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Eine Zahl aus dem Vorjahr, und die Wunschquote im Depot stieg um 47 Prozent

Stand 24. August 2026. Vier Ökonomen haben amerikanischen Haushalten eine einzige Information gezeigt und sonst nichts, nämlich die Wertentwicklung eines Anlageobjekts über die vorangegangenen zwölf Monate. Wer die Bitcoin-Zahl sah, wollte danach rund 2 Prozentpunkte mehr davon im Depot halten, gemessen an einem Ausgangswert von 4,3 Prozent. Wer die Aktien-Zahl sah, senkte seine Erwartung. Dieselbe Art Information, gegenläufige Richtung, und der Unterschied liegt nicht im Menschen, sondern in dem, was er vorher wusste.

Vorläufige Daten
Portora Redaktion11 Min Lesezeit

Der Versuch in Zahlen

14,3 %
Gezeigte Bitcoin-Rendite der Vorjahresmonate
+3,2 Pp.
Anstieg der erwarteten Krypto-Rendite gegenüber der Vergleichsgruppe
−1,0 Pp.
Veränderung der erwarteten Aktienrendite nach derselben Art Information
+2 Pp.
Anstieg der gewünschten Krypto-Quote im Depot, Ausgangswert 4,3 Prozent

Quelle: Federal Reserve Bank of Cleveland, Working Paper 26-16, Tabellen 6 und 7. Pp. steht für Prozentpunkte.

Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick

Alle Werte aus dem Arbeitspapier der Federal Reserve Bank of Cleveland. Das Experiment lief im zweiten Quartal 2025, die Befragung selbst seit dem ersten Quartal 2018.

ZahlBedeutung
14,3 %Bitcoin-Wertentwicklung der vorangegangenen zwölf Monate, als Text gezeigt
9,7 %Wertentwicklung des S&P 500 im selben Zeitraum, ebenfalls als Text gezeigt
60,11 %Wertentwicklung der GameStop-Aktie, die dritte gezeigte Zahl
+3,2 Pp.Anstieg der erwarteten Krypto-Rendite nach der Bitcoin-Zahl
+1,2 Pp.derselbe Anstieg, wenn statt der Zahl ein Kursverlauf gezeigt wurde
−1,0 Pp.Veränderung der erwarteten Aktienrendite nach der S&P-Zahl
+2 Pp. auf 4,3 %gewünschte Krypto-Quote im Depot, entspricht rund 47 Prozent mehr
+2,5 Pp. auf 11 %tatsächliche Käufe in der Folgebefragung, entspricht rund 23 Prozent mehr
p = 0,017Signifikanzniveau der zusammengefassten Bitcoin-Gruppen beim Kaufverhalten
22 % gegen 7 %erwartete Jahresrendite von Krypto-Besitzern gegenüber Nichtbesitzern
0,8 Pp.höhere Besitzwahrscheinlichkeit je zusätzlichem Prozentpunkt Renditeerwartung
13 Pp.Abstand der unter Vierzigjährigen zu den über Sechzigjährigen beim Besitz
4 Pp.Abstand zwischen Männern und Frauen, laut Papier nicht sehr groß
15.000 bis 25.000Befragte je Erhebungswelle
2. Quartal 2025Zeitpunkt des Experiments mit Zufallszuteilung

Quelle: Federal Reserve Bank of Cleveland, Working Paper 26-16, Abschnitte III bis V.

Was die Erklärung über den Anlegertyp verspricht

Es gibt eine bequeme Erklärung dafür, wer spekulative Anlagen kauft, und sie beschreibt einen Menschenschlag. Jung, männlich, technikaffin, politisch eher libertär. Diese Erklärung hat den Vorteil, dass sie stimmt, jedenfalls in Teilen, und sie hat den größeren Vorteil, dass sie den Leser heraushält. Wer nicht jung und nicht libertär ist, kann sich beim Lesen zurücklehnen. Die Sache betrifft andere Leute.

Genau diese Erklärung hat ein Forscherteam nachgemessen, und die Größenordnungen fallen bescheidener aus, als der Frame nahelegt. Männer halten häufiger Krypto als Frauen, aber der Abstand beträgt 4 Prozentpunkte, was das Papier selbst als nicht sehr groß bezeichnet. Beim Bildungsstand findet sich kein belastbarer Zusammenhang, sobald man die übrigen Merkmale herausrechnet. Der stärkste demografische Befund ist das Alter, und dort liegen zwischen den unter Vierzigjährigen und den über Sechzigjährigen 13 Prozentpunkte.

