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Gut achtmal so teuer: Europas Gas stieg um 161 Prozent, Amerikas fiel um 20

Stand 2. September 2026. Der europäische Gaspreis steht bei 73,56 Euro je Megawattstunde und damit auf dem höchsten Stand seit Januar 2023. Seit Jahresbeginn hat er um rund 161 Prozent zugelegt, während der Ölpreis um rund 56 Prozent stieg. Dasselbe Gas kostet in den USA umgerechnet 8,69 Euro je Megawattstunde und ist dort seit Jahresbeginn um rund 20 Prozent billiger geworden. Ein Rohstoff, zwei Kontinente, entgegengesetzte Vorzeichen.

Vorläufige Daten
Portora Redaktion11 Min Lesezeit

Die Zerlegung in Zahlen

73,56 €
europäischer Gaspreis je Megawattstunde
höchster Stand seit Januar 2023
8,69 €
amerikanischer Gaspreis je Megawattstunde, umgerechnet
gut ein Achtel des europäischen
+161 %
europäischer Gaspreis seit Jahresbeginn
amerikanischer im selben Zeitraum rund 20 Prozent billiger
69,61 €
asiatisches Flüssiggas je Megawattstunde, umgerechnet
knapp vier Euro unter dem europäischen Preis

Quelle: Marktnotierungen vom 2. September 2026, Umrechnung über 3,412 Millionen britische Wärmeeinheiten je Megawattstunde und einen Eurokurs von 1,1578 Dollar

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

Alle Notierungen mit Stand 2. September 2026. Die Gaspreise sind auf Euro je Megawattstunde vereinheitlicht.

ZahlBedeutung
73,56 €/MWheuropäischer Gaspreis, höchster Stand seit Januar 2023
73,33 €/MWhdeutscher Gaspreis, seit Jahresbeginn rund 144 Prozent höher
69,61 €/MWhasiatisches Flüssiggas, umgerechnet aus 23,62 Dollar je Wärmeeinheit
8,69 €/MWhamerikanischer Gaspreis, umgerechnet aus 2,95 Dollar je Wärmeeinheit
8,5-fachVerhältnis des europäischen zum amerikanischen Gaspreis
+161 %europäischer Gaspreis seit Jahresbeginn
−20 %amerikanischer Gaspreis seit Jahresbeginn
+56 %Rohöl der Sorte Brent seit Jahresbeginn, zum Vergleich
145,36 €/MWhdeutscher Strompreis, seit Jahresbeginn rund 49 Prozent höher
212,71 €/MWhitalienischer Strompreis, der höchste der vier großen Euro-Länder
14,3 %Energiekomponente der Inflation im Euroraum, August 2026
3,3 %Gesamtinflation im Euroraum, August 2026
24 bis 40 %Anteil der Stunden, in denen Gas den deutschen Strompreis setzt, je nach Wind und Jahreszeit

Quelle: Marktnotierungen, Eurostat, Statistisches Bundesamt, Bundesnetzagentur

Der Energieschock hat einen Namen, und es ist nicht Öl

Der Energiepreis, über den seit Tagen gesprochen wird, ist der Ölpreis. Rohöl der Sorte Brent steht bei 94,74 Dollar je Fass und hat seit Jahresbeginn rund 56 Prozent zugelegt. Das ist eine große Bewegung, sie hat einen klaren Anlass in der Eskalation zwischen den USA und dem Iran, und sie ist in jeder Marktübersicht die erste Zeile. Für einen europäischen Haushalt und für die europäische Industrie ist Öl allerdings nicht der Posten, an dem sich in diesem Jahr die Rechnung entscheidet.

Der europäische Gaspreis liegt bei 73,56 Euro je Megawattstunde. Seit Jahresbeginn ist er um rund 161 Prozent gestiegen, also fast dreimal so stark wie das Öl, und er steht so hoch wie zuletzt im Januar 2023. Der deutsche Kontrakt liegt mit 73,33 Euro praktisch gleichauf und hat rund 144 Prozent zugelegt. Wer den Energieschock dieses Jahres in einer einzigen Zahl sucht, findet ihn hier und nicht beim Barrel.

