, den jedes Jahr mehr Firmen verlassen, schrumpft, verliert an Auswahl und an Bedeutung, und für den Anleger klingt das nach Substanzverlust. Diese Lesart hat einen Fehler, und er steht in derselben Tabelle, nur eine Spalte weiter rechts.

Was in der Spalte daneben steht

Die Börse führt zu jedem Abgang einen Grund, und zwar nicht in einer Sammelkategorie, sondern als konkrete Angabe. Dort steht dann etwa Übernahme durch ein anderes Unternehmen, Herauskauf durch den kontrollierenden Aktionär, Verschmelzung mit einer namentlich genannten Firma oder eben, dass die fortlaufenden Kriterien für eine Notierung nicht mehr erfüllt sind. Zählt man die 129 Einträge dieses Jahres nach diesen Angaben aus, ergibt sich ein Bild, das der Sorge widerspricht.

80 der 129 Firmen sind gegen Bargeld aus dem Markt genommen worden. Darunter fallen 39 Übernahmen durch ein anderes Unternehmen, 19 Käufe durch das eigene Management und 19 Fälle, in denen ein bereits kontrollierender Großaktionär die restlichen Anteile eingesammelt hat. Weitere 30 Firmen sind in einem Anteilstausch aufgegangen, also durch Verschmelzung, Aktientausch oder Übertragung in eine Holding, und ihre Aktionäre halten seither Papiere des Käufers. Zusammen sind das 110 von 129, also gut 85 Prozent.

Auf der anderen Seite stehen 17 Abgänge, bei denen wirklich etwas schiefgegangen ist. 13 davon betreffen Firmen, die die fortlaufenden Kriterien der Börse nicht mehr erfüllt haben, vier weitere hängen an Mängeln im internen Kontrollsystem, die die Börse ausdrücklich benennt. Dazu kommen zwei Firmen, die den Rückzug von sich aus beantragt haben. Das ist die Gruppe, für die die Sorge zutrifft, und sie macht 13 Prozent der Abgänge aus.

Ein Rechenbeispiel macht den Unterschied greifbar. Wer Anfang 2026 Anteile an zehn zufällig ausgewählten Firmen dieser Liste gehalten hätte, hätte bei rund sechs davon eine Barabfindung auf dem Konto gehabt, bei rund zwei Anteile am Käufer, und bei etwa einer wäre die Notierung wegen verfehlter Kriterien beendet worden. Die verbleibende Firma verteilt sich auf die Restfälle. Das ist ein anderes Ergebnis als das, was die blosse Zahl 129 nahelegt.

Ein waagerechter Balken für die 129 Abgänge von der Tokioter Börse im Jahr 2026, aufgeteilt nach dem Grund. Der größte Abschnitt umfasst 80 Abgänge gegen Bargeld, der zweite 30 im Anteilstausch, der dritte 17 wegen verfehlter Kriterien, der vierte 2 auf eigenen Antrag. Über den ersten beiden Abschnitten markiert eine Klammer die 110 Fälle, in denen die Aktionäre Geld oder Anteile bekommen haben.
Die beiden linken Abschnitte zusammen sind die Fälle, in denen der Aktionär ausbezahlt wurde oder Anteile am Käufer erhielt. Der rote Abschnitt ist die Gruppe, für die die Sorge vor einem schrumpfenden Markt zutrifft. Quelle ist die Abgangsliste der Tokioter Börse, Stand 7. September 2026.

Warum ein Abgang für den Aktionär kein Verlust ist

Wenn eine börsennotierte Firma übernommen wird, kauft der Käufer die Aktien, und zwar von denen, die sie halten. Der übliche Weg dafür ist ein öffentliches Angebot an alle Aktionäre zu einem festen Preis, der in aller Regel über dem letzten Börsenkurs liegt, weil sonst niemand annimmt. Wer annimmt, bekommt Geld auf sein Depotkonto. Wer nicht annimmt und am Ende zu einer kleinen Minderheit gehört, wird über ein gesetzlich geregeltes Verfahren gegen Abfindung herausgekauft, den sogenannten Squeeze-out, also die Zwangsabfindung der letzten Aktionäre. In beiden Fällen endet die Notierung, und in beiden Fällen ist der Gegenwert beim Aktionär.