Die eigentliche Auskunft steckt aber nicht in einem einzelnen dieser Werte, sondern in einem Vergleich. Nimmt man alle beobachtbaren Merkmale zusammen, also Alter, Geschlecht, Einkommen, Vermögen, Beschäftigung und politische Selbsteinordnung, dann erklären sie zusammen weniger von der Frage, wer Krypto hält, als eine einzige andere Größe. Diese Größe ist die Rendite, die jemand für das kommende Jahr erwartet. Zusammen mit der wahrgenommenen Riskantheit hat sie ungefähr die doppelte Erklärungskraft aller Personenmerkmale.

Dieselbe Zahl, zwei Richtungen

Eine Erwartung zu messen ist eine Sache, sie zu bewegen eine andere. Deshalb haben die Forscher im zweiten Quartal 2025 einen Versuch mit Zufallszuteilung eingebaut. Ein Teil der Befragten kam in eine Vergleichsgruppe und bekam keinerlei zusätzliche Information. Die übrigen wurden auf sechs Gruppen verteilt, die jeweils genau eine Angabe zu sehen bekamen, nämlich die Wertentwicklung eines Anlageobjekts über die vorangegangenen zwölf Monate. Bei Bitcoin waren das 14,3 Prozent, beim S&P 500 9,7 Prozent, bei der Aktie von GameStop 60,11 Prozent. Manche Gruppen sahen die Zahl als Text, andere denselben Sachverhalt als Kursverlauf.

Danach wurde gefragt, welche Rendite die Befragten für die kommenden zwölf Monate erwarten. Wer die Bitcoin-Zahl gesehen hatte, nannte einen um 3,2 Prozentpunkte höheren Wert als die Vergleichsgruppe. Wer den Kursverlauf statt der Zahl gesehen hatte, lag um 1,2 Prozentpunkte höher. Die nackte Zahl wirkte also fast dreimal so stark wie das Bild desselben Verlaufs. Bei GameStop zeigte sich dasselbe Muster, mit 4,3 Prozentpunkten für den Text und 1,5 für die Grafik.

Und dann kommt der Befund, an dem der ganze Artikel hängt. Wer die Aktien-Zahl gesehen hatte, senkte seine Erwartung, und zwar um rund einen Prozentpunkt. Dieselbe Art Information, dieselbe Darreichung, dieselben Leute, und die Wirkung dreht das Vorzeichen um. Die Erklärung des Papiers ist knapp und einleuchtend. Über Aktien hatten die Befragten bereits eine Vorstellung, und diese Vorstellung war zu hoch. Die Zahl hat sie korrigiert. Über Bitcoin hatten viele keine Vorstellung, und dort hat dieselbe Zahl nichts korrigiert, sondern den Maßstab überhaupt erst gesetzt.

Fünf Balken um eine Nulllinie. GameStop plus 4,3 und Bitcoin plus 3,2 Prozentpunkte als Zahl gezeigt, dieselben Objekte als Kursbild nur plus 1,2 und plus 1,5. Der S&P 500 als einziger Balken unter der Nulllinie bei minus 1,0.
Wirkung der Information auf die erwartete Rendite des jeweiligen Objekts, gemessen gegen eine Vergleichsgruppe ohne Information. Experiment im zweiten Quartal 2025. Quelle: Federal Reserve Bank of Cleveland, Working Paper 26-16, Tabelle 6.

Die 23 Prozent sind 2,5 von hundert

Eine Erwartung zu verschieben ist billig, denn eine Erwartung kostet nichts. Interessant wird es dort, wo jemand tatsächlich Geld bewegt, und auch das hat der Versuch gemessen, weil dieselben Haushalte in einer späteren Welle erneut befragt wurden. Zwei Größen sind dabei auseinanderzuhalten, und in der Verkürzung fallen sie regelmäßig zusammen.

Die erste ist der Wunsch. Unmittelbar nach der Information gaben die Befragten an, welchen Anteil ihres Depots sie idealerweise in welcher Anlage hätten. Wer die Bitcoin-Information gesehen hatte, nannte eine um rund 2 Prozentpunkte höhere Krypto-Quote. In der Vergleichsgruppe lag dieser Wunschwert bei 4,3 Prozent, die 2 Prozentpunkte sind also gemessen daran ein Aufschlag von etwa 47 Prozent. Bemerkenswert ist, woher der Platz dafür kam. Nicht aus den Aktien, sondern überwiegend aus dem, was auf Giro- und Sparkonten lag.