Die zweite Zahl macht daraus erst eine Analyse. Dasselbe Gas kostet in den USA 2,95 Dollar je Million britischer Wärmeeinheiten. Rechnet man das in die europäische Einheit um, also auf Euro je Megawattstunde, sind es 8,69 Euro. Der europäische Preis ist damit gut das Achtfache des amerikanischen. Und die Richtung stimmt auch nicht überein, denn während der europäische Preis sich in acht Monaten mehr als verzweieinhalbfacht hat, ist der amerikanische um rund 20 Prozent gefallen. Ein Rohstoff, dieselbe Zeit, entgegengesetzte Vorzeichen.

Dasselbe Gas, drei Preise

Um zu verstehen, warum ein und derselbe Rohstoff so weit auseinanderfällt, hilft die dritte Notierung. Verflüssigtes Erdgas für den asiatischen Markt, im Handel als LNG bekannt, kostet 23,62 Dollar je Wärmeeinheit, umgerechnet 69,61 Euro je Megawattstunde. Das ist knapp vier Euro unter dem europäischen Preis und liegt damit sehr nahe daran. Zwischen Europa und Asien passt kaum etwas, zwischen beiden und Amerika liegt der Faktor acht.

Diese Anordnung ist kein Zufall, sondern die Auktion. Europa und Asien haben beide zu wenig eigenes Gas und kaufen denselben Rohstoff auf demselben Weg ein, nämlich als Schiffsladung. Wenn ein Tanker in Katar oder Louisiana ablegt, entscheidet der Preis, wo er anlandet. Bietet Europa mehr, fährt er nach Rotterdam, bietet Asien mehr, fährt er nach Japan. Zwei Bieter in derselben Auktion um dieselbe Ware landen zwangsläufig bei fast demselben Preis, und die kleine Differenz ist im Wesentlichen der Unterschied in der Fracht.

Amerika sitzt in dieser Auktion nicht. Das Land fördert sein Gas selbst und verbraucht den größten Teil davon im Inland. Was es ausführt, muss erst verflüssigt, verschifft und wieder entspannt werden, und dieser Weg kostet Geld und braucht Anlagen, deren Kapazität begrenzt ist. Diese Engstelle trennt den amerikanischen Markt vom Weltmarkt. Solange nicht beliebig viel Gas verflüssigt werden kann, gleichen sich die Preise nicht an, und der amerikanische folgt der eigenen Förderung statt der Weltnachfrage. Genau deshalb konnte er in einem Jahr fallen, in dem der europäische sich mehr als verdoppelt hat.

Säulendiagramm mit drei Balken für den Erdgaspreis in Euro je Megawattstunde. Europa 73,56 und Asien 69,61 stehen fast gleich hoch, der amerikanische Balken erreicht mit 8,69 nur einen Bruchteil davon. Unter den Balken steht die Veränderung seit Januar, plus 161 Prozent in Europa, plus 146 in Asien, minus 20 in den USA.
Europa und Asien kaufen dieselben Schiffsladungen und landen deshalb fast beim selben Preis. Amerika fördert selbst und zahlt ein Achtel davon.

Wie Europa in die Auktion geriet

Diese Preisbildung ist nicht alt. Über Jahrzehnte kam ein großer Teil des europäischen Gases durch Röhren, aus Russland, Norwegen, Algerien und den Niederlanden, und der Preis stand in langfristigen Verträgen. Eine Pipeline hat eine Eigenschaft, die für den Preis alles entscheidet. Sie führt von einem Feld zu einem Abnehmer und sonst nirgendwohin. Das Gas darin kann nicht nach Asien fahren, weil es dort mehr kostet. Verkäufer und Käufer waren aneinander gebunden, und diese Bindung nahm dem Weltmarkt den Zugriff auf den europäischen Preis.