Beim Anteilstausch läuft es anders und ebenfalls nicht zulasten des Aktionärs. Dort erhält er statt Geld Aktien des Käufers oder einer neu gebildeten Holding, meist in einem festgelegten Umtauschverhältnis. Aus der Beteiligung an einer notierten Firma wird eine Beteiligung an einer anderen notierten Firma. Auch hier verschwindet ein Name von der Kursliste, ohne dass jemand seinen Anspruch verloren hätte.

Damit ist auch klar, warum die Gesamtzahl der Abgänge als Warnsignal so wenig taugt. Sie zählt Notierungen, nicht Vermögen. Was zählt, ist die Aufteilung nach dem Grund, und die Börse liefert sie in derselben Tabelle mit. Ein Anleger, der die 129 sieht und die Spalte daneben nicht liest, zieht aus einer vollständigen Information den falschen Schluss.

Ein Vorbehalt gehört an diese Stelle, weil er die Grenze der Aussage markiert. Ausbezahlt zu werden heißt nicht automatisch, ein gutes Geschäft gemacht zu haben. Ob der gebotene Preis angemessen war, ob er über dem eigenen Einstandskurs lag und ob ein Aktionär die Firma lieber behalten hätte, sagt die Statistik der Börse nicht. Sie sagt nur, dass ein Gegenwert geflossen ist, und das ist etwas anderes als ein wertloser Anteil nach einer Pleite.

Zehn Jahre in einer Reihe

Die Börse hält die Abgangslisten als Jahresarchive vor, und wer sie nacheinander auszählt, bekommt eine Reihe, die den heutigen Wert einordnet. 2017 verließen 40 Firmen die Börse, 2018 waren es 61, 2019 dann 42 und 2020 wieder 57. Danach folgen 86 im Jahr 2021 und 77 im Jahr 2022, ein Rückgang auf 61 im Jahr 2023, und ab da geht es ohne Unterbrechung nach oben, 94, dann 125, dann die 129 dieses Jahres. Die erste Hälfte des Jahrzehnts liegt also grob zwischen 40 und 60 Abgängen, die letzten drei Jahre liegen darüber.

Eine Sache lässt sich aus diesen Archiven allerdings nicht herausrechnen, und das gehört an diese Stelle. Die Aufteilung nach Gründen, die den Kern dieses Textes trägt, ist für die früheren Jahre nicht in derselben Form möglich. Die Börse hat die Gründe damals knapper bezeichnet, in den Listen von 2020 und 2024 steht bei vielen Einträgen nur der technische Vorgang, etwa der Zusammenlegungsbeschluss, ohne den Käufer zu nennen. Ob der Anteil der Barabfindungen also gestiegen ist oder ob nur die Beschriftung genauer geworden ist, geben die Daten nicht her.

Was sich sagen lässt, ist die Größenordnung des Zuflusses im Vergleich. An den Hauptmärkten sind in diesem Jahr 41 Firmen neu hinzugekommen, während 129 abgegangen sind. Das Verhältnis liegt bei mehr als drei zu eins, und das ist unabhängig von der Frage, wie die Abgänge zustande kamen, die eigentliche Bewegung in diesem Markt. Wer die Entwicklung beurteilen will, sollte diese beiden Reihen nebeneinanderlegen und nicht die Abgänge allein betrachten.

Über die Ursache sagt dieser Artikel bewusst nichts. Ein Zusammenhang mit den Bemühungen der Börse, die Unternehmen zu einer besseren Kapitalverwendung zu bewegen, wird häufig hergestellt und ist plausibel, aber die ausgewerteten Listen enthalten dazu keine Angabe. Sie führen Datum, Firma, Segment und Grund, und aus diesen vier Spalten lässt sich eine Zurechnung nicht belegen.

129 Abgänge sind nicht 129 Firmen weniger

Die zweite Verwechslung steckt in der Zahl selbst. Ein Abgang ist ein Vorgang, die Zahl der notierten Firmen ist ein Bestand, und Vorgänge laufen in beide Richtungen. Die Börse veröffentlicht auch den Bestand, monatlich und nach Segmenten getrennt. Ende Januar 2026 waren dort 3.933 Firmen notiert, am 4. September waren es 3.891. Das ist ein Rückgang um 42 Firmen, während im selben Zeitraum 129 Abgänge angefallen sind.