Die zweite Größe ist der Kauf. Hier liegt der gemessene Effekt bei 2,5 Prozentpunkten, und rund 11 Prozent der Befragten hielten vor dem Versuch bereits Krypto. Aus diesen beiden Zahlen entsteht die Angabe von rund 23 Prozent, die durch die Berichterstattung läuft. Sie ist kein Zuwachs von 23 Prozent an irgendetwas, sondern ein Verhältnis, nämlich 2,5 gemessen an 11. Wer sie als Zuwachs liest, überschätzt den absoluten Effekt um ein Vielfaches. In Menschen ausgedrückt heißt der Befund, dass von hundert Befragten zweieinhalb zusätzlich gekauft haben, und das ist ein kleiner und trotzdem bemerkenswerter Wert, weil ihn eine einzige Bildschirmzeile ausgelöst hat.

Warum die Zufallszuteilung den Unterschied macht

Dass Menschen kaufen, was gestiegen ist, lässt sich in jedem Kursverlauf und jeder Fondsstatistik beobachten. Das Problem an solchen Beobachtungen ist, dass sie die Richtung offen lassen. Vielleicht kaufen die Leute, weil es gestiegen ist. Vielleicht steigt es, weil sie kaufen. Vielleicht steckt hinter beidem eine dritte Ursache, etwa eine Nachrichtenlage, die gleichzeitig auf Kurs und Kaufbereitschaft wirkt.

Genau diesen Knoten löst die Zufallszuteilung. Wer die Information bekam und wer nicht, entschied kein Merkmal der Person, sondern der Zufall. Damit unterscheiden sich die Gruppen im Mittel in nichts außer dieser einen Information, und jeder Unterschied im Verhalten danach lässt sich ihr zurechnen. Der Versuch ist vorab in einem öffentlichen Register für kontrollierte Studien angemeldet worden, was nachträgliches Umdeuten der Auswertung erschwert.

Ein Detail des Aufbaus verdient Erwähnung, weil es einen naheliegenden Einwand entkräftet. Die Frage nach der erwarteten Rendite wurde vor und nach der Information in unterschiedlichem Format gestellt, einmal als Wahrscheinlichkeitsverteilung über Bandbreiten, einmal als einzelner Punktwert. Das geschah, damit die Befragten nicht schlicht ihre eigene Antwort von vorhin wiederholen oder erraten, was die Fragesteller hören wollen. Genau deshalb braucht der Versuch die Vergleichsgruppe, denn sie fängt den Effekt auf, der allein aus dem geänderten Frageformat entsteht.

Das eigentliche Signal ist die Lücke im Wissen

Der Befund lässt sich in einem Satz zusammenfassen, und er handelt nicht von Krypto. Eine Renditezahl aus der Vergangenheit wirkt auf eine Kaufentscheidung umso stärker, je weniger der Leser über die Sache weiß. Das ist keine Vermutung aus dem Ergebnis heraus, sondern lässt sich im Versuch an mehreren Stellen ablesen.

So funktioniert die Sterne-Bewertung eines Restaurants. In der eigenen Stadt sagen dir 4,6 Sterne wenig, denn du kennst den Laden, du warst da, du hast eine Meinung. Die Sterne sind dann ein Datenpunkt neben deinen eigenen. In einer fremden Stadt, in der du niemanden fragen kannst, tragen dieselben 4,6 Sterne die ganze Entscheidung. Nicht weil sie dort aussagekräftiger wären, sondern weil nichts anderes da ist, gegen das du sie halten könntest.

Im Versuch zeigt sich das dreifach. Erstens am Vorzeichen, denn bei Aktien mit ihrer langen und breit bekannten Geschichte senkte die Information die Erwartung, bei der jüngeren Anlage hob sie diese. Zweitens an der Gruppe, denn wer angegeben hatte, er halte kein Krypto weil er zu wenig darüber wisse, reagierte deutlich stärker als der Durchschnitt. Drittens an der Grundverteilung, denn 40 Prozent der Nichtbesitzer gaben an, wenig über die Anlage zu wissen, und von diesen war die überwiegende Mehrheit nicht einmal bereit, eine Renditeschätzung abzugeben. Genau in dieser Lücke arbeitet eine Renditezahl am wirksamsten, weil sie dort auf keinen Widerstand trifft.