Nach 2022 ist ein großer Teil dieser Röhrenmengen weggefallen und wurde durch Schiffsladungen ersetzt. Verflüssigtes Erdgas ist das genaue Gegenteil einer Pipeline. Ein Tanker auf dem Wasser hat kein festes Ziel, sondern fährt dorthin, wo der beste Preis geboten wird, und manche Ladungen wechseln während der Fahrt den Bestimmungshafen. Europa hat damit ein gebundenes Angebot gegen ein bewegliches getauscht.

Dieser Tausch hat zwei Seiten, und beide gehören genannt. Auf der einen Seite steht ein echter Gewinn an Sicherheit. Wer von vielen Anbietern auf einem offenen Markt kauft, ist von keinem einzelnen mehr erpressbar, und genau das war der Zweck der Umstellung. Auf der anderen Seite steht der laufende Preis dieser Sicherheit. Wer auf dem Weltmarkt kauft, zahlt den Weltmarktpreis, und der wird von Bietern mitbestimmt, die zehntausend Kilometer entfernt sitzen. Der Abstand von gut acht zu eins gegenüber Amerika ist die Rechnung für diesen Tausch, und sie läuft weiter, auch wenn der aktuelle Anlass in der Straße von Hormus liegt.

Wie der Gaspreis in die Stromrechnung kommt

Ein Gaspreis wäre eine überschaubare Größe, wenn er nur die Heizung beträfe. In Europa läuft er aber zweimal in die Rechnung, und der zweite Weg ist der teurere. Am Strommarkt gilt, dass alle Kraftwerke denselben Preis bekommen, nämlich den des teuersten noch benötigten. Reicht der Wind, ist das ein günstiges Kraftwerk. Reicht er nicht, ist es ein Gaskraftwerk, und dann setzt der Gaspreis den Strompreis für die gesamte Stunde, auch für den Strom aus Wind und Sonne, der viel billiger erzeugt wurde.

Diesen Zusammenhang zeigen die Strompreise dieses Jahres deutlich. Deutschland liegt bei 145,36 Euro je Megawattstunde und damit rund 49 Prozent über dem Jahresbeginn. Italien steht bei 212,71 Euro und rund 94 Prozent höher, Spanien bei 159,91 Euro, Frankreich mit 75,03 Euro am niedrigsten, was am hohen Anteil der Kernkraft dort liegt. Die Spanne zwischen Frankreich und Italien ist damit größer als der Faktor zwei, bei praktisch demselben Gaspreis am Eingang. Der Großhandelspreis ist dabei nur ein Teil dessen, was am Ende auf einer Rechnung steht, denn die Netzentgelte tragen einen eigenen, großen Anteil.

Der Vorbehalt gehört unmittelbar dazu, sonst wird aus der Mechanik ein Automatismus. Gas setzt den deutschen Strompreis nicht immer, sondern je nach Wind und Jahreszeit in etwa einem Viertel bis zwei Fünfteln aller Stunden. In windigen Monaten fällt der Anteil, in windstillen steigt er. Das ist keine Entwarnung, sondern die Verschärfung, denn der Anteil ist genau dann am höchsten, wenn wenig erneuerbarer Strom da ist, also an Winterabenden. Ein Gaspreisschock im September trifft also auf eine Preisbildung, die ihn in den kommenden Monaten stärker durchreichen wird als im Sommer.

Was der Abstand in Euro bedeutet

Prozentwerte verdecken Größenordnungen, deshalb hier die Rechnung in Geld. Nimm einen Betrieb, der im Jahr 100.000 Megawattstunden Gas verbraucht, also eine mittelgroße Glashütte, Papierfabrik oder Gießerei. Zum europäischen Preis von 73,56 Euro kostet diese Menge 7,36 Millionen Euro im Jahr. Zum amerikanischen Preis von 8,69 Euro kostet dieselbe Menge 869.000 Euro. Die Differenz beträgt rund 6,5 Millionen Euro, Jahr für Jahr, für exakt dieselbe Energie.