Der Unterschied kommt aus dem Zufluss. An den Hauptmärkten sind 2026 bislang 41 Firmen neu hinzugekommen, und der professionelle Markt, den die Börse getrennt zählt, ist von 163 auf 187 Notierungen gewachsen. Dazu kommen Wechsel zwischen den Segmenten, die den Bestand einer Stufe verändern, ohne die Gesamtzahl zu berühren. Wer nur die Abgangsliste liest, sieht deshalb einen Aderlass, wo die Bestandstabelle eine deutlich kleinere Nettobewegung ausweist.

Interessant ist, wo der Rückgang wirklich sitzt. Prime, das oberste Segment, ist von 1.594 auf 1.549 Firmen gefallen, also um 45. Standard hat im selben Zeitraum nur 8 Firmen verloren, obwohl aus diesem Segment mit 71 die meisten Abgänge kamen. Der Grund ist, dass Standard zugleich Firmen aus Prime aufnimmt, die dorthin wechseln. Der Bestand einer Stufe misst also nicht, wie viele sie verlassen haben, sondern die Summe aus Abgängen, Zugängen und Wechseln.

Dass die Zahl der Firmen in einem Markt für sich genommen wenig aussagt, ist kein japanisches Sonderthema. Am breitesten gefassten Weltaktienindex lässt sich dasselbe zeigen, dort tragen tausende zusätzliche Firmen nur einen kleinen Teil des Gewichts, nachzulesen in Der breiteste Welt-Index hat 5.862 Firmen mehr.

Der faire Gegenpunkt

Der stärkste Einwand gegen diesen Text lautet, dass er die Sache aus der Sicht des einzelnen Aktionärs betrachtet und die Sicht des Marktes übergeht. Für jemanden, der bereits Anteile hält, ist eine Übernahme gegen Bargeld tatsächlich eine Auszahlung. Für den Markt als Ganzes verschwindet trotzdem eine Wahlmöglichkeit, und wenn diesem Vorgang über Jahre zu wenig Zufluss gegenübersteht, wird die Auswahl kleiner. 129 Abgänge gegen 41 Neuzugänge an den Hauptmärkten sind ein Verhältnis von mehr als drei zu eins, und das ist unabhängig von den Gründen eine echte Bewegung.

Der zweite Einwand betrifft die Auszahlung selbst. Wer eine Firma langfristig halten wollte, bekommt Geld, das er neu anlegen muss, und zwar zu den Kursen des Tages. Dazu kommt in vielen Steuersystemen, dass eine Abfindung wie ein Verkauf behandelt wird und einen bis dahin unversteuerten Gewinn fällig stellt. Aus Sicht eines Anlegers, der auf Jahrzehnte plant, ist eine Übernahme deshalb kein neutraler Vorgang, auch wenn der Gegenwert stimmt.

Beide Einwände treffen zu und ändern die Kernaussage nicht. Sie lautet nicht, dass Abgänge folgenlos wären, sondern dass die Gesamtzahl allein die falsche Kennzahl ist. Wer beurteilen will, was in diesem Markt passiert, braucht drei Angaben nebeneinander, nämlich die Abgänge, die Zugänge und die Aufteilung der Abgänge nach ihrem Grund. Alle drei veröffentlicht die Börse, und alle drei stehen an verschiedenen Stellen.

Was das für Anleger heißt

Das Erste ist ein Handgriff. Wenn eine Zahl über verschwundene Firmen, geschlossene Fonds oder gestrichene Notierungen auftaucht, sieh nach, ob die Quelle einen Grund je Fall ausweist. Bei der Tokioter Börse tut sie das, und die Aufteilung dreht die Aussage um, von 129 verschwundenen Firmen auf 110 ausbezahlte Beteiligungen und 17 beendete Notierungen. Dieselbe Prüfung lohnt bei jeder Statistik, die Fälle zählt, ohne sie zu unterscheiden.

Das Zweite betrifft die Frage, wie ein Depot davon überhaupt berührt wird. Wer japanische Aktien über einen breit gestreuten Fonds hält, bekommt von einzelnen Abgängen nichts mit, denn der Fonds nimmt die Abfindung entgegen und legt sie im Rahmen seiner Regeln wieder an. Sichtbar wird der Vorgang erst, wenn jemand Einzelwerte hält, und dann als Barbetrag im Depot, der neu angelegt werden will. Beides sind Mechaniken und keine Bewertung, ob japanische Aktien in eine Anlage gehören.