Warum daraus ein sich selbst verstärkender Vorgang wird

Die Autoren ziehen aus ihrem Ergebnis eine Verbindung zu einer alten Frage, nämlich wie eigentlich eine Übertreibung entsteht. Der Zusammenhang, den sie beschreiben, ist unspektakulär und genau deshalb tragfähig. Eine hohe Wertentwicklung in der Vergangenheit lässt neue Anleger eine ähnlich hohe Entwicklung in der Zukunft erwarten. Diese Erwartung zieht sie in die Anlage. Ihr Zufluss trägt zur weiteren Wertentwicklung bei, und die wird zur nächsten Zahl, die den nächsten Anlegern gezeigt wird.

Die Kette schließt sich damit ohne Bösartigkeit, ohne Manipulation und ohne dass irgendjemand irrational handeln müsste. Jeder einzelne Schritt ist nachvollziehbar. Wer wenig weiß und eine gute Zahl sieht, hält eine gute Zahl für wahrscheinlich, und wer eine gute Rendite erwartet, kauft. Das Papier beziffert diesen letzten Schritt sogar. Je zusätzlichem Prozentpunkt erwarteter Rendite steigt die Wahrscheinlichkeit, die Anlage zu besitzen, um 0,8 Prozentpunkte.

Ein zweiter Befund passt dazu und wird selten mitzitiert. Wer nach der Information mehr Krypto halten wollte, wollte zugleich mehr Aktien halten. Die Bereitschaft, ins Risiko zu gehen, verschob sich also nicht zwischen Anlagen, sondern insgesamt nach oben, zulasten des Geldes auf dem Konto. Und noch ein dritter Befund gehört hierher, weil er über die Anlage hinausreicht. Kursgewinne bei Krypto schlagen bei den Besitzern auf Käufe langlebiger Güter durch, auf laufende Alltagsausgaben dagegen praktisch gar nicht. Das Papier deutet das so, dass solche Gewinne eher wie ein Lotteriegewinn empfunden werden, den man einmal ausgibt, und nicht wie ein dauerhaft höheres Vermögen, aus dem man Monat für Monat etwas mehr entnimmt.

Der faire Gegenpunkt

Die Studie trägt weniger, als eine Schlagzeile ihr zutraut, und drei Einschränkungen gehören dazu. Die erste steht auf der Titelseite. Ein Arbeitspapier ist ein Diskussionsbeitrag, der ausdrücklich noch nicht das förmliche Begutachtungsverfahren durchlaufen hat, und obwohl es in der Reihe einer Notenbank erscheint, arbeitet nur einer der vier Autoren dort. Es ist also keine Aussage der amerikanischen Zentralbank, auch wenn die verkürzte Wiedergabe das nahelegt. Ebenfalls zur Redlichkeit gehört, dass die erste Fassung dieses Papiers bereits aus dem Mai 2023 stammt und ein Teil der beschriebenen Befunde auf Erhebungen von 2021 und 2022 beruht.

Die zweite Einschränkung benennen die Autoren selbst und sie ist die gewichtigste. Der Kaufeffekt lässt sich nur an denjenigen ablesen, die zwischen zwei Befragungen tatsächlich vom Nichtbesitzer zum Besitzer werden, und das sind wenige. Für eine einzelne Versuchsgruppe reicht diese Zahl für einen statistisch belastbaren Nachweis meist nicht aus. Deshalb haben die Autoren die Bitcoin-Gruppen zusammengefasst, und erst für diese Zusammenfassung ergibt sich ein belastbarer Wert. Das ist ein sauberes und offengelegtes Vorgehen, aber es ist eben auch ein schwächerer Beleg als eine Gruppe für sich.

Die dritte betrifft die Übertragbarkeit. Befragt wurden amerikanische Haushalte aus einem kommerziellen Verbraucherpanel, nicht deutsche Sparer, und was jemand in einer Umfrage als Wunschquote angibt, ist noch keine Order. Die Autoren verweisen selbst darauf, dass zwischen einer geänderten Überzeugung und einer geänderten Depotzusammensetzung Reibung liegt, in Form von Kosten, Aufwand und schlichter Trägheit. Genau diese Reibung ist der Grund, warum der Wunschwert mit 2 Prozentpunkten deutlich stärker reagiert als der tatsächliche Kauf mit 2,5 Prozentpunkten auf einer viel kleineren Ausgangsbasis.