Diese Zahl ist eine Rechengröße und keine Betriebsbilanz, das gehört dazu. Kaum ein Unternehmen kauft alles zum Tagespreis, viele haben über Jahre im Voraus eingekauft, und ein Teil der Differenz landet bei Netzentgelten und Abgaben, die in beiden Ländern anfallen. Die Größenordnung bleibt trotzdem stehen, denn ein Terminkontrakt verschiebt den Zeitpunkt und nicht den Weltmarktpreis. Wer heute für das kommende Jahr einkauft, kauft zu einer Kurve, die aus demselben Markt stammt.

Auf der Haushaltsseite sieht es anders aus, und der Unterschied ist lehrreich. Ein deutscher Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch entspricht 20 Megawattstunden. Der Großhandelsabstand von rund 65 Euro je Megawattstunde ergibt daraus rechnerisch etwa 1.300 Euro im Jahr. Auf der tatsächlichen Rechnung kommt davon nur ein Teil an, weil Netzentgelte, Steuern und die Beschaffungsstrategie des Versorgers dazwischenliegen und weil ein Haushaltstarif dem Großhandel mit Verzögerung folgt. Genau diese Pufferung fehlt dem Industriekunden, der näher am Markt einkauft, und deshalb trifft ihn derselbe Preis härter.

Was davon in der Inflationsrate ankommt

Die Schnellschätzung von Eurostat weist für August 2026 eine Inflationsrate von 3,3 Prozent im Euroraum aus, nach 2,9 Prozent im Juli. Die Energiekomponente lag mit 14,3 Prozent über dem Vorjahr, nach 10,3 Prozent im Juli. Wie ein solcher Ausschlag über den Wägungsanteil in die Gesamtrate eingeht, haben wir für den deutschen August getrennt gerechnet. Die übrigen drei Hauptgruppen bewegten sich deutlich ruhiger, Dienstleistungen bei 3,0 Prozent, Nahrungsmittel und übrige Waren bei je 1,2 Prozent. In Deutschland stieg die Rate im August auf 2,9 Prozent nach 2,8 Prozent im Juli.

Der Weg vom Großhandelspreis in diese Rate ist allerdings lang und träge, und das ist die wichtigere Einsicht für die kommenden Monate. Ein Haushalt zahlt nicht den Preis von heute, sondern den seines Vertrags, und Versorger kaufen weit im Voraus ein. Zwischen einer Bewegung am Terminmarkt und der Zahl auf der Jahresabrechnung liegen deshalb Quartale. Die 161 Prozent, die der europäische Gaspreis seit Januar zugelegt hat, stehen in der August-Rate erst zu einem kleinen Teil.

Für die Industrie ist die Verzögerung kürzer und die Größenordnung eine andere. Ein energieintensiver Betrieb kauft näher am Markt ein und rechnet in Megawattstunden, nicht in Cent je Kilowattstunde. Der Faktor acht gegenüber einem amerikanischen Wettbewerber ist für ihn keine statistische Größe, sondern eine Position in der Kalkulation, die in Amerika schlicht nicht existiert. Genau daran hängt die Frage, welche Produktion in Europa bleibt, und diese Frage entscheidet sich nicht an der Inflationsrate eines Monats.

Der faire Gegenpunkt

Der Faktor acht sieht dramatischer aus, als er für den Endkunden ist, und das gehört gesagt. Der amerikanische Wert ist ein reiner Großhandelspreis am Förderort. Bis das Gas bei einem europäischen Haushalt ankommt, kämen auch in Amerika Transport, Netzentgelte, Speicherung und Steuern hinzu, und diese Posten machen auf einer deutschen Gasrechnung einen erheblichen Teil aus. Der Unterschied auf der Endkundenrechnung ist deshalb kleiner als acht zu eins. Für einen industriellen Großverbraucher, der nahe am Großhandelspreis einkauft, bleibt er dagegen fast in dieser Größenordnung stehen.