Das Dritte ist die Grenze der guten Nachricht. Ein Markt, aus dem dauerhaft mehr Firmen austreten als eintreten, verändert sich, auch wenn jede einzelne Auszahlung fair war. Kleinere Firmen verschwinden dabei zuerst, weil sie leichter zu übernehmen sind, und das verschiebt die Zusammensetzung eines Index über Jahre in Richtung der Großen. Ob das für eine bestimmte Anlage gut oder schlecht ist, hängt daran, was sie überhaupt abbilden soll.

Was daraus für ein Depot folgt, steht ausdrücklich nicht hier. Weder zu einzelnen Firmen noch zum japanischen Markt als Ganzem wird in diesem Text ein Urteil gefällt. Wer die Entwicklung weiterverfolgen will, findet beide Listen bei der Börse selbst, die Abgangsliste mit den Gründen und die monatliche Übersicht der notierten Firmen, und beide werden laufend fortgeschrieben.

Quellen

  1. List of Delisted Companies, samt Jahresarchiven Japan Exchange Group · primary ·
  2. Number of Listed Companies, monatliche Übersicht nach Segmenten Japan Exchange Group · primary ·
  3. New Listings Japan Exchange Group · primary ·

Zur Entstehung dieses Artikels

Dieser Beitrag wurde auf Basis der oben verlinkten Quellen mit KI-Unterstützung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Sämtliche Zahlen stammen aus den Veröffentlichungen der Japan Exchange Group, abgerufen am 7. September 2026. Die Abgänge und ihre Gründe wurden aus der Liste der abgegangenen Firmen und deren Jahresarchiven ausgezählt, die Neuzugänge aus der Liste der Neunotierungen, die Bestandszahlen aus der monatlichen Übersicht der notierten Firmen mit Stand 4. September 2026.

Die Aufteilung nach Gründen ist eine eigene Auszählung der 129 Einträge mit Termin im Jahr 2026. Zusammengefasst wurden dabei alle Angaben, die eine Übernahme, einen Management-Kauf oder einen Herauskauf durch einen kontrollierenden Aktionär bezeichnen, zur Gruppe Bargeld, sowie alle Angaben zu Verschmelzung, Aktientausch und Übertragung in eine Holding zur Gruppe Anteilstausch. Die vier Kategorien ergeben in der Summe genau 129. Ein weiterer Eintrag der Liste trägt einen Termin im Januar 2027 und ist in dieser Auszählung nicht enthalten.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens ist das Jahr 2026 nicht abgeschlossen. Von den 129 Abgängen waren am 7. September 107 vollzogen, die übrigen 23 sind mit einem späteren Termin bereits angekündigt. Der Vergleich mit den abgeschlossenen Jahren 2025 und 2024 ist deshalb ein Vergleich eines laufenden mit vollen Jahren, was die Aussage über den Anstieg stützt und nicht schwächt. Zweitens ist die Aufteilung nach Gründen für frühere Jahre nicht in derselben Form möglich, weil die Börse die Gründe damals knapper bezeichnet hat. Der Artikel gibt für die Vorjahre deshalb nur Gesamtzahlen an.

Die Angabe, dass ein Übernahmeangebot in aller Regel über dem letzten Börsenkurs liegt, sowie die Beschreibung der Zwangsabfindung sind allgemeine Beschreibungen des Verfahrens und keine Aussage über die konkreten Preise in den genannten Fällen. Über die Angemessenheit einzelner Abfindungen trifft dieser Text keine Aussage, und die Statistik der Börse enthält dazu nichts. Die Zuordnung der steigenden Abgangszahlen zu den Reformbemühungen der Börse wäre eine Deutung, die sich aus den ausgewerteten Listen nicht belegen lässt, und unterbleibt deshalb.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine journalistische Analyse und Einordnung zu allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlage- oder Anlagestrategieempfehlung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung (EU) 596/2014 dar, ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Wertpapiere, Indizes oder Anlageklassen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Jede Anlageentscheidung liegt in eigener Verantwortung.

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