Was das für Anleger heißt

Der Hinweis, dass die frühere Wertentwicklung kein verlässlicher Indikator für die künftige ist, steht unter jedem Fondsprospekt und in jeder Werbung für ein Anlageprodukt. Er ist so vertraut, dass ihn niemand mehr liest. Der Versuch liefert dazu die passende Größenordnung, denn er zeigt, dass genau die Zahl, vor deren Aussagekraft dieser Satz warnt, in einem kontrollierten Aufbau das Kaufverhalten messbar verschiebt. Der Satz steht also nicht aus Förmlichkeit dort.

Übertragbar ist nicht das Thema, sondern die Bedingung. Die Zahl wirkte dort am stärksten, wo das Vorwissen am dünnsten war, und dort in die Richtung, in die sie zeigte. Wo Vorwissen vorhanden war, hat dieselbe Art Zahl nach unten korrigiert. Für die eigene Praxis heißt das, den Blick zu verschieben. Die brauchbare Frage vor einem Kauf ist nicht, ob die ausgewiesene Rendite hoch ist, sondern ob du selbst irgendetwas hast, woran du sie messen kannst. Kannst du sagen, woher sie kam, ob sie sich wiederholen ließe und was in dem Zeitraum sonst noch passiert ist, dann ist sie eine Angabe unter mehreren. Kannst du das nicht, dann trägt sie die Entscheidung allein, und das ist der Zustand, in dem sie am stärksten wirkt.

Zwei Beobachtungen aus dem Versuch sind dabei praktisch verwertbar. Die eine ist, dass die nackte Zahl fast dreimal so stark wirkte wie derselbe Verlauf als Kursbild, was für die Gestaltung von Produktunterlagen und Werbung eine naheliegende Konsequenz hat. Die andere ist die Grenze des Effekts. Wer vorher eine begründete Meinung hatte, auch eine ablehnende, ließ sich von der Zahl nicht bewegen. Ob eine höhere oder niedrigere Quote in einer bestimmten Anlage für dich sinnvoll ist, sagt weder diese Studie noch dieser Text. Sie sagen nur etwas darüber, wodurch diese Entscheidung ausgelöst zu werden pflegt, und die Entscheidung selbst bleibt deine.

Quellen

  1. Do You Even Crypto, Bro? Cryptocurrencies in Household Finance, Working Paper 26-16 Federal Reserve Bank of Cleveland · Arbeitspapier ·
  2. Working Paper 26-16, Volltext als PDF Federal Reserve Bank of Cleveland · Arbeitspapier ·
  3. Registrierung der kontrollierten Studie, AEARCTR-0011436 American Economic Association, RCT Registry · Studienregister ·
  4. Do You Even Crypto, Bro? Cryptocurrencies in Household Finance, Working Paper 31284 (frühere Fassung) National Bureau of Economic Research · Arbeitspapier ·

Stand der Daten. 24. August 2026. Alle Werte stammen aus dem Arbeitspapier 26-16 der Federal Reserve Bank of Cleveland vom Juli 2026 (Fassung vom 20. Juni 2026). Das dort ausgewertete Experiment mit Zufallszuteilung lief im zweiten Quartal 2025, Teile der übrigen Befunde beruhen auf Erhebungswellen von 2021 und 2022. Arbeitspapiere dieser Reihe sind vorläufige Beiträge zur Diskussion und haben das förmliche Begutachtungsverfahren nicht durchlaufen. Von den vier Autoren ist einer bei der Federal Reserve Bank of Cleveland tätig, die übrigen an Universitäten. Die Ergebnisse sind keine Position der Federal Reserve.

Zur Einordnung. Dieser Beitrag ist eine journalistische Analyse und Einordnung zu allgemeinen wirtschaftlichen Zusammenhängen. Er stellt keine Anlageberatung und keine Anlage- oder Anlagestrategieempfehlung im Sinne der Marktmissbrauchsverordnung (EU) 596/2014 dar, ist keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten und ersetzt keine individuelle Beratung. Genannte Wertpapiere, Indizes oder Anlageklassen dienen ausschließlich der Veranschaulichung. Jede Anlageentscheidung liegt in eigener Verantwortung.

KI-Unterstützung. Recherche, Strukturierung und Formulierung dieses Beitrags sind mit KI-Unterstützung entstanden. Alle Zahlen wurden gegen die genannte Primärquelle geprüft, die redaktionelle Verantwortung liegt bei der Portora Redaktion.

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