Zweitens ist der Vergleich eine Momentaufnahme in einem sehr bewegten Jahr. Der europäische Preis lag zu Jahresbeginn bei gut einem Drittel des heutigen Werts, und die Spanne der vergangenen fünf Jahre reicht von unter zehn bis über dreihundert Euro je Megawattstunde. Wer aus dem heutigen Faktor eine dauerhafte Standortaussage macht, überdehnt eine Tagesnotierung. Die Richtung des Arguments bleibt trotzdem stehen, denn auch im ruhigsten der vergangenen Jahre lag der europäische Preis deutlich über dem amerikanischen.

Und drittens ist die Trennung der beiden Märkte nicht in Stein gemeißelt. Sie hängt an der begrenzten Kapazität, Gas zu verflüssigen und zu verschiffen. Diese Kapazität wächst, in den USA ebenso wie in Katar. Je mehr davon steht, desto stärker koppeln sich die Preise aneinander, und zwar von beiden Seiten. Der amerikanische Preis würde steigen, der europäische nachgeben. Der Faktor acht beschreibt also den heutigen Zustand einer Engstelle und keine Naturkonstante.

Was das für Anleger heißt

Der übertragbare Handgriff ist die Umrechnung. Rohstoffpreise werden in Einheiten notiert, die einen Vergleich verhindern, und dieser Effekt ist kein Zufall der Geschichte, sondern eine echte Hürde. Der amerikanische Gaspreis steht in Dollar je Million britischer Wärmeeinheiten, der europäische in Euro je Megawattstunde. Solange beide Zahlen nebeneinander stehen, sagen 2,95 und 73,56 gar nichts. Erst nach der Umrechnung über 3,412 Wärmeeinheiten je Megawattstunde und den Eurokurs wird daraus 8,69 gegen 73,56, und der Vergleich ist da. Dieselbe Vorsicht gilt bei Öl, Kupfer und Getreide, wo Fass, Pfund und Scheffel dasselbe Problem erzeugen.

Für ein global gestreutes Depot ist der Befund eine Aussage über Kostenstrukturen und nicht über einen Kurs. Wer einen Welt-ETF hält, hält europäische und amerikanische Industrie nebeneinander, und die beiden zahlen für denselben Energieträger sehr verschiedene Preise. Das ist ein Umstand, den die Gewinnentwicklung beider Regionen über Quartale hinweg mitträgt. Ob und wie stark er sich in Ergebnissen niederschlägt, hängt am Energieanteil der jeweiligen Branche und daran, wie langfristig ein Unternehmen eingekauft hat. Beides steht in den Geschäftsberichten und nicht in einer Rohstoffnotierung.

Auf der Rohstoffseite selbst ist die wichtigste Eigenschaft dieser Notierungen ihre Schwankungsbreite. Der europäische Gaspreis hat in fünf Jahren eine Spanne von mehr als dem Dreißigfachen zwischen Tief und Hoch durchlaufen. Das ist eine andere Größenordnung als bei Aktien oder Anleihen und beschreibt einen Markt, in dem eine Angebotsstörung sofort auf den Preis durchschlägt, weil sich die Nachfrage kurzfristig kaum anpassen lässt. Was jemand daraus für sein eigenes Depot ableitet, ist seine Entscheidung.

Zu beobachten sind zwei Größen. Die eine ist der Abstand zwischen dem europäischen und dem asiatischen Preis, denn er zeigt, wer die Auktion um die nächsten Ladungen gewinnt. Die andere ist der Füllstand der europäischen Speicher vor dem Winter, und wie er sich zum Terminmarkt verhält, haben wir getrennt aufgeschrieben.

Quellen

  1. Flash estimate, August 2026 (Euro area annual inflation up to 3.3%) Eurostat · statistik ·
  2. Verbraucherpreisindex, August 2026 Statistisches Bundesamt (Destatis) · statistik ·
  3. SMARD Strommarktdaten, Großhandelspreise und Erzeugung Bundesnetzagentur · primaerdaten ·
  4. Quarterly Report on European Gas Markets und LNG-Importstatistik Europäische Kommission, Generaldirektion Energie · bericht ·
  5. Natural Gas Weekly Update und Henry-Hub-Spotpreis U.S. Energy Information Administration (EIA) · primaerdaten ·
  6. Rohstoff- und Strompreisnotierungen, Stände vom 2. September 2026 Trading Economics · marktdaten ·

Zur Entstehung dieses Artikels

Dieser Beitrag wurde auf Basis der oben verlinkten Quellen mit KI-Unterstützung erstellt und vor Veröffentlichung redaktionell geprüft. Die Umrechnung der Gaspreise auf eine gemeinsame Einheit wurde selbst vorgenommen und nicht aus einer Berichterstattung übernommen. Die redaktionelle Verantwortung liegt bei der Portora Redaktion.

Stand der Daten: 2. September 2026, vormittags mitteleuropäischer Zeit. Rohstoffnotierungen bewegen sich fortlaufend, die genannten Werte sind Momentaufnahmen und können bereits am Tag der Veröffentlichung abweichen. Die Inflationsraten beziehen sich auf August 2026, die Angaben zum Strompreis auf den 1. und 2. September 2026.

Zur Umrechnung. Der amerikanische und der asiatische Gaspreis werden in Dollar je Million britischer Wärmeeinheiten notiert, der europäische in Euro je Megawattstunde. Umgerechnet wurde mit 3,412142 Wärmeeinheiten je Megawattstunde und einem Eurokurs von 1,1578 Dollar. Aus 2,9483 Dollar werden so 8,69 Euro je Megawattstunde, aus 23,62 Dollar werden 69,61 Euro. Beide Werte verschieben sich mit dem Wechselkurs, ohne dass sich am Gaspreis selbst etwas ändert. Das genannte Verhältnis von gut acht zu eins beträgt exakt gerechnet 8,47.

Belastbarkeit einzelner Werte. Die Angabe zum Anteil der Stunden, in denen Gas den deutschen Strompreis setzt, ist eine Spanne und kein Stichtagswert. Sie schwankt mit dem Wetter und lag in den letzten veröffentlichten Auswertungen zwischen rund einem Viertel und zwei Fünfteln. Die Veränderung des europäischen Gaspreises seit Jahresbeginn wird je nach Datenanbieter und genauem Stichtag zwischen rund 130 und rund 161 Prozent angegeben; der Artikel nennt den höheren Wert, weil er zum hier verwendeten Stand vom 2. September gehört, und weist die Spanne an dieser Stelle aus.

Zur Kritik-Sektion. Dieser Artikel hat keinen Beschluss zum Gegenstand, sondern eine Preisentwicklung und einen Übertragungsweg. Der Eignungs-Check für die Sektion „Was der Schritt kostet" ist deshalb negativ ausgefallen und die Sektion entfällt. Die naheliegende Entscheidung in diesem Feld, die europäische Speicherbefüllungs-Vorgabe, ist bereits Gegenstand eines eigenen Beitrags vom 21. August 2026 und wird hier verlinkt statt erneut behandelt.

Letzte Aktualisierung: 2. September 2026
Versionshistorie: Erste Veröffentlichung am 2. September 2026.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine journalistische Analyse und Einordnung zu allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlage- oder Anlagestrategieempfehlung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung (EU) 596/2014 dar, ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Wertpapiere, Indizes oder Anlageklassen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Jede Anlageentscheidung liegt in eigener Verantwortung.

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